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Lübeck, 09.05.2014

Internationales Musiktheaterprojekt „fisch in dir“ wird uraufgeführt

Das multimediale Musiktheaterstück „fisch in dir“ wird im Rahmen des 34. Internatio-nalen Hansetages am Freitag, 23. Mai um 19 Uhr uraufgeführt. 40 Schülerinnen und Schüler aus Lübeck und Kaliningrad arbeiteten über ein halbes Jahr daran.

Marno Schulze, Professor für Elementare Musikpädagogik an der MHL und die Performance-Company „post theater“ (Stuttgart/Berlin) entwickelten mit Lübecker und Kaliningrader Schülerinnen und Schülern ein Musiktheaterstück, das sich mit den Themen Identität und Umbruch beschäftigt. Der Fisch als Wechselwesen, der Aufenthaltsort, Verhalten, Form und sogar Geschlecht im Laufe seines Lebens verändern kann, diente dabei als Projektionsfläche. Die jungen Darsteller werden auf der Bühne zu singenden, tanzenden, musizierenden Fisch-Wesen. „Viele unserer jungen Darsteller erleben zum ersten Mal wie es ist, wenn sich ihre eigenen Ideen zu einem musikalischen Bühnenstück formen. Vielen war nicht bewusst, wie viel Arbeit so eine Performance bedeutet. Nach fast einem halben Jahr Proben möchten sie nun endlich auf die Bühne“, berichtet Projektleiter Marno Schulze.
Schülerinnen und Schüler der Gotthard-Kühl-Schule, der Albert-Schweitzer-Schule und des Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasiums aus Lübeck sowie Schüler aus Kaliningrad beteiligten sich am Projekt und arbeiteten in vier Teams auf der Grundlage eines Spielregelbuches. Entstanden sind vier eigene 15-minütige multimediale Stücke, die nacheinander aufgeführt werden. Die Aufführung wird am Samstag,  24. Mai um 15 Uhr wiederholt. Nach der Vorstel-lung gibt es ein Publikumsgespräch.
„fisch in dir“ ist eine Kooperation der Musikhochschule Lübeck, der Musikschule der Ge-meinnützigen Lübeck und der Lübecker KinderWege gGmbH. Das Projekt wird durch russische und deutsche Institutionen und Organisationen unterstützt.
Die Aufführungen „fisch in dir“ finden in der Aula der Volkshochschule (Falkenplatz 10) statt. Karten sind für 12 Euro, ermäßigt 8 Euro bei „Die Konzertkasse“ im Hause Hugendubel, beim Klassik-Kontor und im Pressezentrum erhältlich.

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Lübeck, 09.05.2014

Komponist: Beruf oder Berufung? – Vortrag der Förderergesellschaft

Die Förderergesellschaft der Musikhochschule Lübeck (MHL) setzt ihre erfolgreiche Vortragsreihe auch im Sommersemester fort. Am Mittwoch, 21. Mai referiert der Komponist und MHL-Dozent Robert Krampe. Um 17 Uhr geht es im Chorsaal der Holstentorhalle um das Thema „Beruf oder Berufung? – Vom Kompositionsstudenten zum ‚Berufskomponisten“.

In seinem Vortrag spricht Robert Krampe über das Berufsbild des Komponisten in unserer Zeit. Von der Hochschulausbildung bis zur selbständigen Arbeit, erörtert er verschiedene Aspekte des künstlerischen Schaffens und gewährt Einblicke in seine private „Werkstatt“. Dazu Krampe: „Obwohl heute so viel Musik wie wohl kaum zuvor produziert wird, scheint der „klassische“ Beruf des Komponisten aus der Mode gekommen zu sein. Mehr als das Kunstwerk gilt heute das Konzept oder das Event. Der Laptop und die Arbeit mit Computer-programmen ersetzen den Bleistift und das Notenpapier.“ Robert Krampe dagegen versteht sich als Komponist im klassischen Sinn und charakterisiert sein Schaffen als „romantische Ausdrucksmusik“.
Bereits vor seinem Kompositionsstudium an den Musikhochschulen in Freiburg und Lübeck, bei Prof. Cornelius Schwehr und Prof. Dieter Mack, stand Robert Krampe in engem Kontakt mit Hans Werner Henze, der sein Berufsverständnis entscheidend geprägt hat. Krampes Oeuvre umfasst Kompositionen nahezu aller musikalischen Gattungen. Er ist vielfach mit Preisen und Stipendien bedacht worden. Seit 2006 unterrichtet er als Lehrbeauftragter an der MHL und ist daneben als Dirigent tätig.
Wie immer besteht im Anschluss die Gelegenheit zur Diskussion. Die Vortragsreihe wird am 25. Juni mit dem Dresdener Musikdramaturgen und Musikmanager Dr. Oliver Geisler (Dresdener Kammerchor/Musikfest Erzgebirge) und am 9. Juli mit der Berliner Chorleiterin und MHL-Dozentin Kerstin Behnke fortgesetzt. Der Eintritt zur Vortragsveranstaltung ist frei.

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Lübeck, 15.04.2014

Musizieren für mehr Präsenz in Schleswig-Holstein

Seit 2011 ist die Musikhochschule Lübeck (MHL) mit ihren Studierenden in der Reihe „Wir in Kiel“ regelmäßig in Kiel zu Gast. Jetzt will die einzige Musikhochschule des Landes ihre Präsenz ausweiten und auch an anderen Orten in Schleswig-Holstein Einblick in die Ausbildung junger Profimusiker gewähren.

