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Lübeck, 29.05.2019

„Perform es!" − Tänzerisch-szenisch-musikalische Performance

Unter dem Motto „Perform es!" präsentieren am Dienstag, 18. Juni und Mittwoch 19. Juni Studierende der Klasse ‚Elementare Musikpädagogik' der Musikhochschule Lübeck (MHL) ihre tänzerisch-szenisch-musikalische Abschlussperformance. Sie zeigen drei ganz verschiedene Stücke mit den Titeln „Eine neue Heimat", „Im Spiegel der Seele" und „Zerreiß-Probe", die im Hafenschuppen C auf der Wallhalbinsel jeweils um 19.30 Uhr zu erleben sind.

Die Stücke sind nach einem Semester intensiver konzeptioneller und praktischer Probenarbeit unter Leitung von Professor Marno Schulze entstanden. In der rund 35-minütigen Performance „Eine neue Heimat" befassen sich die beiden aus Italien und Taiwan stammenden Studierenden Sofia Galeati und Ching-Fen Chiu am Dienstag, 18. Juni um 19.30 Uhr mit Künstlern, die aus ihrem Heimatland ausgewandert sind. Gemeinsam mit den Protagonisten ihres Stückes gehen sie auf eine literarisch-musikalisch-tänzerische Reise von Serbien über Frankreich bis nach Algerien. Die Performance gibt Einblicke in das Leben des serbischen Schriftstellers Danilo Kiš, des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns, des algerischen Schriftstellers Hamid Skif und der deutschen Schauspielerin und Sängerin Marlene Dietrich. Im Anschluss zeigt Tatjana Sandhöfer ihre Performance „Im Spiegel der Seele", die sich mit Fragen der Realität und Fiktion und der Sinnsuche im Leben beschäftigt. 23 Mitwirkende erzählen in einer knappen Stunde mit Musik, Tanz und Schauspiel die Geschichte von Elisabeth, einer einsamen jungen Frau auf der Suche nach sich selbst. Das Stück spielt mit typischen Musical-Elementen, die durch unkonventionelle Choreographie und ein flexibles Bühnenkonzept mit technischen Raffinessen immer wieder durchbrochen werden. Die Musik stammt aus der Feder des Darmstädter Komponisten Luis Richter, die Hauptrollen werden von erfahrenen Darstellern gespielt. Das neunköpfige Ensemble sowie die Technik-Crew besteht aus Laien und Studierenden, die in der MusicalCompany Lübeck bereits zusammengearbeitet haben.

In der Performance „Zerreißprobe" von Rebecca Letmathe nimmt ein neunköpfiges Ensemble aus MHL-Studierenden das Publikum am Mittwoch, 19. Juni um 19.30 Uhr mit auf eine rund einstündige emotionale Reise. Im Mittelpunkt steht eine Pianistin im Spannungsfeld zwischen Zuversicht und Zweifel, Höhenflug und Einsamkeit, Verführung und Pflicht. Die Performance vereint mit Instrumentalspiel, Gesang, Percussion, Tanz, Sprache und Schauspiel verschiedenste Formate. Das Bühnenkonzept ist dabei denkbar einfach: Eine Bühne, ein Flügel, ein engagiertes Ensemble und Rebecca Letmathe, die als Pianistin und Tänzerin agiert.

Die drei Performances finden im Hafenschuppen C auf der Wallhalbinsel (Willy-Brandt-Allee 31c, 23554 Lübeck) statt. Der Eintritt ist frei.

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Lübeck, 29.05.2019

„Starke Klänge" erteilt Komponistinnen das Wort

Zum 200. Geburtstag von Clara Schumann lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Freitag, 14. Juni zu einem Konzert und Vortrag unter dem Motto „Starke Klänge" ein. Ab 19.30 Uhr präsentieren Studierende der Musikhochschulen Lübeck und Hamburg in der Aula des Johanneums Werke von Komponistinnen des 19. und 20. Jahrhunderts.

