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PRESSE ARCHIV

Lübeck, 29.05.2019

Instrument des Jahres: Saxophon im Portrait

Mit mehreren Veranstaltungen rückt die Musikhochschule Lübeck (MHL) zusammen mit anderen Kulturpartnern das Saxophon als „Instrument des Jahres" im Juni in den Fokus. Unter Leitung von Professor Rico Gubler, Präsident der MHL und Schirmherr des Jahres finden vom 21. bis zum 23. Juni Konzerte in verschiedenen schleswig-holsteinischen Städten statt.

Junge Interpreten aus den Saxophonklassen der MHL, der Lübecker Musikschule der Gemeinnützigen sowie die MHL-Bigband unter Leitung von Professor Bernd Ruf werden das Instrument mit seinen zahlreichen Klangfacetten bei Konzerten in Kiel, Pinneberg und Rendsburg präsentieren. Die Konzerte am Freitag, 21. Juni um 19 Uhr im Musiculum Kiel, am Samstag, 22. Juni um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Pinneberg und am Sonntag, 23. Juni um 16 Uhr in der Volkhochschule Rendsburg zeigen Aspekte des Saxophonspiels vom klassischen Repertoire über Adaptionen bis hin zu Jazz und Elektro. Unter anderem kommt das virtuose Werk „Klezmer Salsa" des französischen Saxophonisten und Komponisten Philippe Geiss zur Aufführung, in dem zwölf Saxophone unter Leitung von Maxi Busch mit Instrument und Stimme einen schwungvollen Dialog zwischen beiden Musiktraditionen entfalten. Schirmherr Rico Gubler resummiert: „Das Projekt hat mit seiner landesweiten Ausstrahlung viel Interesse am Saxophon sowohl als Solo- und Kammermusikinstrument auf der Konzertbühne als auch als Unterrichtsinstrument geweckt und könnte Vorbildcharakter für zukünftige Veranstaltungen zum jeweiligen Instrument des Jahres haben."

In Kiel gibt es weiterhin einen Workshop mit Schulklassen, bei dem Musikstudierende das Saxophon vorstellen und Grundkenntnisse zu verschiedenen Stilen und Musizierformen vermitteln. Ziel ist es dabei, junge Menschen für das Saxophonspiel zu begeistern. Veranstaltungspartner sind das Musiculum in Kiel sowie die Musikschulen in Pinneberg und Rendsburg. Der Landesmusikrat Schleswig-Holstein unterstützt das Projekt.

Der Eintritt zu den Konzerten im Musiculum Kiel und im Rathaus Pinneberg ist frei, der Eintritt zum Konzert in der Volkshochschule Rendsburg kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Karten sind nur an der Abendkasse erhältlich.

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Lübeck, 29.05.2019

Kammeroper „Weiße Rose" mit jungen Gesangssolisten

In der Reihe „Junges Musiktheater" bringen Studierende der Musikhochschule Lübeck (MHL) vom 14. bis 16. Juni im Kultur- und Bildungszentrum (KuB) Bad Oldesloe sowie am 23. Juni in der MHL Udo Zimmermanns Kammeroper „Weiße Rose" auf die Bühne. Unter der musikalischen Leitung von Robert Roche und der Regie von Selcuk Cara präsentieren neun Gesangsstudierende und ein Kammerorchester der MHL das verstörende Bühnenstück über die letzten Stunden im Leben von Sophie und Hans Scholl.

