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PRESSE ARCHIV

Lübeck, 24.06.2022

Neue musikalische Weiterbildung für Berufstätige in der Sozialen Arbeit

Eine neue akademische Weiterbildung „Musik in der Sozialen Arbeit / Community Music“ startet im Oktober 2022 an der Musikhochschule Lübeck (MHL). Sie richtet sich an Berufstätige in der Sozialen Arbeit, die Musik künftig in ihrem eigenen Berufsfeld einsetzen möchten. Am Mittwoch, 29. Juni und Mittwoch, 13. Juli bietet die MHL für Interessierte jeweils eine Online-Infoveranstaltung dazu an.

Die Teilnehmenden an der akademischen Weiterbildung „Musik in der Sozialen Arbeit / Community Music“ erlernen auf Hochschulniveau, wie sie Musik in ihrem Berufsfeld einsetzen können. „Im gemeinsamen Umgang mit Musik liegen besondere kommunikative Potenziale, die sich für viele Handlungs- und Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit gewinnbringend erschließen lassen“, erläutert MHL-Professorin Annette Ziegenmeyer, die das Programm konzeptionell entwickelt hat und in der Umsetzung begleitet. Sie hat sich dabei auf ihre Erfahrungen mit Fachkräften gestützt, die in der Arbeit mit Jugendlichen die hohe identitätsstiftende Wirkung von Musik erleben konnten.

20 Dozierende, darunter Professorinnen und Professoren unterschiedlicher Hochschulen, werden die dafür notwendigen Kompetenzen in der Weiterbildung „Musik in der Sozialen Arbeit / Community Music“ in Lübeck, Rendsburg und online vermitteln. Im Nordkolleg Rendsburg werden Grundlagen der Musizierpraxis innerhalb einer Präsenzwoche erarbeitet, weiterer Unterricht findet zu zwei Dritteln digital und zu einem Drittel in Präsenz an der MHL statt. Er ermöglicht den Teilnehmenden zeitliche und räumliche Flexibilität, um die zweisemestrige Weiterbildung berufsbegleitend absolvieren zu können. Dabei stehen unter anderem Themen wie Percussion, Bandpraxis, Singen, Musik erfinden, digitale Musikproduktion, Hip-Hop Kultur, Songwriting und Gruppenimprovisation auf dem Lehrplan. Die Praxis wird stets theoretisch reflektiert und mit Grundlagenwissen wie der Bedeutung von Musik in der Sozialen Arbeit, Theorie und Methodik der Community Music sowie Musik in der Jugendarbeit verknüpft.

Die Weiterbildung schließt im Juli 2023 mit dem international anerkannten „Certificate of Advanced Studies“ (CAS; 15 ECTS) ab und qualifiziert die Teilnehmenden dazu, Musikangebote im Feld Sozialer Arbeit zu entwickeln und durchzuführen. Voraussetzung für die Teilnahme sind elementare Fähigkeiten im Singen, Rappen oder auf einem Musikinstrument, ein Hochschulabschluss oder der Nachweis einer für die Weiterbildung erforderlichen Eignung, die im Beruf erworben wurde. Die Teilnahmegebühren betragen 950 Euro.

Über die vielfältigen Möglichkeiten informiert die MHL in zwei Online-Informationsveranstaltungen am Mittwoch, 29. Juni und Mittwoch, 13. Juli jeweils um 19 Uhr. Interessierte können sich unter weiterbildung.muso@mh-luebeck.de anmelden und erhalten dann einen kostenfreien Link.

Das Angebot „Musik in der Sozialen Arbeit / Community Music“ findet in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für musikalische Bildung Schleswig- Holstein (KMB.SH) statt und richtet sich an Beschäftigte in der Sozialen Arbeit sowie interessierte Musikpädagoginnen und Musikpädagogen. Das Kompetenzzentrum für musikalische Bildung in Schleswig-Holstein wurde 2021 gegründet. Ihm gehören neben der Musikhochschule Lübeck und dem Nordkolleg Rendsburg der Landesmusikrat, das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein sowie der Landesverband der Musikschulen an. Weitere Informationen gibt es über die Website unter der Adresse Opens external link in new windowwww.kmb.sh.

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Lübeck, 21.06.2022

ISMA-Studierende erfolgreich beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“

Studierende der MHL haben vom 59. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert wieder erste Preise mit nach Hause gebracht. Der Wettbewerb wurde vom 2. Juni bis zum 9. Juni nach zwei Jahren erstmals wieder live im niedersächsischen Oldenburg ausgetragen. Die jungen Talente, die am Institut für schulbegleitende Musikausbildung der Musikhochschule Lübeck (MHL) studieren, errangen zwei erste und vier zweite Plätze.

