Portrait von Professor Dr. Gaja von Sychowski
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Prof. Dr. phil. habil. Gaja von Sy­chow­ski

Prof. Dr. phil. habil. Gaja von Sychowski, 1974 in Wesel geboren, studierte von 1993 bis 2001 Germanistik, Pädagogik und Erziehungswissenschaften an der Gerhard Mercator Universität Duisburg (GMU) mit dem Abschluss des Ersten Staatsexamens für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen (Sek. I und II). 2005 wurde sie dort zum Thema "Logos im Schweigen und Reden – Studien zum Zusammenhang von Sprache und Bildung" (DuEPublico 2005) promoviert. Dafür erhielt sie ein Graduiertenstipendium der GMU. Parallel dazu betreute sie zwischen 2002 und 2012 organisatorisch sowie wissenschaftlich die monastisch-universitären deutsch-französischen Colloquia an der Universität Duisburg-Essen (UDE) und an der Ecole Saint Jean (Saint-Jodard, Loire, France), inklusive der (Mit-)Herausgabe von Tagungsbänden (z.B. Aletheia 2011, Janus 2008 und 2012). Am Studienseminar Bocholt absolvierte sie von 2005 bis 2007 das Referendariat mit dem Abschluss des Zweiten Staatsexamens für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen (Sek. I und II) in den Fächern Deutsch und im Unterrichtsfach Pädagogik. Nach einiger Zeit in der Schule war sie von 2007 bis 2012 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der "Allgemeinen Systematischen Pädagogik" am Institut für Berufs- und Weiterbildung der Fakultät für Bildungswissenschaften an der UDE. Dort habilitierte sie sich im Jahr 2010, und zwar mit einer Arbeit zum Thema "Geschlecht und Bildung – Beiträge der Gender-Theorie zur Grundlegung einer Allgemeinen Pädagogik im Anschluss an Judith Butler und Richard Hönigswald" (Königshausen & Neumann 2011). Im Sommersemester 2012 hatte sie eine Gastprofessur für Bildungswissenschaft am IfB der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft an der Universität Wien inne. Während des Wintersemesters 2012/2013 vertrat sie die Professur "Allgemeine Systematische Pädagogik" am IBW der Fakultät für Bildungswissenschaften an der UDE. Seit dem Sommersemester 2013 ist sie Professorin für Erziehungswissenschaften an der MHL. Dort ist sie außerdem Stellvertretende Leiterin des Zentrums für Lehrkräftebildung (ZfL) und war sie von 2016 bis 2025 Studienleiterin für die Studiengänge Musik Vermitteln (Bachelor of Arts und Master of Education) sowie Gleichstellungs- und Diversitätsbeauftragte, jeweils nebenamtlich. Seit ihrem Ruf an die MHL positioniert v. Sychowski sich zunehmend als eine Allgemeine Pädagogin, genauer als eine Erziehungs- und Bildungsphilosophin an einer Musikhochschule, insbesondere mit der theoriegenerierenden Schrift "Allgemeine Korrelative Pädagogik – Systematische Pädagogik in der Postmoderne", die von musikalischen Performanzen ausgeht (Königshausen & Neumann 2025a). Außerdem improvisiert sie seit Dezember 2021 u. a. im "Trio Performanz" mit der Pianistin Jean Beers und der Cellistin Corinna Eikmeier zu eigener "TextArt", das sind Texte "für Improvisationen und Performanzen" (ebenfalls Königshausen & Neumann 2025b). Damit entwickelt sie eine neue Artistic Research-/Performance-Praxis. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Neukantianismus, Gender Studies, Dekonstruktivismus und Poststrukturalismus in der Allgemeinen Systematischen Pädagogik (Theorien der Bildung und Erziehung) und neuerdings Artistic Research. Mitgliedschaften: Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), dort: Sektion Allgemeine Erziehungswissenschaft und Kommission Bildungs- und Erziehungsphilosophie, Fachgesellschaft Geschlechterstudien/Gender Studies Association – Gender e.V. sowie Bundesverband Musikunterricht (BMU), dort im schleswig-holsteinischen Landesvorstand. Zum ORCID-Profil von Prof. Dr. von Sychowski geht es hier: https://orcid.org/0009-0004-3860-2127.