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PRESSE ARCHIV

Lübeck, 01.04.2017

Christoph Eß wird neuer Professor für Horn an der MHL

Hornist Christoph Eß, Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe und Solohornist der Bamberger Symphoniker, übernimmt ab Wintersemester 2017/2018 eine Professur für Horn an der MHL. Ab kommendem Sommersemester wird er zunächst im Lehrauftrag unterrichten.

Der 32-jährige Eß gilt als einer der führenden Hornisten der jungen Generation und steht als gefragter Solist und Kammermusiker auf den internationalen Konzertbühnen. Er studierte in Tübingen, Basel und Stuttgart, wo er im Juni 2008 sein Diplom mit Auszeichnung ablegte. Eß wurde mit Preisen beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2005 in München, beim Internationalen Musikwettbewerb „Prager Frühling 2007“, beim Richard-Strauss-Wettbewerb sowie beim „Concorso per Corno di Sannicandro di Bari“ bedacht. 2008 wurde ihm der Solistenpreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern verliehen, 2009 ein Stipendium des Deutschen Musikrats und 2011 der Preis der Orpheum Stiftung in Zürich. Er konzertierte mit führenden Orchestern und widmet sich intensiv der Kammermusik in verschiedensten Formationen. Als Initiator des 2010 gegründeten Hornquartettes „german hornsound“ und mit Partnern wie Christian Zacharias, Andreas Scholl, dem Fauré Quartett und Viviane Hagner ist er in regelmäßigen Abständen auch bei führenden Musikfestivals zu Gast. Der Hornist freut sich auf Lübeck, wo seine Frau Karlotta Eß, geborene Schmied, bei der Violinistin Prof. Anke Dill studiert hat: „Nach über 10 Jahren in verschiedenen Orchestern und meinem Lehrauftrag an der Stuttgarter Musikhochschule bin ich sehr gespannt auf meine neue Aufgabe an diesem wundervollen und prestigeträchtigen Haus. Ich freue mich auf die Begegnungen, die schöne Hansestadt und auf neuen Wind im Norden.“

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Lübeck, 01.04.2017

Proben für Brahms-Festival Lübeck beginnen

An der Musikhochschule Lübeck (MHL) beginnen mit dem neuen Semester die Proben für das 26. Brahms-Festival. Unter dem Motto „Heimat“ begeben sich vom 6. bis zum 14. Mai über hundert MHL-Interpreten auf eine musikalische Spurensu-che. Dozierende und Studierende studierend gemeinsam Werke ein von Beethoven, Chopin, Brahms, Grieg, Mahler, Janá?ek, Zimmermann, Yun und Mack, in denen sich Facetten der Heimaterfahrung widerspiegeln. Karten für das Festival sind ab sofort erhältlich und können neuerdings auch online gebucht und zuhause ausgedruckt werden.

Mehr als 30 verschiedene Ensembles bereiten sich mit Beginn des Sommersemesters auf die neuntägige Festwoche vor, in der die Dozierenden gemeinsam mit ihren jahrgangsbesten Studierenden zu erleben sind. 27 Veranstaltungen finden im Großen Saal und im Kammermusiksaal der MHL, in der Villa Eschenburg, im Museum Behnhaus/Drägerhaus, im Seminarhaus Wallstraße und in St. Jakobi statt. Die Konzertformate sind vielfältig: Zu ihnen gehören eine Podiumsdiskussion zum Thema „Heimat“, zwei Sinfoniekonzerte, Konzertreihen mit Studierenden in der Villa Eschenburg, die erfolgreiche Reihe „Lunchtime-Concert“ zur Mittagstunde, eine Brahms-Lounge, ein Nachtkonzert sowie musikpädagogische Angebote für Schülerinnen und Schüler. Das Hochschulorchester eröffnet das Brahms-Festival am Samstag, 6. Mai um 19.30 Uhr unter Leitung des Berliner Gastdirigenten Simon Bernardini. Auf dem Programm mit dem Titel „Musik als Heimat“ stehen Smetanas Ouvertüre „Die verkaufte Braut“, Weberns Orchesteridyll „Im Sommerwind“ sowie die vierte Sinfonie von Mahler, das Sopransolo gesungen von MHL-Absolventin Lisa Ziehm. Weiterhin ist die Uraufführung der „Reflexionen“ des Kompositionsstudenten Lars Opfermann zu hören. Ab 18 Uhr führt Projektleiter Wolfgang Sandberger im Kammermusiksaal in das Motto „Heimat“ ein. Eine Podiumsdiskussion mit Vertretern Lübecker Kultureinrichtungen beleuchtet im Anschluss den facettenreichen Heimatbegriff. Karten für das Brahms-Festival von 7 Euro bis 19 Euro sind bei allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen erhältlich oder können online gebucht und am heimischen Drucker ausgedruckt werden. Das detaillierte Programm und der Zugang zum Ticketshop ist unter www.mh-luebeck.de/Veranstaltungen erhältlich.