In der 1986 uraufgeführten Fassung seiner Kammeroper „Weiße Rose" zeichnet der zeitgenössische Komponist Udo Zimmermann die letzten Stunden im Leben von Sophie und Hans Scholl nach. Die Geschwister gehörten zur Widerstandsgruppe „Weiße Rose" und wurden vom nationalsozialistischen Terrorregime 1943 ermordet. In sechzehn Szenen erhält der Zuschauer Einblick in die letzten Stunden der Geschwister, die ihre Todesangst in Visionen, Selbstgesprächen und reflektierten Monologen verarbeiten. Den Operntext setzte Librettist Wolfgang Willaschek aus Briefen und Tagebuchaufzeichnungen der Geschwister, aus Bibelversen und eigenen Texten zusammen. Der Dresdner Komponist Udo Zimmermann, geboren im gleichen Jahr, in dem die Geschwister ermordet wurden, hat die „Weiße Rose" für eine Sängerin und einen Sänger geschrieben. Regisseur Selcuk Cara macht eine neue Dimension auf: Im Kontrast zur Originalfassung verkörpern in seiner Inszenierung neun junge MHL-Interpreten die Geschwister. „Wir sind Viele. Wir sind Sophie Scholl und wir sind Hans Scholl. Wenn Sophie Scholl fällt, dann wird eine andere Sophie Scholl ihren Platz einnehmen, wenn Hans Scholl fällt, dann wird ein anderer Hans Scholl seinen Platz einnehmen", er-läutert Cara seine Beweggründe. Ganz ohne Bühnenausstattung, nur in eindrucksvolle Lichtsäulen getaucht, agieren die jungen Sängerinnen und Sänger parallel auf der Bühne, leihen den Geschwistern abwechselnd ihre Stimme und springen teilweise improvisierend in ihre Rolle ein. Eine große Herausforderung für die Studierenden, die Cara über ein halbes Jahr mit intensiven Übungen auch zu Darstellung und Improvisation vorbereitet hat. Ein Kammerensemble mit sechs Instrumentalisten an Blas-und Streichinstrumenten, Klavier und Schlagzeug begleitet das bewegende Geschehen auf der Bühne, mal mit harten Klängen, mal mit sphärisch weicher Melodieführung. „Hier werden Schreie, Träume, Bosheit und Angst klangliche Gestalt", schreibt Zimmermann über seine Komposition. Die Geschwister wussten, dass ihr „Kampf gegen eines der unmenschlichsten Systeme mit ihrem Tod enden konnte. Aber ihr Glaube an eine bessere, gerechte Welt war so stark, dass der Gedanke an den Tod sie nicht zurückhielt."

Die eindrückliche Inszenierung sieht im KuB keinerlei Sitzplätze vor, vielmehr sind die Zuschauerinnen und Zuschauer eingeladen, sich frei um die mittige Spielfläche im abgedunkelten Saal zu bewegen und ihre Perspektive auf das Geschehen selbst zu bestimmen.

Der türkischstämmige Film-, Theater- und Opernregisseur Regisseur Selcuk Cara studierte zunächst Philosophie und Gesang und arbeitete als Opernsänger unter anderem mit Werner Schroeter, Frank Castorf, Stefan Ruzowitzky und Vincenzo Cerami zusammen. Es folgte ein Regiestudium im Masterstudiengang Szenografie mit Schwerpunkt Film. In seinen Werken setzt Cara sich immer wieder mit dem Völkermord an den Juden auseinander, so in seinem mit über 140 internationalen Preisen ausgezeichneten Film „My Last Concert" und in seinem 2016 veröffentlichten autobiografischen Roman „Türke, aber trotzdem intelligent", der innerhalb kürzester Zeit zum Bestseller wurde. Das Buch wurde in die Bibliothek des internationalen Zentrums für Dokumentation, Information und Forschung über die nationalsozialistische Verfolgung und Ermordung (ITS) aufgenommen und ist damit Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbes (Opens external link in new windowwww.its-arolsen.org). Als nächstes großes Projekt plant Cara eine szenische Aufführung des Verdi-Requiems in Theresienstadt.

Die Aufführungen der Kammeroper „Weiße Rose" dauern rund 70 Minuten ohne Pause. Sie finden in der Reihe „Junges Musiktheater" am Freitag 14. Juni und Samstag 15. Juni jeweils um 20 Uhr sowie am Sonntag, 16. Juni um 19.30 Uhr im Kultur- und Bildungszentrum (KuB) Bad Oldesloe statt. Am Sonntag, 23. Juni um 17 Uhr ist das Stück im Großen Saal der MHL zu sehen.

Karten sind in der Stadtinfo Bad Oldesloe sowie in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen erhältlich. Restkarten gibt es eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse.

