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AKTUELLE PRESSEMITTEILUNG

Lübeck, 20.02.2018

„Lübeck als Musikstadt“ - SWR 2-Sendereihe mit Wolfgang Sandberger

Eine Sendereihe über „Lübeck als Musikstadt“ strahlt der Südwestrundfunk (SWR) von Montag, 26. Februar bis Freitag, 2. März aus. Der Autor der Sendung Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts an der MHL, wandert in fünf einstündigen Sendungen durch die Musikstadt an der Trave und zeigt die Verzahnung von Handel, Kultur und Musik auf.

In der Sendereihe widmet sich Sandberger vielen künstlerischen Größen Lübecks, die das kulturelle und wirtschaftliche Leben der Stadt prägten: so wie Dieterich Buxtehude, Emanuel Geibel oder Thomas Mann. „Lübeck wird in erster Linie mit Holstentor, Marienkirche und Marzipan assoziiert. Die alte Hansestadt an der Ostsee ist von jeher eine Stadt der Kaufleute. Doch Wirtschaft und Kultur, Handel und Musik sind keine Gegensätze. In Lübeck bedingen sie sich vielmehr gegenseitig“, erläutert Autor Wolfgang Sandberger. Im großen Lübeck-Roman „Buddenbrooks“ von Thomas Mann steht die Musik für den Verfall. Der „Verfallsprinz“ Hanno Buddenbrook, der einzige musikalische Spross der Kaufmannsfamilie, spiegelt mit seiner Liebe zur Musik den Untergang und das Ende des geschäftlichen Erfolgs. Ein weiterer Lübecker, Emanuel Geibel, war nicht nur ein Meister der Selbstvermarktung, sondern gehört zu den meistvertonten Dichtern überhaupt. Unternehmerisch dachten auch schon Franz Tunder und Dieterich Buxtehude, die mit ihren legendären Abendmusiken so spektakuläre Kirchenkonzerte organisierten, dass selbst Händel und Bach an die Trave reisten. Auch später zogen die norddeutschen Musikfeste und die Konzertkultur der Hansestadt viele große Namen an: Felix Mendelssohn, Franz Liszt, Clara Schumann, Johannes Brahms oder Peter Tschaikowsky. Das Engagement finanzkräftiger Bürger sorgte dafür, dass Lübeck 1904 mit der Stadthalle ein Konzerthaus und wenig später mit dem Jugendstilbau in der Bäckergrube ein zauberhaftes Theater bekam. Hermann Abendroth und der junge Wilhelm Furtwängler gehörten hier zu den ersten Dirigenten. Heute ist Lübeck Sitz des Schleswig-Holstein-Musikfestivals und der einzigen Musikhochschule im Land zwischen den Meeren. Die zahlreichen Facetten Lübecks als Musikstadt wird Wolfgang Sandberger in seiner Sendereihe beleuchten. Sie ist in der Reihe „Musikstunde“ des SWR von Montag, 26. Februar bis Freitag, 2. März jeweils ab 9.05 Uhr live auf SWR 2 zu hören oder abrufbar in der Mediathek des SWR.

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Lübeck, 30.01.2018

Violinist Daniel Sepec gibt erstmals Soloabende in Lübeck

Daniel Sepec ist als Solist und Kammermusiker weltweit auf den Konzertbühnen zu erleben und unterrichtet seit 2014 eine internationale Violinklasse an der MHL. Dem Lübecker Publikum präsentiert er sich am 22. Februar im St. Annen-Museum und am 26. Februar in der MHL erstmals solistisch.

„Sonaten und Partiten“ stehen auf dem Programm des Remterkonzertes, das Daniel Sepec am Donnerstag, 22. Februar um 18 Uhr im Museumsquartier St. Annen gibt. Der Violinist präsentiert den halben Zyklus der jeweils drei Partiten und Sonaten für Violine solo von Johann Sebastian Bach. Die Musikwissenschaft ist uneinig, ob Bach die Werke als Etüden, also Übungsstücke geschrieben hat oder eher als Sinnbild für ein christliches Glaubensbekenntnis. Sepec ist Anhänger der zweiten These, denn die Dreiteilung der überwiegend melancholischen Stücke könnte ein Zeugnis ablegen für das Leben, Sterben und die Auferstehung Christi. Auch der von reiner Freude und Verehrung getragene Ausdruck der letzten Partita in E-Dur legt für ihn diese Vermutung nahe. Die Stücke galten mit ihrer Mehrstimmigkeit zunächst als unspielbar und wurden erst in der Bach-Renaissance der Romantik, unter anderem ausgelöst durch Mendelssohn Bartholdy, wieder aus der Versenkung geholt. Mittlerweile gehören sie zum Standardrepertoire jedes Violinisten. Dass sie damals wie heute hohe künstlerische und technische Herausforderungen bieten, wird Sepec im Remterkonzert belegen. Kontrastreiche Violine mit Barockmusik und Elektronik Ein kontrastreiches Soloprogramm stellt Daniel Sepec unter dem Motto „Kontraste Violine“ am Montag, 26. Februar ab 20 Uhr im Kammermusiksaal der MHL vor. Er stellt barocke Werke von Ignaz Biber und Georg Philipp Telemann neben Werke der Zeitgenossen Luciano Berio und Steve Reich. In der effektvollen und dissonanzreichen „Sequenza“ von Berio, wird Sepec mit ostinativen Tonwiederholungen, Sekundreibungen und irrwitzig schnellen Akkordfolgen und Läufen alle Klangfacetten seiner Geige ausloten, bis das Stück fast unhörbar mit einem langen Doppelgriff verklingt. Steve Reichs „Violin Phase“ ist eines von mehreren Werken, in denen der Pionier der Minimal Music mit dem sogenannten „Phasing“ arbeitet. Dabei begegnet Sepec mit einer Abfolge weniger Töne, die er patternartig wiederholt, seiner eigenen, zuvor eingespielten Tonbandaufnahme derselben Pattern, um sie nach und nach rhythmisch gegeneinander zu verschieben. „Wie ein Uhrwerk, das auseinanderfällt und den Eindruck der Gleichtönigkeit damit wieder zerstört“, kommentiert Sepec. Auf der Bühne wird er dabei von Thomas Reifner begleitet, der an der MHL seinen Bachelor und Master in Komposition abgelegt hat und den elektronischen Part übernimmt. Schließlich präsentiert Sepec die Neunte der zwölf Fantasien für Solovioline, die Telemann 1735 in Hamburg herausbrachte. Fantasien nannte der Komponist seinen Werkzyklus und betonte damit die Freiheit der Form, der Sepec mit viel selbst gestalteter Verzierung Ausdruck verleihen wird. „Viel zu wenig gespielte, sehr reichhaltige und tolle Musik“ ist das Urteil des 52-Jährigen, der sich seit langer Zeit besonders für Barockmusik begeistert und unter anderem als Konzertmeister in dem auf Originalinstrumenten spielenden Balthasar-Neumann-Ensemble unter Leitung von Thomas Hengelbrock mitwirkt. Seine 2010 erschienene Aufnahme der Rosenkranz-Sonaten von Heinrich Ignaz Franz Biber, eingespielt zusammen mit der Gambistin Hille Perl, dem Lautenisten Lee Santana und Michael Behringer an der Orgel, wurde mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Im Konzert intoniert Sepec die mit ihren Figurationen und ihrer Mehrstimmigkeit beeindruckende Passacaglia für Violine solo, die Biber den fünfzehn Rosenkranzsonaten zum Abschluss hinzufügte. Das Autograph des auch als „Schutzengel-Passacaglia“ bezeichneten Werkes zeigt eine lavierte Federzeichnung: ein Kind mit einem Engel an der Hand, das den trostvollen Gedanken symbolisiert, ein Schutzengel möge den Menschen auf seinem Lebensweg begleiten. „Sonaten und Partiten“ sind am Donnerstag, 22. Februar um 18 Uhr im Remter des Museumsquartier St. Annen zu hören. „Kontraste Violine“ erklingen am Montag, 26. Februar um 20 Uhr im Kammermusiksaal der MHL. Der Eintritt zu beiden Soloabenden ist frei.

