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PRESSE ARCHIV

Lübeck, 30.01.2018

Over and Above – Premierenkonzert mit Improvisation

Zu einem neuen Konzert der Reihe „Over and Above“ laden die MHL und die Overbeck-Gesellschaft, am Donnerstag, 15. Februar um 20 Uhr nach St. Petri ein. Diesmal stellt sich erstmals öffentlich das „Instant Composing Ensemble“ (ICE) vor, das sich im Herbst 2017 an der MHL gegründet hat.

Im ICE erproben zwischen sechs und fünfzehn Studierende verschiedener Instrumentalklassen experimentelle Aufführungsmethoden. Ziel ist die Improvisation als freies und spontanes Zusammenspiel der Gruppe. Die Studierenden gestalten die Musik im Moment ihrer Entstehung, wobei jedes Ensemblemitglied sowohl die Rolle eines kreativen Co-Autors als auch eines Teamplayers übernimmt. Johannes Fischer, Professor für Schlagzeug, der das ICE zusammen mit anderen Kollegen betreut: „In einer Zeit, in der sich das Reproduzieren künstlerisch bereits geschöpfter Inhalte als gängige Musikpraxis etabliert hat, setzt das Ensemble bewusst Kurs auf einen kreativen Schaffensprozess aus dem Augenblick heraus.“ Es entsteht eine Moment-Musik, die sich einer schriftlichen Fixierung verwehrt: Jedes Konzert ist neu und nicht wiederholbar. Betreut wird das Ensemble, dem Studierende unterschiedlichster Fachrichtungen und Instrumentalklassen angehören neben Johannes Fischer von den Professoren Rico Gubler (Saxophon), Bernd Ruf (Klarinette), Dieter Mack (Klavier, Komposition) und Franz Danksagmüller (Orgel, elektroakustische Instrumente). Sie bringen ihre jeweils unterschiedlichen Perspektiven und künstlerischen Konzepte ein. Karten für „Over and Above“ gibt es für 4 Euro (keine Ermäßigung) nur an der Abendkasse.

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Lübeck, 30.01.2018

Internationale Studierende bei Plöner Tagen der Kammermusik

Ensembles der MHL geben in der Reihe ,,Wir in Schleswig-Holstein“ drei Konzerte bei den Plöner Tagen der Kammermusik. Mehr als 40 Instrumentalisten der MHL präsentieren am 4., 10. und 11. Februar jeweils ab 19.30 Uhr Schlüsselwerke der Kammermusik im Kulturforum Schwimmhalle Schloss Plön. Zehn Ensembles mit Studierenden der MHL stellen bedeutende Kammermusikwerke aus drei Jahrhunderten vor. Vom Trio bis zum siebenköpfigen Kammermusikensemble sind Werke unter anderem von Beethoven, Dvorak, Haydn und Strawinsky zu hören. Es spielen junge Musikerinnern und Musiker aus zehn Nationen, die in verschiedenen Ausbildungsstufen an der MHL studieren.

