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PRESSE ARCHIV

Lübeck, 27.11.2014

Neuer Vizepräsident an der Musikhochschule Lübeck

Der Senat der Musikhochschule Lübeck (MHL) wählte in seiner Sitzung vom 17. November Professor Dieter Mack mit großer Mehrheit zum Vizepräsidenten der MHL. Neben Präsident Prof. Rico Gubler, Kanzler Jürgen R. Claußen und Martin Hundelt als Vizepräsident für die Lehre vervollständigt Dieter Mack das Leitungsorgan der Hochschule. Ab 1. Januar 2015 verantwortet er die Bereiche Internationale Beziehungen und Veranstaltungsorganisation.

Prof. Dieter Mack ist seit 2003 Professor für Komposition an der MHL. 1954 in Speyer geboren, studierte er an der Musikhochschule Freiburg Komposition bei Klaus Huber und Brian Ferneyhough, Musiktheorie bei Peter Förtig und Klavier bei Rosa Sabater. Seit 1980 widmet er sich der pädagogischen Arbeit und Lehre: Er hatte Lehraufträge für Musiktheorie, Improvisation und balinesische Musik an den Musikhochschulen Freiburg, Trossingen, Basel und an der Universität Freiburg inne. Er ist derzeit Vorsitzender der Musikauswahlkommission des DAAD und Vorsitzender des Musikbeirats des Goethe-Instituts. Für seine neue Aufgabe als Vizepräsident bringt er eine Vielzahl an Auslandserfahrungen, angefangen mit Studienaufenthalten in Bali, Südindien und Japan bis hin zu einer Gastprofessur an der Kunstakademie in Surakarta (Indonesien) im Aufbaustudiengang Komposition mit. So möchte er neben dem weiteren Ausbau von Austauschaktivitäten und Projekten im Rahmen der ABAM, einem Verbund von Hochschulen im Ostseeraum, und des europäischen Austauschprogrammes ERASMUS  vor allem langfristige Partnerschaften mit Hochschulen auf der ganzen Welt zu initiieren. Der neue Vizepräsident: „Die Beschäftigung mit der Musik anderer Kulturen spielt sowohl im Studiengang „Musik Vermitteln“ als auch in der Studienrichtung „Komposition“ eine Rolle. Zudem kann dies bereichernd für die gesamte Hochschule sein.“ Dabei sei ihm wichtig, dass diese Partnerschaften gleichsam auf Augenhöhe geschehen und ein wechselseitiger Profit gewährleistet ist. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit als Vizepräsident wird das Veranstaltungswesen der MHL sein. „Ich freue mich auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und hoffe einen Beitrag zur Entwicklung dieser Hochschule beitragen zu können.“
Die MHL, einzige Musikhochschule des Landes Schleswig-Holstein, ist eine von bundesweit 24 deutschen Musikhochschulen. Sie bildet mit ihren Studiengängen „Musik Vermitteln“ und „Musikpraxis“ rund 450 Studierende zu Solisten, Orchestermusikern, Sängern, Komponisten, Kirchenmusikern oder Musikpädagogen aus. Modulare Studiengänge und individuelle Betreuung bereiten auf eine breite Palette von Musikberufen vor. Die MHL ist einer der größten Konzertveranstalter des Landes: Rund 300 Veranstaltungen im Jahr bieten Gelegenheit, die Arbeit der MHL und die Fortschritte der Studierenden intensiv zu erleben.

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Lübeck, 27.11.2014

Neuerwerb des Brahms-Instituts

Das renommierte Auktionshaus Sotheby’s in London hat am 20. November ein Albumblatt von Johannes Brahms versteigert. Auf dem Blatt notierte der Komponist die ersten drei Takte des zweiten Satzes „Intermezzo“ aus seinem Klavierquartett g-Moll op. 25. Das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck erhielt den Zuschlag für umgerechnet rund 9.000 Euro.

Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger zum Neuerwerb: „Das Blatt ergänzt unsere Sammlung um eine Seltenheit: Brahms hat das Musikzitat als musikalisches Autogramm notiert, was sehr selten vorkam. Solche Autogrammwünsche erfüllte der Komponist äußerst ungern.“ Das Notat entstand im Zusammenhang mit einem Konzert in Utrecht am 29. Januar 1876, wo Brahms sein Klavierquartett mit dem berühmten ‚Rondo alla Zingarese‘ aufführte.  
Das 1991 gegründete Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen zu Johannes Brahms und seiner Zeit. Zu seinen Schätzen gehört auch das komplette Autograph des Klavierquartetts A-Dur op. 26 aus dem Nachlass des Pianisten Rudolf Serkin. Mit dem neuen Albumblatt zum Klavierquartett g-Moll op. 25  sind nun beide im Herbst 1861 in Hamm entstanden „Schwesterwerke“ mit handschriftlichen Quellen in der Sammlung vertreten.   

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Lübeck, 27.11.2014

„Lübeck sounds“ – CD der MHL-Bigband für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert

Die Big-Band der Musikhochschule Lübeck (MHL) hat im April unter Leitung von Bernd Ruf, Professor für Popularmusik, ihre neue CD „Lübeck Sounds“ vorgestellt. Jetzt ist die CD für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert.

Drei Jazz- Komponisten präsentieren auf der CD ihre Version eines zeitbezogenen, neuen Jazz. Dieter Mack, MHL-Professor für Komposition, Hans-Christian Stephan und Jakob Lakner, beide Absolventen der MHL, haben sich zu kreativen und emotionalen Stücken inspirieren lassen. Von „Timeless Changes“ über „Traveliner“ bis hin zu „Xaveriana“ sind alle zehn Titel Neukompositionen. Sie beinhalten Stilelemente aus Rock, Gospel und in den Stücken von Dieter Mack, der unter anderem in Indonesien arbeitet und lehrt, auch Elemente balinesischer Gamelanmusik. Bandleiter Bernd Ruf: „Wie klingt Bigband-Jazz aus Lübeck? Die drei Komponisten zeichnen auf sehr unterschiedliche Weise ihre Eindrücke von der Hansestadt als einer pulsierenden Stadt, als einem Zentrum der Begegnung, der internationalen Vernetzung und des kulturellen Austausches.“  Die MHL Bigband wurde 2008 von Bernd Ruf ins Leben gerufen. In dem 25-köpfigen Ensemble spielen Studierende aus unterschiedlichsten Studiengängen, vom angehenden Orchestermusiker bis hin zum Kirchenmusiker. Bernd Ruf: „Insbesondere angehende Musiklehrer können hier das Leben einer Bigband aus dem Inneren  kennenlernen und sind später bestens vorbereitet, Arbeit mit Bigbands an Schulen zu entwickeln.“ Die MHL-Bigband belegt den Erfolg des „Lübecker Modells“, das Klassik-Studierenden  ermöglicht, auch an Jazz- und Pop-Projekten teilzunehmen. Im April präsentierte die Bigband ihr neues Programm „Lübeck sounds“ bereits mit viel Erfolg auf einer USA-Tournee. Die CD „Lübeck Sounds“ mit einer Spielzeit von rund 60 Minuten ist für 15 Euro im Fachhandel und bei Veranstaltungen der MHL im MHL-Shop erhältlich.

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Lübeck, 27.11.2014

MHL-Studierende führen Bachs Brandenburgische Konzerte auf

Am Samstag, 20. Dezember lädt die Musikhochschule (MHL) um 19 Uhr zu einem Konzert des MHL-Ensembles für Alte Musik in den Großen Saal ein. Zu hören sind vier der berühmten Brandenburgischen Konzerte von Johann Sebastian Bach.