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Lübeck, 30.01.2018

Internationaler Preis für Brahms-DVD

Die Musik-DVD „Rileggendo Brahms“ ist mit dem International Classical Music Award (ICMA) in der Kategorie „DVD Performance“ ausgezeichnet worden. Sie präsentiert die vier Sinfonien von Johannes Brahms mit dem „Orchestra della Svizzera italiana“ unter seinem Chefdirigenten Markus Poschner. Auch das Brahms-Institut an der MHL war an der DVD-Produktion beteiligt.

Die CD mit dem Titel „Rileggendo Brahms“, übersetzt „Brahms neu gelesen“ bietet eine kammermusikalische Neuinterpretation der sinfonischen Meisterwerke von Brahms, die sich an die ursprünglichen Absichten des Komponisten anlehnt. Dem komplexen künstlerischen Projekt gingen mehrere Jahre Studium und Planung voraus. Dabei handelte es sich um die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Partituren bis hin zur Anschaffung von historischen Instrumenten. Dank einer Schrift des Fritz Steinbach-Schülers Walter Blume aus dem Jahr 1933, bis zu ihrer Veröffentlichung 2013 nur ein „Geheimtipp“ unter Brahms-Interpreten, konnte die von Brahms geschätzte Aufführungstradition der Meininger Hofkapelle zur damaligen Zeit rekonstruiert werden. Dirigent Markus Poschner war mehrfach im Lübecker Brahms-Institut zu Gast und erhielt im Dialog mit Institutsleiter Professor Dr. Wolfgang Sandberger wichtige Impulse für seine Neuinterpretation. Wolfgang Sandberger dazu: „Die Zusammenarbeit mit Markus Poschner war für mich eine Sternstunde des Austauschs zwischen wissenschaftlicher Forschung und künstlerischer Praxis, das Klangbild der Sinfonien in der Meininger Aufstellung des Orchesters ist kammermusikalisch transparent und doch berührend. Die Tatsache, dass die Sinfonien von Brahms zu den meistpublizierten Werken auf dem diskografischen Markt gehören, macht die Auszeichnung umso bedeutender.“ Die Ende 2016 erschienene DVD bietet in einem Bonus-Track ein ausführliches Interview mit Wolfgang Sandberger, aufgenommen vom Schweizer Fernsehen in den historischen Räumlichkeiten der Villa Brahms. Sandberger erläutert darin die wissenschaftliche Auseinandersetzung anhand der für den Entstehungsprozess zentralen Quellen. Das 30-seitige, mehrsprachige Booklet enthält neben Informationen zu den Interpreten eine wissenschaftliche Einleitung Sandbergers und zahlreiche Abbildungen. Die bei Sony Classical erschienene DVD ist im Fachhandel unter der Bestellnummer 8985388869 erhältlich. Die „International Classical Music Awards“ ist eine internationale und unabhängige Auszeichnung in der Welt der klassischen Musik. Die Jury besteht aus professionellen Musikkritikern, die den bedeutendsten europäischen Medien angehören. Die Verleihzeremonie wird am 6. April in Katowice (Polen) stattfinden. Weitere Informationen unter www.icma-info.com.

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Lübeck, 06.12.2017

Lena Eckels neue Professorin für Bratsche an der MHL

Lena Eckels wird Professorin für Bratsche an der Musikhochschule Lübeck (MHL). Die 35-Jährige unterrichtet seit 2015 im Lehrauftrag an der MHL und wird ab April 2018 die neu eingerichtete Professur für Bratsche bekleiden.