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Lübeck, 29.05.2019

Abschlusskonzert „Mut zur Muse"

Lübecker Nachwuchsmusikerinnen und Nachwuchsmusiker präsentieren sich beim Abschlusskonzert des Talentförderprogramms „Mut zur Muse" am Sonntag, 2. Juni um 16 Uhr im Festsaal der Gemeinnützigen. Auf dem Programm stehen Werke verschiedener Epochen, die die Vielfalt der teilnehmenden Kategorien vom Solostück für verschiedene Instrumente bis hin zum Klavier-Saxophon-Duo zeigen.

Das Kooperationsprojekt „Mut zur Muse" der Musikhochschule Lübeck (MHL), der Musikschule der Gemeinnützigen sowie der Musik- und Kunstschule Lübeck befindet sich bereits im vierten Jahr. Aktuell bietet es 22 Musikschülerinnen und Musikschülern im Alter zwischen neun und 18 Jahren die Möglichkeit, ihre künstlerischen und technischen Fähigkeiten zu verbessern und Erfahrungen mit der professionellen musikalischen Arbeit an der MHL zu sammeln. Insgesamt 55 Talente wurden seit Beginn gefördert. In Arbeitsphasen kommen die jungen Musikerinnen und Musiker zusammen, um ihr solistisches und kammermusikalisches Spiel zu verbessern. Die Ebenen der Musikschule und der Hochschule wirken im Projekt optimal zusammen: Unterricht beim eigenen Lehrer an der Musikschule bereitet auf einen Wochenendworkshop bei Dozierenden der MHL vor. Begleitend erhalten die Teilnehmenden an der MHL Unterricht in Gehörbildung, Musiktheorie und Werkanalyse. Das Angebot gibt es bisher für die Fächer Gesang, Flöte, Violine, Klavier, Violoncello und Saxophon. Am Ende jedes Kurses stellen die jungen Künstler ihre Arbeitsergebnisse in einem Konzert vor. Das von der Possehl-Stiftung finanzierte Projekt „Mut zur Muse" soll Nachwuchstalente noch gezielter fördern und sie auf ein Musikstudium vorbereiten.

Das Konzert findet im Saal der Gemeinnützigen (Königstraße 5, 23552 Lübeck) statt, ein weiteres Konzert gibt es am Sonntag, 23. Juni um 19 Uhr im Festsaal des Schloss Bothmer in Klütz. Der Eintritt zu beiden Konzerten ist frei.

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Lübeck, 29.05.2019

Moderiertes Konzert zu „Vingt regards sur l'enfant-Jésus"

Zu einem moderierten Konzert „Vingt regards sur l'enfant-Jésus" lädt das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL) am Mittwoch, 19. Juni ein. Ab 19 Uhr steht in der Villa Brahms Olivier Messiaens selten zu hörender Klavierzyklus im Mittelpunkt.

Timothée Urbain, Master-Absolvent aus der Klasse von Professorin Konstanze Eickhorst, stellt den monumentalen Klavierzyklus vor, in dem zwanzig musikalische Meditationen über die Geburt Christi zusammengefasst sind. Der junge Pianist hat das Werk mit der Messiaen-Spezialistin Louise Bessette am Konservatorium Montréal (Kanada) erarbeitet. Fabian Bergener, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Brahms-Institut, gibt eine Einführung in das Werk. Der 1944 von Olivier Messiaen in Paris komponierte Werkzyklus „Vingt regards sur l'enfant-Jésus" wird als eine der wichtigsten Kompositionen des 20. Jahrhunderts für Klavier und als Höhepunkt der Kompositionen Messiaens, einer der originellsten französischen Komponisten seit Claude Debussy. Für ihn waren Klänge untrennbar mit Farben verbunden. Seine synästhetische Begabung führte ihn sogar zur Entwicklung eines eigenen Tonsystems. Auch seinen monumentalen Klavierzyklus gestaltete er mit den ihm eigenen farbenreichen Klängen. Mit einer rund zweistündigen Dauer zählt das Werk auch heute noch zu den „Achttausendern" der Klavierliteratur und wird nur sehr selten aufgeführt.

Das Konzert findet in der Villa Brahms (Jerusalemsberg 4) statt. Karten sind für 5 und 8 Euro (keine Ermäßigung) bei der Konzertkasse im Hause Hugendubel (Telefon 0451/702320) erhältlich. Restkarten gibt es ab 18 Uhr an der Abendkasse.