Beim Konzert ,,Wir in Plön I“ bieten MHL-Studierende am Sonntag, 4. Februar ab 19.30 Uhr vom Klaviertrio bis zum Bläserquintett ein abwechslungsreiches Programm. Das Delia-Quartett präsentiert Beethovens Streichquartett F-Dur op. 135. Es zählt zu seinen späten Werken: Beethoven machte 1826 erste Skizzen dazu und vollendete es als letztes Werk vor seinem Tod 1827. "Muss es sein?" "Es muss sein!“ diese Frage und Antwort stellte er dem Finalsatz seines Streichquartetts voran, mit dem Titel ,,Der schwer gefasste Entschluss“. Außerdem erklingt das „Lerchenquartett“ von Haydn, der bis zu seiner Abreise nach England Beethovens Kompositionslehrer war. Es begeisterte mit seiner eine jubelnde Lerche imitierenden Violinstimme das Londoner Publikum schon bei der Uraufführung. Das Lübecker Hornquartett präsentiert außerdem das für vier Hörner original komponierte Bläserquartett von Constantin Homilius, der im 19. Jahrhundert als Komponist und Organist an der Petersburger Reformierten Kirche wirkte. Bei ,,Wir in Plön II“ am Samstag, 10. Februar um 19.30 Uhr dreht sich alles um Strawinskys ,,L'Histoire du Soldat“. Das Stück aus dem Jahr 1917 schrieb Strawinsky, als er sich während des ersten Weltkrieges im Exil in der Schweiz aufhielt, wo schwierige Bedingungen für Künstler herrschten. Mit der „Geschichte vom Soldaten“, das er für ein kleines Ensemble und eine Wanderbühne konzipierte, erhoffte er sich neue Einnahmen. Strawinsky und sein Librettist Charles-Ferdinand Ramuz erzählen darin das Märchen eines Soldaten auf Heimaturlaub, den der Teufel zu einem folgenschweren Tausch überredet: Der Soldat tritt dem Teufel gegen ein Reichtumsversprechen seine Geige ab und muss ihm außerdem das Geigenspiel beibringen. Doch damit löst er allerhand schicksalhafte Verwicklungen aus. Die Idee von der Wanderbühne musste Strawinsky bald begraben: Durch die sich ausbreitende spanische Grippe und einen Generalstreik kam das Stück nur einmal 1918 in Lausanne zur Aufführung. In dem musikalisch facettenreichen Werk zitiert der Komponist allerhand damalige Gebrauchs- und Unterhaltungsmusik: es sind Anklänge an Marschmusik, Ragtime, Tango und Walzer zu hören. Die Aufführung des anspruchsvollen Werkes meistern die MHL-Studierenden mit einem Kammermusikensemble und einer Sprecherin ganz ohne Dirigenten. ,,L'Histoire du Soldat“ wird am Samstag, 17. Februar um 19 Uhr im Johanneum zu Lübeck ein weiteres Mal aufgeführt. Bei ,,Wir in Plön III“ am Sonntag, 11. Februar um 19.30 Uhr stehen Kammermusikwerke von Beethoven, Haydn und Brahms auf dem Programm. Das „Trio Parole“ stellt das Klaviertrio in H-Dur op. 8 vor, das Brahms 1854 innerhalb von nur drei Wochen schrieb und als erstes Kammermusikwerk publizierte. 35 Jahre später brachte er eine überarbeitete Version heraus, so dass das Werk mit seinen völlig verschiedenen Fassungen als Brahms‘ frühestes und zugleich sein spätestes Klaviertrio gilt. Zwei Streicherwerke von Beethoven stehen mit dem Streichrio c-Moll op. 9/3 und dem dramatischen Streichquartett a-Moll op. 132 auf dem Programm, das vom Anna Perenna Quartett dargeboten wird. Es zählt zu seinen späten Werken und wurde 1825 vom Schuppanzigh Quartett in Wien uraufgeführt, einer Quartettformation, die sich um die Verbreitung von Beethovens Ensemblewerken verdient machte. Die späten Streichquartette Beethovens werden in einem vollständigen Zyklus in der Reihe „Lunchtime-Concert“ beim diesjährigen Brahms-Festival zu hören sein. Von Dienstag, 8. Mai bis zum Sonntag, 13. Mai führen verschiedene MHL-Kammermusikensembles, moderiert von Dozenten der MHL, jeweils eines der späten Streichquartette Beethovens auf. Die Reihe ist dem großen Kammermusiker Walter Levin gewidmet, der im August vergangenen Jahres verstorben ist. Er hat die Kammermusikarbeit an der MHL viele Jahre entscheidend geprägt. Die drei Konzerte finden vor der malerischen Kulisse des Kulturforum Schwimmhalle Schloss Plön (Schlossgebiet 1a) statt. Karten sind für 15 Euro, ermäßigt 10 Euro im Vorverkauf in der Buchhandlung Schneider (Lübecker Str. 18, Telefon 04522/789939) erhältlich. Restkarten gibt es an der Abendkasse. Der Eintritt zur Aufführung ,,L'Histoire du Soldat“ im Lübecker Johanneum ist frei, Spenden sind erbeten.

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Lübeck, 30.01.2018

Musik im Museum mit „Carnaval“

Das Brahms-Institut an der MHL entführt am Samstag, 10. Februar auf einen romantischen Maskenball – passend zum Fasching. Ab 15 Uhr präsentieren MHL-Studierende in der Villa Brahms Werke von Schumann und Schostakowitsch, moderiert von Institutsleiter Professor Dr. Wolfgang Sandberger.