Nach einem Start auf der Geige entdeckte Lena Eckels mit zehn Jahren die Bratsche für sich und war fasziniert vom Klang der tiefen Saiten und der Nähe zur menschlichen Stimme. Die geborene Detmolderin studierte bei Barbara Westphal in Lübeck und Lars Anders Tomter in Oslo. Künstlerische Anregungen haben ihr unter anderen Kim Kash-kashian, Nobuko Imai und Yuri Bashmet gegeben. Als Solistin und Kammermusikerin wurde Eckels mehrfach mit Preisen bedacht, unter anderem gewann sie 2005 den ersten Preis beim Brahms Wettbewerb in Pörtschach (Österreich). 2011 erspielte sie sich den ersten Preis und den Grand Prize beim renommierten „Melbourne International Chamber Music Competition“ mit dem Amaryllis Quartett, dem sie bis 2016 zehn Jahre lang angehörte. 2012 heimste das Quartett den höchstdotierten Kammermusikpreis Deutschlands ein, den Kammermusikpreis der Jürgen Ponto-Stiftung. Die CD „White“ mit Streichquartetten von Haydn und Webern wurde als beste Kammermusikeinspielung des Jahres mit dem Echo-Klassikpreis 2012 gekürt. Neben ihrer Tätigkeit als Dozentin an der MHL ist Eckels regelmäßig bei bedeutenden europäischen Festivals und Konzertreihen zu Gast. Im Sommer 2016 gab sie ihr Debut beim Southwell Music Festival in England und ist Mitglied im Deutsch-Israelischen Else Ensemble. Lena Eckels spielt auf einer Bratsche von Haat-Hedlef Uilderks nach Gasparo da Salo. Zu ihrer neuen Stellung sagt sie: „Dass ich nun als Dozentin an den Ort zurückkehre, an dem ich selbst studiert habe, ist ein großes Glück. Ich habe mich in Lübeck immer zu Hause gefühlt.“ Ihre Hauptaufgabe als Professorin an der MHL sieht sie darin, in ihrer Bratschenklasse ein Klima zu schaffen, in dem sich die Studierenden in der Kürze des Studiums zu selbständigen Musikerpersönlichkeiten entwickeln können. Eckels sagt: „Das nötige Handwerk im regelmäßigen Einzelunterricht zu vermitteln ist die Basis, aber genauso wichtig ist es mir, durch regelmäßige interne Klassenstunden ein Forum zu bieten, bei dem sich meine Studierenden offen begegnen und voneinander lernen können.“ Im neuen Jahr wird sie zudem die Organisation der Konzertreihe "Wir in Schleswig Holstein" übernehmen und möchte dazu beizutragen „den guten Geist der MHL ins Land hinauszutragen“.

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Lübeck, 06.12.2017

Lübecker Brahms-Institut legt neue CD mit Violetta Khachikyan vor

Das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL) hat eine neue CD herausgebracht: Die russische Pianistin und MHL-Dozentin Violetta Khachikyan präsentiert unter dem Titel ,,Humoresken und Romanzen“ eine reizvolle Gegenüberstellung von Stücken der beiden Komponisten Schumann und Kirchner.

Die Konzertpianistin Violetta Khachikyan, Absolventin der Lübecker Klavierklasse von Professor Konstanze Eickhorst und Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe, legt hier Werke von Schumann und Kirchner vor, deren Erstdrucke zur wertvollen Sammlung des Brahms-Instituts gehören. So stellt die neue CD das Ergebnis der Verbindung künstlerischer Praxis und musikwissenschaftlicher Arbeit vor. Das Brahms-Institut nimmt mit der Einspielung nicht nur romantische Charakterstücke Schumanns in den Blick, sondern hebt mit Kirchners Stücken einen bisher unbekannten Schatz: Theodor Fürchtegott Kirchners Werk geriet bald nach seinem Tod 1903 in Vergessenheit. Dabei hinterließ er neben einigen Liedern, einem ambitionierten Streichquartett und kleineren Kammermusikwerken mit tausend Einzelstücken für Klavier ein Kaleidoskop poetischer Miniaturen. Die Zusammenstellung der Werke auf der neuen CD spiegelt die Sammlung des Instituts und die zahlreichen Berührungspunkte im Leben der beiden Komponisten: Die Begegnung und Freundschaft mit Robert Schumann waren bestimmend für den musikalischen Weg des 13 Jahre jüngeren Kirchners. Professor Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts, erläutert: „Schon der jugendliche Kirchner wurde Schumann und Mendelssohn vorgestellt, die vom Talent des 15-Jährigen beeindruckt waren. Und in seinem berühmten Brahms-Essay ‚Neue Bahnen‘ aus dem Jahr 1853 zählt Schumann den 30-jährigen Kirchner zu den ‚hochaufstrebenden Künstlern der jüngsten Zeit‘“. Violetta Khachikyan, die als Solistin und Kammermusikpartnerin mit bedeutenden Orchestern und Musikern zusammengearbeitet hat, legt mit „Humoresken und Romanzen“ ihre dritte CD vor: „Ich fand es reizvoll, diese abwechslungsreichen Stücke zu interpretieren, die von beiden Komponisten in jungen Jahren geschrieben wurden. Mit meiner Interpretation möchte ich die poetischen Gefühle, die jugendliche Freude und die Aufbruchstimmung ausstrahlen, die in dieser Musik liegen.“ In Schumanns Humoreske op. 20 und Kirchners sechs kleinformatigen Humoresken op. 48 lotet sie den Begriff des „Humors“ in der Romantik neu aus. Mit den Romanzen beider Komponisten stellt die Pianistin, die am Rimski-Korsakow-Konservatorium in St. Petersburg studiert und an der MHL ihr Konzertexamen und ihren Master als Kammermusikerin absolviert hat, promi-nente Charakterstücke der Romantik einander gegenüber. Schumanns drei Romanzen op. 28 bestechen durch ihre spannungsvollen Kontraste. In Kirchners fünf Romanzen op. 22 im Miniaturformat zeigt Khachikyan von schlichtem, liedhaften Ton über gewagte Dissonanzen bis hin zu drängend-mysteriösen Klängen viele Facetten dieser poetischen Klavierstücke. Das Brahms-Institut lädt am Samstag, 27. Januar um 15 Uhr zur Präsentation der CD in die Villa Brahms ein: Violetta Khachikyan stellt dann Auszüge aus der CD vor, Wolfgang Sandberger beleuchtet den musikwissenschaftlichen Hintergrund der Einspielung. Alle auf der CD vorliegenden Stücke gehören in die bedeutende Sammlung des Brahms-Instituts. Es wurde 1991 der MHL angegliedert und widmet sich seitdem Leben und Werk von Johannes Brahms und seinen Zeitgenossen. Die CD, aufgenommen im großen Konzertsaal der MHL, ist ab sofort bei Veranstaltungen in der MHL, im Lübecker Fachhandel sowie im Brahms-Institut (www.brahms-institut.de) für 13 Euro erhältlich. Unter der Mailadresse brahms-institut@mh-luebeck.de kann sie auch bestellt werden und wird dann für 19 Euro (inklusive Versand) verschickt.