Der 15-jährige Cellist Gero Leander Schmidt aus der Klasse von Prof. Imke Frank erspielte sich in der Wertung „Violoncello solo“ den ersten Preis seiner Altersgruppe mit der Höchstpunktzahl von 25 Punkten. Die Jury überzeugte er mit Sätzen aus der dritten Suite von Bach und der Suite italienne von Strawinsky sowie dem „Kol nidrei“ von Bruch. „Das ist ein klangschönes und intensives, die Konzentration stark beanspruchendes Programm“, sagt Gero Leander dazu, der seit seinem fünften Lebensjahr Cello spielt. Ebenfalls einen ersten Preis erhielt mit 24 Punkten der junge Posaunist Pedro Unkart aus der Klasse von Joachim Preu im Duo mit Klavier.

Zweite Preise erspielten sich die Geiger Arshan Arasteh aus der Klasse von Prof. Elisabeth Weber und Jonte Schröder aus der Klasse von Prof. Maria Egelhof. Weitere zweite Preise gingen an Carl Silberbach am Violoncello, ebenfalls aus der Klasse von Prof. Imke Frank und an Dorian Saad aus der Klasse von Prof. Manfred Aust für seine Klavierbegleitung. Alle zweiten Preisträger erzielten 23 Punkte.

Am ISMA unterrichten Professorinnen, Professoren und Dozierende der MHL hochbegabte junge Musikerinnen und Musiker und bereiten sie während der Schulzeit auf ein Musikstudium vor. Renommierte Künstlerpersönlichkeiten sind aus dem ISMA hervorgegangen, zu denen unter anderem Claudio Bohórquez, David Garrett, Matthias Höfs, Daishin Kashimoto, Sebastian Manz, Heime Müller Natalia Prischepenko und Christian Tetzlaff gehören. Wer musikalisch hochbegabt ist und Interesse am ISMA hat, sollte nicht älter als 18 Jahre sein. Neben Unterricht im Hauptfach gehören auch Unterricht in Musiktheorie und Gehörbildung zur Ausbildung, einen Schwerpunkt legt die MHL auf Förderung des instrumentalen Ensemblespiels. Konzerte und Klassenabende in der MHL und in der Region bieten den jungen Künstlerinnen und Künstlern zahlreiche Auftrittsmöglichkeiten. Wer am ISMA studieren möchte, muss eine Aufnahmeprüfung ablegen, die zweimal jährlich im Rahmen der Eignungsprüfungen der MHL abgenommen wird.

Weitere Informationen unter Opens external link in new windowwww.mh-luebeck.de oder per E-Mail isma@mh-luebeck.de.

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Lübeck, 23.06.2022

LH³-Projekt "Hören(&)verstehen" geht in die zweite Runde

"Und wie hörst Du so?" Dieser Frage gehen neun Studierende der Lübecker Hochschulen im Rahmen des Lübeck hoch 3-Projektes "Hören(&)verstehen" erneut auf den Grund. Aufgrund großer Nachfrage bieten die Studierenden drei weitere Veranstaltungen am 2. Juli um 17 Uhr sowie am 3. Juli um 11 Uhr und 17 Uhr in der Villa Brahms an, die sich in Vorträgen, Hörsimulationen und Musik künstlerisch und wissenschaftlich mit Hörbeeinträchtigungen auseinandersetzen.

Die Veranstaltung "Hören(&)verstehen" gibt tiefe Einblicke in die Erfahrungen von Menschen mit Hörminderungen wie Hörsturz und Altersschwerhörigkeit. Es gibt Interviews mit Betroffenen und historische Erfahrungsberichte aus Briefen des berühmten Komponisten Ludwig van Beethoven, der über seinen fortschreitenden Hörverlust schreibt. MHL-Studenten haben eigens zwei Kompositionen für das Projekt geschrieben, denn bisher gibt es kaum Klangbeispiele, die Hörminderungen mit ihren individuellen Klangerlebnissen verdeutlichen. Zu seinem Werk "tinniens" erklärt MHL-Student Martin Schley: „Die Anordnung der Instrumente in zwei Paaren unterstreicht die menschliche Fähigkeit des Stereohörens sowie deren mögliche Beeinträchtigung beim Auftreten eines Hörsturzes”. Im Stück von Benjamin Janisch, ebenfalls Kompositionsstudent an der MHL, ermöglicht der Kontrast zwischen elektronischen Klängen und Live-Piano den direkten Vergleich zwischen einem nicht verfremdeten und einem von Altersschwerhörigkeit betroffenen Hören.

