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Lübeck, 31.03.2014

Gesangsabend „Sing Nachtigall sing“ mit Hits der Tonfilmoperette

Klassiker der Tonfilmoperette stehen beim moderierten Themenkonzert unter dem Motto „Sing Nachtigall sing“ am Samstag, 26. April um 20 Uhr auf dem Programm. Im Kammermusiksaal präsentieren zehn Nachwuchssängerinnen und -sänger Filmtitel aus der Zeit als die Bilder sprechen lernten. Sie wurden von Regisseurin Prof. Stephanie Koch unterhaltsam und abwechslungsreich in Szene gesetzt und kostümiert.

Es singen Studierende der Klasse Michael Gehrke: Anne Ebbertz, Pauline Sophie Keidel, Mette-Maria Øyen und Theresa Sieveke (Sopran), Lucas Lopes Pereira, Daniel Schliewa und Du Wang (Tenor) sowie Xuhui Du, Changhui Tan und Salomon Zulic del Canto (Bariton). Am Klavier begleitet Jason Ponce Guevara.
Die jungen Sänger lassen die Ära der Tonfilmoperette zwischen 1929 und 1933 lebendig werden, die unvergleichlich erfolgreiche Musiktitel wie „Die drei von der Tankstelle“, „Ein Freund, ein guter Freund“ oder „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ hervorbrachte. Mit dem Lichttonverfahren konnte Musik direkt auf Filmstreifen aufgezeichnet werden, eine technische Revolution, die es Regisseuren erstmals ermöglichte, Lieder direkt in eine Handlung einzubauen. Die Gassenhauer der Tonfilmoperette verbreiteten sich schnell auch über das Radio und die Schallplatte und wurden von Tanzorchestern im ganzen Land gespielt. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten fand die Tonfilmoperette ein jähes Ende: Ihre frech-frivole Erzählweise fand in der Naziideologie keinen Platz. „Diese scheinbar so leichtfüßig daherkommende Musik benötigt große Sorgfalt und ein gutes Stilempfinden“, erläutert Gesangsdozent Michael Gehrke. „Die Studierenden haben sich mit großer Entdeckerlust und sehr viel Spielfreude diesem ihnen völlig unbekannten Genre genähert.“
Der Eintritt zum Gesangsabend mit Hits der Tonfilmoperette ist frei.

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Lübeck, 31.03.2014

Dialog über armenische Kunst mit Duduk und Orgel

Ein Improvisationskonzert über armenische Kunst findet am Samstag, 26. April um 19 Uhr in St. Jakobi statt. Das Konzert soll an den Jahrestag des Genozids in Armenien erinnern. Franz Danksagmüller, Professor für Orgel und Improvisation an der MHL wird zusammen mit zwei armenischen Duduk-Spielern über Werke bildender Künstler aus Armenien improvisieren.

Duduk, die landestypische armenische Flöte wird gespielt von Gevorg Dabaghyan und Karapet Shaboyan, beide Dozenten an Musikhochschulen in Armenien. Texte von Armin Theophil Wegner und Søren Kierkegaard, die den Völkermord an den Armeniern während des ersten Weltkrieges literarisch verarbeitet haben, waren die Grundlage für die Gemälde, Skulpturen und eine Videoinstallation neun armenischer Künstler. In Beziehung zu den ausgestellten Kunstwerken findet die Musik nicht an einem einzigen Ort in St. Jakobi statt, sondert wandert im Raum. Ebenso sind die Besucher eingeladen, in der Kirche umherzuwandern und Bilder und Klänge auf sich wirken zu lassen. Das Projekt wurde vom Herforder Architekten Gido Hülsmann in Zusammenarbeit mit der dortigen St. Marien Kirchengemeinde initiiert und wird in der Marienkirche in Herford (24. April), in St. Jakobi Lübeck (26. April) und in der Hauptkirche St. Nicolai in Hamburg (27. April) ausgestellt. Karten für das Improvisationskonzert sind an der Abendkasse für 10 zehn, ermäßigt 6 Euro erhältlich.

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Lübeck, 31.03.2014

Vortrag der Förderergesellschaft zur Kirchenmusik

Die Förderergesellschaft der Musikhochschule Lübeck setzt ihre erfolgreiche Vortragsreihe mit Dozenten der Musikhochschule Lübeck (MHL) im Sommersemester fort. Arvid Gast, Professor für Orgel an der MHL, spricht am Freitag, 25. April um 17 Uhr in St. Jakobi über das „Kirchenmusikstudium in Lübecks Orgellandschaft“.