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Lübeck, 01.05.2017

Präludium mit Podiumsdiskussion

Das 26. Brahms-Festival startet am Samstag, 6. Mai mit einem Präludium im Kammermusiksaal der Musikhochschule Lübeck (MHL). Ab 18 Uhr führt eine interdisziplinäre Podiumsdiskussion, moderiert von MHL-Präsident Rico Gubler, in das Festival-Motto „Heimat“ ein.

Vertreter verschiedener Lübecker Kulturinstitutionen diskutieren den schillernden Heimatbegriff: aus literarischer Perspektive Birte Lipinski, Leiterin des Buddenbrookhauses, aus kunsthistorischer Perspektive Alexander Bastek, Leiter des Behnhauses sowie Projektleiter Professor Wolfgang Sandberger aus musikhistorischer Perspektive. Konstanze Eickhorst und Konrad Elser spielen „Ländler“ von Franz Schubert für Klavier zu vier Händen. Ein Streichquartett mit Studierenden stellt „Fränkische Tänze“ vor, die der Zeitgenosse Walter Zimmermann ausschließlich mit Flageolettönen realisiert hat. Er plädiert dafür, das „Blendwerk Heimat“ seiner Illusionen zu berauben: „Heimat ist die Illusion des Orts, von dem man kommt. Heimat ist nicht der Ort selbst“.

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Lübeck, 01.05.2017

Eröffnungskonzert „Musik als Heimat“

Unter Leitung des Berliner Gastdirigenten Simon Bernardini eröffnet das Hochschulorchester das Brahms-Festival am Samstag, 6. Mai um 19.30 Uhr.

Das Programm mit dem Titel „Musik als Heimat“ spannt einen weiten Bogen von der Heimatbegeisterung in Smetanas Ouvertüre „Die verkaufte Braut“, über Naturassoziationen im Orchesteridyll “Sommerwind“ des ganz jungen Webern, bis hin zu den transzendenten Aspekten von Heimat, die Mahler in seiner vierten Sinfonie hörbar macht. Das Sopransolo singt die junge MHL-Absolventin Lisa Ziehm. Zu einer modernen Auseinandersetzung mit dem Heimatbegriff regt die Uraufführung des Orchesterwerkes „Reflexionen“ an, das der 27-jährige Kompositionsstudent Lars Opfermann aus der Klasse Professor Dieter Mack für das Brahms-Festival geschrieben hat. Sein rund zehnminütiges Werk lässt Anklänge an klassisch-romantische Ouvertüren hören, zeigt sich aber so unbeständig wie Lichtreflexe. „Klangfarben und Gestalten leuchten für einen Moment auf, um sich im nächsten wieder zu verdunkeln und hinter die Grenze der Wahrnehmbarkeit zurückzuziehen“, so Opfermann. Seine Komposition wurde in einem hochschulinternen Wettbewerb aus acht Werken junger Komponisten ausgewählt. Das Konzert wird am Sonntag, 7. Mai um 17 Uhr im Großen Saal der MHL wiederholt. In der Reihe „Wir in Schleswig-Holstein“ ist das Hochschulorchester mit dem Programm „Musik als Heimat“ am Montag, 8. Mai um 19.30 Uhr auch im Theater der Stadthalle Neumünster zu Gast.

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Lübeck, 01.05.2017

Abendkonzert „Sehnsucht“

Heimat als Sehnsuchtsort thematisiert das Konzert am Dienstag, 9. Mai um 19.30 Uhr.

Dvo?ák vertonte Volkstänze aus seiner osteuropäischen Heimat und lieferte mit dem „Dumky-Trio“ op. 90, gespielt von Inge-Susann Römhild (Klavier), Shoko Murakami (Violine) und Ulf Tischbirek (Violoncello) ein Schlüsselwerk zum Thema, das mit seinem temperamentvollen Charakter von Anfang an Erfolge feierte. MHL-Musikwissenschaftler Professor Christoph Flamm, der das Werk neu editiert hat, gibt um 18.30 Uhr eine halbstündige Einführung in die Entstehungsgeschichte des „Dumky“ und zeigt Zusammenhänge zum Festival-Thema auf. Zu hören ist weiterhin Prokofjews „Ouvertüre über hebräische Themen“ op. 34, im ame-rikanischen Exil für sechs Musiker aus seiner russischen Heimat geschrieben. Außerdem erklingt Janá?eks Spätwerk „Mladi“ für Bläserensemble, mit dem er an Volksmusik seiner tschechischen Heimat anknüpft. Seine eigenwillige Autobiographie in Tönen verklärt kindliche Spiel- und Naturerlebnisse, enthüllt aber auch die raue Erziehung im Brünner Augusti-nerkloster. Konstanze Eickhorst und Konrad Elser präsentieren Dvo?áks slawische Tänze op. 46 zu vier Händen, über die der Komponist selbst schrieb: „Die ‚Tänze‘ werden brillant instrumentiert, es wird alles krachen, aber verfluchte Arbeit ist es.“ Weitere Mitwirkende sind Angela Firkins (Flöte), Diethelm Jonas (Oboe), Reiner Wehle und Han Kim (Klarinette), Paulo Ferreira (Fagott), Yurina Otsuka und Dorothee Appelhans (Violinen), Carrie Robinson (Viola), Lia Perlov (Violoncello) sowie das Anna Perenna Quartett.