Die Musikhochschule ist einer der größten Konzertveranstalter in Schleswig-Holstein. 300 Veranstaltungen im Jahr geben bisher überwiegend Lübeckern Gelegenheit, die Arbeit der MHL und die Fortschritte der Studierenden intensiv zu erleben. Mit Sinfonik, Kammermusik, Gesangsabenden, Chormusik und moderierten Konzerten bieten verschiedene Veranstaltungsstätten in Schleswig-Holstein den Studierenden ein überregionales Podium. Die neue Reihe startet im Mai zunächst mit Konzerten in Kiel, Rendsburg, Schleswig und Plön. Prof. Rico Gubler, seit März Präsident der MHL: „Die Musikhochschule Lübeck gibt es Dank des Landes Schleswig-Holstein. Soviel gute Musik in Schleswig-Holstein gibt es Dank der MHL. Beides gehört zusammen.“  
Die Konzertreihe startet mit „Wir in Rendsburg“ am Montag, 5. Mai um 20 Uhr mit auf dem Gelände des „Kunstwerk Carlshütte“ in der ACO Thormannhalle. Das MHL-Sinfonieorchester gibt um 20 Uhr ein Gastspiel im Rahmen des 23. Brahms-Festivals. Die jungen Musiker präsentieren unter Leitung des renommierten Gastdirigenten Lothar Zagrosek Werke von Brahms, Strauss, Sibelius und Mack. Solistin ist die Gesangsprofessorin Caroline Stein.
In Kooperation mit dem Theater Kiel setzt die MHL ihre Konzerte „Wir in Kiel“ mit zwei Gesangsabenden im Mai fort. Am Montag, 12. Mai präsentieren sich Studierende der Gesangsklasse Michael Gehrke im Opernhausfoyer Milchstraße. In einem moderierten The-menkonzert stellen sie Hits aus der Zeit der Tonfilmoperette vor, schwungvoll in Szene gesetzt von Regisseurin Prof. Stephanie Koch. Lieder von Robert Schumann sind am Montag, 26. Mai um 20 Uhr zu hören. Es singen Studierende der Liedklasse von Prof. Karola Theill. Seit 2011 bietet das Theater Kiel Studierenden der MHL ein Podium im professionellen Umfeld des Theaters.
Zu „Wir in Schleswig“ mit Chor- und Orgelmusik lädt die MHL am Samstag, 24. Mai um 18.30 Uhr ein. Unter Leitung von Kerstin Behnke präsentiert der MHL-Kammerchor in der Gottorfer Schlosskapelle Werke von Brahms und Tunder unter dem Motto „Das Herz in mir“. MHL-Dozent Michael Fuerst spielt an der frühbarocken Kjersgaard-Orgel Toccaten und Canzonen von Froberger.
Auch mit „Wir in Plön“ stellen Studierende die Qualität und Vielseitigkeit der professionellen Lübecker Musikausbildung unter Beweis. Am Montag, 23. Juni sind Studierende der Cello-klasse von Prof. Ulf Tischbirek mit „Cello! Klasse!“ zu Gast in im Kulturforum Schwimmhalle. Ab 20 Uhr stellen sie sowohl solistisch als im Ensemble mit Musik von Schumann, Mendelssohn, Beethoven und Franck Schlüsselwerke der Celloliteratur vor.

Die MHL ist die einzige Musikhochschule des Landes Schleswig-Holstein (MHL) ist eine von 24 bundesweit deutschen Musikhochschulen. Sie bildet mit ihren Studiengängen „Musik Vermitteln“ und „Musikpraxis“ rund 400 Studierende zu Solisten, Orchestermusikern, Sängern, Komponisten, Kirchenmusikern oder Musikpädagogen aus. Mit rund 300 Konzerten jährlich gehört die MHL zu den größten Konzertveranstaltern in Schleswig-Holstein. Bei allen Konzerten besticht die MHL mit der Qualität der Darbietungen und internationalem Flair. Höhepunkt im Konzertprogramm und einmalig in der Hochschullandschaft ist jährlich im April und Mai das Brahms-Festival Lübeck, bei dem Studierende und Dozenten gemeinsam auf der Bühne stehen. 2014 gibt das MHL-Sinfonieorchester erstmals ein Gastspiel in der Reihe „Wir in Schleswig-Holstein“. Weitere Infos unter www-mh-luebeck.de.

Kartenvorverkauf
„Wir in Rendsburg“: Karten für das Sinfoniekonzert in der ACO Thormannhalle  sind für 15 Euro, ermäßigt 10 Euro erhältlich bei Buch & Papier Albers im Rondo (Am Ahlmannkai 2, 24782 Büdelsdorf, 04331/22071) sowie in der Tourist-Information Nord-Ostsee-Kanal & Ticket-Service (Schiffbrückenplatz 17, 24768 Rendsburg, 04331/ 21120).
„Wir in Kiel“: Karten für die Gesangsabenden im Kieler Theater gibt es an den Theaterkassen im Opern- und Schauspielhaus (Rathausplatz 4 und Holtenauer Straße 103, 24103 Kiel, 0431/901 901)
„Wir in Schleswig“: Der Eintritt zum Chor- und Orgelkonzert in der Schlosskapelle Gottorf ist frei.
„Wir in Plön“: Karten für „Cello Klasse!“ sind in der Buchhandlung Schneider (Lübecker  Straße 18, 24306 Plön, 04522/789939) und in der Tourist Info Großer Plöner See (Bahnhofstraße 5, 24306 Plön, 04522/50950) erhältlich.

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Lübeck, 09.05.2014

„Wir in Kiel“ – Nachwuchssolisten präsentieren Hits der Tonfilmoperette

Studierende der Musikhochschule Lübeck (MHL) sind am Montag, 12. Mai in der Reihe „Wir in Kiel“ erneut zu Gast im Kieler Theater. Ab 20 Uhr stehen im Opernhausfoyer „Milchstraße“ in einem moderierten Themenkonzert Klassiker der Tonfilmoperette auf dem Programm. Nachwuchssängerinnen und -sänger aus der Klasse von Michael Gehrke präsentieren unter dem Motto „Sing, Nachtigall sing“ Filmtitel aus der Zeit, als die Bilder sprechen lernten. Sie wurden von Regisseurin Prof. Stephanie Koch unterhaltsam in Szene gesetzt und abwechslungsreich kostümiert.

