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Lübeck, 02.06.2015

„A Vision“ – Studierende begleiten Kurzfilme mit Live-Soundtracks

Zu einem neuen Stummfilmprojekt lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Freitag, 5. Juni um 20 Uhr in den Großen Saal ein. Unter dem Titel „A Vision“ stehen neben dem gleichnamigen Stummfilm sieben moderne Kurzfilme auf dem Programm. Unter Leitung von Prof. Franz Danksagmüller begleitet ein Studierenden-Ensemble die Handlungen mit Live-Improvisation.

Das Projekt ist Teil des neuen Schwerpunktes „Improvisation, Komposition, neue Medien“ im Kirchenmusikstudium.   
Sechs Studierende der MHL werden zusammen mit Projektleiter Franz Danksagmüller an Schlagzeug, Harmonium, Celesta, Blockflöten, Elektronik und Stimme zu jedem der sieben rund 10-minütigen Kurzfilme einen eigenen Live-Soundtrack kreieren. Neben Theo Lipferts „A Vision“ nach einer frühen Erzählung von Thomas Mann sind die experimentellen Schwarz-Weißfilme „Marias Testament“,  „Fimbulvetr“ und „Wie kratzt man den Mörtel aus den Fugen der Zeit“ zu sehen, die Studierende der Hochschule für bildende Künste Hamburg gedreht haben. Von Studierenden der Filmakademie Baden-Württemberg sind drei Animationsfilme zu sehen. Mit „The fall of the house of usher“ steht auch ein historischer Stummfilm auf dem Programm, den Webber und Watsons nach einer Geschichte von Edgar Allan Poe 1928 gedreht haben. Frantisek Beer und Lars Schwarze leiten das Projekt im Rahmen ihres Kirchenmusikstudiums. Beide studieren mit dem Schwerpunkt „Improvisation, Komposition, Neue Medien“, den die MHL als bundesweit einzige Musikhochschule seit drei Semestern anbietet. Erstmals arbeitet die MHL dabei mit den künstlerischen Hochschulen in Hamburg und Stuttgart zusammen. Prof. Franz Danksagmüller, Professor für Orgel und Improvisation an der MHL dazu: „Das Projekt ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Erweiterung des künstlerischen Spektrums unseres Kirchenmusikstudiums. Das Bild des Kirchenmusikers wandelt sich: Studierende gewinnen hier durch die Beschäftigung mit Neuen Medien bedeutende Kompetenzen im künstlerischen Ausdruck hinzu.“ Zu allen Filmen improvisieren Theresa Szorek (Stimme), Vera Seedorf und David Timme (Schlagzeug) sowie Frantisek Beer und Lars Schwarze (Orgel, Klavier, Harmonium, Celesta und Flöten). Die Soundtracks begleiten die Handlung der Kurzfilme und enthalten neben musikalischen Elementen auch Geräuscheffekte und Erzählstimmen und verweben zu einem spannungsreichen Gesamterlebnis. Karten sind für 10 und 15 Euro im Vorverkauf bei der Konzertkasse und im Klassik-Kontor erhältlich, Restkarten gibt es ab 19 Uhr an der Abendkasse der MHL.  

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Lübeck, 14.05.2015

Musiktheater-Performance „fisch in dir“

40 Lübecker bringen am Freitag, 29. Mai unter dem Motto „fisch in dir“ eine Musiktheater-Performance über Fische und Identität auf die Bühne. Ab 19.30 Uhr präsentieren sie im Kolosseum drei eigene Stücke, die sie unter Anleitung von Marno Schulze, Professor an der Musikhochschule Lübeck (MHL) und professionellen Künstlern selber komponiert und choreographiert haben.