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Lübeck, 01.05.2017

Abendkonzert „Verlorene Heimat“

Mit dem Konzert „Verlorene Heimat“ stellt das Brahms-Festival am Donnerstag, 11. Mai um 19.30 Uhr Komponisten vor, die Migration, Flucht und Exil musikalisch verarbeitet haben. Dabei stehen neben Chopin und Martin? auch die beiden kaum bekannten Komponisten Charles Martin Loeffler und Robert Kahn aus dem Brahms-Umfeld auf dem Programm.

Der in Deutschland geborene Loeffler wanderte zwanzigjährig in die USA aus, wo er zu den angesehensten Komponisten seiner Zeit avancierte. Er pflegte in seiner Kammermusik ausgefallene Instrumentalbesetzungen. Seine „Ballade Carnavalesque“ ist eine der frühesten Kammermusiken, in der dem Saxophon eine gleichwertige Rolle zugeschrieben wird, gespielt von MHL-Präsident und Saxophonist Rico Gubler. Der 1865 geborene Robert Kahn war zu seiner Zeit als Komponist in Deutschland bekannt. Eine persönliche Begegnung mit Johannes Brahms war prägend für den Zwanzigjährigen. Seine Serenade op. 73, präsentiert von Diethelm Jonas (Oboe), Rico Gubler (Saxophon) und Manfred Aust (Klavier), komponierte er noch in seiner deutschen Heimat, bevor die Nationalsozialisten ihn als 73-Jährigen in die englische Emigration zwangen. Weitere Mitwirkende sind Angela Firkins (Flöte), Paulo Ferreira (Fagott) und Sergej Tcherepanov (Klavier).

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Lübeck, 01.05.2017

Abendkonzert „Ferne Heimat – nahe Fremde“

An der MHL studieren junge Musikerinnen und Musiker aus über 42 Nationen. Die meisten von ihnen kommen aus Deutschland, Sükorea, China, Japan, Italien, Russland, Spanien und Polen. Im Konzert „Ferne Heimat, nahe Fremde“ stellen sie am Freitag, 12. Mai ab 19.30 Uhr unter Leitung von MHL-Professoren Musik aus ihren Heimatländern vor.

Einstündige Konzerte präsentieren in vier geografischen Schwerpunkten die facettenreiche Musik ihrer Heimatkulturen. Unter dem Motto „Viva Latina“ präsentieren Studierende ab 19.30 Uhr unter der Leitung von Diethelm Jonas südamerikanische Rhythmen. Ab 20.30 Uhr stehen unter Leitung von Dieter Mack mit „Die Sonne im Osten“ China und Japan im Mittelpunkt. „Aus dem Land der Morgenstille“ stellen Studierende unter Leitung von Johannes Fischer ab 21.30 Uhr die exotischen Klangfarben ihrer koreanischen Heimat vor. „Klezmer – Gypsy – Balkan“ stehen im Mittelpunkt ab 22.30 Uhr. Geleitet von Bernd Ruf, präsentieren Studierende zum Abschluss der Weltreise emotionale und gleichzeitig virtuose Musik mit jazzig-improvisatorischen Anklängen.

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Lübeck, 01.05.2017

Nachtkonzert „Quatuor pour la fin du temps“

Dem „Quatuor pour la fin du temps“, dem „Quartett für das Ende der Zeit“ des französischen Komponisten Olivier Messiaen ist das Nachtkonzert am Samstag, 13. Mai um 22 Uhr gewidmet.

Hochkarätig besetzt mit Sabine Meyer (Klarinette), Gastviolinistin Kathrin Rabus, Ulf Tischbirek (Violoncello) und Konstanze Eickhorst (Klavier) zeigt das Werk des Franzosen, wie Musik zur Heimat werden kann, wenn es keinen Heimatort mehr gibt: Messiaen komponierte sein Quartett im Gefangenenlager bei Görlitz, in dem Tausende Franzosen nach der Niederlage gegen Deutschland zusammengepfercht waren. In einer zur Kirche umgebauten Baracke räumte man ihm eine Ecke zum Komponieren ein. 1941 wurde das Quartett mit den im Lager verfügbaren Musikerkollegen uraufgeführt. 400 Gefangene lauschten der Uraufführung. „Das Publikum war eine äußerst vielfältige Mischung aus allen Gesellschaftsschichten – Landarbeiter, Hilfsarbeiter, Intellektuelle, Berufssoldaten, Ärzte und Geistliche. Nie wieder hat man mir mit solcher Aufmerksamkeit und solchem Verständnis zugehört wie damals“, schrieb Messiaen Jahrzehnte später. Er ließ sich für sein Werk von der neutestamentlichen Offenbarung des Johannes inspirieren, in der der Engel der Apokalypse vom Ende der Zeit kündet. Mit schwebenden, körperlosen Klängen und Rhythmen, frei von jeder Takteinheit, klingt Messiaens Quartett wie jenseits von Zeit und Raum.

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Lübeck, 01.05.2017

Abschlusskonzert „Norden“

Zum Abschlusskonzert des diesjährigen Brahms-Festivals lädt die MHL am Sonntag, 14. Mai um 19.30 Uhr ein. Mit Grieg, Gade und Brahms stehen noch einmal Komponisten im Fokus, die mit dem nordischen Klang schlechthin identifiziert werden.