Die jungen Sänger lassen die Ära der Tonfilmoperette zwischen 1929 und 1933 lebendig werden, die unvergleichlich erfolgreiche Musiktitel wie „Die drei von der Tankstelle“, „Ein Freund, ein guter Freund“ und „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ hervorbrachte. Mit dem Lichttonverfahren konnte Musik direkt auf Filmstreifen aufgezeichnet werden, eine technische Revolution, die es Regisseuren erstmals ermöglichte, Lieder direkt in eine Handlung einzubauen. Die Gassenhauer der Tonfilmoperette verbreiteten sich schnell über Film, Radio und Schallplatte und wurden von Tanzorchestern im ganzen Land gespielt. „Diese scheinbar so leichtfüßig daherkommende Musik benötigt große Sorgfalt und ein gutes Stilempfinden“, erläutert Gesangsdozent Michael Gehrke. „Die Studierenden haben sich mit großer Entdecker- und Spielfreude diesem ihnen unbekannten Genre genähert.“ Es singen Anne Ebbertz, Pauline Sophie Keidel, Mette-Maria Øyen und Theresa Sieveke (Sopran), Lucas Lopes Pereira, Daniel Schliewa und Du Wang (Tenor) sowie Xuhui Du, Changhui Tan und Salomon Zulic del Canto (Bariton). Am Klavier begleitet Jason Ponce Guevara.

Mit „Wir Kiel“ zeigt die einzige Musikhochschule des Landes seit 2011 in der Landeshauptstadt Präsenz und gibt mit verschiedenen Themenkonzerten Einblick in ihre Arbeit. Ab Mai finden Konzertreihen auch in anderen schleswig-holsteinischen Städten statt, unter anderem in Rendsburg, Schleswig und Plön.
Das Konzert findet im Foyer „Michstraße“ des Kieler Opernhauses statt. Karten für 13 Euro, ermäßigt 9 Euro sind an den Theaterkassen im Kieler Opern- und Schauspielhaus (Rathausplatz 4 und Holtenauer Straße, Telefon 0431/901901) erhältlich.

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Lübeck, 29.04.2014

23. Brahms-Festival startet am nächsten Wochenende

Am Samstag, 3. Mai startet an der Musikhochschule Lübeck (MHL) das 23. Brahms-Festival. In diesem Jahr ist die „Sehnsucht“ Leitmotiv der 15 Festival-Konzerte, die täglich bis zum 11. Mai stattfinden. Rund 150 Dozenten und Studierende interpretieren diesen romantischen Schlüsselbegriff im hauseigenen Konzertsaal an der Obertrave, in der Villa Eschenburg sowie in drei externen Spielorten.

Die 15 Konzerte bieten mit Sinfonik, Kammermusik, Themenabenden, Chor- und Orgelmusik wieder einen differenzierten Blick auf die Orchester- und Kammermusikarbeit der MHL und das Werk von Johannes Brahms als Namensgeber des Festivals. Es stehen Werke unter anderem von Brahms, Strauss, Sibelius, Schumann, Beethoven, Dvorak und Piazolla auf dem Programm. Eine MHL-Arbeitsgruppe erarbeitet die wechselnden Programme, die Dozenten und Studierende gemeinsam präsentieren. Mit intensiver, mehrwöchiger Probenzeit zählt das Brahms-Festival zu den größten Herausforderungen im Ausbildungs- und Konzertbetrieb der MHL und ist einmalig in der deutschen Hochschullandschaft. Projektleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger: „Sehnsucht ist ein wunderbares Motto, von allgemein-menschlicher Tragweite, zudem ein romantischer Schlüsselbegriff, der insbesondere für die Musik von Brahms zentral ist. Es ist großartig, wie phantasievoll und konstruktiv die Brahms-Arbeitsgruppe und alle Interpreten an der Ausgestaltung des Programms gefeilt haben.“ Mit einem Gastspiel der Reihe „Wir in Rendsburg“, einer „Stillen Stunde“ und einer Vesper in Lübecker Kirchen sowie einer „Late Night Tango Lounge“ bietet das Festival in diesem Jahr neue Konzertformate.

„Nähe und Ferne – Klanglandschaften“ heißt das Konzert, mit dem das MHL-Sinfonieorchester unter Leitung des renommierten Gastdirigenten Lothar Zagrosek das   Festival am Samstag, 3. Mai um 20 Uhr eröffnet. Auf dem Programm steht zunächst Brahms zweite Serenade op. 16 in A-Dur, dessen Musik wie kaum eine andere für das musikalische Motiv des Festivals, die Sehnsucht, steht. Die reduzierte Besetzung, mit der Brahms die Blä-ser paarweise einsetzt und ganz auf Violinen verzichtet, verleiht dem Werk mit seiner dunklen Klangfarbe einen eigenwilligen Charme, der ihm den Titel „Nachtstück“ eingetragen hat. Auf dem Programm stehen weiterhin „Sechs Lieder nach Gedichten von Clemens Brentano“ op. 68 von Richard Strauss mit Gesangsolistin Caroline Stein‘, Jean Sibelius‘ episch-lyrische siebte Sinfonie op. 105 in C-Dur und Dieter Macks Komposition „Angin“. Mack greift in seinem Werk für Bläserorchester und drei Schlagzeuger von 2003 auf Elemente indonesischer Musik zurück: „Ich hatte die Vorstellung eines dröhnenden Klangraumes, der von den Farben der Instrumentengruppen wie von mäandernden Strömungen durchzogen wird.“ Zu einer rund halbstündigen Einführung in das Werk laden Dieter Mack, Wolfgang Sandberger und der Präsident der MHL Rico Gubler um 19 Uhr in den Kammermusiksaal ein. Das Konzert wird am Sonntag, 4. Mai um 20 Uhr im Großen Saal der MHL wiederholt.
Mit dem Eröffnungskonzert geht das Brahms-Festival erstmals im Bundesland auf Reisen: Am 5. Mai ist es um 20 Uhr im Rahmen einer neuen Konzertreihe „Wir in Rendsburg“ zu Gast in der ACO-Thormannhalle auf dem Gelände des Kunstwerk Carlshütte.