Auf dem Programm stehen Clara Schumanns berühmtes Klaviertrio sowie Duos und Solowerke für Violine, Cello und Klavier unter anderem von Lili Boulanger, Mel Bonis und Tatjana Komarova. Interpreten sind Johanna Bechtel, Yiju Seo und Dorothea Sauer (Violine), Antonia Grohmann, (Violoncello), Valencia Koean und Jorma Marggraf (Klavier). MHL-Erziehungswissenschaftlerin Professor Gaja von Sychowski vertieft die Thematik mit einem spannenden wissenschaftlichen Vortrag zu Feminismus und Gendertheorie. Musik von Komponistinnen ist in Konzertprogrammen auch heute noch eine Rarität. Wer hat schon einmal Musik von Mel Bonis vernommen, der César Franck attestierte, sie „kenne alle geschickten Tricks des Komponistenhandwerks"? Wie oft kann man die tief berührenden Werke des kompositorischen Wunderkindes Lili Boulanger hören und wie oft erklingen Stücke von Clara Schumann oder Fanny Hensel, deren Namen zwar eher bekannt sind, die aber dennoch von den berühmteren Komponisten ihres Umfelds überstrahlt wurden? So schrieb Felix Mendelssohn Bartholdy in einem Brief an seine Mutter: „...zu einer Autorschaft hat Fanny, wie ich sie kenne, weder Lust noch Beruf – dazu ist sie zu sehr eine Frau, wie es recht ist, sorgt für ihr Haus und denkt weder ans Publikum noch an die musikalische Welt." Die jungen Musikerinnen und Musiker wollen die Rolle der Frau als Komponistin im 19. und 20. Jahrhundert stärker ins Bewusstsein bringen und eine Auswahl der Schätze heben, die die Forschung der letzten Jahrzehnte ans Licht gebracht hat.

Die rund 90-minütige Veranstaltung „Starke Klänge" findet in der Aula des Johanneums zu Lübeck (Bei St. Johannis 1-3, 23552 Lübeck) statt. Der Eintritt ist frei.

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Lübeck, 29.05.2019

Aufbrüche XXIII mit Saxophonquartett und Cello

Zu einem neuen Konzert ihrer experimentellen Reihe „Aufbrüche" lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Donnerstag, 13. Juni ein. Ab 19.30 Uhr entfalten Studierende der MHL im Buddenbrookhaus unter dem Motto „Zwischenspiele" einen rasanten Dialog zwischen Saxophon und Violoncello.

Im Fokus steht das Quartett des russischen Komponisten Alexander Glazunov, eine der interessantesten russischen Musikerpersönlichkeiten. Das Quartett, das er in seinen letzten Lebensjahren schrieb, sollte zu einem der populärsten Werke für die Instrumentenfamilie des Saxophons werden. Glazunov war von der Virtuosität und den außergewöhnlichen Klangfacetten des Instruments fasziniert und liefert ihm in seinem Werk quasi die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts nach. Im Kern ein Variationssatz im Stile unterschiedlicher Komponisten, lassen sich deutliche Anleihen an Dvorak, Brahms, Schumann und Chopin hören. Die jungen Saxophonisten Santa Bukovska, Luyu Niu, Sonia Tcherepanov und Ivan Tumanov präsentieren das Werk in Abschnitten und im schnellen Wechsel mit Cellosolowerken der Moderne und lassen so einen reizvollen Kontrast zu Stücken von Dutilleux, Yun, Kurtag, Penderecki und Korte entstehen. Zu den Ausführenden am Violoncello gehören Magdalena Ceple, Rebecca Falk, Luise Frappier, Nathalie Hahn, Ye-Eun Jang und Caja Wohlfeil. Das Aufführungsformat erlaubt dem Publikum ein Konzerterlebnis mitten im Geschehen. Der Programmablauf und konzentrierte Auftritt wird den Studierenden in diesem abwechslungsreichen Konzert einiges abverlangen.

In der Reihe „Aufbrüche" erproben Studierende und Dozierende neue Konzertformen. Die MHL bietet damit eine Bühne für experimentierfreudiges Publikum, das Buddenbrookhaus den passenden Konzertort im „Meng 6", wo der Erweiterungsbau für das Museum entsteht. Karten gibt es für 4 Euro ausschließlich an der Abendkasse.

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Lübeck, 29.05.2019

Familienkonzert „Dornröschen"

Die Musikhochschule Lübeck (MHL) lädt am Samstag, 8. Juni zu einem Familienkonzert ein. Ab 17 Uhr präsentieren Studierende und Dozierende der MHL im Großen Saal das musikalische Märchen „Dornröschen", mit dem sie kleine und große Zuhörer an Tschaikowskys klassisches Meisterwerk heranführen wollen.