Mit den lyrischen Stücken von Edvard Grieg, gespielt von MHL-Professorin Konstanze Eickhorst, und dem Trio op. 42,1 von Niels Wilhelm Gade sind zwei skandinavische Komponisten zu hören. Konstanze Eickhorst (Klavier), Christoph Callies (Violine) und Troels Svane (Violoncello) präsentieren das viersätzige Trio, das bereits hörbar romantische Züge trägt. Brahms‘ Musik wurde zeitlebens mit dem nordischen Tonfall assoziiert. Seine Zeitgenossen sagten ihr einen düsteren, melancholischen Tonfall nach. Eine Rezension Hugo Wolfs weckt gar Assoziationen an einen Wetterbericht aus dem Norden: Von Brahms‘ Musik gehe eine Luft aus, „so eisig, naßkalt und nebelig…‘nen Schupfen könnt‘ man sich dabei holen“. Zum Abschluss des Festivals ist mit der zweiten Serenade op. 16 für kleines Orchester noch einmal ein kammermusikalisches Kleinod aus seiner Feder zu hören. Der Klang der Bläser und tiefen Streicher verleiht dem Stück einen eigenen Reiz und nimmt manches Motiv seiner späteren Sinfonien vorweg. Brahms selbst, sonst ein unerbittlicher Kritiker seiner Werke, bezeichnete es als „zärtliches Stück“ und war ausnahmsweise voll des Lobes für eine eigene Komposition. Was sich im Brahms-Festival über zwei Jahrzehnte bewährt hat, wird hier noch einmal in schönster Form zelebriert: 14 Dozierende und Studierende der MHL verschmelzen zu einem gemeinsamen Ensemble. Es spielen unter anderen Angela Firkins, (Flöte), Diethelm Jonas (Oboe), Sabine Meyer und Reiner Wehle (Klarinette).

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Lübeck, 01.05.2017

Nachmittagskonzerte mit Studierenden in der Villa Eschenburg

Das Volkslied spiegelt wie kaum eine andere musikalische Form den Heimatbegriff. Es steht im Mittelpunkt der moderierten Konzertreihe in der Villa Eschenburg. Jeweils ab 17 Uhr stellen Studierende im Hansensaal, moderiert von Wolfgang Sandberger und Stefan Weymar, Lieder und Kammermusik von Brahms und Zeitgenossen vor.

Das Konzert „Aufbruch“ am Montag, 8. Mai rekonstruiert mit Werken von Beethoven, Brahms und Mendelssohn eine Konzertreise durch Norddeutschland, die der 20-jährige Brahms 1853 mit dem wenig älteren ungarischen Geiger und Freiheitskämpfer Reményi unternommen hat. Mit dem etwas provokanten, einem Volkslied entlehnten Konzerttitel „Und a bissele Falschheit ist au wohl dabei“ ist das Konzert am Mittwoch, 10. Mai dem Liedschaffen von Johannes Brahms gewidmet. Unter anderem sind die Volkskinderlieder und das Vokalquartett op. 64 „An die Heimat“ zu hören. Erstmals im Programm des Brahms-Festivals: die „Vier Gesänge für Frauenchor“ op. 17 in der aparten Besetzung für Frauenstimmen, zwei Hörner und Harfe. Schottland-Begeisterung spiegelt sich in den Lied-Bearbeitungen des Konzerts „The blue bell of Scotland“ am Freitag, 12. Mai. Prominente Komponisten wie Haydn und Beethoven beteiligten sich an dem werbewirksamen Heimat-Projekt des Verlegers George Thomson und vertonten schottische Volkslieder.

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Lübeck, 01.05.2017

Lunchtime-Concert I bis VI mit sechs Studierenden-Ensembles

Die erfolgreiche Reihe „Lunchtime-Concert“ wird auch in diesem Festivaljahr fortgeführt: Die MHL lädt von Dienstag, 9. Mai bis Sonntag, 14. Mai täglich um 12.30 Uhr zu einem moderierten Lunchtime Concert in das Museum Behnhaus/Drägerhaus ein.

Sechs junge Ensembles, präsentieren im „Lunchtime-Concert I bis VI“ alle Streichquartette von Brahms und Schumann. Unter den Ausführenden ist auch das Quartetto Lyskamm, Possehl-Preisträger 2015. Sowohl Schumann als auch Brahms wagten sich erst spät an die „Königsdisziplin der Kammermusik“. Brahms soll an die zwanzig Quartette vernichtet haben, bevor er vierzigjährig mit seinem ersten Streichquartett-Opus wahre Meisterwerke der Kammermusik veröffentlichte. Bevor die Werke im Zusammenhang aufgeführt werden, geben die MHL-Professoren Wolfgang Sandberger, Oliver Korte, Jens Knigge, Christoph Flamm, Sascha Lino Lemke sowie Stefan Weymar Einblick in Entstehungsgeschichte und musikwissenschaftliche Zusammenhänge. Die 24 jungen Interpreten haben die Quartette beim siebten Kammermusik Campus Lübeck im April erarbeitet. So bietet die Reihe neben musikwissenschaftlicher Erkenntnis einen Einblick in die umfangreiche Kammermusikarbeit an der MHL. Heimat, Verlust, Vertreibung und Heimkehr thematisierte auch die bildende Kunst im 19. Jahrhundert. Berühmte Künstler wie Caspar David Friedrich bannten Heimatmotive auf Leinwand. Für eine Reihe Hamburger Künstler wie die Brüder Otto und Erwin Speckter oder Carl Julius Milde wurde Lübeck zum Ausgangspunkt ihrer Reisen durch Schleswig-Holstein. Zum Brahms-Festival zeigt das Museum Behnhaus/Drägerhaus vom 7. Mai bis zum 27. August ausgewählte Glanzstücke der grafischen Sammlung zum Thema Heimat von der Romantik bis hin zum Impressionismus. Das Museum ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet (Königstraße 9 bis 11).

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Lübeck, 01.05.2017

Musikpädagogische Projekte

Das Brahms-Festival wird durch verschiedene musikpädagogische Angebote begleitet.