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Lübeck, 29.05.2019

„Perform es!" − Tänzerisch-szenisch-musikalische Performance

Unter dem Motto „Perform es!" präsentieren am Dienstag, 18. Juni und Mittwoch 19. Juni Studierende der Klasse ‚Elementare Musikpädagogik' der Musikhochschule Lübeck (MHL) ihre tänzerisch-szenisch-musikalische Abschlussperformance. Sie zeigen drei ganz verschiedene Stücke mit den Titeln „Eine neue Heimat", „Im Spiegel der Seele" und „Zerreiß-Probe", die im Hafenschuppen C auf der Wallhalbinsel jeweils um 19.30 Uhr zu erleben sind.

Die Stücke sind nach einem Semester intensiver konzeptioneller und praktischer Probenarbeit unter Leitung von Professor Marno Schulze entstanden. In der rund 35-minütigen Performance „Eine neue Heimat" befassen sich die beiden aus Italien und Taiwan stammenden Studierenden Sofia Galeati und Ching-Fen Chiu am Dienstag, 18. Juni um 19.30 Uhr mit Künstlern, die aus ihrem Heimatland ausgewandert sind. Gemeinsam mit den Protagonisten ihres Stückes gehen sie auf eine literarisch-musikalisch-tänzerische Reise von Serbien über Frankreich bis nach Algerien. Die Performance gibt Einblicke in das Leben des serbischen Schriftstellers Danilo Kiš, des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns, des algerischen Schriftstellers Hamid Skif und der deutschen Schauspielerin und Sängerin Marlene Dietrich. Im Anschluss zeigt Tatjana Sandhöfer ihre Performance „Im Spiegel der Seele", die sich mit Fragen der Realität und Fiktion und der Sinnsuche im Leben beschäftigt. 23 Mitwirkende erzählen in einer knappen Stunde mit Musik, Tanz und Schauspiel die Geschichte von Elisabeth, einer einsamen jungen Frau auf der Suche nach sich selbst. Das Stück spielt mit typischen Musical-Elementen, die durch unkonventionelle Choreographie und ein flexibles Bühnenkonzept mit technischen Raffinessen immer wieder durchbrochen werden. Die Musik stammt aus der Feder des Darmstädter Komponisten Luis Richter, die Hauptrollen werden von erfahrenen Darstellern gespielt. Das neunköpfige Ensemble sowie die Technik-Crew besteht aus Laien und Studierenden, die in der MusicalCompany Lübeck bereits zusammengearbeitet haben.

In der Performance „Zerreißprobe" von Rebecca Letmathe nimmt ein neunköpfiges Ensemble aus MHL-Studierenden das Publikum am Mittwoch, 19. Juni um 19.30 Uhr mit auf eine rund einstündige emotionale Reise. Im Mittelpunkt steht eine Pianistin im Spannungsfeld zwischen Zuversicht und Zweifel, Höhenflug und Einsamkeit, Verführung und Pflicht. Die Performance vereint mit Instrumentalspiel, Gesang, Percussion, Tanz, Sprache und Schauspiel verschiedenste Formate. Das Bühnenkonzept ist dabei denkbar einfach: Eine Bühne, ein Flügel, ein engagiertes Ensemble und Rebecca Letmathe, die als Pianistin und Tänzerin agiert.

Die drei Performances finden im Hafenschuppen C auf der Wallhalbinsel (Willy-Brandt-Allee 31c, 23554 Lübeck) statt. Der Eintritt ist frei.

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Lübeck, 29.05.2019

„Starke Klänge" erteilt Komponistinnen das Wort

Zum 200. Geburtstag von Clara Schumann lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Freitag, 14. Juni zu einem Konzert und Vortrag unter dem Motto „Starke Klänge" ein. Ab 19.30 Uhr präsentieren Studierende der Musikhochschulen Lübeck und Hamburg in der Aula des Johanneums Werke von Komponistinnen des 19. und 20. Jahrhunderts.

