
Der in Dresden geborene und heute in Freiburg lebende deutsch-britische Bassbariton Stephan Loges begann seine musikalisch-sängerische Laufbahn als Mitglied des Dresdner Kreuzchores und hatte dort erste prägende Gesangsstunden bei Karin Mitzscherling, bevor er an der HdK Berlin und bei Rudolf Piernay an der Guildhall School of Music & Drama London Gesang studierte. Auf der Opernbühne sang er u.a. Graf Le Nozze di Figaro an der Opera North Leeds, Wolfram Tannhäuser und Papageno Die Zauberflöte am Opernhaus La Monnaie Brüssel, Graf Capriccio beim Edinburgh Festival, Sprecher Die Zauberflöte am Théâtre du Capitole de Toulouse, Falke Die Fledermaus für Northern Ireland Opera, Don Alfonso Cosi fan tutte für English Touring Opera und Theater Trier, sowie Golaud Pelléas et Mélisande in verschiedenen Produktionen in Tallinn, Lissabon, Trier und für ETO. Stephan sang Sweeney Todd (Titelrolle) am Staatstheater Hannover und kreierte Rollen in den Uraufführungen von James Macmillans Parthenogenesis (ROH Covent Garden), Mark Greys Frankenstein (La Monnaie), Anthony Boltons The Life and Death of Alexander Litvinenko (Grange Park Opera) und Miroslav Srnkas Voice Killer (Theater an der Wien). Er sang außerdem Bégearss in Milhauds La mère coupable am Theater an der Wien und Moritz in Merniers Frühlings Erwachen an der Opera National du Rhin. Ebenso in seinem Repertoire sind George Benjamins Written on Skin, Brittens The Burning Fiery Furnace und Curlew River, und Strawinskys The Rake's Progress. Kürzlich debütierte er als Stárek Jenůfa am Theater Freiburg, sang seine erste Verdi-Rolle als Oberto (Titelrolle) mit Chelsea Opera Group und seinen ersten Alberich Siegfried in einer konzertanten Aufführung der London Opera Company. Stephan verfügt über große Erfahrung im Konzert-Repertoire und hat u.a. Bach, Handel, Haydn, Mendelssohn, Brahms, Elgar und Britten mit Dirigentinnen und Dirigenten wie Trevor Pinnock, Paul McCreesh, John Eliot Gardiner, Daniel Harding, Vladimir Jurowski, John Butt, Richard Egarr, Robin Ticciati, Olari Elts, Johanna Soller und Justin Doyle aufgeführt und aufgenommen. Neben vielen renommierten Ensembles für Alte Musik konzertierte er mit Orchestern wie dem London Symphony Orchestra, Melbourne Symphony Orchestra, Sapporo Symphony Orchestra, Royal Concertgebouw Orkest, Residentie Orkest, Staatskapelle Dresden, Northern Sinfonia, Swedish Radio Symphony Orchestra und San Francisco Symphony. 1999 gewann er die Wigmore Hall International Song Competition (mit Alexander Schmalcz am Klavier) und gibt seither Liederabende weltweit, u.a. Wigmore Hall London, Carnegie Hall New York, Concertgebouw Amsterdam, Wiener Konzerthaus, Klavierfestival Ruhr, Schleswig-Holstein Festival, Santiago de Compostela, Vocal Arts Series Washington und Oxford International Song Festival, mit Pianist:innen wie Imogen Cooper, Graham Johnson, Eugene Asti, Simone Dinnerstein, Roger Vignoles, Christoph Berner, Marcelo Amaral, Simon Lepper, Joseph Middleton und Sholto Kynoch._x000a_Von 2013-2025 unterrichtete Stephan Gesang & Lied an der Guildhall School of Music & Drama London und war dort von 2021-2023 Associate Head of Vocal Studies.