„Ein Versteck für Anne“ trägt die Mono-Oper „Das Tagebuch der Anne Frank“ in schleswig-holsteinische Schulen. Mit ihren Studierenden besucht die Gesangsprofessorin Manuela Uhl verschiedene Schulen, um Schülerinnen und Schüler in das berührende Kammerstück des russischen Komponisten und Schriftstellers Gregori Frid einzuführen. Zum Auftakt stellen zehn junge Sängerinnen und Sänger das Werk am Samstag, 6. Mai um 14 Uhr im Kammermusiksaal der MHL vor. In beeindruckenden Bildern schildern sie das Schicksal der 13-jährigen Anne Frank, die mit ihrer Familie zur Zeit der Judenverfolgung im Versteck lebte. Jason Alejandro Ponce Guevara begleitet am Klavier. Kostenlose Einlasskarten sind ab 13 Uhr an der Tageskasse erhältlich. Eine Geschichte über Toleranz, Freundschaft und Fernweh haben Schülerinnen und Schüler der Kahlhorst-Schule Lübeck gemeinsam mit MHL-Studierenden geschrieben. Heraus-gekommen ist das Musiktheaterstück „Briefe von Flipper“, das sie im Rahmen des Brahms-Festivals aufführen. Der gemütliche Pandabär Pommel liebt sein Heim und kann nicht verstehen, warum seine Freundin, das reiselustige Orcamädchen Flipper, immer wieder zu neuen Reisen aufbrechen muss. Dennoch lässt er sie ziehen und freut sich über ihre Postkarten aus aller Welt. Für Kinder ab sechs Jahren wird „Briefe von Flipper“ am Freitag, 19. Mai um 11 Uhr und um 16 Uhr aufgeführt, am Samstag, 20. Mai noch einmal um 11 Uhr. Alle Aufführungen finden im Chorsaal der Holstentorhalle statt. Zu einer „Brahms-Lounge“ laden drei Studierende im Studiengang „Musik Vermitteln“ in das kleine Seminarhaus der MHL an der Wallstraße ein. Am Samstag, 6. Mai und 13. Mai präsentieren sie dort zusammen mit Flüchtlingen und musikalisch Interessierten eine „Welcome Session“, die Musik verschiedener Kulturen zusammenführt. Unter Leitung von Laetitia Vögtler, Joshua Schlegel und Mara Jessen stellen rund 20 Interpreten okzidentale und orientalische Klänge vor. Am Mittwoch, 10. Mai stehen bei einem „Offenen Singen“ mit dem Publikum ebenfalls Lieder und Melodien verschiedener Kulturen im Mittelpunkt. Sangesfreudige Interessierte sind herzlich zum Mitsingen eingeladen. Die Brahms-Lounge findet an allen drei Tagen jeweils um 17 Uhr im Seminarraum in der Wallstraße 7 bis 9 statt.

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Lübeck, 01.05.2017

Seit 26 Jahren Brahms-Festival

Die Musikhochschule Lübeck, einzige Musikhochschule Schleswig-Holsteins, veranstaltet seit der Gründung des Brahms-Instituts 1991 jedes Frühjahr ihr weit über die Region ausstrahlendes Festival.

Mehr als 100 Mitwirkende pro Festival, die in über 30 Ensembles proben, versetzen die Hochschule jedes Frühjahr in einen Ausnahmezustand. 2006 erhielt das Brahms-Festival den mit 10.000 Euro dotierten Brahms-Preis der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein. Die Konzertprogramme entstehen in engem Austausch zwischen künstlerischer Praxis und Musikforschung unter Projektleitung von Professor Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts. 62.166 Besucherinnen und Besucher haben das Brahms-Festival seitdem in 323 Konzerten erlebt. 465 Stunden Musik und 1253 Werke sind in den vergangenen Jahren erklungen. Seit 2000 steht das Festival jeweils unter einem Motto, 2017 unter dem Motto „Heimat“. 28 Konzerte an sechs Spielstätten laden dazu ein, sich mit dem vielschichtigen Begriff auseinanderzusetzen.

Karten sind in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen von 7 bis 19 Euro erhältlich oder können online gebucht und am heimischen Drucker ausgedruckt werden. Restkarten gibt es eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Tages- oder Abendkasse. Der Eintritt zum Präludium, zur Reihe „Lunchtime-Concert“, zu den musikpädagogischen Veranstaltungen und zur Vesper ist frei. Das detaillierte Programm und der Zugang zum Ticketshop ist unter www.mh-luebeck.de/Veranstaltungen erhältlich.

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Lübeck, 30.04.2017

Aufbrüche XI: Flöten und Harfenklänge in „Apollo‘s Touch“

Die Musikhochschule Lübeck (MHL) lädt am Dienstag, 16. Mai zu einem neuen Konzert ihrer Reihe „Aufbrüche“ in Kooperation mit dem Buddenbrookhaus Lübeck ein. In „Apollo's Touch“ stellen fünf MHL-Studierende ab 20 Uhr Werke für die klangvolle Besetzung Flöte und Harfe vor.

Mal solistisch, mal kammermusikalisch präsentieren die jungen Musikerinnen und Musiker der Flötenklasse Prof. Angela Firkins und der Harfenklasse Prof. Gesine Dreyer Werke aus vier Jahrhunderten, unter anderem von Dowland, Marais, Bach, Takemitsu und Holliger. Das Programm spannt einen Bogen von der Renaissance über den Barock bis zur Moderne. Flöte und Harfe gehören zu den ältesten Instrumenten der Menschheitsgeschichte – Apoll, Gott der römischen und griechischen Mythologie, soll sie beide perfekt beherrscht haben. Es spielen Nadine Kowol, Juli-ana Alejandra Diaz Chico und Moritz Schulte (Flöte) sowie Swantje Wittenhagen und Maik Hoppe (Harfe). In der Reihe „Aufbrüche“ erproben Studierende und Dozierende neue Konzertformen. Die MHL bietet damit eine Bühne für experimentierfreudiges Publikum, das Buddenbrookhaus den passenden Konzertort im vorderen Raum der Mengstraße 6, wo in den nächsten Jahren der Erweiterungsbau entstehen soll. Anders als im Monatsprogramm der MHL angekündigt, findet das Konzert nicht am 20. Mai, sondern am Dienstag, 16. Mai statt. Karten gibt es für 4 Euro ausschließlich an der Abendkasse.

