Jo­han­nes Lamotke und Yun Zeng neue Ver­tre­tungs­pro­fes­so­ren für Horn
Vom
HornProf. Johannes LamotkeProf. Yun ZengVertretungsprofessur

Ab Wintersemester 2026/27 übernehmen die beiden herausragenden Hornisten Johannes Lamotke und Yun Zeng eine gemeinsame Vertretungsprofessur für Horn an der Musikhochschule Lübeck.

Blick auf Horn spielende Studierende

Die beiden Musiker sind Mitglieder der Berliner Philharmoniker und Preisträger internationaler Wettbewerbe. Yun Zeng, der mit nur 26 Jahren dort bereits Solohornist ist, hat kürzlich seine Probezeit erfolgreich abgeschlossen und zählt zu den international gefragtesten Nachwuchskünstlern seines Faches. Ebenso Johannes Lamotke, der ab 2014 sechs Jahre lang Solohornist der Komischen Oper Berlin war, bevor er 2020 zu den Berliner Philharmoniker kam. Neben seiner Orchestertätigkeit widmet er sich leidenschaftlich der Kammermusik in verschiedenen Besetzungen. Lamotke und Zeng werden gemeinsam eine internationale Hornklasse an der MHL aufbauen.  

Ich freue mich sehr auf die gemeinsame Arbeit mit Yun und darauf, unsere Studierenden auf ihrem Weg durchs Studium zu begleiten.

Portraifoto mit Horn vor einer Backsteinwand
Johannes Lamotke, Professor für Horn an der MHL zusammen mit Yun Zeng

Ihren Studierenden möchten die beiden Hornisten eine Ausbildung auf höchstem künstlerischem Niveau ermöglichen: geprägt von individueller Förderung, solistischen Fähigkeiten und internationaler Erfahrung. Ab sofort können sich Hornistinnen und Hornisten für die Aufnahme in der neuen Klasse bewerben. 

Der Bewerbungsschluss für den künstlerischen Bachelor- und Masterstudiengang mit Hauptfach Horn wurde auf den 30. April verlängert (s.u.). 

Kurz vor­ge­stel­lt

© MHL

Johannes Lamotke

1985 in Köln geboren, erhielt mit acht Jahren seinen ersten Hornunterricht an der Musikschule Bonn. Als Jungstudent wurde er bei Sibylle Mahni-Haas in Frankfurt unterrichtet und setzte sein Studium später bei Christian Dallmann in Berlin, Thomas Hauschild in Leipzig und Paul van Zelm in Köln fort. Ergänzend dazu besuchte er Meisterkurse u.a. bei Ferenc Tarjani, Palma Szyilagy und Christian Lampert. Er ist Preisträger des Bundeswettbewerbs »Jugend musiziert« sowie des Internationalen Hornwettbewerbs in Békés. Nach seiner Ausbildung an der Orchesterakademie des Staatsorchesters Kassel begann Johannes Lamotke seine Laufbahn als Orchestermusiker 2009 bei den Bremer Philharmonikern. Im September 2014 wechselte er als Solohornist an die Komische Oper Berlin. Aushilfstätigkeiten führten ihn Klangkörpern wie dem WDR Sinfonieorchester, der Staatskapelle Dresden, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Mahler Chamber Orchestra, den Berliner Barocksolisten, der Staatskapelle Berlin und dem Bayerischen Staatsorchester. Neben seiner Orchestertätigkeit widmet sich Johannes Lamotke leidenschaftlich der Kammermusik in verschiedenen Besetzungen. Seit August 2020 ist er Mitglied der Horngruppe der Berliner Philharmoniker. Im Sommer 2023 wirkte er im Festspielorchester der Bayreuther Festspiele mit. Seit 2022 unterrichtet er zudem an der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker und hat einen Lehrauftrag an der Musikhochschule Köln seit dem WS 2025.

Yun Zeng

Das Hornspielen hat in Yun Zengs Familie Tradition. Schon der Großvater und der Vater waren Profis auf diesem Instrument. Der weiche, modulationsfähige Klang faszinierte auch Yun Zeng von Kindheit an. Seinen ersten Hornunterricht erhielt er im Alter von sechs Jahren vom Vater, Solohornist des Sichuan Symphony Orchestra. Eine Fernsehaufzeichnung von Schumanns Konzertstück für vier Hörner mit den Berliner Philharmonikern und den Orchestermitgliedern Stefan Dohr und Georg Schreckenberger im Solistenquartett begeisterte ihn so sehr, dass er fortan davon träumte, Teil dieses Klangkörpers zu werden. Als 10-Jähriger sprang Yun Zeng für einen erkrankten Hornisten des Sichuan Symphony Orchestra ein und entdeckte, wie beglückend es ist, in einem Orchester zu musizieren. »Ich merkte, das ist ein Traumjob für mich.« 2011 ging Yun Zeng nach Peking, um am dortigen Konservatorium die Klasse von Quan Wen zu besuchen. 2019/20 studierte er an der Haute École de Musique de Genève bei Bruno Schneider. Er ist mehrfacher Preisträger großer internationaler Wettbewerbe, unter anderem gewann er den ersten Preis beim Tschaikowsky-Wettbewerb 2019 sowie den zweiten Platz beim 70. Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2021 und Prager Frühling 2018. 2022 wurde er erster Solohornist der Staatskapelle Berlin. Von dort wechselte er 2024/25 in gleicher Position zu den Berliner Philharmonikern. 

Be­wer­bungs­schluss für die Horn-Eig­nungs­prü­fung: 30. April 26