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Lübeck, 01.04.2017

Portraitkonzert Isang Yun

Zu einem neuen Konzert der Reihe „Over and Above“ lädt die Overbeck-Gesellschaft in Kooperation mit der Musikhochschule Lübeck (MHL) am Mittwoch, 26. April ein. Ab 19.30 Uhr steht Komponist Isang Yun, der in diesem Jahr den hundertsten Geburtstag gefeiert hätte, im Mittelpunkt. Das moderierte Konzert findet im Museumsquartier St. Annen als Begleitprogramm der Sonderausstellung „Lübeck sammelt I“ statt, die noch bis zum 21. Mai Kunst ab 1945 zeigt.

Oboist Professor Diethelm Jonas und seine internationale Klasse stellen Solo- und Kammermusikwerke des deutschen Komponisten koreanischer Abstammung vor, der als großer Vermittler zwischen ostasiatischer und westeuropäischer Musiktradition des 20. Jahrhunderts gilt. Das Konzert wird von Diethelm Jonas moderiert. Auf dem Programm steht unter anderem Yuns Quartett für Oboe und Streichtrio sowie „Piri“, eines der wichtigsten zeitgenössischen Solowerke für Oboe. In Isang Yuns Werken klingt die Verschmelzung der musikalischen Traditionen. Der Komponist sagte über sich selbst: „Ich lebe zwischen Ost und West, bin ein Asiat und atme im Westen. Wenn ich kompo-niere, vergesse ich über meine Stilelemente völlig, ob es nun asiatisch ist oder europä-isch.“ Nachdem Yun sich in seinem Heimatland Südkorea am anti-japanischen Widerstand beteiligt hatte, wurde er verhaftet und gefoltert. 1955 mit dem Kulturpreis der Stadt Seoul ausgezeichnet, konnte er ausreisen, um in Paris und Berlin zu studieren, wo er Anschluss an die internationale Avantgarde fand. 1967 entführte ihn der südkoreanische Geheimdienst von Westberlin nach Seoul. Zusammen mit seiner Frau und weiteren in Europa und den Vereinigten Staaten lebenden Südkoreanern wurde er des Landesverrats angeklagt und in einem Schauprozess zu lebenslanger Haft verurteilt. Erst nach internationalen Protesten, an denen sich auch namhafte Musikerpersönlichkeiten wie Igor Strawinsky, György Ligeti, Karlheinz Stockhausen und Herbert von Karajan beteiligten, wurde Yun freigelassen und kehrte nach West-Berlin zurück, wo er und seine Frau im Jahr 1971 deutsche Staatsbürger wurden. Yun komponierte mehr als hundert Werke, darunter vier Opern, mehrere Instrumentalkonzerte und vier zyklisch aufeinander bezogene Symphonien. Er lehrte Komposition an der Hochschule der Künste Berlin. Karten für das Portraitkonzert sind für vier Euro (keine Ermäßigung) an der Abendkasse erhältlich. Kartenreservierungen sind bei der Overbeck-Gesellschaft unter 0451/74760 möglich.

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Lübeck, 01.04.2017

MHL setzt Gang durch Oboengeschichte fort

Die Musikhochschule Lübeck (MHL) lädt im Jahr der Oboe zu einem weiteren Konzert der moderierten Reihe „Gang durch 400 Jahre Oboengeschichte“ ein. Am Sonntag, 23. April stehen bei den „Oboengeschichten II“ ab 19.30 Uhr Werke von der Klassik bis zur Romantik auf dem Programm.