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Lübeck, 30.04.2017

Musikalische Predigt zum Lutherjahr

Zu einem spannenden Projekt im Lutherjahr lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Mittwoch, 17. Mai in Kooperation mit dem Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg und der Kirchengemeinde St. Jakobi ein. Ab 18 Uhr gestalten der Sänger Klaus Mertens und der Organist Franz Danksagmüller in St. Jakobi eine musikalische Predigt unter dem Motto „Luther Sermones symphoniaci“, die auf Texten und Liedern von Martin Luther basiert.

Mit Stimme, Orgel und Live-Elektronik verschmelzen die beiden Künstler Texte und Lie-der von Martin Luther, gregorianische Hymnen und Kompositionen von Heinrich Schütz zu einer großen Klang-Predigt. Elektronisch bearbeitet und vervielfältigt, changiert die Stimme des Predigers zwischen Sprechen und Singen und erzeugt ihre eigenen Be-gleitstimmen. Franz Danksagmüller erläutert: „Bisweilen verschmilzt die Stimme mit dem Klang der Orgel, bringt das archaische Instrument zum Sprechen und vereint sich so mit ihr zu einem ‘kosmischen Prediger‘.“ Die einzelnen Konzertabschnitte führen durch das Kirchenjahr und behandeln verschiedene Kapitel des Katechismus. Einen Teil des spannungsreichen Programms gestalten die beiden Interpreten mit den „Kleinen geistlichen Konzerten“ von Heinrich Schütz. Klaus Mertens gehört mit seinen Interpretationen von Alter Musik bis Avantgarde zu den profiliertesten Interpreten seiner Generation. Er wirkte an nahezu 200 CD- und DVD-Produktionen mit, wie unter anderem an der Gesamteinspielung des Werkes von Johann Sebastian Bach und Dieterich Buxtehude. Er arbeitete mit vielen bedeutenden Spezialisten für barocke Musik wie Nicolaus Harnoncourt, Ton Koopman, und Philippe Herreweghe zusammen. 2016 wurde er mit dem renommierten Georg-Philipp-Telemann-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg ausgezeichnet. Franz Danksagmüller zählt durch seine innovativen Projekte im Bereich Live-Elektronik-Performance, seine Kompositionen und Orgelimprovisationen zu den kreativsten Köpfen der internationalen Konzertszene. Als Organist und Performer ist er in Europa, den USA und in Asien tätig. Er arbeitete mit unterschiedlichsten Künstlern wie mit der Vokalistin Lauren Newton, den Dirigenten Ton Koopman und Sir Simon Rattle sowie dem Schau-spieler John Malkovich zusammen. In seiner Arbeit führt er zeitgenössische Kompositi-onstechniken und historische Instrumente zusammen und verwendet die menschliche Stimme in all ihren Ausdrucksmöglichkeiten. Konzertkarten sind in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen oder online (www.mh-luebeck.de) für 14 Euro, ermäßigt 10 Euro erhältlich. Restkarten gibt es ab 17 Uhr an der Abendkasse in St. Jakobi.

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Lübeck, 30.04.2017

Dritte Ringvorlesung „Weltanschauung“

Die Lübecker Hochschulen und das St. Petri Kuratorium laden am Donnerstag, 18. Mai zur dritten gemeinsamen Ringvorlesung „Weltanschauung“ in die Petrikirche ein. Im Zeichen der Eule der Minerva stellen Wissenschaftler und Studierende der Universität, der Fachhochschule und der Musikhochschule Lübeck (MHL) ihre Gedanken zum Thema „Denken und Digitalisieren“ zur Diskussion.

Das Thema „Digitalisierung“ ist in aller Munde. Die Übergänge zwischen Mensch und Maschine, Gehirn und Computer sind fließend. Optimistische Geister feiern den Fort-schritt für Kommunikation, Medizin und Kultur. Pessimisten befürchten, dass sich der Mensch durch künstliche Intelligenz in Zukunft überflüssig machen wird. Nach einem Vorwort der Psychologiestudentin Martje Buss (Uni Lübeck) wird Informatik-Professorin Dr. Monique Janneck (Fachhochschule Lübeck) die Interaktion zwischen Mensch und Rechner erklären und – aus der „Sicht“ eines Computers – kritisch hinterfragen. Dr. Ulrike Krämer, Professorin für Kognitive Neurowissenschaften an der Universität zu Lübeck, referiert über die neurologischen und psychologischen Aspekte der Digitalisie-rung und die Folgen für die Weltanschauung. Die Bedeutung der Digitalisierung für das Komponieren und Musizieren reflektiert Sascha Lino Lemke, Professor für Musiktheorie, Gehörbildung und Werkanalyse an der MHL. Lemke wird außerdem eine, mit Saxophon-Studentin Jana de Troyer erarbeitete, digitalisierte Tape-Version des „Pan“ von Benjamin Britten präsentieren, musikalisches Leitmotiv der Ringvorlesung. Mit besonderer Spannung wird die musikalische Performance „The artificial musical brain“ von MHL-Professor Franz Danksagmüller erwartet, eine Interaktion zwischen menschlicher Stimme und genetischem Algorithmus. Nach der Präsentation laden die Initiatoren der Reihe, Professor Cornelius Borck und Pastor Bernd Schwarze zu einem moderierten Plenumsgespräch ein. Im Anschluss kann im Nordschiff der Universitäts- und Hochschulkirche bei Brot und Wein weiterdiskutiert werden. Der Eintritt zur öffentlichen Ringvorlesung ist frei.

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