Sinfonieorchester der Musikhochschule Lübeck gastiert erstmals in Rendsburg
Das MHL-Sinfonieorchester gastiert mit „Wir in Rendsburg“ am Montag, 4. Mai um 20 Uhr im Kunstwerk Carlshütte der ACO Thormannhalle in Rendsburg. Unter der Leitung des renom-mierten Gastdirigenten Lothar Zagrosek erklingen Werke von Brahms, Strauss, Sibelius und Mack. Solistin ist die Gesangsprofessorin Caroline Stein. Das Konzert ist das Auftaktkonzert der neuen Konzertreihe in Schleswig-Holstein, mit der die MHL ab Mai 2014 ihre Präsenz landesweit ausbauen möchte.
Auf dem Programm stehen Brahms‘ zweite Serenade op. 16 in A-Dur, die mit ihrer reduzierten Besetzung ohne Violinen und ihrer dadurch dunklen Klangfarbe einen eigenwilligen Charme entfaltet. Weiterhin ist Sibelius‘ siebte Sinfonie, sein letztes großes und formal revolutionäres Werk zu hören, in dem er seinen episch-lyrischen Tonfall zu einem einzigen Satz verdichtet. Begleitet vom MHL-Sinfonieorchester singt Solosopranistin Caroline Stein die Brentano-Lieder op. 68 von Strauss. Das Konzert schließt mit „Angin“, eine Komposition für Bläserorchester und Schlagzeug des MHL-Professors Dieter Mack. Mack bezieht Elemente indonesischer Musik in sein Werk von 2003 ein: „Ich hatte die Vorstellung eines dröhnenden Klangraumes, der von den Farben der Instrumentengruppen wie von mäandernden Strömungen durchzogen wird.“
Gastdirigent Lothar Zagrosek, der unter anderem bei Herbert von Karajan studierte, ist ein international gefragter Musiker. Als Chefdirigent und GMD wirkte er unter anderem in Wien, Paris, London, Stuttgart, Berlin und Leipzig.
Gastgeber Hans-Julius Ahlmann, geschäftsführender Gesellschafter der ACO Gruppe: „Mit seinen historischen Gebäuden, den gewaltigen Hallenschiffen der historischen Eisengießerei und dem weitläufigen Skulpturenpark ist das Kunstwerk Carlshütte ein besonderer Ort für Kulturveranstaltungen. Wir sind sehr glücklich, dass die Musikhochschule Lübeck Rendsburg als neuen Spielort entdeckt hat.“ Das Kunstwerk Carlshütte ist eine gemeinnützige Kulturini-tiative der ACO Gruppe und der Städte Büdelsdorf und Rendsburg. Herzstück ist die seit 1999 in den Sommermonaten stattfindende NordArt, mit rund 250 Künstlern aus aller Welt, eine der größten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in Europa.

Das Brahms-Lied „O wüßt ich doch den Weg zurück“ gibt dem Konzert am Montag, 5. Mai seinen Titel. Mit Wiegenliedern von Brahms und Schumann sowie Schumanns berühmten „Kinderszenen“ widmet es sich der Sehnsucht nach der verlorenen Kindheit. Moderiert von Projektleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, eröffnen Studierende um 17 Uhr in der Villa Eschenburg die fein konzipierte Reihe mit drei Nachmittagskonzerten. Es musizieren Studie-rende der MHL, unter anderem Frauke Becker (Sopran), Franziska Buchner, (Mezzosopran), Wang Du (Tenor) sowie das Eschenburg-Trio. Das Konzert findet im Hansensaal statt, dem Festsaal der klassizistischen Villa am Jerusalemsberg, die seit 2002 auch das Brahms-Institut beherbergt.

Die „Sehnsucht nach Klang“ steht am Dienstag, 6. Mai um 20 Uhr im Fokus. Der US-amerikanische Komponist George Crumb ließ sich zu „Vox Balanae“ vom Gesang der Buckelwale inspirieren. Gespielt durch drei maskierte Interpreten an Flöte, Cello und Klavier, soll die menschliche Projektion ausgelöscht und die Urkraft der Natur hörbar werden. Der Franzose Gabriel Pierné zeichnet mit  aparter Besetzung durch Flöte, Harfe und Streicher in seinem Werk „Voyage au Pays du Tendre“ eine Reise durch ein imaginäres Reich der Emp-findungen. Die mit „Meer der Feindseligkeit“, „Zärtlichkeit“ oder „Stadt der Falschheit“ betitel-ten Sätze spiegeln seine Emotionen musikalisch wider. Das Konzert schließt mit Brahms erstem Streichsextett op.18 in B-Dur, in dem der Komponist die klanglichen Möglichkeiten des traditionellen Streichquartetts durch eine zusätzliche Viola und ein Cello erweitert. Es spielen Dozenten und Studierende, unter anderem Angela Firkins (Flöte), Elisabeth Weber (Violine), Barbara Westphal (Viola), Troels Svane und Ulf Tischbirek (Violoncello), Konstanze Eickhorst (Klavier) und Gesine Dreyer (Harfe).