MHL-Professor Diethelm Jonas stellt zusammen mit seiner internationalen Klasse Originalkompositionen für Oboe von Carl Philipp Emanuel Bach, Mozart, Schumann und Pasculli vor, der im ausgehenden 19. Jahrhundert als Oboist für Furore sorgte. Studierende aus sechs Nationen präsentieren unter anderem Schumanns drei „Romanzen für Oboe“ sowie Mozarts virtuoses Oboenkonzert, das zu den wichtigsten Konzerten für Oboe gehört und im Probespiel zum Prüfstein wird. Mit der von Diethelm Jonas konzipierten Konzertreihe will die MHL die „Primadonna“ der Holzblasinstrumente solistisch und als Kammermusikpartnerin portraitieren. Moderationen vermitteln Einblicke in die Musikgeschichte. Das nächste Konzert der Reihe findet am Sonntag, 28. Mai statt, dann geht es unter dem Motto „Metamorphose einer Reihe“ um die serielle Kompositionstechnik. Der Eintritt zum Konzert ist frei.

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Lübeck, 01.04.2017

Echolot Festival rockt Cargoschiff

Am Samstag, 22. April lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) zum Echolot Festival auf dem alten Cargoschiff am Traveufer ein. Ab 20 Uhr präsentieren dort zehn junge Bands aus dem Umfeld der MHL ein vielfältiges Programm von Rock und Pop über Reggae bis hin zu Salsa. Neu gegründete Ensembles treten neben etablierten Gruppen wie „Pudeldame“ auf, zu der auch Sänger, Schauspieler und MHL-Student Jonas Nay gehört.

Rund fünfzig junge Musikerinnen und Musiker sind beim Echolot-Festival zu erleben. Das gut siebenstündige Programm präsentieren die Bands im maritimen Flair des als „Body and Soul“ bekannten Cargoschiffs in der Kanalstraße. Auf zwei Bühnen präsentieren sich neben „Pudeldame“ die Rockband „Never come rain“, die Ethnic-Jazz-Band „Bento“, das Elektro-Pop-Duo „Poems for Jamiro“ sowie die 10-köpfige Salsaband „La mano letal“. Zu hören sind weiterhin „Reggae Demmi“, „Jen Clubsounds“, die Rock-Pop-Band „Iga“, das Duo „La Techneta“ sowie die Singer-Songwriterin Yiman Liu. Auch hinter der Bühne liegt das Festival komplett in studentischer Hand. Die drei Schulmusikstudierenden Ute Führ (Jazzklavier), Vivien Geldien (Orgel) und Jon Ander Klein (Schlagzeug) haben es im Rahmen eines Interdisziplinären Projekts konzipiert und sammeln damit wertvolle Projektmanagement-Erfahrungen. Unterstützt werden sie bei Organisation und Planung von weiteren Studierenden sowie von Popularmusik-Professor Bernd Ruf. Besonders den zahlreichen Studierenden der musikpädagogischen Studiengänge, die im Konzertbetrieb der MHL selten zu hören sind, bietet das Festival eine Bühne. MHL-Studentin und Organisatorin Vivien Geldien: „Jeder Zuhörer kann sich seine eigene „Playlist“ zusammenstellen. Egal ob entspannter Jazz im gemütlichen Wohnzimmer oder packender Progressive Pop im großen Frachtraum – das Cargoschiff bietet für jeden etwas. Wer nach dem gut siebenstündigen Programm immer noch auf den Beinen ist, kann auf der After-Show-Party bis in die Morgenstunden feiern.“ Karten sind im Vorverkauf für 16 Euro, ermäßigt 11 Euro bei der Konzertkasse im Hause Hugendubel und im Pressezentrum erhältlich, Restkarten gibt es ab 19 Uhr direkt am Cargoschiff in der Kanalstraße 100.

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Lübeck, 01.04.2017

Vortragsreihe zur „Weltanschauung“

Die Universität zu Lübeck, die Fachhochschule Lübeck und die Musikhochschule Lübeck (MHL) starten ab Donnerstag, 20. April zusammen mit dem St. Petri Kuratorium eine interakademische Ringvorlesung. Im vierzehntägigen Rhythmus laden sie an sieben Vortragsabenden von 19 Uhr bis 21 Uhr zu Exkursen über Forschung und Wissenskommunikation nach St. Petri ein.

