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Lübeck, 29.03.2016

„Aufbrüche IV“ mit dadaistischen Urlauten

Zu einem neuen Konzert der Reihe „Aufbrüche“ lädt die MHL am Donnerstag, 14. April um 20 Uhr in Kooperation mit dem Buddenbrookhaus ein. Im vierten Konzert präsentieren diesmal Studierende der Lübecker Schlagzeugklasse eine Performance zur Ursonate des dadaistischen Künstlers Kurt Schwitters.

Studierende der Lübecker Schlagzeugklasse werden zusammen mit ihrem Professor Johannes Fischer die „Ursonate“ von Kurt Schwitters in Originalform rezitieren und in Improvisationen ihre persönliche Sicht auf Schwitters dadaistische Klangkollage präsentieren. Dabei werden im experimentellen Konzertraum des neuen Buddenbrookhauses Musik, Texte und Theaterszenen zu erleben sein.
Schwitters treibt mit seinem Werk die Collage, vornehmste Technik des Dadaismus, auf die Spitze. Ausgehend vom 1918 entstandenen phonetischen Gedicht Raoul Hausmanns mit der Anfangszeile „fmsbwtözäu“, kombinierte er Vokale und Konsonanten mit neuen Motiven und rhythmischen Elementen zu einer musikalisierten Sprache. Über neun Jahre arbeitete er an dem Werk, das 1932 in seiner Zeitschrift „Merz 24“ veröffentlichte.  
Im „MHL-Labor“ entwickeln und erproben Studierende und Dozierende neue Konzertformen. Das Buddenbrookhaus bietet hier einen passenden Konzertort, nicht in den Räumen des Museums, sondern im vorderen Raum der Mengstraße 6, wo in den nächsten Jahren der Erweiterungsbau entstehen soll. Mit dem MHL-Labor erweitert die MHL ihre Bühnenlandschaft und bietet eine Bühne für ein experimentierfreudiges Publikum. Karten gibt es für 4 Euro ausschließlich an der Abendkasse.

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Lübeck, 29.03.2016

Junge Posaunisten der MHL zu Gast bei „Wir in Kiel“

Am Montag, 11. April sind Studierende der MHL wieder in der Reihe „Wir in Kiel“ im Opernhausfoyer des Theater Kiel zu Gast. Studierende der Klasse Michael Ranzenberger stellen diesmal Schlüsselwerke der Posaunenliteratur vor.

Sechs internationale junge Musikerinnen und Musiker, die an der MHL bei Michael Ranzenberger studieren, präsentieren klassische und aktuelle Posaunenmusik. Auf dem Programm stehen Werke von Robert Schumann, Enrique Crespo und Jaques Caterede. Der Klangeindruck reicht von klassischer Posaunenmusik über hochvirtuose Dramatik bis hin zu Filmmusik des Komponisten Nino Rota, der seine bekannteste Musik für „Der Pate“ von Francis Ford Coppola schrieb. Auch ein Euphonium, das mit seinem weichen Klang das „Violoncello“ der Blasmusik genannt wird, ist zu hören. Es spielen deutsche, koreanische und chinesische Studierende aller Ausbildungsstufen. Am Klavier begleitet Thomas Preuss.
Mit „Wir Kiel“ zeigt die einzige Musikhochschule des Landes seit 2011 in der Landeshauptstadt und an weiteren sieben Spielorten in Schleswig-Holstein Präsenz. Mit Themenkonzerten gibt sie damit außerhalb ihres Lübecker Stammsitzes Einblick in ihrer Arbeit. Das Konzert findet im Foyer „Milchstraße“ des Kieler Opernhauses statt. Karten für 13 Euro, ermäßigt 9 Euro sind nur an den Theaterkassen im Kieler Opern- und Schauspielhaus (Rathausplatz 4 und Holtenauer Straße, Telefon 0431/901901) erhältlich.