Die Studierenden der Elementaren Musikpädagogik Vanessa Vania, Petra Tjandra und Lea Mejía haben ihre Fassung des bekannten Kindermärchens „Dornröschen" auf der Grundlage von Tschaikowskys Ballettmusik entwickelt und bringen eine Verbindung aus Musik und Schauspiel auf die Bühne. Zusammen mit Projektleiter Professor Marno Schulze schlüpfen sie in unterschiedliche Rollen und interagieren dabei sogar mit dem Publikum. Unter Leitung von Matthias Krebber präsentiert das neunköpfige MHL-Blechbläserensemble Tschaikowskys farbenfroh instrumentierte Komposition in einem Arrangement von Hans-Joachim Drechsler. MHL-Gesangsstudent Anton Krebber führt als Erzähler durch die Handlung. „Dornröschen" zählt neben dem „Nussknacker" und „Schwanensee" zu den großen Balletten, mit denen Tschaikowsky das bis dahin seichte Genre auf eine Stufe mit den großen Gattungen der Musikgeschichte wie Oper, Sinfonik und Kammermusik hob. Der Komponist selbst schrieb über sein Werk: „Mir scheint, daß die Musik dieses Balletts eine meiner besten Schöpfungen sein wird. Das Sujet ist so poetisch, musikalisch so dankbar, daß ich, während ich es komponierte, sehr begeistert war und mit der Wärme und Passion schrieb, die Voraussetzung für die gute Qualität eines Werkes sind." Der Erfolg sollte ihm recht geben: „Dornröschen" zeigt in besonderem Maße Tschaikowskys stilistische Vielfalt, unerschöpflichem Melodienreichtum, rhythmische und harmonische Finessen. Auch heute noch, 126 Jahre nach dem Tod des russischen Komponisten ist die Faszination dieses Werkes ungebrochen. Das Märchen vom „Dornröschen" ist nicht nur in Deutschland bekannt. Auch den jungen Interpreten, die unter anderem aus Ecuador, Indonesien, Spanien und China zum Studium nach Lübeck gekommen sind, kennen die Geschichte der hundert Jahre lang schlafenden Prinzessin. Sie laden ein zu einem schwungvollen Abend mit Musik, Schauspiel und Magie, wenn sie Dornröschen und die böse Fee im Großen Saal der MHL zum Leben erwecken − zauberhafte Überraschungen inklusive.

Die 70-minütige Veranstaltung ohne Pause ist für Kinder ab fünf Jahren empfohlen. Karten sind für 14 und 19 Euro (ermäßigt 8 und 12 Euro) in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen und online unter Opens external link in new windowwww.luebeck-ticket.de erhältlich.
Restkarten gibt es eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse.

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Lübeck, 29.05.2019

Action-Painting-Workshop und Konzert „Musik trifft Kunst"

Unter dem Motto „Musik trifft Kunst – Kunst trifft Musik" laden Studierende der Musikhochschule Lübeck (MHL) am Samstag, 8. Juni zu einem Workshop und einem Konzert in die Musik- und Kunstschule Lübeck ein, in denen die Verbindung von Musik und Malerei zu erleben ist.

Ein Action-Painting-Workshop mit dem Lübecker Künstlerpaar Alexandra Seils und Raimund Pallusseck lädt ab 14 Uhr dazu ein, die Verbindung von abstrakter Malerei und Live-Musik zu erleben, die von Studierenden der MHL gespielt wird. Unter anderem ist das Trio „Drei.Klänge" mit Martin Schley (Gitarre), Sophie Kockler (Klarinette) und Markus Pauk (Fagott) zu hören. „Wir wollen den Augenblick bedeutend machen. Wenn beide Künste, die Malerei und die Musik, die Bühne betreten, geht es um gegenseitige Inspiration und sich daraus ergebende Improvisation. Töne werden Farben, Farben werden Töne", erläutert die Künstlerin Alexandra Seils, die das Projekt unterstützt. Im Abschlusskonzert mit Vernissage stellen neun Studierende in verschiedenen MHL-Ensembles ab 18.30 Uhr Interpretationen und Improvisationen zu acht großformatigen Gemälden des Künstlerpaares Pallusseck vor. Höhepunkt des Abends ist ein Improvisationsdialog zwischen Malerei und Musik.

Die Teilnahme am Workshop kostet 35 Euro für das Material, es wird mit Acrylfarben gearbeitet. Der Eintrittspreis zum Konzert beträgt 12 Euro. Eine Anmeldung zum Workshop und eine Vorbestellung von Konzertkarten ist unter der E-Mail Opens window for sending emailmusikundkunst.mh-luebeck@remove-this.web.de möglich.