Die Dramaturgie der 50-minütigen Aufführung „fisch in dir“ aus Musik, Tanz, Schauspiel und Video folgt geheimen Spielregeln, die sich erst im Augenblick des Auftritts offenbaren. Marno Schulze, der an der MHL Elementare Musikpädagogik lehrt, sagt dazu: „Mit diesem Projekt möchten wir zeigen, dass auch Menschen ohne musikalische Vorbildung musizieren und komponieren können. Der Fisch dient dabei als Metapher für Veränderung: Fische können je nach Alter ihre Ernährung und ihr Geschlecht verändern.“  
Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der MHL, der Musikschule der Gemeinnützigen zu Lübeck sowie der KinderWege gGmbH. Es wurde ermöglicht durch die Förderung aus Mitteln der „Bündnisse für Bildung – Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, da an diesem Projekt bildungsbenachteiligte Jugendliche teilnehmen. Die Vorstellung beginnt um 19.30 Uhr im Kolosseum zu Lübeck, Kronsforder Allee 25. Der Eintritt ist frei.

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Lübeck, 14.05.2015

„Wie kommt das Tonstudio ins Notebook?“

Die Förderergesellschaft der Musikhochschule Lübeck (MHL) setzt ihre öffentliche Vortragsreihe im Sommersemester 2015 fort. Am Mittwoch, 27. Mai, um 18 Uhr referiert Thomas Fricke-Masur, Diplom-Tonmeister an der MHL, im Chorsaal der Holstentorhalle.

„Wie kommt das Tonstudio ins Notebook?“ heißt sein Vortrag, mit dem er aus der Werkstatt des digitalen Tonmeisters berichten wird.  
Das Tonstudio spielt für die Ausbildung in der MHL sowie in der späteren Berufspraxis, eine wichtige Rolle: für die Herstellung eigener Tonträger der MHL, für Aufführungen, für die Komposition zeitgenössischer Musik sowie für den Musikunterricht. Referent Thomas Fricke-Masur leitet das Ton- und Medienstudio der MHL und wird einen lebendigen Einblick in seine praktische Arbeit vermitteln. Fricke-Masur: „Auf allen Gebieten der Musik, bei allen Formen ihrer Aufführung und Anwendung wie auch im Unterricht sind die mediale Unterstützung und die Aufzeichnung heute nicht mehr wegzudenken.“   
Die Vortragsreihe wendet sich an die interessierte Öffentlichkeit, Freunde und Förderer der  MHL. Im Anschluss besteht wie immer Gelegenheit zu Fragen und zur Diskussion. Der Eintritt zum Vortrag ist frei.  
Weitere Veranstaltungen der Vortragsreihe finden am 24. Juni mit Musikwissenschaftler Prof. Christoph Flamm und am 6. Juli mit MHL-Präsident Prof. Rico Gubler statt.

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Lübeck, 14.05.2015

Neue Kammeroper im Theater Lübeck: Der Operndirektor

Am 23. Mai feiert „Der Operndirektor“ von Domenico Cimarosa um 20 Uhr Premiere in den Kammerspielen. Die Kammeroper ist die zweite Koproduktion der Musikhochschule Lübeck (MHL) mit dem Theater Lübeck, die komplett mit MHL-Gesangsstudierenden besetzt ist.