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Lübeck, 29.03.2016

Zweiter Inklusions-Campus an der Musikhochschule Lübeck

Die MHL veranstaltet von Dienstag, 5. bis Freitag, 8. April ihren zweiten Frühjahrscampus „Inklusion“. Die Veranstaltung gehört zu einem umfangreichen Maßnahmenkatalog, mit dem die MHL ihr bundesweit einmaliges Inklusionskonzept umsetzt.

Mit Vorträgen, Impulsreferaten, Praxisworkshops und Diskussionen vermitteln Vertreter aus verschiedenen Fachgebieten die Methoden der Inklusion an Studierende der MHL. Die Fachreferenten beleuchten in jeweils 90-minütigen Veranstaltungen die Förderschwerpunkte „Lernen“, „Geistige Entwicklung“ und „Autismus“. Sie sind auch für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich. Zu den Referenten gehören Prof. Dr. Boban Hinz, Erziehungswissenschaftler an der Universität Halle, Prof. Dr. Eberhard Grüning, Erziehungswissenschaftler an der Universität Flensburg, und Diplompädagogin Manuela Gregers vom Autismus-Institut Lübeck. Ergänzend vermitteln verschiedene Workshops Möglichkeiten der Umsetzung in der Praxis.
Die MHL bringt mit dem Inklusionscampus die im Lehrkräftebildungsgesetz Schleswig-Holstein geforderte Einbindung der Inklusion in sämtliche Lehramtsstudiengänge voran. Sie überarbeitete die Ausbildungsinhalte in den Lehramtsstudiengängen in den beiden vergangenen  Jahren grundlegend und integrierte inklusionsspezifische Kompetenzen in alle Lernmodule. Zum Inklusionskonzept der MHL gehören eine Reihe weiterer Maßnahmen, die in enger Zusammenarbeit mit Schulen, dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH), Hochschulen und Verbänden entwickelt werden. Dr. Michael Pabst-Krueger, Inklusionsbeauftragter der MHL und Präsident des Bundesverbandes Musikunterricht, erläutert: „Der Grundgedanke der Inklusion ist gemeinsames Leben, Arbeiten und Lernen sowie die Zusammenführung verschiedener Lernformen. Deshalb sollten auch in der Hochschullehre inklusionsspezifische Aspekte nicht isoliert bearbeitet, sondern möglichst auf breiter Basis integriert werden. Dies ist in Lübeck erstmalig umgesetzt worden und bisher einzigartig in der deutschen Hochschullandschaft.“
Die Teilnahme am Inklusionscampus ist kostenfrei, jedoch nur nach vorheriger Anmeldung per Email unter michael.pabst-krueger@mh-luebeck.de möglich. Die erste Veranstaltung beginnt mit der Eröffnung am Dienstag 5. April um 14 Uhr. Von Mittwoch, 6. bis Freitag, 8. April beginnt der Campus jeweils um 9 Uhr im Großen Saal und im Kammermusiksaal der MHL. Weitere Informationen über die Website der MHL www.mh-luebeck.de.

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Lübeck, 29.03.2016

Zwei Abschlusskonzerte beenden 4. Kammermusik Campus

Mit zwei Konzerten findet der vierte Kammermusik Campus an der MHL seinen Abschluss. Am Sonntag, 3. April präsentieren sich um 17 und 20 Uhr zwölf internationale Ensembles im Kammermusiksaal mit Werken von Mozart, Haydn, Beethoven, Prokofjew und Dvo?ák.