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Lübeck, 29.05.2019

17. Lübecker Klarinettennacht „Best of Clarinet"

Zur traditionellen Lübecker Klarinettennacht lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Freitag, 7. Juni unter dem Motto „Best of Clarinet" ein. Ab 18 Uhr stellt die Lübecker Klarinettenklasse im Großen Saal zusammen mit ihren Professoren Sabine Meyer und Reiner Wehle in der 17. Folge der erfolgreichen Veranstaltung ein originelles Programm mit Werken aus vier Jahrhunderten vor, das das Publikum selbst ausgewählt hat. Auch die Generalprobe am Donnerstag, 6. Juni ab 18 Uhr ist öffentlich. Mit der vorerst letzten Klarinettennacht überträgt die MHL erstmals einen Live-Stream aus dem Großen Saal.

Die weit über Lübeck hinaus strahlende „Lübecker Klarinettennacht" wird mittlerweile zum 17. und in dieser Formation auch zum vorerst letzten Mal veranstaltet. Reiner Wehle, der als Moderator durch das abwechslungsreiche Programm führt, geht im März 2020 in den Ruhestand und verabschiedet sich mit diesem Konzert vom Lübecker Publikum. Gemeinsam wird das Professorenehepaar zusammen mit 15 Studierenden seiner Klasse in drei Konzertteilen ein anspruchsvolles Programm mit Werken unter anderem von Mozart, Gershwin, Bernstein, Piazzolla und Döhl präsentieren. Die Programmabfolge ist in diesem Jahr auf besondere Weise entstanden: Das Publikum hat im Anschluss an die 16. Lübecker Klarinettennacht auf Grundlage einer 168 Werke umfassenden Liste aller bisherigen Klarinettennächte die Stücke für das Programm „Best of Clarinet" selbst zusammengestellt. Professor Reiner Wehle erläutert: „Wir waren sehr überrascht, welch ein anspruchsvolles Programm aus allen Epochen durch die Publikumsabstimmung entstanden ist. Das Ergebnis dieser Abstimmung hat uns ebenso wie alle vergangenen Klarinettennächte gezeigt, wie man – entgegen aller Unkenrufe – mit einem guten Konzept in der klassischen Musik unglaubliche Erfolge verzeichnen kann."

Den ersten Platz in der Publikumsabstimmung erreichte Bernsteins „West Side Story", die hier in einem Arrangement für sieben Klarinetten dargeboten wird. Auf Platz zwei landete „Klarinetten im Raum" des im Herbst vergangenen Jahres verstorbenen Lübecker Komponisten Friedhelm Döhl. Komponiert als Auftrag für die Einweihung des Museumsquartiers St. Annen und der Lübecker Klarinettenklasse gewidmet, spielen sich die jungen Interpreten hier von verschiedenen Standorten im Großen Saal die Klänge zu, bis sie sich beim Abschlusschoral auf der Bühne vereinen. Von Jörg Widman erklingt der Bayerisch-Babylonische Marsch für acht Klarinetten und Klavier, der nicht nur als Brückenschlag zwischen den Kulturen, sondern auch als effektvolle Persiflage auf deutsche Marschmusik daherkommt. Professorin Sabine Meyer zum Programm: „Das Experiment ist gelungen: Die Publikumsabstimmung ergab eine wunderbar ausgewogene Mischung aus bekannten und selten zu hörenden Werken, aus Alter und Neuer Musik, leichteren und ernsteren Kompositionen." So erklingt Mendelssohn Bartholdys virtuoses Konzertstück für Klarinette, Bassetthorn und Klavier neben Zeitgenössischem wie Steve Reichs Komposition aus der Minimal Music „New York Counterpoint", in dem elf Klarinetten durch Verschiebung rhythmischer Pattern wie in einem Kaleidoskop immer neue Klänge entstehen lassen. Im dritten Teil der Lübecker Klarinettennacht werden dann die „Rausschmeißer" zu hören sein: Begleitet von der MHL-Bigband unter Leitung von Bernd Ruf beschließt die Klarinettenklasse die Nacht mit schwungvollen Kompositionen von Leonard Bernstein, Igor Strawinsky, Artie Shaw und Benny Goodman.