Hermann Fabian Valdez Fregoso stellt den aus kurzen Charakterstücken bestehenden Klavierzyklus ,,Carnaval“ op. 9 von Robert Schumann vor. Der mexikanische Pianist aus der Klavierklasse von Prof. Konrad Elser lässt in Schumanns Komposition, auch als ,,Maskerade“ für Klavier bezeichnet, die unterschiedlichsten Gestalten aus der italienischen Commedia dell’arte, wie unter anderem den Pierrot, musikalisch lebendig werden. Auch die beiden von Robert Schumann kreierten Phantasiefiguren, der leidenschaftliche Florestan und der träumerisch-melancholische Eusebius, zugleich seelische Abbilder des Komponisten, treten in Erscheinung. Eine Maskerade ganz anderer Art bietet im Anschluss die Cellosonate d-moll op. 40 von Dmitri Schostakowitsch, die voller Ironie, Witz und Sarkasmus steckt. Interpretinnen sind hier die zweiten Preisträgerinnen des letzten Possehl-Musikpreises Anouchka Hack (Cello) und Katharina Hack (Klavier). Neben ihrer Duo-Tätigkeit konzertieren die Schwestern auch als Solistinnen, unter anderem mit den Dortmunder Philharmonikern, der Norddeutschen Philharmonie Rostock und der Französischen Kammerphilharmonie. Die Villa Brahms öffnet bereits ab 14 Uhr und bietet Einblick in die aktuelle Ausstellung „Beziehungszauber“. Die Schau mit eindrucksvollen Schätzen aus der Lübecker Brahms-Sammlung beleuchtet die zahlreichen freundschaftlichen und kollegialen Beziehungen, die Johannes Brahms pflegte. Karten verkauft „Die Konzertkasse“ im Hause Hugendubel (Telefon 0451/70 23 20) für 8 und 5 Euro (keine Ermäßigung). Restkarten gibt es ab 14 Uhr in der Villa Brahms (Jerusalemsberg 4). Auch für das leibliche Wohl ist mit Kaffee und Kuchen gesorgt (nicht im Eintrittspreis enthalten).

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Lübeck, 30.01.2018

„Tag der Musik“ für Nachwuchstalente

Zu einem „Tag der Musik“ laden verschiedene Lübecker Kulturinstitutionen am Sonntag, 4. Februar ein. In der MHL präsentieren sich ab 11 Uhr Lübecker Nachwuchstalente in verschiedensten Ensembles. Die jungen Künstler wollen damit um Aufmerksamkeit für den 55. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ werben, der vom 17. bis zum 23. Mai in Lübeck ausgetragen wird.

Rund 50 Musikerinnen und Musiker aus Lübecker Kulturinstitutionen präsentieren sich am „Tag der Musik“. Auf der Bühne im Kammermusiksaal der MHL und im großen Saal bieten sie ab 11 Uhr ein abwechslungsreiches Musikprogramm aus mehreren Jahrhunderten. Zu hören ist das Cello-Ensemble des Johanneums zu Lübeck (11 Uhr), das Ensemble „Passion de Saxophon“ mit sechs jungen Saxophonisten der Musikschule am Rosengarten (11.10 Uhr) sowie die Bigband des Johanneums (12 Uhr). Weiterhin präsentieren sich die Chöre „Vocalino“ und „Singschule“ der Musik- und Kunstschule Lübeck (13 Uhr). Mit Alina