Die  50 jungen Musikerinnen und Musiker stellen mit den beiden Konzerten ihre Arbeitser-gebnisse aus dem Unterricht beim vierten Lübecker Kammermusik Campus vor. Sie haben bei den renommierten Gastdozenten Prof. Eberhard Feltz (Berlin) und Prof. Anthony Spiri (Köln) knapp eine Woche an ihren Interpretationen gefeilt. Auf dem Programm stehen unter anderem Beethovens „Geistertrio“, Dvo?ák „Dumky-Trio“ sowie Haydns Streichquartette   op. 33. Unter den zwölf fortgeschrittenen Ensembles sind auch das Ecco-Quartett, das Philos Quartett und das Lübsche Trio.
Der Kammermusik Campus findet bereits zum vierten Mal an der MHL statt. Studierende der Musikhochschulen Lübeck, Köln und Detmold nahmen an der Arbeitsphase teil und erarbeiteten vom 29. März bis zum 3. April mit Eberhard Feltz (Berlin) und Anthony Spiri (Köln) Schlüsselwerke der Kammermusik. Mit Eberhard Feltz ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Kammermusik in Lübeck zu Gast. Der Violinist und Kammermusiker ist Mentor vieler international bedeutender Quartette, unter anderem dem Vogler- und dem Kuss-Quartett. Gastdozent Anthony Spiri gilt als einer der vielfältigsten und angesehensten Liedbegleiter, Kammermusiker und Solisten und widmet sich neben seiner umfangreichen Lehr- und Bühnentätigkeit der Herausgabe selten aufgeführter Klavierwerke.
Karten für die Abschlusskonzerte sind für 14 Euro, ermäßigt 8 Euro, in allen dem Lübeck Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen erhältlich. Restkarten gibt es an der Abendkasse eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

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Lübeck, 08.02.2016

Musikpädagogikprojekt „Klingende Steine“: Studierende und Schüler begeben sich gemeinsam auf historische Spurensuche

Das Musikpädagogikprojekt „Klingende Steine“, das die MHL parallel zur Jahrhundertausstellung „Lübeck 1500“ konzipiert hat, geht in die heiße Phase: ab Mitte Februar starten die Schulpraktika, in denen die angehenden MHL-Musikpädagogen mit Schülerinnen und Schülern neun schleswig-holsteinischer Schulen konkrete Projekte und Produkte zur Mittelaltergeschichte Lübecks entwickeln.