Unter der Regie von Gregor Horres und der musikalischen Leitung von Romely Pfund beweisen sich acht MHL-Studierende verschiedener Ausbildungsstufen in einer professionellen Musiktheaterproduktion. Es spielt das Philharmonische Orchester  der  Hansestadt Lübeck. Seokhoon Moon, Mitglied im Internationalen Opernelitestudio, singt die Titelpartie des Operndirektors.
Die Opera buffa „Der Operndirektor“ ermöglicht einen amüsanten Blick hinter die Kulissen des Theaters: Die Altistin klagt über ihr vermeintlich hässliches Kostüm, die Star-Koloratursängerin weigert sich, ihren Vertrag zu unterschreiben und erkennt im Kapellmeister ihren ehemaligen Geliebten wieder. Der Operndirektor sieht die Premiere zu einem Fiasko werden und legt selber Hand an, um den Theaterbankrott zu verhindern.
In weiteren Rollen sind die Gesangsstudierenden Fiorella Hincapié, Caroline Nkwe, Anna Petrova, Yannick Debus, Karsten Gebbert, Juan Sebastián Hurtado-Ramírez und Hjongseok Lee zu hören. Sie erhalten mit dem Projekt die einmalige Chance, sich unter Profibedingungen auf der Bühne zu präsentieren.   
Premiere ist am Samstag, 23. Mai um 20 Uhr in den Kammerspielen des Theater Lübeck. Weitere Vorstellungen gibt es am Mittwoch, 10. Juni, Dienstag, 16. Juni und Montag, 29. Juni jeweils um 20 Uhr. Premierenkarten sind für 18 bis 36 Euro, Karten für alle anderen Vorstellungen von 12 bis 31 Euro (ermäßigt 10 bis 19 Euro) an der Theaterkasse in der Beckergrube 16 (Telefon 0451/399600) erhältlich. Kartenkauf ist auch online möglich unter www.theaterluebeck.de.

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Lübeck, 14.05.2015

13. Lübecker Klarinettennacht „Menàge a trois“

Am Freitag, 22. Mai lädt die international renommierte Klarinettenklasse der Professoren Sabine Meyer und Reiner Wehle wieder zur Lübecker Klarinettennacht ein.

In der 13. Klarinettennacht stehen unter dem Motto „Menàge a trois“ ab 18 Uhr bedeutende Trios der Kammermusikliteratur auf dem Programm. Auch die Generalprobe am 21. Mai um 19.30 Uhr ist öffentlich. Die Klarinettennacht „Menàge a trois“ präsentiert Trios aus drei Jahrhunderten in mehr als 13 verschiedenen Ensembles, die auch Gäste aus anderen Instrumentalklassen einbeziehen. Mitwirkender ist auch der neue Violinprofessor Daniel Sepec. Das Programm, das traditionell von Reiner Wehle moderiert wird, verspricht besonders viel Abwechslung und spannt einen Bogen von der Vorklassik bis zur Moderne: Es erklingen Werke von Haydn, Mozart, Schubert, Mendelssohn, Brahms, Bartók, Yun und Kessler. Unter anderem wird Mozarts „Kegelstatt-Trio“ und Schuberts „Der Hirt auf dem Felsen“ zu hören sein, auch zwei Trios von Rico Gubler stehen auf dem Programm. Zum Abschluss präsentieren Sabine Meyer und Konstanze Eickhorst zusammen mit dem neuen MHL-Violinprofessor Daniel Sepec Bartóks eindrucksvolles Trio „Contrasts“. In diesem Jahr dreht sich bei der Klarinettennacht alles um die Kammermusik, dazu Reiner Wehle: „Die Kammermusik gilt als die „Königsdisziplin“ der Musik: solistische Fähigkeiten verbinden sich mit Teamfähigkeit, sozialer Kompetenz und Kommunikation zu ganz besonderen musikalischen Höhepunkten.“   
Das Programm „Ménage à trois“ entstand in Kooperation mit dem durch die Possehl-Stiftung geförderten dritten Kammermusik Campus an der MHL: eine Woche lang haben die jungen Musiker mit Gastdozent Prof. Eduard Brunner intensiv an den Werken gefeilt. Die Klarinettennacht beginnt um 18 Uhr im großen Saal und endet um circa 23 Uhr. Es sind zwei längere Pausen mit Catering (nicht im Eintrittspreis enthalten) vorgesehen. Restkarten gibt es an der Abendkasse der MHL (An der Obertrave) ab 17 Uhr. Karten für die Generalprobe am Donnerstag, 21. Mai um 19.30 Uhr sind für 5 Euro (keine Ermäßigung) im Vorverkauf bei der „Konzertkasse“ im Hause Hugendubel, im „Klassik-Kontor“ und ab 18.30 Uhr an der Abendkasse erhältlich.