Im dritten Teil der Vortragsreihe, die mit den Orgeln im Dom und in der MHL begann, geht es um die Instrumente in St. Jakobi. Es sind die letzten historischen Orgeln in Lübeck mit einem reichen originalen Pfeifenbestand. Mit ihren Stilelementen aus Gotik, Renaissance und Barock zählen sie mit Abstand zu den bedeutendsten Instrumenten der Region. Arvid Gast: „Ihre ältesten Teile, die heutigen Hauptwerke, stammen aus den Jahren 1466 und 1467. Es sind gotische Werke, von denen es weltweit nur noch sehr wenige gibt.“ Arvid Gast wird die Stellwagenorgel, die Große Orgel sowie das Richborn-Positiv in Wort und Ton vorstellen. Es erklingen Werke großer Komponisten der Lübecker Kirchenmusiktradition, unter anderem von Buxtehude, Bach und Distler.
Arvid Gast ist Professor für Orgel an der MHL und Titularorganist an St. Jakobi. Mit seinem Vortrag beschließt er vorläufig die Reihe „Kirchenmusikstudium in Lübecks Orgellandschaft“. Es besteht wie immer Gelegenheit zu Fragen und zur Diskussion.
Der Eintritt zum Orgelvortrag ist frei.

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Lübeck, 31.03.2014

Chorsinfonisches Konzert

Zwei Meisterwerke der Chorsinfonik erklingen am Sonntag, 13. April um 18 Uhr in St. Aegidien. Rund 100 junge Musiker führen Mendelssohns „Der 42. Psalm“ und Faurés „Requiem“ auf. Unter Leitung der jungen Dirigenten Friedemann Weber und Christian Bechmann musizieren ein Projektchor und -Orchester mit Studierenden der Musikhochschule Lübeck (MHL).

Solisten sind Mette-Maria Øyen (Sopran), Sönke Tams Freier (Bariton), Wang Du und Daniel Schliwa (Tenor) sowie Yannick Debus (Bass). Die beiden jungen Dirigenten, zugleich Projektleiter und Organisatoren des Konzertes, legen mit dem Konzert einen Teil ihrer Abschlussprüfung zum „Master of Music“ Kirchenmusik A“ ab. „Am Palmsonntag vor 72 Jahren wurde Lübeck bombardiert“, erinnert Friedemann Weber. „Mit diesem Konzert wollen wir der Opfer jener Nacht und der Opfer des Nazi-Regimes im In- und Ausland gedenken.“
Felix Mendelssohn Bartholdy vertonte seinen 42. Psalm op. 42 auf seiner eigenen Hochzeitsreise im Frühsommer 1837. Mit fulminantem Erfolg wurde das Werk am Neujahrstag 1838 im Leipziger Gewandhaus uraufgeführt. Robert Schumann bezeichnete es als „die höchste Stufe, die die neuere Kirchenmusik erreicht hat“. Mendelssohn, der als extrem selbstkritischer Komponist gilt, soll auch Jahre später noch mit seinem Stück zufrieden gewesen sein.
Das 1888 in Paris uraufgeführte Requiem op. 48 von Gabriel Fauré unterscheidet sich durch seine friedvolle Vision vom Jenseits von vielen Requiem-Vertonungen der damaligen Zeit. Fauré vertonte nicht den gesamten Text der Totenmesse, sondern verzichtete auf dramatische und abgründige Aspekte. Der Komponist selber: „Nach all den Jahren, in denen ich Begräbnisgottesdienste auf der Orgel begleitet habe, kenne ich alles auswendig! Ich wollte etwas anderes schreiben."
Dirigent Christian Bechmann: „Wir freuen uns auf das Musizieren mit den Kommilitonen in der wunderschönen Kirchenschiff von St. Aegidien. Hoffentlich gelingt uns mit dem Konzert ein kleiner Beitrag zu einem angemessenen Gedenken an die Nacht vor Palmsonntag 1942.“ Karten gibt es für 12 Euro, ermäßigt 8 Euro im Vorverkauf und an der Abendkasse.

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Lübeck, 31.03.2014

Neue Klaviermusik mit Live-Elektronik

Sebastian Berweck, einer der profiliertesten Pianisten für experimentelle zeitgenössische Musik, ist am Freitag, 11. April um 20 Uhr zu Gast in der Musikhochschule Lübeck (MHL). Im Großen Saal stellt er ab 20 Uhr Neue Musik für Klavier, Keyboards und Controller vor, die fünf Nachwuchskomponisten aus fünf deutschen Kunsthochschulen geschrieben haben.