Das Ensemble für Alte Musik spielt unter Leitung von Prof. Hans-Jürgen Schnoor die Brandenburgischen Konzerte drei bis sechs, die zu den bekanntesten Instrumentalwerken Bachs gehören. Die Solisten sind Studierende der MHL. Bach widmete die in Köthen zusammengestellten Konzerte mit unterschiedlichen Besetzungen dem Markgrafen zu Brandenburg. Alle sechs Konzerte sind in ihrer klanglichen Gestalt einzigartig. Sie stellen hohe Ansprüche an die künstlerischen Fertig- und Fähigkeiten der Musiker. Projektleiter Hans-Jürgen Schnoor, der auch den Solopart am Cembalo übernimmt: „Alle Soli verlangen große Virtuosität. Im Gegensatz zum landläufigen Orchesterbetrieb hat jeder Musiker eine klar umrissene, selbständig zu lösende Aufgabe. Das Gelingen der Aufführung hängt vom Können und der Aufmerksamkeit des Einzelnen ab. Es ist weder ein Untertauchen in einer großen Gruppe möglich noch kann man einem Dirigenten folgen. Gelingt es, so können die Zuhörer Teilhaber werden beim Entstehen eines großen Kunstwerks.“ Das von Hans-Jürgen Schnoor geleitete Ensemble für Alte Musik tritt regelmäßig im Rahmen der Projekte für Alte Musik an der MHL auf, die auch durch Vorlesungen und Seminare begleitet werden. Schnoor ist Kirchenmusiker in Neumünster und Professor für historische Tasteninstrumente an der MHL. Er konzertiert am Cembalo, Hammerklavier und an der Orgel solistisch, aber auch als Liedbegleiter und Kammermusikpartner in verschiedenen Ensembles, unter anderem im Ensemble Enrico Leone. Zahlreiche Rundfunkaufnahmen dokumentieren seine Arbeit. Karten für 10 und 15 Euro, ermäßigt 5 und 8 Euro, sind im Vorverkauf bei der Konzertkasse im Hause Hugendubel und im Klassik-Kontor erhältlich, Restkarten gibt es eine eine Stunde vor Konzertbeginn an der Abendkasse in der MHL.

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Lübeck, 19.11.2014

Schlagzeugerin Terumi Oishibashi gewinnt Possehl-Musikpreis 2014

Den Wettbewerb um den 51. Possehl-Musikpreis an der Musikhochschule Lübeck (MHL) hat Terumi Oishibashi heute für sich entschieden. Linda Leine und Guilherme Filipe Costa e Sousa erspielten sich beide einen zweiten Preis. Die Gewinner setzten sich in zwei Wettbewerbsrunden mit insgesamt 17 Bewerbern und 7 Finalisten durch. Der erste Preis ist mit 5.000 Euro dotiert, die zweiten Preisträger erhalten jeweils 2.500 Euro.

Oishibashi überzeugte in der finalen zweiten Runde am Schlagzeug die achtköpfige Jury. Die 24-Jährige studierte zunächst in Osaka in ihrem Heimatland Japan bei Prof. Mitsuru Nakatani. Beim 16. Internationalen Musikwettbewerb in Kobe (Japan) erhielt sie den zweiten Preis sowie weitere Sonderpreise. Sie tritt regelmäßig sowohl solistisch als auch kammermusikalisch auf. Seit 2013 studiert sie an der MHL bei Prof. Johannes Fischer im Studiengang „Musikpraxis“. Den zweiten Preis teilen sich der Oboist Guilherme Filipe Costa e Sousa aus der Klasse von Prof. Diethelm Jonas und die Pianistin Linda Leine aus der Klasse von Prof. Konrad Elser. Ein dritter Preis wurde nicht vergeben. Den Possehl-Musikpreis verleiht die Jury seit 1962 an Studierende, die mindestens ein Semester an der MHL studiert haben und aufgrund ihrer „Begabung, ihrer Leistungen, ihrer künstlerischen Aussage und ihrer Persönlichkeit“ besondere Anerkennung und Förderung verdienen. Der Jury gehörten in diesem Jahr als Vertreter der Possehl-Stiftung Dr. Ole Krönert (Vorsitz) und Prof. Inge-Susann Römhild, als Vertreter der MHL Präsident Prof. Rico Gubler sowie die Professoren Angela Firkins und Barbara Westphal an. Weitere Juroren waren die Musikredakteure Jürgen Feldhoff (Lübecker Nachrichten) und Dr. Christian Strehk (Kieler Nachrichten) sowie Prof. Gerd Uecker, Vorsitzender des Hochschulrats und ehemaliger Intendant der Semperoper Dresden. Alle Preisträger präsentieren sich am Donnerstag, 15. Januar 2015 um 19.30 Uhr beim Preisträgerkonzert im Großen Saal der MHL.