Im Mittelpunkt des interdisziplinären Musikvermittlungsprojektes „Klingende Steine“ steht Lübecks Stadtarchitektur und Musikgeschichte. Mit dem Projekt erprobt die MHL neue Wege der Ausbildung von Musikpädagogen, die Theorie und Schulalltag enger miteinander verzahnen. Wie lässt sich Lübecks kulturelles Erbe für den Schulunterricht lebendig erschließen? Mit dieser Frage haben sich Studierende und Dozenten in rund hundert internen und öffentlichen Veranstaltungen seit Oktober 2015 beschäftigt: Es gab Vorlesungen und Seminare in den Fächern Musikpädagogik, Erziehungswissenschaften, Musikwissenschaft und Musiktheorie, Konzerte, Vorlesungen, Klingende Museumsführungen sowie eine neunteilige Ringvorlesung, die die Studierenden auf ihren Einsatz in der Schule vorbereitet haben. In neun Schulen der Region werden sie vom 18. Februar bis zum 16. März ihr Wissen im Musikunterricht umsetzen und die Schülerinnen und Schüler bei einem kreativen Prozess begleiten, an dessen Ende eine große Abschlussrevue steht: Alle entstandenen multimedialen Produkte und Projekte werden die Schülerinnen und Schüler vor der historischen Kulisse des Katharineums am Montag, 21. März um 17 Uhr in einer Konzertanten Revue im präsentieren. Dort wird zu erleben sein, wie eine lebendige Auseinandersetzung mit der Kulturgeschichte im Schulalltag aussehen kann.  Die Schulprojekte reichen von Tanzvorführungen, über Improvisationen und Filmmusik zu mittelalterlichen Themen bis hin zu Modernisierung eines Chorals mit Elementen aus Rock, Pop und Jazz.
Für die Studierenden des fünften Semesters im ‚Bachelor of Arts Musik vermitteln‘ ist das Projekt „Klingende Steine“ ihr erster praktischer Einsatz in der Schule. Gut vier Wochen haben sie Zeit, um die kreative Auseinandersetzung mit Lübecks Stadtarchitektur und Musikgeschichte zu begleiten. Projektleiter Prof. Hans Bäßler: „Mit dem Projekt ‚Klingende Steine‘ erproben wir nicht nur eine völlig neue kulturerschließende Musikpädagogik, wir haben es auch auf eine neue Nachhaltigkeit hin konzipiert“: Alle Projekte, die die Schülerinnen und Schüler erarbeiten werden, mit Hintergrundinformationen versehen, in einem digitalen interaktiven Schulbuch dokumentiert und können auch von nachfolgenden Lehrergenerationen genutzt werden. Die neue Schulbuchproduktionstechnik hat dem Projekt eine Nominierung als Leuchtturmprojekt des Deutschen Musikrates 2016 eingebracht.
Initialzündung für die Schulpraktika waren Schulkonzerte der „Capella de la Torre“ unter Leitung von Mitinitiatorin Katharina Bäuml sowie Interviews, die die Studierenden mit Schülerinnen und Schülern führten. Weitere Bausteine sind drei Bibliotheksralleys in der Stadtbibliothek Lübeck, bei denen die Schülerinnen und Schüler im Februar und im März die wertvollen mittelalterlichen Dokumente erkunden werden.
„Klingende Steine“ ist ein Kooperationsprojekt in Zusammenarbeit mit den Lübecker Museen, der Stadtbibliothek Lübeck und den Lübecker Kirchen Dom zu Lübeck und St. Jakobi. In 100 miteinander verzahnten Veranstaltungen begeben sich Musiker, Pädagogen und Musikwissenschaftler gemeinsam auf Spurensuche, um in der musikpädagogischen Ausbildung an der MHL, im Schulunterricht, in Konzerten, öffentlichen Vorlesungen und „Klingenden Museumsführungen“ für Lübecks einzigartiges kulturelles Erbe zu begeistern. Die neun in das Projekt eingebundenen Schulen in Oldesloe, Krumesse, Pönitz, Lübeck und Bad Schwartau sind bereits im Kooperationsprojekt „Musik in der Schule“ (Musis) mit der MHL verbunden.
Die konzertante Revue, die mit der Präsentation aller Schülerarbeiten abschließt, findet am Freitag, 17. Juni um 17 Uhr im Katharineum zu Lübeck statt. Der Eintritt zur Revue ist frei.

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Lübeck, 18.09.2015

„Klingende Steine“: MHL erprobt neue kulturerschließende Musikpädagogik zur Jahrhundertausstellung „Lübeck 1500“

„Klingende Steine“ heißt das interdisziplinäre Musikvermittlungsprojekt, das die Musikhochschule Lübeck (MHL) zur Jahrhundertausstellung „Lübeck 1500“ in Kooperation mit den Lübecker Museen konzipiert hat. Miteinander verzahnte Ausbildungs- und Veranstaltungsangebote machen die faszinierende Klangwelt der frühen Neuzeit ab 1500 erlebbar. Musiker, Pädagogen und Musikwissenschaftler begeben sich gemeinsam auf Spurensuche, um in der musikpädagogischen Ausbildung an der MHL, im Schulunterricht, in Konzerten, öffentlichen Vorlesungen und „Klingenden Museumsführungen“ für Lübecks einzigartiges kulturelles Erbe zu begeistern.