„Waldeinsamkeit“, das Motto des Konzerts am Mittwoch, 7. Mai um 17 Uhr in der Villa Eschenburg, deutet auf den von Dichtern und Komponisten besungenen Sehnsuchtsort der Romantik schlechthin: den Wald. Moderiert von Prof. Dr. Wolfgang Sandberger stellen Stu-dierende der MHL Werke von Schumann, Brahms und Popper vor, die vom Wald inspiriert wurden. Auf dem Programm stehen unter anderem das Brahms-Lied „In Waldeseinsamkeit“, Schumanns „Waldszenen“ für Klavier op. 82 und die virtuose Cello-Suite „Im Walde“, die der tschechische Cellist und Komponist David Popper als Hommage an Schumanns „Waldsze-nen“ komponiert hat. Es musizieren Hyun-Seok Lee (Tenor), Yi Na Tong (Violoncello) sowie Pietro Ceresini, Jong-Yeol Choi und Alfred Sugiri (Klavier).

„Es gibt ein heimlich Sehnen“ heißt das Konzert am Mittwoch, 7. Mai um 20 Uhr im Großen Saal. Auf dem Programm stehen neben Werken von Spohr, Brahms und Klughardt zwei Uraufführungen. „What about…?“ heißt die Komposition für Ensemble von Dieter Mack zum diesjährigen Festival-Motto. Dieter Mack: „Das war der für mich einzig denkbare Titel für ein Stück, das ich zum Motto „Sehnsucht“ schreiben sollte. Es beschäftigt sich mit typischen musikalischen Symbolen, die sich mit dem Wort verbinden lassen.“ Macks Schüler Kaspar Querfurth vertonte zwei Gedichte von Heinrich Heine, der mit seinen Texten das romantische Ideal par excellance verkörpert. Das romantisch-sehnsüchtige Liedideal kommt auch in Spohrs „Sechs deutschen Liedern“ sowie Brahms „Liedern der Ophelia“ zum Ausdruck, dem Wahnsinn verfallene Protagonistin aus Shakespeares „Hamlet“. Rein instrumental spiegeln die „Schilflieder“ von Klughardt schließlich mit Oboe, Viola und Klavier die Seelenlage eines Wanderers wider, der sich nach seiner Liebsten verzehrt. Es musizieren Dozenten und Stu-dierende, unter anderem Caroline Stein (Sopran), Angela Firkins (Flöten), Diethelm Jonas (Oboe), Reiner Wehle (Klarinette), Pierre Martens (Fagott), Barbara Westphal (Viola), Jo-hannes Fischer (Schlagzeug) sowie Inge-Susann Römhild und Laurens Patzlaff (Klavier).
 
Dem Sehnsuchtsort Heimat widmet sich das Konzert „Wo meine Heimat ist“ am Donnerstag, 8. Mai um 20 Uhr im Großen Saal. Auf dem Programm stehen Werke mehrerer Kompo-nistengenerationen, die den böhmisch-tschechischen Nationalstil begründet haben. Es er-klingen Werke von Smetana, Dvo?ák, Janá?ek und Martin?, die ihrer Heimatliebe, mal mit sphärischer, mal folkloristischer Musiksprache Ausdruck verleihen. Martin?s Fantasie für Theremin, Oboe, Streichquartett und Klavier lässt das selten gespielte elektronische Theremin hören, gespielt von Caroline Eyck als Gast. Als einziges Musikinstrument wird es berührungslos gespielt und erzeugt seine Töne ausschließlich über Veränderungen im elekt-romagnetischen Feld des Interpreten. Weitere Ausführende sind Dozenten und Studierende der MHL, unter anderem Diethelm Jonas (Oboe), Sophie Heinrich (Violine), Troels Svane und Ulf Tischbirek (Violoncello) sowie Konstanze Eickhorst, Konrad Elser, Manfred Aust und Laurens Patzlaff (Klavier).  

Mit „Sehnsucht nach nationaler Identität“ benennt das Konzert am Freitag, 9. Mai um 17 Uhr in der Villa Eschenburg eines der Kernthemen des 19. Jahrhunderts. Ihm widmeten sich vor allem Komponisten an der Peripherie Europas, die sich mit kultureller Dominanz anderer Nationen auseinandersetzen mussten. Moderiert von Stefan Weymar, stellen Studierende Werke von Glinka, Dvo?ák und Grieg vor. Auf dem Programm stehen einige der zahlreichen „Lyrischen Stücke“ für Klavier, zu denen Edward Grieg durch den norwegischen Volkston inspiriert wurde. Sie zählen zu seinen charakteristischsten Kompositionen. Auch der Tscheche Antonín Dvo?ák ließ sich von der Folklore seiner Heimat zu seinen Bagatellen für Violine, Violoncello und Harmonium op. 47 anregen. Glinka, der als „Vater der russischen Musik“ gilt, komponierte sein „Trio pathétique“ in d-Moll für Klarinette, Fagott und Klavier als Ausdruck seiner Verzweiflung in der italienischen Fremde. Es spielen unter anderem Ayumu Sasaki und Johanna Röhrig (Violine), Lidewij Faber (Violoncello), Alexander Annegarn (Harmonium) sowie Anastassiya Dranchuk und Natalie Glinka (Klavier).