Auf dem Programm stehen Clara Schumanns berühmtes Klaviertrio sowie Duos und Solowerke für Violine, Cello und Klavier unter anderem von Lili Boulanger, Mel Bonis und Tatjana Komarova. Interpreten sind Johanna Bechtel, Yiju Seo und Dorothea Sauer (Violine), Antonia Grohmann, (Violoncello), Valencia Koean und Jorma Marggraf (Klavier). MHL-Erziehungswissenschaftlerin Professor Gaja von Sychowski vertieft die Thematik mit einem spannenden wissenschaftlichen Vortrag zu Feminismus und Gendertheorie. Musik von Komponistinnen ist in Konzertprogrammen auch heute noch eine Rarität. Wer hat schon einmal Musik von Mel Bonis vernommen, der César Franck attestierte, sie „kenne alle geschickten Tricks des Komponistenhandwerks"? Wie oft kann man die tief berührenden Werke des kompositorischen Wunderkindes Lili Boulanger hören und wie oft erklingen Stücke von Clara Schumann oder Fanny Hensel, deren Namen zwar eher bekannt sind, die aber dennoch von den berühmteren Komponisten ihres Umfelds überstrahlt wurden? So schrieb Felix Mendelssohn Bartholdy in einem Brief an seine Mutter: „...zu einer Autorschaft hat Fanny, wie ich sie kenne, weder Lust noch Beruf – dazu ist sie zu sehr eine Frau, wie es recht ist, sorgt für ihr Haus und denkt weder ans Publikum noch an die musikalische Welt." Die jungen Musikerinnen und Musiker wollen die Rolle der Frau als Komponistin im 19. und 20. Jahrhundert stärker ins Bewusstsein bringen und eine Auswahl der Schätze heben, die die Forschung der letzten Jahrzehnte ans Licht gebracht hat.

Die rund 90-minütige Veranstaltung „Starke Klänge" findet in der Aula des Johanneums zu Lübeck (Bei St. Johannis 1-3, 23552 Lübeck) statt. Der Eintritt ist frei.

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Lübeck, 29.05.2019

Aufbrüche XXIII mit Saxophonquartett und Cello

Zu einem neuen Konzert ihrer experimentellen Reihe „Aufbrüche" lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Donnerstag, 13. Juni ein. Ab 19.30 Uhr entfalten Studierende der MHL im Buddenbrookhaus unter dem Motto „Zwischenspiele" einen rasanten Dialog zwischen Saxophon und Violoncello.

Im Fokus steht das Quartett des russischen Komponisten Alexander Glazunov, eine der interessantesten russischen Musikerpersönlichkeiten. Das Quartett, das er in seinen letzten Lebensjahren schrieb, sollte zu einem der populärsten Werke für die Instrumentenfamilie des Saxophons werden. Glazunov war von der Virtuosität und den außergewöhnlichen Klangfacetten des Instruments fasziniert und liefert ihm in seinem Werk quasi die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts nach. Im Kern ein Variationssatz im Stile unterschiedlicher Komponisten, lassen sich deutliche Anleihen an Dvorak, Brahms, Schumann und Chopin hören. Die jungen Saxophonisten Santa Bukovska, Luyu Niu, Sonia Tcherepanov und Ivan Tumanov präsentieren das Werk in Abschnitten und im schnellen Wechsel mit Cellosolowerken der Moderne und lassen so einen reizvollen Kontrast zu Stücken von Dutilleux, Yun, Kurtag, Penderecki und Korte entstehen. Zu den Ausführenden am Violoncello gehören Magdalena Ceple, Rebecca Falk, Luise Frappier, Nathalie Hahn, Ye-Eun Jang und Caja Wohlfeil. Das Aufführungsformat erlaubt dem Publikum ein Konzerterlebnis mitten im Geschehen. Der Programmablauf und konzentrierte Auftritt wird den Studierenden in diesem abwechslungsreichen Konzert einiges abverlangen.

In der Reihe „Aufbrüche" erproben Studierende und Dozierende neue Konzertformen. Die MHL bietet damit eine Bühne für experimentierfreudiges Publikum, das Buddenbrookhaus den passenden Konzertort im „Meng 6", wo der Erweiterungsbau für das Museum entsteht. Karten gibt es für 4 Euro ausschließlich an der Abendkasse.

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