Rund 100 Veranstaltungen in der MHL, in Lübecker Museen, in schleswig-holsteinischen Schulen, Lübecker Kirchen, im Brahms-Institut an der MHL und in der Stadtbibliothek ver-zahnen auf neuartige Weise Kunst- und Musikgeschichte, Musikpädagogik und Musikwis-senschaft. Studierende der Musikpädagogik erarbeiten in Vorlesungen und Seminaren, wie sich Lübecks bedeutendes kulturelles Erbe in der Zeit ab 1500 für den Schulunterricht lebendig erschließen lässt. In verschiedenen Lübecker Schulen werden sie ihr neues Wissen praktisch und theoretisch im Musikunterricht umsetzen. Hans Bäßler, Professor für Musikpädagogik an der MHL und Projektleiter Klingende Steine: „Wir erproben hiermit etwas vollkommen Neues, eine kulturerschließende Musikpädagogik. Sie soll auf mehreren Ebenen, nämlich in der Hochschul- und Schulausbildung sowie im öffentlichen Raum die Auseinandersetzung mit dem fördern, was uns in Lübeck so geschichtsmächtig umgibt.“

In einer neunteiligen öffentlichen Ringvorlesung laden Musiker, Musikhistoriker und Kulturschaffende im Museum Behnhaus/Drägerhaus, im Brahms-Institut an der MHL, in St. Jakobi und im Dom dazu ein, sich mit der „Tradition in der Gegenwart“ auseinanderzusetzen. Sie beginnt am 7. Oktober mit einem Vortrag von Hans Bäßler, der sich mit der Frage beschäftigt: „Wieviel Tradition brauchen wir?“. Weitere Vorlesungen finden alle 14 Tage jeweils mittwochs um 18 Uhr statt. Unter anderem referiert Prof. Christian Höppner, Präsident des deutschen Kulturrates am 21. Oktober um 18 Uhr über „Das Eigene als das Fremde – Kulturelle Vielfalt nicht zuletzt in historischer Dimension“. Studierende der MHL erarbeiten in einem Begleitseminar, wie sich neue Publikumsschichten für die Musik der frühen Neuzeit aktivieren lassen.  
„Im Konzert- und Ausbildungsbetrieb findet die Musik der frühen Neuzeit viel zu wenig Be-achtung“, sagt Katharina Bäuml, Gründerin und künstlerische Leiterin des auf Alte Musik spezialisierten Ensembles „Capella de la Torre“. „Dabei ist diese Musik ungeheuer faszinierend und farbenreich und kann deshalb gerade die junge Generation fesseln.“ Bäuml hat das Projekt „Klingende Steine“ gemeinsam mit Hans Bäßler entwickelt. Im Museumsquartier St. Annen geht sie zusammen mit ihrem Ensemble in „Klingenden Museumsführungen“ auf Entdeckungsreise durch die Ausstellung. „Was ist eine Schalmei und was hat sie mit unseren modernen Orchesterinstrumenten zu tun?“ ist nur eine von vielen Fragen, der kleine und große Besucher auf den Grund gehen können.
Das Projekt „Klingende Steine“ startet am 19. September bei der Ausstellungseröffnung „Lübeck 1500 – Kunstmetropole im Ostseeraum“ mit einem Auftritt des Ensembles „Leo-nes“. Weitere Konzerte schließen sich an und machen das Projekt auch außerhalb des Museumsquartiers für die Öffentlichkeit zugänglich. Am 10. Januar 2016 wird die „Capella de la Torre“ unter dem Motto „Urbs Beata – Stadtmusik um 1500“ das Abschlusskonzert der Ausstellung gestalten. „Bux21“ heißt das Konzertprojekt am 9. Mai 2016, in dem die MHL-Professoren Bernd Ruf und Franz Danksagmüller sich Buxtehudes Klangwelten mit Jazz, Neuer Musik und Live-Elektronik nähern. Abschluss und Höhepunkt des Projekts „Klingende Steine“ ist eine Revue am 17. Juni 2016, bei der Studierende und Schüler ihre Arbeitsergebnisse aus Seminaren und Schulunterricht unter anderem in Form von Moderationen, Installationen, Kompositionen und Videos in einer großen Show präsentieren.  
„Klingende Steine“ ist ein interdisziplinäres Projekt der MHL in Kooperation mit den Lübe-cker Museen. Weitere Kooperationspartner sind der Dom zu Lübeck, St. Jakobi, die Stadt-bibliothek Lübeck und der Deutsche Kulturrat. Es wird gefördert von der Possehl-Stiftung Lübeck und einem Lübecker Musikfreund, der anonym bleiben möchte. Weitere Infos unter www.mh-luebeck.de,  www.altemusikluebeck.de und www.luebeck1500.de.