„Als sein Eigenstes: Die Sehnsucht“ konstatierte Friedrich Nietzsche zur Musik von Jo-hannes Brahms. Ihm widmet das Festival am Freitag, 9. Mai um 20 Uhr ein eigenes Konzert im Großen Saal, moderiert von Projektleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger. Auf dem Pro-gramm steht unter anderem Brahms‘ erste Violinsonate op. 78 G-Dur, gespielt von Elisabeth Weber (Violine) und Konrad Elser (Klavier). Die Entstehung der Sonate steht in Zusammen-hang mit Brahms‘ todkranken Patenkind Felix, dem Sohn von Clara Schumann. Das kostbare Schmuckblatt, mit dem Brahms an Clara Schumann einen ‚musikalischen Trost‘ sandte, konnte das Brahms-Institut 2005 erwerben. Die Sonate trägt den Beinamen „Regenliedsonate“, da Brahms aus seinen eigenen „Regenliedern“ op. 59 Nr. 3 und Nr. 4 zitierte. Beide sind im Konzert zu hören, interpretiert von Lara-Sophie Scheffler (Sopran) und Konrad Elser (Klavier). Weiterhin steht das zweite Klavierquartett op. 26 A-Dur auf dem Programm, dessen originale Handschrift zu den größten Schätzen des Brahms-Instituts gehört. Mehrfach überarbeitet hatte Brahms es dann auf seiner ersten Wienreise mit Ende zwanzig im Gepäck, wo es mit Erfolg uraufgeführt wurde. Es spielen Inge-Susann Römhild (Klavier), Elisabeth Weber (Violine), Barbara Buntrock (Viola), und Troels Svane (Violoncello).

Mit einem Nachtkonzert „Die Stille Stunde“ bietet das Brahms-Festival am Freitag, 9. Mai um 22.30 Uhr in St. Petri in diesem Jahr ein neues Konzert-Format. Dozenten und Studierende der MHL erkunden in der einzigartigen Akustik des Petri-Kirchenraumes das Wechselspiel von Klang und Stille. Angela Firkins und Johannes Fischer interpretieren Heinz Holligers „Schlafgewölk“ für Altflöte und Tempelglocken, mit dem er dem schizophrenen Friedrich Hölderin ein Denkmal setzte. Laurens Patzlaff präsentiert „Schumann-Dialoge“, Improvisati-onen über Werke von Robert Schumann. Werke für Schlagzeug stellen Johannes Fischer und seine Studierenden vor, unter anderem das schwebende Klanginseln entfaltende „Music for Carillon“ von John Cage und „Music for Quiet Spaces“ des Kanadiers Robin Minard. Durch Echoeffekte erzeugen die Klangplatten des Vibraphons ein langsam mäanderndes Klangband, eine Musik in Zeitlupe. Auch Morton Feldmans „The King of Denmark“, eine der frühesten Kompositionen für Schlagzeug solo bewegt sich an der Grenze zwischen Klang und Stille. Ohne Schlägel, nur mit Fingern, Händen und Armen ertastet sich der Interpret sein Instrumentarium am Rande zur Unhörbarkeit.

Am Samstag, 10. Mai lädt die MHL um 17 Uhr zu einer Vesper im Rahmen des Brahms-Festivals nach St. Jakobi ein. Der MHL-Kammerchor stellt unter der Leitung von Kerstin Behnke Werke alter Meister und Brahms‘ Werke gegenüber. Es erklingen „An Wasserflüssen Babylon“ von Marien-Organist Franz Tunder sowie Orgelwerke von Dieterich Buxtehude, seinem Nachfolger im Amt. Auf dem Programm stehen weiterhin Werke für Chor und Orgel von Brahms, in denen sich die Auseinandersetzung des Komponisten mit alter Musik spiegelt. Er betrieb Ende der 1850er Jahre ein intensives Studium der alten Musik und tauschte mit seinem Freund, dem Geiger Joseph Joachim Übungen und Kompositionen aus. Mit seinem „Geistlichen Lied“   op. 30 und der Motette „Ach, arme Welt, du trügest mich“ stellt der Kammerchor Werke aus dieser Zeit vor. An den historischen Orgeln ist Organist Jacob Street zu hören.

Dem „Fernweh“ als Ausdruck der Sehnsucht nach fremden Ländern und Kulturen widmet sich das Konzert am Samstag, 10. Mai um 20 Uhr, das mit seinen lateinamerikanischen Klängen das populärste Programm des Festivals bietet. Von mitreißender Lebendigkeit bis hin zu tiefer Melancholie, kaum ein Komponist beherrscht die Bandbreite der Gefühle so wie Astor Piazolla, der mit seinem Tango nuevo den traditionellen argentinischen Tango mit Einflüssen aus dem Jazz mischt. Troels Svane (Cello) und Jacques Ammon (Klavier) präsentieren Piazollas berühmten „Le Grand Tango“. Weiterhin auf dem Programm steht Piazollas „Die vier Jahreszeiten in Buenos Aires“, eine Hommage an Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Unter Leitung von Bernd Ruf stellen Sopranistin Leonor Amaral und ein MHL-Celloensemble Villa-Lobos` „Bachianas Brasileiras“ vor, in denen er Klänge seiner Heimat mit Bachscher Polyphonie verbindet. Weitere lateinamerikanische „Gassenhauer“ stehen mit Liedern und Tänzen von Díaz, Romero, Ginastera und Fernandez auf dem Programm, interpretiert unter anderem vom venezulanischen Trio Infernale, Sophie Heinrich (Violine) und Ulf Tischbirek (Cello).
Neuer Höhepunkt im Festival-Programm ist die „Late Night Tango Lounge“, zu der die MHL anschließend an das Konzert ab 22 Uhr in ihr Konzertfoyer einlädt. Unter Leitung von Bernd Ruf vermittelt das Tango-Ensemble der MHL zusammen mit Gast-Bandoneonist Rocco Boness und Tänzerinnen und Tänzern der Tanzschule „Parcours“ von Jutta Ottenbreit la-teinamerikanisches Lebensgefühl. DJ Thomas Fagin legt zwischen den Pausen des Tango-Ensembles auf. Konzertgäste und Besucher der „Late Night Tango Lounge“ sind herzlich zum Mittanzen eingeladen.