Jaqueline Stieldorf (Cello) und den beiden Nachwuchspianisten Chiara Martina Rubino und Constantin Schiffner stellen sich Jungstudierende des Instituts für Schulbegleitende Musikerziehung (ISMA) der MHL vor (ab 13.35 Uhr). Bei einer Instrumentenvorstellung können die Jüngsten schnuppern: MHL-Dozentin Sabine Lueg-Krüger stellt das Klavier vor und lädt zu einem Vorspiel ihrer jungen Pianisten ein (15 Uhr). Das Streichquartett der Lübecker Philharmoniker, deren Philharmonische Gesellschaft im letzten Bundeswettbewerb einen ‚Sonderpreis Klavier‘ ausgelobt hat, stellt schließlich Streichquartette von Villa-Lobos und Piazzolla (16 Uhr). Den Sonderpreis Klavier hat sich der junge Paderborner Pianist Leon Stössel erspielt. Begleitet von den Lübecker Philharmonikern unter Leitung von Christoph Prick spielt er als Solist im Begrüßungskonzert für den Lübecker Bundeswettbewerb am 19. Mai in der Musik- und Kongresshalle Lübeck (MuK) Mozarts Klavierkonzert. Die „Werkstatt Jazz“ mit der MHL-Bigband und dem MHL-Pops-Chor unter Leitung von Professor Bernd Ruf präsentiert ihr aktuelles Programm mit orchestralem Jazz und feiert ihr zehnjähriges Jubiläum (ab 17 Uhr). Der Eintritt zu den Veranstaltungen am „Tag der Musik“ im Kammermusiksaal ist frei, Karten für die „Werkstatt Jazz“ gibt es für 14 und 19 Euro (ermäßigt für 8 und 12 Euro) bei allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen, Restkarten an der Abendkasse. Mit dem Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ steht Lübeck ein musikalisches Großereignis ins Haus: 30 Einrichtungen, darunter die Musik- und Kongresshalle Lübeck als Hauptaustragungsort, die MHL, das Theater Lübeck, die Lübecker Musikschulen sowie viele Lübecker Schulen sind an der Ausrichtung beteiligt. Es werden rund 2.800 Teilnehmer erwartet, die erfahrungsgemäß mit mehreren Angehörigen anreisen. Über 200 Lübecker Hotelbetten sind allein für Juroren und Organisatoren vergeben. Die Kosten für die Ausrichtung von rund einer Million Euro tragen neben dem Bundesfamilienministerium und dem Hauptsponsor, der bundesweiten Sparkassen-Finanzgruppe, Lübecker Stiftungen wie die Possehl-Stiftung Lübeck und die Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck. Mit bundesweit 26.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist „Jugend musiziert“ der größte musikalische Nachwuchswettbewerb weltweit, Träger ist der Deutsche Musikrat. Dass es Lübeck gelungen ist, bereits in diesem Jahr wieder Gastgeberin des Wettbewerbs zu sein, ist einer frühzeitigen Bewerbung und der erfolgreichen Durchführung vor acht Jahren zu verdanken. 2010 fand der letzte Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Lübeck statt. Gastgebende Städte sind normalerweise erst in einem Turnus von rund 20 Jahren wieder an der Reihe.