Lübecker Natur- und Kulturwissenschaftler, Mediziner und Ingenieure suchen nach den Zusammenhängen unseres Wissens und hinterfragen Bedeutung, Sinn und Orientierung der „Weltanschauung“. Im Zeichen der „Eule der Minerva“, dem Symbol der Weisheit, fragen Lehrende, Studierende und Interessierte einander: „Wie schaust du die Welt an?“ Der Wappenvogel begleitet die Vorlesung als menschengroße Skulptur, welche die Künstlerin Bettina Thierig aus einem Eichenblock herausgesägt hat. Am Donnerstag, 20. April um 19 Uhr wird die siebenteilige Reihe mit dem Thema „Forschen und Dichten“ eröffnet. Zu Gast ist der Literaturwissenschaftler und Autor Raoul Schrott, der über sein wissenschaftspoetisches Werk „Erste Erde Epos“ berichten wird. MHL-Studentin Marion Krall sowie die Lübecker Professoren Thomas Münte (Neurologie), Christian Hübner (Physik), Frank Schwartze (Stadtplanung) und Rico Gubler (Komposition, Saxophon) steuern ihre weltanschauliche Sicht zum Thema bei. Jeder Abend beginnt mit einem studentischen Statement zum inhaltlichen Schwerpunkt. Ensembles der MHL kommentieren die Themen außerdem musikalisch. Die Vorlesungen werden moderiert von den Initiatoren der Reihe, Bernd Schwarze, Pastor an St. Petri, und Professor Cornelius Borck vom Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung. Zum feierlichen Abschluss der Reihe am 13. Juli unter dem Motto „Erkennen und Entscheiden“ spricht der junge Philosoph Markus Gabriel, der mit seinen Büchern „Warum es die Welt nicht gibt“ und „Ich ist nicht Gehirn“ einen denkwürdigen Beitrag zur Weltanschauungsdebatte geliefert hat. Die MHL veranstaltet für die Studierenden aller Hochschulen ein Begleitseminar, in dem die Inhalte vertieft werden können. Nach der letzten Vorlesung findet in der MHL eine „Weltanschauungs-Party“ statt. Die Reihe wendet sich im Sinne eines hochschulübergreifenden Studium Generale nicht nur an Studierende und Akademiker, sondern an alle Wissbegierigen mit Lust am Denken. Zeit zum Nachfragen und Weiterdiskutieren bei Wein, Wasser und Salzgebäck gibt es im Anschluss an jede Vorlesung im Seitenschiff der Kirche ab 21 Uhr. Der Eintritt zur Vorlesung ist frei.

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Lübeck, 01.04.2017

Diethelm Jonas „Zu Gast bei Brahms“

Oboist Diethelm Jonas nimmt am Mittwoch, 19. April auf dem weißen Sessel im Brahms-Institut Platz. In der Reihe „Zu Gast bei Brahms“ stellt er sich ab 19 Uhr den Fragen von Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts und Professor für Musikwissenschaft an der MHL.

Mit seinen Fragen rückt Sandberger bisher unbekannte Facetten der Musikerpersönlichkeiten an der MHL ins Licht. In seiner Reihe geht es um einen persönlichen Blick auf den jeweiligen Gast. Diethelm Jonas folgte 2001 dem Ruf an die MHL, nachdem er zunächst Professor für Oboe an der Musikhochschule Trossingen war. Er studierte an der Folkwang Universität der Künste in Essen, an der Royal Academy of Music in Lon-don bei Lady Evelyn Rothwell-Barbirolli und an der Hochschule für Musik in Freiburg bei Heinz Holliger. Er gewann zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe. In über 25 Jahren als Solo-Oboist der Sinfonieorchester in Essen, München (BR Sinfo-nieorchester) und Stuttgart (SWR Sinfonieorchester) spielte er unter vielen bedeutenden Dirigenten wie Bernstein, Kubelik, Solti, und Celibidache und als Mitglied des Luzerner Festivalorchesters auch zehn Jahre unter Claudio Abbado. Soloverpflichtungen und Meisterkurse führen ihn regelmäßig nach Taiwan, China, Südamerika und Japan. Von seinen mehr als 25 CD-Aufnahmen, unter anderem mit seinem Aulos-Quintett und dem Bläseroktett Sabine Meyer, wurden einige mit dem Deutschen Schallplattenpreis „Echo“ ausgezeichnet. Für das „Jahr der Oboe“ 2017 hat Jonas zahlreiche Konzerte konzipiert, in denen er das Instrument zusammen mit seinen Studierenden in all seinen Facetten vorstellt. Diethelm Jonas hat vier Kinder und lebt mit seiner Familie in Lübeck. Er beschäftigt sich seit seiner Jugend intensiv mit dem Kochen mit besonderem Interesse an der japanischen Küche. Der Eintritt zum Portraitabend „Zu Gast bei Brahms“ ist frei.

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