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Lübeck, 27.11.2014

Ringvorlesung „Werte“ mit Prof. Oliver Korte

Am Mittwoch, 17. Dezember, lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) um 18 Uhr zu einem weiteren Vortrag der öffentlichen Ringvorlesung zum Thema „Werte“ in den Hörsaal der Holstentorhalle ein. Es referiert Oliver Korte, Professor für Musiktheorie an der MHL. „Von Bilderstürmern und Gralshütern – Wertekollision als Grundprinzip der Kompositionsgeschichte" lautet der Titel seines Vortrages.

Korte stellt bemerkenswerte kompositorische Fälle von Wertewandel in der Musikgeschichte vor, die Ausgangspunkt ästhetischer Streitigkeiten waren. Korte: „Programmmusiker fochten mit Vertretern der absoluten Musik, Komponisten tonaler und atonaler Musik lieferten und liefern sich noch immer Scharmützel, Komponistinnen und Komponisten der U- und E-Musik wettern gegeneinander.“ Vor diesem Hintergrund wird Korte die Frage nach dem „Schönen, Wahren und Guten“ diskutieren. Das Thema „Werte in Kultur und Bildung“ beleuchten Professoren der MHL in neun verschiedenen Vorträgen vor dem Hintergrund schulischer Praxis. Die Vorlesungen finden jeweils mittwochs von 18 bis 20 Uhr in der Holstentorhalle in Kooperation von Musikpädagogik und Erziehungswissenschaft statt. Im neuen Jahr am 7. Januar folgt der neugewählte MHL-Vizepräsident Prof. Dieter Mack. Er referiert dann zum Thema „Der Gong war falsch! – Gedanken zu Wertevorstellungen von Musik in Bali und entsprechenden Missverständnissen im interkulturellen Dialog“. Der Eintritt zu den Vorträgen der Ringvorlesung ist frei.

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Lübeck, 27.11.2014

Weihnachtsoratorium von Carl Heinrich Graun

In St. Jakobi führt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Sonntag, 14. Dezember um 17 Uhr das Weihnachtsoratorium von Carl Heinrich Graun auf. Es musizieren Chor und Orchester der MHL unter Leitung von Dirigierstudierenden der Klasse Frank Maximilian Hube.

Die Solisten des Abends sind die MHL-Studierenden Dorothee Bienert (Sopran), Fiorella Maria Hincapie Colorado (Mezzosopran), Young Gi Do (Tenor) und Yannick Debus (Bass). Der Text des Oratoriums stammt nicht wie in Bachs Oratorium ausschließlich aus dem Lukas-Evangelium. Er ist dichterisch frei gestaltet und enthält längere Strophen des Kirchenlieddichters Paul Gerhardt. Der deutsche Komponist Carl Heinrich Graun ist ein Zeitgenosse Johann Sebastian Bachs. Zwar komponierte er sein „Oratorio in Festum Nativitati Christi“ zehn Jahre vor Bachs bekanntem Weihnachtsoratorium, jedoch blieb es fast drei Jahrhunderte unaufgeführt. Projektleiter Frank Maximilian Hube:„ Erst 1998 wurde das Werk wiederentdeckt und erstmals gedruckt. Es ist, anders als seine Passionsgeschichte „Der Tod Jesu“, für viele Musikliebhaber noch immer eine Neuigkeit.“ Karten für 12 Euro, ermäßigt 8 Euro verkauft „Die Konzertkasse“ im Hause Hugendubel, das LN-Pressehaus und das „Klassik-Kontor“.

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