In wissenschaftlichen Kurzvorträgen und Gesprächen geht es auch um das Cochlea-Implantat als Option bei Hörminderungen. Bei dieser therapeutischen Methode werden Elektroden in die Hörschnecke (Cochlea) eingesetzt, die den Hörnerv elektrisch stimulieren. Nach erfolgreicher Durchführung im Januar 2022 wird das Projekt aufgrund hoher Nachfrage jetzt wiederaufgenommen. Initiiert wurde die Veranstaltungsreihe von Studierenden der Musikhochschule Lübeck (MHL), der Technischen Hochschule Lübeck (THL) und der Universität zu Lübeck (UzL). Ziel ist die Aufklärung über Hörminderungen und die Sensibilisierung für den Umgang mit Betroffenen. Im Alltag und sogar im klinischen Umfeld haben Menschen mit Hörminderungen oft Nachteile: Es fehlt an Sensibilisierung und Wissen, um mit Mitmenschen, die eine Hörbeeinträchtigung haben, barrierefrei und inklusiv umzugehen. Dies hat die Medizinstudierenden der UzL dazu animiert, gemeinsam mit Studierenden der MHL und THL das Veranstaltungskonzept "Hören(&)verstehen" zu erarbeiten: "Gemeinsam mit unseren Gästen gestalten wir ein Programm, in dem unser Publikum die Welt durch die Ohren anderer erleben darf," so die Organisatorinnen und Organisatoren.

Es ist das erste rein studentische Projekt von LH³. Das Projektteam "Hören(&)verstehen" setzt sich interdisziplinär aus Studierenden der drei Lübecker Hochschulen zusammen, die in der Projektentwicklung jeweils von einem Professor unterstützt wurden. Das Programm "Hören(&)verstehen" wird dreimal in der Villa Brahms (Jerusalemsberg 4, 23568 Lübeck) durchgeführt: am 2. Juli um 17 Uhr sowie am 3. Juli um 11 Uhr und 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

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Lübeck, 22.06.2022

Lübecker Brahms-Institut präsentiert Ausstellungskatalog zum jungen Brahms

Das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL) bringt zu seiner aktuellen Ausstellung „Der junge Brahms – Zwischen Natur und Poesie“ nun auch einen Katalog heraus, der einen neuen Blick auf den Komponisten eröffnet. Am Freitag, 1. Juli wird er in einer Konzertlesung in Kooperation mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) in der Villa Brahms vorgestellt.

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts an der MHL, stellt den neuen Katalog vor, der in Kooperation mit dem SHMF passend zum diesjährigen Brahms-Schwerpunkt erscheint. Andreas Hutzel, Schauspieler am Theater Lübeck, liest Briefe und Texte aus dem Umfeld des jungen Brahms. Die MHL-Pianisten Jaskeerat Singh Gill, Tigran Poghossian und Mert Yesilmenderes bringen mit dem Scherzo op. 4, Balladen aus op. 10 und den Variationen über ein Thema von Robert Schumann op. 9 Kompositionen des jungen Brahms zu Gehör, die die literarischen Einflüsse auf sein Werk spiegeln.

„Der junge Brahms – Zwischen Natur und Poesie“ bereichert die gängige Brahms-Rezeption, die vom bärtigen, alternden Komponisten geprägt ist, um neue Facetten. Im Fokus steht hier der noch junge Norddeutsche, der blonde „Hans aus Hamburg“: Er ist ein romantischer Feuerkopf und begeistert sich für die Werke E.T.A. Hoffmanns und Joseph von Eichendorffs. In einigen Autografen und Briefen leiht er sich sogar das Pseudonym „Johannes Kreisler jun.“ vom gleichnamigen Kapellmeister, der literarischen Kultfigur aus der Feder Hoffmanns. Zahlreiche Spuren seiner Literatur- und Naturbegeisterung lassen sich in Brahms‘ Frühwerk entdecken. Vielfach literarisch vermittelt ist auch seine Schottland-Begeisterung, die ihn ebenfalls zu Kompositionen inspirierte, etwa zur „Edward“-Ballade op. 10 Nr. 1, die in der Konzertlesung zu hören sein wird.

Ausstellung und Katalog zeigen die Inspirationsquellen des jungen Komponisten aus der wertvollen Sammlung des Instituts, ergänzt durch Reproduktionen aus dem Bestand des Archivs der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und der Staatsbibliothek Berlin. Dazu gehören Briefe, Fotografien, Noten und Bücher aus der Bibliothek von Johannes Brahms. Der Katalog legt anhand der kostbaren Exponate das faszinierende Beziehungsgeflecht des jungen Brahms offen und verortet ihn zudem im Umfeld seiner Heimatstadt Hamburg und seiner Familie.