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Lübeck, 29.04.2015

24. Brahms-Festival unter dem Motto „All‘Ungarese“

Die Musikhochschule Lübeck (MHL) lädt vom 2. bis zum 10. Mai zu ihrem 24. Brahms-Festival ein. In diesem Jahr steht es mit seinem Motto „All’ungarese“ ganz im Zeichen Ungarns. Über 100 Interpreten begeben sich mit Sinfonie-, Themen- und Kammermusikkonzerten und der neuen Konzertreihe „Lunchtime Concert“ auf Spurensuche nach dem ‚Ungarischen‘ in der Musik. Interpreten sind die renommierten Dozenten der MHL, unter ihnen Sabine Meyer, Barbara Westphal, Konstanze Eickhorst und Johannes Fischer, die gemeinsam mit ihren Studierenden auf der Bühne stehen. Als international bekannte Gäste kommen der ungarische Dirigent Alpaslan Ertüngealp, der Zymbalist Luigi Gaggero und das Ensemble Góbé aus Budapest nach Lübeck.

Das 24. Brahms-Festival beleuchtet mit verschiedenen Konzertformaten die kulturelle Identität Ungarns: 21 Konzerte, darunter ein Sinfoniekonzert, zahlreiche Kammermusikkonzerte, ein Familienkonzert, ein Nachtkonzert sowie eine Vesper stehen auf dem Programm. In diesem Jahr gibt es auch eine neue moderierte Konzertreihe zur Mittagszeit im Behnhaus: erstmals werden dort alle Streichquartette des Ungarn Béla Bartók aufgeführt. Die Proben der über hundert Interpreten versetzen die MHL bereits Wochen vor Festivalbeginn in einen Ausnahmezustand. Seminare und Unterrichte zum Thema spiegeln die gewichtige Rolle, die das Festival im Studienbetrieb in jedem Frühjahr spielt. Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Projektleiter des Brahms-Festivals erläutert das Motto: „Musik ist immer auch von Landschaften geprägt, von geografischen und geistigen. Ungarn ist eine solche Landschaft, die vielfältige Assoziationen hervorruft: Von den feurigen Czárdas-Klängen der Roma-Kapellen, über Liszts ‚Ungarische Rhaspsodien‘ bis hin zur Operettenseligkeit einer ‚Czárdasfürstin`. Das Festival begibt sich auf Spurensuche nach ‚klassischen‘ ungarischen und ungarisch inspirierten Werken – natürlich immer im Wechsel mit Brahms!“
Mit der Veranstaltung „Einstimmen auf B.“ (Sa, 2. Mai 18 Uhr) gibt Wolfgang Sandberger mit zahlreichen Musikbeispielen einen Überblick über das Festival-programm. Nach zehntätiger Arbeitsphase unter Leitung des türkischen Gastdirigenten Alpaslan Ertüngealp, eröffnet das MHL-Sinfonieorchester das Festival mit einem Sinfoniekonzert (Sa, 2. Mai 20 Uhr). Auf dem Programm stehen neben Werken von Berlioz, Kodály und Bartók Liszts „Ungarische Rhapsodie“ und Brahms‘ „Ungarische Tänze“, die dem Komponisten 1868 mit zu internationalem Durchbruch verhalfen. Das Konzert wird am Sonntag, 3. Mai um 20 Uhr in der MHL wiederholt