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Lübeck, 29.01.2016

Nachlass des Komponisten Theodor Kirchner digitalisiert

Das Brahms-Institut an der MHL hat gestern Abend den digitalisierten Nachlass des Komponisten Theodor Fürchtegott Kirchner präsentiert. Rund 9.000 Seiten aus der Sammlung des Instituts sind ab sofort auf der Website unter www.brahms-institut.de verfügbar und geben Einblick in die Werkstatt des bedeutenden, weitgehend unbekannten Komponisten.

Theodor Fürchtegott Kirchner (1823–1903), Zeitgenosse und Freund von Johannes Brahms, gehörte zu den produktivsten Komponisten des 19. Jahrhunderts. Neben einigen Liedern, einem ambitionierten Streichquartett und kleineren Kammermusikwerken widmete er mit über 1.000 Einzelstücken den größten Teil seines Schaffens dem Klavier. Rund 9.000 Einzelseiten aus seinem Nachlass wurden nun über ein Jahr lang bibliothekarisch erschlossen und digitalisiert.
Als besonderen Schatz sieht Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger die Erstdrucke der Werke Kirchners, die der Komponist selbst mit zahlreichen handschriftlichen Eintragungen versah: „Das Online-Projekt bietet hier wertvolle Informationsquellen für musikhistorische Fragestellungen von Interpreten und Musikwissenschaftlern, ohne dass die empfindlichen Originale in Anspruch genommen werden müssten.“ Kirchners Klavierstücke beschrieb Brahms als „das Zarteste vom Zarten“. Bestimmend für Kirchners musikalischen Weg war auch die Begegnung und Freundschaft mit Robert Schumann, der 1843 sein Opus 1 wohlwollend besprach und ihn 1853 in seinem berühmten Artikel „Neue Bahnen“ zu den „hochaufstrebenden Künstlern der jüngsten Zeit“ zählte. 1843 trat er als erster Schüler mit der „Matrikelnummer 1“ in das von Mendelssohn Bartholdy neu gegründete Leipziger Konservatorium ein. Mit der jung verwitweten Clara Schumann verband ihn über mehrere Jahre eine enge Liaison. Ein Umstand, über den auch ein goldener Füllfederhalter von Robert Schumann in Kirchners Nachlass gelangte. Kirchner führte ein unstetes Leben, immer wieder erlag er der Spielsucht. In seinen späteren Lebensjahren wohnte er krank und verarmt  in Hamburg, wo er 1903 starb und auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt wurde.
Über Kirchners letzten Klavierschüler Conrad Hannss gelangte der Nachlass in das Brahms-Institut. Mit der Online-Präsentation hat das Lübecker Institut  einen weiteren Meilenstein der Digitalisierung seiner Sammlung erreicht. Das Land Schleswig-Holstein ermöglichte das Projekt durch eine Förderung in Höhe von 100.000 Euro. Insgesamt rund 42.000 Seiten mit Fotos, Stichvorlagen, Autographen und Briefen aus der wertvollen Sammlung des Instituts sind mittlerweile online verfügbar.

Das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck wurde 1991 mit der weltweit größten privaten Brahms-Sammlung des Professorenehepaares Renate und Kurz Hofmann gegründet. Das Institut steht seit 1999 unter Leitung von Wolfgang Sandberger, der die Sammlung stetig erweitert und einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Das Brahms-Institut residiert in einem klassizistischen Landhaus am Rand der Lübecker Altstadt, wo es mit Konzerten, Vorträgen und kleinen Ausstellungen Einblick in seine Forschungsarbeit gibt (Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck, www.brahms-institut.de, Jerusalemsberg 4, 23568 Lübeck).

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