
Seit 2023 ist Sophie Lücke Professorin für Kontrabass an der MHL und Solo-Kontrabassistin beim Ensemble Resonanz in Hamburg. Ihre Liebe zur Musik begann in Wernigerode, wo sie ihren ersten Kontrabassunterricht bei Andreas Nettels erhielt. Ihre Studien führten sie nach Berlin zu Janne Saksala und London zu Rinat Ibragimov. Anregungen durch Esko Laine, Nabil Shehata, Klaus Stoll, Joel Quarrington und Evgeny Kolosov, sowie Kurse in historischer Aufführungspraxis bei Kristin von der Goltz und Reinhard Goebel erweiterten ihre musikalischen Ansichten. Mit 20 Jahren wurde Sophie Lücke Stipendiatin der Karajan Akademie der Berliner Philharmoniker und zwei Jahre später Solo-Kontrabassistin im Münchener Kammerorchester. Es folgten Jahre als Gast-Solobassistin in großen Sinfonieorchestern. Von 2014 bis 2023 war sie Solobassistin des Gärtnerplatztheaters. Zudem ist sie Gründungsmitglied des Ensemble der/gelbe/klang für aktuelle Musik. Sophie Lücke unterrichte 2013/2014 vertretungsweise an der Hochschule der Künste in Bern und gab Meisterkurse in São Paulo, México City, Hong Kong und Pjöngjang. Durch das ständige Musizieren in Ensembles wie dem Kammerorchester Basel, Les Siecles, Les Dissonance, Royal Northern Sinfonia, der Kammerphilharmonie Bremen, dem Scottish und Mahler Chamber Orchestra oder auf Festivals wie in Mecklenburg-Vorpommern, Davos oder Zermatt kam Sophie Lücke ihrem eigentlichen Ursprung, dem des Ensemble- und kammermusikalischen Spiel, wieder näher. In den letzten Jahren ist insbesondere durch die regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Klangforum Wien ein verstärktes Interesse an zeitgenössischer Musik entstanden. Die Arbeit mit Komponistinnen und Komponisten wie Aperghis, Saunders, Furrer und Lachenmann sowie mit Dirigenten wie Pomarico und Wiegers inspirieren und bereichern ihr Leben nachhaltig.