„Nur wer die Sehnsucht kennt“ heißt die moderierte Matinee am Sonntag, 11. Mai um 11 Uhr im Kammermusiksaal. Mignon und Harfner, die beiden Figuren aus Goethes Bildungs-roman „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ haben zahlreiche Komponisten inspiriert. Studierende der MHL-Gesangsklassen stellen Vertonungen von Schubert, Schumann, Wolf und Berg vor, am Klavier begleitet von Manfred Aust. Musiktheoretiker Prof. Dr. Oliver Korte beleuchtet in Vortrag und Moderation die musikalische Rezeption der Goethe-Gedichte, die das Lebens-gefühl romantischer Sehnsucht idealtypisch verkörpern.

Mit dem Konzert „Die himmlischen Freuden“ am Sonntag, 11. Mai um 20 Uhr im Großen Saal beschließt die MHL ihr diesjähriges Brahms-Festival. Das Festival-Motto ‚Sehnsucht‘ spiegelt sich in den Klangfacetten zweier großer Werke: Claude Debussys „Prélude à l’après-midi d’un faune“ entführt in die sinnlich-verträumte Welt eines Fauns. Bei der Uraufführung 1894 sorgte das zwischen Tag und Traum oszillierende Werk nach einem Gedicht des französischen Schriftstellers Stéphane Mallarmé wegen seiner erotischen Anspielungen für Aufsehen. Es erklingt in einer Fassung für Kammerensemble, die Schönberg-Schüler Benno Sachs erstellt hat. Es singt die Gesangsprofessorin Caroline Stein. Ebenfalls in einer Fassung für Kammerensemble steht Gustav Mahlers vierte Sinfonie auf dem Programm. Dem Werk, in dem verstörende und heitere Passagen beinahe provozierend abwechseln, ringt Bearbeiter Erwin Stein eine neue kammermusikalische Subtilität ab. Mit dem Abschlusskonzert stellt die MHL noch einmal ihr Renommee als Kammermusikhochburg unter Beweis. Im großen Ensemble musizieren neben Studierenden Dozenten der MHL, unter anderem Angela Firkins (Flöte), Diethelm Jonas (Oboe), Reiner Wehle (Klarinette), Sophie Heinrich (Violine), Ulf Tischbirek (Violoncello), Jörg Linowitzki (Kontrabass), Konstanze Eickhorst (Klavier) und Johannes Fischer (Schlagzeug).

Johannes Brahms zählt zu den herausragenden Komponisten des 19. Jahrhunderts. Ihm widmet die MHL seit 1992 alljährlich ein Festival. Ausgangspunkt war die Gründung des Brahms-Instituts 1991, mit dem der MHL heute eine der größten Sammlungen zu Leben und Werk des Komponisten angegliedert ist.
Karten für alle Festival-Konzerte im Großen Saal der MHL sind für 10 und 15 Euro, ermäßigt 5 und 8 Euro erhältlich. Karten für die Konzerte in der Villa Eschenburg gibt es für 5 und 8 Euro. Beides im Vorverkauf bei der „Konzertkasse“ im Hause Hugendubel (Telefon 0451/702320) und im Klassik-Kontor (Telefon 0451/705976). Restkarten gibt es an der Abendkasse jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn.
Karten für das Sinfoniekonzert in der ACO Thormannhalle sind für 15 Euro, ermäßigt 10 Euro erhältlich bei Buch & Papier Albers im Rondo (Telefon 04331/22071) sowie in der Tourist-Information Nord-Ostsee-Kanal & Ticket-Service (Telefon 04331/ 21120). Der Eintritt zur Ein-führung in das Eröffnungskonzert, zur Vesper in St. Jakobi sowie zur Late Night Tango Lounge ist frei.

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Lübeck, 15.04.2014

23. Brahms-Festival: Facetten der Sehnsucht in 15 Konzerten

Vom 3. Mai bis zum 11. Mai veranstaltet die Musikhochschule Lübeck (MHL) ihr 23. Brahms-Festival, diesmal unter dem Motto „Sehnsucht“. 15 Konzerte nehmen mit Titeln wie „Sehnsucht nach Klang“, „Es gibt ein heimlich Sehnen“ und „Wo meine Heimat ist“ verschiedene Facetten des romantischen Schlüsselbegriffs in den Blick. In den Themenkonzerten verschiedener Formate, darunter Sinfonik, Kammermusik, Chor- und Orgelmusik präsentieren sich rund 150 Dozenten und Studierende gemeinsam auf der Bühne im hauseigenen Konzertsaal an der Obertrave, in der Villa Eschenburg sowie an drei externen Spielstätten.

Mit einem Sinfoniekonzert eröffnet das MHL-Sinfonieorchester unter Leitung des Gastdi-rigenten Lothar Zagrosek am 3. Mai das Festival. Auf dem Programm stehen die zweite Serenade von Brahms, dem Friedrich Nietzsche die Sehnsucht „als sein Eigenstes“ zu-schrieb und die siebte Sinfonie von Sibelius, sein letztes großes und formal revolutionä-res Werk, in dem der finnische Komponist seinen episch-lyrischen Tonfall zu einem ein-zigen Satz verdichtete. Weiterhin sind die Brentano-Lieder op. 68 von Strauss mit Solo-sopranistin und Gesangsprofessorin Caroline Stein zu hören sowie das in einem dröh-nenden Klangraum mäandernde „Angin“ für Bläserorchester und Schlagzeug des MHL-Kompositionsprofessors Dieter Mack. Mit dem Eröffnungskonzert geht das Brahms-Festival erstmals im Bundesland auf Reisen: Am 5. Mai ist es in der neuen MHL-Reihe „Wir in Schleswig-Holstein“ zu Gast in der ACO-Thormannhalle auf dem Gelände des Kunstwerks Carlshütte in Rendsburg-Büdelsdorf.