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Lübeck, 30.01.2018

Werkstatt Popularmusik mit Bigband-Jubiläum

Zu zwei Konzerten der traditionellen „Werkstatt Popularmusik“ lädt die MHL am Samstag, 3. Februar und am Sonntag, 4. Februar in den Großen Saal ein. Mit dem Werkstatt-Wochenende unter Leitung von Professor Bernd Ruf gibt die MHL Einblick in die vielfältige Popularmusikausbildung an der MHL und feiert zugleich das 10-jährige Jubiläum der MHL-Bigband.

Verschiedene MHL-Pop- und Rockensembles präsentieren am Samstag, 3. Februar um 19.30 Uhr Stücke aus Pop- und Rock, während sich die MHL-Bigband in ihrem Jubiläumskonzert am Sonntag, 4. Februar ab 17 Uhr auf orchestralen Jazz konzentriert. Zu hören sind brasilianischer Pop-Groove, Mainstream-Popcovers, Experimental-Rock-Improvisationen und aktueller Jazz. MHL-Ensembles präsentieren Pop und Rock Eine Hommage an die Singer-Songwriter-Szene zelebriert das Popensemble unter Leitung von Ulrich Kringler am Samstag, 3. Februar ab 19.30 Uhr mit Rhythm Section und drei Sängerinnen. Songs von Rickie Lee Jones, die in ihrer Generation für ein modernes Songwriting steht, von der schottischen Sängerin KT Tunstall und vom alles überragenden Stevie Wonder geben einen Einblick in die vielfältige Szene. Gitarrist Ulrich Kringler, Dozent an der MHL und Coach des Popensembles, ist in Deutschland und England einer der beliebtesten Musiker der Singer-Songwriter-Szene. Spannung verspricht der Auftritt des Rockensembles unter Leitung von MHL-Dozent Oliver Sonntag, der experimentierfreudig einen Gegenpart zu den Coversongs des Popensembles entworfen hat. Die vier Musiker werden in klassischer Rockbesetzung in der Tradition der frühen Progrock-Experimental-Bands ein Set komplett improvisieren. Anklänge an Grateful Dead, Wayne Krantz und aktuelle Einflüsse aus Drum’n Bass, HipHop und Reggae fließen in das hoch energetische Spiel der vier Musiker ein. Der hier wenig bekannten brasilianischen Popmusik widmet sich das Ensemble „BrazilianBeatz“ unter Leitung von Dr. Michael Pabst-Krüger. Mit seinen Studierenden gibt er einen musikalischen Einblick in die aktuelle Szene mit Songs von Daniela Mercury und Margareth Menezes. MHL-Bigband feiert mit „Werkstatt Jazz“ zehnjähriges Jubiläum Am Sonntag, 4. Februar lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) ab 17 Uhr zur „Werkstatt Jazz“ ein. Mit dem Konzert feiert die MHL-Bigband ihr Jubiläum: vor zehn Jahren gab sie in der „Werkstatt Jazz“ ihr Debut. Im Jubiläumskonzert stellt die MHL-Bigband ihr neues Programm mit selbst komponierten Stücken vor, die durch aktuellen Clubsound, urbane Grooves und Vintage-Swing den „Lübeck Sound“ fortführen und auf der jüngsten Tournee vom jazzbegeisterten Publikum in Taiwan bereits gefeiert wurden. Auch eine zweite CD-Produktion steht bevor: Gleich nach Semesterende begibt sich die Band ins Studio, um ihren aktuellen Sound zu dokumentieren. Besonderer Höhepunkt des Konzerts ist das 20-minütige „Till Your Well“, eine Begegnung von Bigband und elektronischer Musik, komponiert von den drei MHL-Studierenden Michael Knarr, Kristoph Krabbenhöft und Jon Klein. Auch der MHL Pops-Chor präsentiert neue klangliche Wege. Jazzstandards stehen neben zwei Songpremieren: die Vertonung eines Gedichts von Klaus Groth, der zu den bedeutendsten plattdeutschen Dichtern zählt, und eine vokalise Annäherung an elektronische Groovemusik. Die junge MHL-Bigband auf Höhenflug In der vergangenen Dekade erlebte die junge Band, die sich aus Studierenden aller Studiengänge zusammensetzt, viele Höhepunkte. Dazu gehören die Veröffentlichung ihrer ersten CD „Lübeck Sounds – Timeless Changes“, eine Tournee durch Kalifornien sowie Auftritte bei Jazzfestivals und bei der Lübecker Klarinetten-Nacht gemeinsam mit Starklarinettistin Sabine Meyer. Zuletzt tourte die MHL-Bigband durch Taiwan, wo sie in Workshops und Konzerten beim Kuandu Arts Festival in Taipei, an der National Chiayi University und beim traditionsreichen und international renommierten Taichung Jazzfestival auftrat. Professor Bernd Ruf, Leiter der MHL Bigband, versucht seit der Gründung musikalische Tradition, Gegenwart und Zukunftsvision miteinander in Einklang zu bringen. Sein Ziel ist es, den traditionsreichen Klangkörper einer Bigband in aktueller Musiksprache zum Ausdruck zu bringen. Bernd Ruf: „Dies im Zusammenspiel mit den Studierenden zu entwickeln ist für mich eine der schönsten Aufgaben an der MHL. Die MHL-Bigband ist wahrlich ein Kreativ-Pool“. Die Werkstatt „Jazz“ ist Bestandteil beim „Tag der Musik“, den Lübecker Kulturinstitutionen am 4. Februar veranstalten, um für den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ zu werben, der im Mai in Lübeck ausgetragen wird. Karten für die Konzerte sind für 14 und 19 Euro (ermäßigt 8 und 12 Euro) bei allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen erhältlich. Restkarten gibt es eine Stunde vor Konzertbeginn an der Abendkasse.

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Lübeck, 21.12.2017

Studierende veranstalten Benefizkonzert „Musik für Mexiko“

Zu einem Benefizkonzert für die Erdbebenopfer in Mexiko laden Studierende der Musikhochschule Lübeck (MHL) am Sonntag, 28. Januar um 19 Uhr ein. 43 Studierende spielen im Kolosseum unter Leitung von MHL-Dozent Frank Maximilian Hube zusammen mit Professoren der MHL Werke mexikanischer Komponisten.