und ist unter dem Motto „Wir in Rendsburg“ (Mo, 4. Mai 20 Uhr) noch einmal in der ACO-Thormannhalle in Rendsburg zu hören. Sinfonische Klänge für ganz junge Ohren bietet die MHL mit der „Familienzeit“ (So, 3. Mai 11 Uhr). WDR-Moderator Christian Schruff begleitet Kinder und Jugendliche, wenn das Hochschulschulorchester unter Leitung des Gastdirigenten Alpaslan Ertüngealp noch einmal Ausschnitte aus dem Sinfoniekonzert vorstellt. Das ungarische Kolorit steht auch im Mittelpunkt der 16 Kammermusikkonzerte, die mit ihren Mottos vielfältige Assoziationen zu Ungarn wecken. „Rondo Ongarese“ (Di, 5. Mai 20 Uhr) stellt unter anderem Bläserquintette von Brahms und Weber vor mit Starklarinettistin Sabine Meyer und Pierre Martens als Solisten. Der langjährige Dozent für Fagott wurde vor kurzem auf eine Professur berufen. Im Konzert „Ungarische Rhapsodie“ (Mi, 6. Mai 20 Uhr) stehen mit Liszts gleichnamigem Werk und Brahms ‚Ungarischen Tänzen‘ noch einmal die beiden Werke im Mittelpunkt, die sich mit dem Ungarischen par excellence identifizieren lassen. Robert Roche, neuer Professor für Korrepetition und Studienleitung Gesang stellt sich dem Lübecker Publikum erstmals als Liedbegleiter vor: Zusammen mit Gesangsstudierenden interpretiert er die Zigeunerlieder von Brahms. Mit einer Improvisation von Kagel, Tänzen von Kodály und einer Bartók gewidmeten Toccata bringen Arvid Gast und Franz Danksagmüller außerdem die Große Konzertorgel zum Klingen. Ein Schlüsselwerk der ungarischen Moderne ist im Konzert unter dem Motto „In Gipsy Style“ (Do, 7. Mai 20 Uhr) zu hören: Laurens Patzlaff und Manfred Aust am Klavier sowie Johannes Fischer und Julian Grebe am Schlagzeug präsentieren Bartóks Quartettsonate, die mit osteuropäischen und türkischen Tanzrhythmen aufwartet und europaweit Erfolge feierte. Das Trio als kleinstmögliches Ensemble steht im Mittelpunkt des Konzertes „Triokosmos“ (Fr, 8. Mai 20 Uhr). Das Programm ist mit Werken von Haydn, Brahms, Eötvös und Mack ein Streifzug durch drei Jahrhunderte Musikgeschichte. Unter anderem spielen Angela Firkins (Flöte), Sophie Heinrich (Violine), Troels Svane und Ulf Tischbirek (Violoncello), Laurens Patzlaff (Klavier) sowie Johannes Fischer (Schlagzeug). Das Zymbal, ungarisches Instrument schlechthin, steht im Mittelpunkt des Konzertes „Mikrokosmos“ (Sa, 9. Mai 20 Uhr). Zu Gast ist der herausragende Zymbalist Luigi Gaggero, der jüngst im Neujahrskonzert zusammen mit den Berliner Philharmonikern zu erleben war und in der MHL Solowerke und Kammermusik vorstellt.