Fünf junge Komponisten aus den fünf Kunsthochschulen in Lübeck, Hamburg, Essen, Bremen und Köln wurden beauftragt ein Stück für Keyboard, Klavier und Controller zu schreiben. Entstanden sind fünf gegensätzliche experimentelle Werke mit Titeln wie „Dr. Jekyll and Mr. Hyde“, „Big words like Schoenberg“ oder „Null Vinchible“, die Sebastian Berweck im Konzert uraufführen wird. Sie zeigen verschiedene Wege der Instrumentenbehandlung und geben Einblick in die aktuelle Kompositionsästhetik. Die jungen Komponisten sind Simon Ole Andresen (Musikhochschule Lübeck), Haoyu Yuan (Hochschule für Musik und Theater Hamburg), Daniel Verasson (Folkwang Universität der Künste Essen), Anton Wassiljew (Hochschule für Künste Bremen) und Sergej Maingardt (Hochschule für Musik und Tanz Köln).
Berweck beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Interpretation von Live-Elektronik und hat die Studierenden beim Komponieren unterstützt. Mit weit über 160 Ur- und Erstaufführungen ist er einer der gefragtesten Pianisten für experimentelle zeitgenössische Musik. Viele Komponisten haben ihm Werke gewidmet. Auf der Bühne ersetzt Berweck das Musikinstrument durch den Computer, ein immer noch ungewöhnliches Vorgehen, obwohl sich der Computer als Musikerzeugungsmaschine längst durchgesetzt hat. Der Eintritt zum Live-Konzert ist frei.

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Lübeck, 31.03.2014

Stipendiatenkonzert der AD infinitum foundation

Zu einem Stipendiatenkonzert lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Freitag, 11. April um 19 Uhr in die Villa Eschenburg ein. Sieben MHL-Studierende, ausgezeichnet von der Ad Infinitum Foundation, stellen sich mit Werken von Crusell, Franck, Milhaud, Mozart, Prokofjew und Reicha vor.

Es musizieren Changhui Tan (Bariton), Anna Pajak (Flöte), Žilvinas Brazauskas (Klarinette), Maria Hernandez Escobar (Oboe), Paulo Ferreira (Fagott), Christoph Callies (Violine) und Violetta Khachikyan (Klavier). Die jungen Musiker haben sich durch ein Vorspiel qualifiziert und werden von der Stiftung mit 500 Euro monatlich unterstützt. „Mithilfe der Ad Infinitum Foundation erhielt ich die Chance mich stärker auf meine Zukunftspläne zu konzentrieren. Die Förderung ermöglicht es mir, jeden Monat die Rate für mein Instrument zu zahlen und mir sogar musikalische Weiter-bildung zu leisten“, sagt Flötistin Anna Paj?k, die sich im Konzert mit einer Sonate von César Franck vorstellen wird.
Die Ad Infinitum Foundation, vom Stockholmer Ehepaar Anne-Marie und Herbert Lembcke gegründet, fördert seit 2007 besonders begabte Studierende der MHL mit Jahresstipendien über rund 50.000 Euro.
Der Eintritt zum Stipendiatenkonzert ist frei.

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Lübeck, 31.03.2014

Soloabend mit britischem Pianisten Jonathan Plowright

Der britische Pianist Jonathan Plowright gibt am Montag, 7. April einen Klavierabend in der Musikhochschule Lübeck (MHL). Das Konzert ist Auftakt eines Meisterkurses, den Plowright vom 7. bis 10. April für junge Pianisten der MHL-Klavierklassen leitet.

Das Programm des Soloabends reflektiert drei Schwerpunkte in Plowrights Schaffen: seine Beschäftigung mit Johannes Brahms, mit den Klaviertranskriptionen der Werke Bachs sowie mit Klaviermusik der polnischen Romantik. Ab 20 Uhr präsentiert er im Kammermusiksaal Werke von Brahms, Bach, Chopin und Paderewski.
Plowright studierte an der „Royal Academy of Music“ in London. Er schloss mit einer Goldmedaille ab, war Fulbright Stipendiat und begann 1989 seine internationale Karriere als Konzertpianist, nachdem er den ersten Preis beim „European Piano Competition“ gewonnen hatte. Er ist Professor am „Royal Conservatoire of Scotland“ in Glasgow und unterrichtet an der Universität von Chichester. Daneben gibt er Meisterkurse und ist Juror bei internationalen Klavierwettbewerben. Er spielte über 20 CDs ein, die Klavierkonzerte, Kammermusik und Solowerke wenig bekannter polnischer Komponisten erstmals der Öffentlichkeit zugänglich machten. Seine zum Chopin-Jahr 2010 erschienene Anthologie „Hommage à Chopin" erhielt unter anderem den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ und den „Diapason d'Or“. Gegenwärtig spielt er das gesamte Solo-Klavierwerk von Brahms ein.
Der Eintritt zum Klavierabend ist frei.

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