Die jungen Interpretinnen und Interpreten kommen aus über 15 Nationen, unter anderem aus Deutschland, Irland, Mexiko, Venezuela, Kolumbien, Tschechien, der Schweiz, Polen und Japan. Neben ihnen wirken auch die Professoren Reiner Wehle (Klarinette), Elisabeth Weber (Violine), Ulf Tischbirek (Violoncello) und Jörg Linowitzki (Kontrabass) mit. Gemeinsam mit Jesús Gallardo, Masterstudent aus der Saxofonklasse von Professor Rico Gubler bringen sie ein Quintett des mexikanischen Komponisten Márquez zu Gehör. Der Violinist Carlos Johnson, Konzertmeister des Philharmonischen Orchesters Lübeck stellt gemeinsam mit einem Streichorchester und verschiedenen Ensembles Musik der mexikanischen Komponisten Ponce, Revueltas und Moncayo vor. Ende September 2017 ereigneten sich im Süden des Landes zwei katastrophale Erdbeben, die in mehreren Staaten der Republik schwerste Schäden verursachten. In Asunción Ixaltepec, einer Stadt mit rund 14.000 Einwohnern im Bundesstaat Oaxaca, einer der ärmsten Regionen Mexikos, zerstörte das Beben in 148 Sekunden achtzig Prozent der Häuser. Die meisten von ihnen waren so stark beschädigt, dass sie abgerissen werden mussten. Mehr als 200 Familien der Kleinstadt wurden obdachlos. Sie leben in provisorischen Behausungen oder sind vorübergehend bei Verwandten untergekommen. Es fehlen ihnen für den täglichen Bedarf Lebensmittel, Medikamente und Materialien für den Schulunterricht. Von öffentlicher Seite erhält Oaxaca kaum Hilfe zum Aufbau der zerstörten Wohnhäuser, Schulen und Kliniken. Die Konzerterlöse sollen deshalb über das „International Resources and Recycling Institute“ in Edinburgh an verschiedene Stiftungen gehen, die die bitterarme Bevölkerung mit Nahrungsmitteln versorgen und den Wiederaufbau von Wohnhäusern, Kliniken und Schulen vorantreiben. Karten für das Konzert sind für 15 Euro (ermäßigt 8 Euro) bei allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen erhältlich. Zusätzliche Spenden sind willkommen. Restkar-ten gibt es eine Stunde vor Konzertbeginn an der Abendkasse.

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Lübeck, 21.12.2017

Brahms-Institut präsentiert neue CD mit Violetta Khachikyan

Das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL) lädt am Samstag, 27. Januar um 15 Uhr zur Präsentation seiner neuen CD mit Violetta Khachikyan ein. Die russische Pianistin und MHL-Dozentin präsentiert unter dem Titel ,,Humoresken und Romanzen“ eine reizvolle Gegenüberstellung von Stücken der beiden Komponisten Schumann und Kirchner.

Die Konzertpianistin Violetta Khachikyan, Absolventin der Lübecker Klavierklasse von Pro-fessorin Konstanze Eickhorst und Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe, präsentiert Werke von Schumann und Kirchner, deren Erstdrucke zur wertvollen Sammlung des Brahms-Instituts gehören. Die gleichnamige, im Dezember erschienene CD nimmt nicht nur bedeutende romantische Charakterstücke Schumanns in den Blick, sondern hebt mit Kirchners Stücken einen bisher wenig bekannten Schatz: Theodor Fürchtegott Kirchners Werk geriet bald nach seinem Tod 1903 in Vergessenheit. Dabei hinterließ er neben einigen Liedern, einem ambitionierten Streichquartett und kleineren Kammermusikwerken mit tausend Einzelstücken für Klavier ein Kaleidoskop poetischer Miniaturen. Im Rahmen der Reihe „Musik im Museum“ stellt Khachikyan Werke ihrer neuen CD im historischen Hansensaal der Villa Brahms vor. Institutsleiter Professor Dr. Wolfgang Sandberger moderiert das Kon-zert und beleuchtet Hintergründe der Werkauswahl. Außerdem gibt er Einblick in die zahlreichen Berührungspunkte im Leben der beiden Komponisten Schumann und Kirchner. Violetta Khachikyan, die als Solistin und Kammermusikpartnerin mit bedeutenden Orchestern und Musikern zusammengearbeitet hat, hat mit „Humoresken und Romanzen“ ihre dritte CD aufgenommen: „Ich fand es reizvoll, diese abwechslungsreichen Stücke zu interpretieren, die von beiden Komponisten in jungen Jahren geschrieben wurden. Mit meiner Interpretation möchte ich die poetischen Gefühle, die jugendliche Freude und die Aufbruchsstimmung ausstrahlen, die in dieser Musik liegen.“ Die CD ist im Brahms-Institut zum Preis von 13 Euro auch erhältlich. Bereits ab 14 Uhr lädt der Wintergarten in der Villa Brahms dazu ein, sich bei Kaffee und Kuchen auf das Konzert einzustimmen. Die aktuelle Ausstellung „Beziehungszauber“, die parallel zur Veranstaltung geöffnet ist, stellt Johannes Brahms anhand bedeutender Exponate aus der Lübecker Sammlung in seinen vielfältigen Beziehungen zu Freunden und Kollegen vor. Die Karten kosten 5 und 8 Euro (keine Ermäßigung). Karten verkauft ausschließlich ,,Die Konzertkasse“ im Hause Hugendubel, Restkarten gibt es an der Tageskasse.

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