Das Konzert wird erstmals in einem Live-Stream aus dem Großen Saal übertragen. Er ist künftig regelmäßig für große Projekte geplant und soll mit einer Moderation und einem Live-Chat in den Konzertpausen auch eine Vermittlungsfunktion übernehmen. Die Liveübertragung ist ein Unterrichtsprojekt aus dem Kurs „Videopraxis" der MHL. Der Stream ist erreichbar über Opens external link in new windowwww.mh-luebeck/Veranstaltungen/mhl-live oder im Youtube-Kanal der MHL unter „mhl live".

Die Lübecker Klarinettennacht beginnt am Freitag, 7. Juni um 18 Uhr und endet gegen 23.15 Uhr. Es sind zwei längere Pausen vorgesehen, in denen Catering für das Publikum angeboten wird (nicht im Eintrittspreis enthalten). Restkarten sind an der Abendkasse für 17 und 22 Euro (ermäßigt 10 und 14 Euro) erhältlich. Die Generalprobe findet am Donnerstag, 6. Juni ab 18 Uhr statt. Restkarten sind für 8 Euro (ohne Ermäßigung) eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse erhältlich.

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Lübeck, 13.05.2019

„Wir in Eutin“ mit internationaler Violinklasse

Zu einem neuen Konzert der Reihe „Wir in Eutin“ lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Sonntag, 19. Mai ein. Ab 17 Uhr präsentieren Studierende der internationalen Violinklasse von Professor Heime Müller im Rittersaal des Eutiner Schlosses Werke aus drei Jahrhunderten.

Sieben Studierende verschiedener Ausbildungsstufen stellen berühmte Werke der Violinliteratur vor als auch Werke, die kaum auf den Konzertbühnen zu hören sind. Auf dem Programm stehen Stücke für Solovioline, Duo mit Klavierbegleitung und Quartett wie Johann Sebastian Bachs virtuose und tänzerische E-Dur Partita, gespielt vom jungen Geigenstudenten Benjamin Günst.

Weiterhin ist die „Kreutzer-Sonate“ von Beethoven zu hören, die der Komponist dem prominenteren französischen Violinisten Rudolphe Kreutzer widmete. Kreutzer war jedoch technisch überfordert und führte das virtuose Stück niemals auf, erklärte es stattdessen für unspielbar. Masterstudent Julius Beck, der bereits eine Stelle im NDR-Sinfonieorchester innehat, wird im Konzert das Gegenteil beweisen.

Theresa Reustle stellt nicht nur ein Solowerk des 1965 geborenen Franzosen Thierry Escaich vor, das er über den Bach-Choral „Nun komm lieber Tod“ geschrieben hat, sondern mit ihrem Ensemble „Quartett Levár“ auch Anton Weberns 1905 komponierten „Langsamen Satz für Streichquartett“. Das einsätzige Stück ist noch in der Brahms-Tradition verankert, weist jedoch zugleich den Weg in die frühe Moderne.

Selten zu Hören ist das Violinkonzert d-Moll des dänischen Komponisten Niels W. Gade, das David Moosmann präsentiert. Gade widmete es dem bekannten Geiger Joseph Joachim, der es im Februar 1881 in Berlin uraufführte.

1934 stellte Igor Strawinsky aus Teilen seines Balletts „Der Kuss der Fee“ ein viersätziges Divertimento zusammen, das die MHL-Studentin Iora Kama in einer Fassung für Violine und Klavier mit eleganter Melodieführung darbieten wird. Hugo Moinet präsentiert Beethovens in dramatischem Grundton angelegte Violinsonate a-Moll. Von Franz Schubert schließlich ist die groß angelegte Fantasie C-Dur für Violine und Klavier zu hören, interpretiert von Francesco della Volta, die zum Spätwerk des Komponisten zählt. Am Klavier begleiten Ninon Gloger, Hugo Moinet, Rodolfo Focarelli und Malte Schäfer. Mit „Wir in Schleswig-Holstein“ ist die einzige Musikhochschule des Landes seit 2011 in der Landeshauptstadt und an weiteren acht Spielorten in Schleswig-Holstein präsent.

Mit Themenkonzerten gibt sie damit außerhalb ihres Lübecker Stammsitzes Einblick in ihre Arbeit. Karten für das Konzert sind für 13 Euro (ermäßigt 9 Euro) im Schloss Eutin (Schlossplatz 5, Telefon 04521-709734) erhältlich. Restkarten gibt es eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse.

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