Unter dem Motto „Heide und Puszta“ (Mo, 4. Mai 17 Uhr), „Das Ferne ganz nah“ (Mi, 6. Mai 17 Uhr) und „Ungarische Variationen“ (Fr, 8. Mai 17 Uhr) stehen wieder drei moderierte Kammerkonzerte mit Studierenden in der Villa Eschenburg auf dem Programm. Zu den vielen Konzertformaten des diesjährigen Festivals gehören auch ein Nachtkonzert (Fr, 8. Mai 22 Uhr) mit Improvisationen aus Bartóks „Mikrokosmos“ und Chick Coreas „Childrens Songs“ sowie eine Vesper in St. Jakobi (Sa, 9. Mai 17 Uhr) mit dem MHL-Kammerchor unter Leitung von Kerstin Behnke und Arvid Gast an der Orgel. Mit der neuen Reihe „Lunchtime Concert“ bietet die MHL erstmals ein Format zur Mittagszeit: Vom 5. bis zum 10. Mai  jeweils um 12.30 Uhr führen Studierende der MHL eines der bedeutenden Streichquartette von Béla Bartók auf, die mit einem Entstehungszeitraum von rund 30 Jahren verschiedene Stufen der musikalischen Entwicklung des Komponisten repräsentieren. Moderiert wird die Reihe im Lübecker Museum Behnhaus Drägerhaus von den Musikwissenschaftlern und Musiktheoretikern der MHL. Mit dem Finale „Alla Zingarese“ (So, 10. Mai um 20 Uhr) entzünden die Interpreten der MHL zum Abschluss des Festivals noch einmal ungarisches Feuer. Zu Gast ist das preisgekrönte fünfköpfige Ensemble Góbé aus Budapest. Es bringt volkstümliche Tänze aus seiner Heimat mit und hat neben klassischen Instrumenten auch Dudelsack, Drehleier und Schlaggeige im Gepäck. Es kontrastieren Interpreten der MHL, unter anderem Reiner Wehle (Klarinette), Diethelm Jonas (Oboe), Elisabeth Weber (Violine) und Konrad Elser (Klavier) mit Ungarischen Tänzen von Farkas und dem Klavierquartett g-Moll op. 25 von Brahms, das mit seinem Schlusssatz ‚Alla Zingarese‘ für das Konzert mottogebend ist. Im Anschluss spielt das Ensemble Góbé mit Blues und Reggae im Konzertfoyer auf. 
Johannes Brahms selber hatte ein großes Faible für die ungarische Musik. Der Ungar Zoltán Kodály, von dem das Brahms-Festival gleich mehrere Werke im Spielplan bietet, sagte über Brahms: „Viele Komponisten haben sich in  dieser Musiksprache versucht. Keiner drang so tief in ihre Eigenheiten als Johannes Brahms… Das Studium, den ungarischen Spuren in  Brahms‘ Werken nachzugehen, würde sich lohnen!“. Zu dieser musikalischen Spurensuche will das 24. Brahms-Festival mit seinem Motto „All‘ungarese“ einladen.
Der Eintritt kostet für alle Konzerte im Großen Saal der MHL 10 und 15 Euro (er-mäßigt 5 und 8 Euro). Karten für das Familienkonzert sind für 4 Euro (Kinder) und 8 Euro (Erwachsene) erhältlich. Das Nachtkonzert und die Konzerte in der Villa Eschenburg kosten 5 und 10 Euro (keine Ermäßigung). Der Eintritt zum „Lunchtime-Concert“ und zur Vesper ist frei. Vorverkauf bei der Konzertkasse im Hause Hugendubel und im Klassik-Kontor, Restkarten gibt es an der Tages- und Abendkasse eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.