„Mit dem Thema Sehnsucht stellen wir beim diesjährigen Brahms-Festival einen zentra-len Begriff, ein Gefühl, um nicht gar zu sagen eine wichtige, sogar epochenbestimmende künstlerische Triebfeder in den Mittelpunkt“, sagt Prof. Rico Gubler, seit Anfang März neuer Präsident der MHL. Auf dem weiteren Programm des Festivals, dessen Projektlei-ter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger ist, stehen Werke von Brahms, Beethoven, Schumann, Mahler, Dvo?ák, Smetana und Zeitgenössisches. Neben Werken von Cage, Holliger und Crumb sind zwei Uraufführungen von Dieter Mack und seinem Schüler Kaspar Querfurth zu hören. Einer der Höhepunkte ist das Konzert am 10. Mai, das mit südamerikanischer Musik das „Fernweh“ in den Mittelpunkt rückt. Auf dem Programm stehen unter anderem die sehnsuchtsvollen „Bachianas Brasileiras“ von Villa-Lobos, argentinische Tänze von Ginastera und Tangos von Piazolla. Fünf der elf Kammermusikkonzerte bieten mit Moderationen einen vertieften Einblick in musikwissenschaftliche Zusammenhänge, so das Themenkonzert „Als sein Eigenstes: die Sehnsucht“ mit Liedern und Kammermusik von Brahms am 9. Mai,  die wieder fein konzipierte Reihe mit Studierenden in der Villa Eschenburg am 5., 7. und 9. Mai sowie das Vortragskonzert „Nur wer die Sehnsucht kennt“ am 11. Mai, das Goethe-Gedichte in verschiedenen Vertonungen vorstellt.  
„Die Stille Stunde“ in St. Petri am 9. Mai sowie eine Vesper in St. Jakobi am 10. Mai tra-gen dazu bei, die Spielstätten über die Große Petersgrube hinaus zu erweitern. Das Festival beschließt mit einem Konzert, das „Die himmlischen Freuden“ in den Mittelpunkt stellt. Ein Ensemble aus Dozenten und Studierenden stellt mit Debussys zwischen Tag und Traum oszillierendem „Prélude à l‘ àpres-midi d‘un faune“ und Gustav Mahlers vierter Sinfonie in einer Fassung von Erwin Stein noch einmal das Renommee der MHL als Kammermusikhochburg unter Beweis.

Johannes Brahms zählt zu den herausragenden Komponisten des 19. Jahrhunderts. Ihm widmet die MHL seit 1992 alljährlich ein Festival. Ausgangspunkt war die Gründung des Brahms-Instituts 1991, mit dem der MHL heute eine der größten Sammlungen zu Leben und Werk des Komponisten angegliedert ist. Das Brahms-Festival, bei dem Dozenten und Studierende gemeinsam konzertieren, ist einmalig in der deutschen Hochschullandschaft und findet 2014 zum 23. Mal statt.
Karten für das Brahms-Festival gibt es für 10 und 15 Euro, ermäßigt 5 und 8 Euro im Vorverkauf bei der „Konzertkasse“ im Hause Hugendubel (Telefon 0451/702320), im Klassik-Kontor (Telefon 0451/705976), im LN Pressehaus (Telefon 0451/1441394) sowie an der Abendkasse jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn. Der Eintritt zur Vesper ist frei.
Karten für das Gastkonzert in der ACO-Thormannhalle sind für 15 Euro, ermäßigt 10 Euro erhältlich bei Buch & Papier Albers, Filiale Rondo (Telefon 04331/22071) sowie in der Tourist-Information Nord-Ostsee-Kanal & Ticket-Service (Telefon  04331/ 21120).

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Lübeck, 31.03.2014

Gesangsabend „Sing Nachtigall sing“ mit Hits der Tonfilmoperette

Klassiker der Tonfilmoperette stehen beim moderierten Themenkonzert unter dem Motto „Sing Nachtigall sing“ am Samstag, 26. April um 20 Uhr auf dem Programm. Im Kammermusiksaal präsentieren zehn Nachwuchssängerinnen und -sänger Filmtitel aus der Zeit als die Bilder sprechen lernten. Sie wurden von Regisseurin Prof. Stephanie Koch unterhaltsam und abwechslungsreich in Szene gesetzt und kostümiert.

Es singen Studierende der Klasse Michael Gehrke: Anne Ebbertz, Pauline Sophie Keidel, Mette-Maria Øyen und Theresa Sieveke (Sopran), Lucas Lopes Pereira, Daniel Schliewa und Du Wang (Tenor) sowie Xuhui Du, Changhui Tan und Salomon Zulic del Canto (Bariton). Am Klavier begleitet Jason Ponce Guevara.
Die jungen Sänger lassen die Ära der Tonfilmoperette zwischen 1929 und 1933 lebendig werden, die unvergleichlich erfolgreiche Musiktitel wie „Die drei von der Tankstelle“, „Ein Freund, ein guter Freund“ oder „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ hervorbrachte. Mit dem Lichttonverfahren konnte Musik direkt auf Filmstreifen aufgezeichnet werden, eine technische Revolution, die es Regisseuren erstmals ermöglichte, Lieder direkt in eine Handlung einzubauen. Die Gassenhauer der Tonfilmoperette verbreiteten sich schnell auch über das Radio und die Schallplatte und wurden von Tanzorchestern im ganzen Land gespielt. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten fand die Tonfilmoperette ein jähes Ende: Ihre frech-frivole Erzählweise fand in der Naziideologie keinen Platz. „Diese scheinbar so leichtfüßig daherkommende Musik benötigt große Sorgfalt und ein gutes Stilempfinden“, erläutert Gesangsdozent Michael Gehrke. „Die Studierenden haben sich mit großer Entdeckerlust und sehr viel Spielfreude diesem ihnen völlig unbekannten Genre genähert.“
Der Eintritt zum Gesangsabend mit Hits der Tonfilmoperette ist frei.

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