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Lübeck, 29.04.2015

24. Brahms-Festival unter dem Motto „All‘ungarese“ gastiert in Rendsburg

In der Reihe „Wir in Rendsburg“ ist am Montag, 4. Mai um 20 Uhr das Sinfonieorchester der Musikhochschule Lübeck (MHL) unter Leitung von Alpaslan Ertüngealp in Rendsburg zu Gast. Rund 80 junge Musikerinnen und Musiker präsentieren in der ACO-Thormannhalle des Kunstwerk Carlshütte das sinfonische Programm des 24. Brahms-Festivals, das die MHL vom 2. bis zum 10. Mai unter dem Motto „All’ungarese“ feiert. Das Sinfoniekonzert ist Teil der „Wir in“-Konzertreihe, mit der die MHL auch außerhalb ihres Lübecker Stammsitzes auf höchstem künstlerischem Niveau Einblick in ihre Arbeit gewährt.

Das Programm des Sinfoniekonzertes eröffnet die Spurensuche nach dem ‚Ungarischen‘ in der Musik, auf die die MHL sich mit ihrem Motto „All’ungarese“ in diesem Jahr begibt. Auf dem Programm stehen Liszts „Ungarische Rhapsodie“ und Brahms‘ „Ungarische Tänze“, die dem Komponisten 1868 mit zu internationalem Durchbruch verhalfen. Beide Werke stehen par excellence für das Ungarische in der Musik wie kaum ein anderes Werk. Zahlreiche Künstler aus ganz Europa besuchten die Kaffeehäuser Ungarns, um den exotischen Zauber der „Zigeunermusik“ mitzuerleben. So auch Berlioz und Debussy, die ihre Eindrücke mit dem Rákóczi-Marsch und dem langsamen Walzer vertonten, die im Rendsburger Festival-Konzert erklingen. Weiterhin sind Bartóks rhythmisch orientierte „Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta“ zu hören, die auf Anregung von Paul Sacher 1936 entstand und durch ihre ungewöhnliche Besetzung auffällt sowie ein Ausschnitt aus Kodálys „Háry János Suite“. Aus der Orchesterfassung des ein Jahr zuvor entstandenen Singspiels ist das „Intermezzo“ zu hören. Der international bekannte türkische Dirigent Alpaslan Ertüngealp ist erstmals zu Gast an der MHL. Er gilt als ausgewiesener Vertreter der ungarischen Dirigierschule. Von 2001 bis 2006 war er erster Gastdirigent, bis 2009 Chefdirigent des ungarischen Savaria-Sinfonieorchesters. Er war Assistent von Claudio Abbado, arbeitete mit zahlreichen renommierten Orchestern und Solisten wie Martha Argerich, Radu Lupu und Isabelle Faust zusammen. Für sein Engagement für die ungarische Neue Musik wurde er 2003 mit dem Artisjus-Preis ausgezeichnet. Das Motto des 24. Brahms-Festival erläutert Projektleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger: „Musik ist immer auch von Landschaften geprägt, von geografischen und geistigen. Ungarn ist eine solche Landschaft, die vielfältige Assoziationen hervorruft: Von den feurigen Czárdas-Klängen der Roma-Kapellen, über Liszts ‚Ungarische Rhaspsodien‘ bis hin zur Operettenseligkeit einer ‚Czárdasfürstin`. Das Festival begibt sich auf Spurensuche nach ‚klassischen‘ ungarischen und ungarisch inspirierten Werken – natürlich immer im Wechsel mit Brahms!" Johannes Brahms selber hatte ein großes Faible für die ungarische Musik. Der Ungar Zoltán Kodály, von dem das Brahms-Festival gleich mehrere Werke im Spielplan bietet, sagte über Brahms: „Viele Komponisten haben sich in  dieser Musiksprache versucht. Keiner drang so tief in ihre Eigenheiten als Johannes Brahms… Das Studium, den ungarischen Spuren in  Brahms‘ Werken nachzugehen, würde sich lohnen!“. Zu dieser musikalischen Spurensuche will das Sinfoniekonzert des 24. Brahms-Festival mit seinem Motto „All‘ungarese“ einladen. Zum zweiten Mal sind die jungen Musiker der MHL mit diesem Konzert zu Gast in den historischen Gebäuden des Kunstwerk Carlshütte, mit seinen gewaltigen Hallenschiffen der historischen Eisengießerei und dem weitläufigen Skulpturenpark ein besonderer Ort für Kulturveranstaltungen. Das Kunstwerk Carlshütte ist eine gemeinnützige Kulturinitiative der ACO Gruppe und der Städte Büdelsdorf und Rendsburg. Herzstück ist die seit 1999 in den Sommermonaten stattfindende NordArt, mit rund 250 Künstlern aus aller Welt, eine der größten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in Europa.
Der Eintritt zum Sinfoniekonzert kostet 15 Euro (ermäßigt 10) zuzüglich Vorverkaufsgebühr.Karten sind in der Tourist-Information Rendsburg (Telefon 04331./21120) und in der Albers-Filiale im RONDO (Telefon 04331/22071). Restkarten gibt es eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse. Einlass und Catering ab 19 Uhr in der ACO Thormannhalle, Am Ahlmannkai, Büdelsdorf/Rendsburg. Siehe auch unter www.kunstwerk-carlshuette.de

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