Der Katalog erscheint bei der edition text + kritik und ist mit 112 Seiten und 116 Abbildungen ab 1. Juli zum Preis von 19,90 Euro im Buchhandel (ISBN 978-3-96707-775-9) sowie zu den Museums-Öffnungszeiten im Brahms-Institut erhältlich. Die Ausstellung „Der junge Brahms – Zwischen Natur und Poesie“ ist bis zum 17. Dezember mittwochs und samstags von 14 bis 18 Uhr in der Villa Brahms zu sehen (Jerusalemsberg 4, 23568 Lübeck). Weitere Informationen unter Opens external link in new windowwww.brahms-institut.de.

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Lübeck, 20.06.2022

„Radamisto“: MHL-Studierende präsentieren selten zu hörende Händel-Oper

Die Musikhochschule Lübeck (MHL) lädt zu ihrem neuen Opernprojekt „Radamisto“ ein: Am Samstag, 25. Juni und am Sonntag, 26. Juni bringen Studierende der MHL die selten zu hörende Händel-Oper unter musikalischer Leitung von Pieter-Jan Belder und der Regie von Christian Carsten auf die Bühne im Großen Saal.

Vierzehn Studierende der MHL-Gesangsklassen bringen Händels Oper um den Familienkrieg im Königshaus von Thrakien auf die Opernbühne. Seit diesem Semester proben die Studierenden verschiedener Ausbildungsstufen mit Regisseur Christian Carsten, der seit Herbst 2021 eine Stelle für Regie an der MHL bekleidet und sich mit dieser Regiearbeit erstmals dem Lübecker Publikum vorstellen wird. Die Handlung siedelt er im Heute an, die Bühnenausstattung ist bis zum Äußersten reduziert: Mit 15 Stühlen auf der Bühne und Lichteffekten inszeniert Carsten das Drama um Liebe und Krieg, das eine Dynastie beinahe zersprengt, dann aber doch noch zu einem guten Ende findet. Unter Leitung von Pieter-Jan Belder stellt das MHL-Ensemble für Alte Musik Händels vor Klangfarben sprühende, expressive Musik vor.

Die Handlung dreht sich um Zenobia, die Frau des gescheiterten Titelhelden Radamisto. Radamistos Bruder Tiridate begehrt seine Schwägerin und lässt nichts unversucht, um sie und gleich auch ihr Land zu erobern. In seiner Leidenschaft entpuppt Tiridate sich als Bösewicht, dem jedes Mittel Recht ist. Am Ende aber zieht er den Kürzeren: Von seinen Soldaten verlassen, muss Tiridate schließlich aufgeben. Seine Frau Polissena verzeiht ihm und auch Radamisto will nichts von Rache wissen. Regisseur Christian Carsten erläutert: „Die Handlung spielt im Krieg. Beim Proben haben wir gemerkt, wie anders wir aktuell über dieses Thema denken als noch vor einem Jahr. In unserer Oper wird der Krieg beendet, weil Radamisto einfach beschließt, dass er nicht mehr kämpfen will. Die Figuren lösen so den Krieg selber auf“.

Für die Studierenden ist die Oper ideal, um viele verschiedene Stimmfächer zum Einsatz zu bringen und sich in italienischer Diktion zu üben. Auch drei Hosenrollen gehören zur Lernerfahrung der Gesangssolistinnen. „Die Handlung ist so verwickelt, dass es kaum jemand von uns schafft, sie fehlerfrei widergeben“, erzählt Carsten: „Die Emotionen und Affekte in den vielen Rezitativen und Arien sind jedoch total klar und ein gutes Übungsfeld für unsere Studierenden.“ Dem Wechsel der Stimmungen entspricht Händels klanglich kontrastreiche Partitur: Zwischen kriegerisch auftrumpfenden Trompetentönen und melancholischen Trauergesängen gibt es zahlreiche Schattierungen.

Die Oper war zu Händels Zeiten überaus erfolgreich, verschwand dann aber in der Versenkung und wird heute selten in die Spielpläne gehoben. Sie wurde von Händel selber mehrmals überarbeitet, die MHL zeigt die Urfassung, die in ihrer Ursprünglichkeit und Direktheit am besten für die Inszenierung mit Studierenden geeignet ist. Alle Rollen sind doppelt besetzt. Es singen Hannah Gabor und Theresa Nitzsche (Radamisto), Johanna Thomsen (Zenobia), Natalie Helgert und Pauline Kringel (Polissena), Marco Mondragon und Yuto Todoroki (Tiridate), Hilko Engberts und Kazushi Yamada (Farasmane), Merle Groß und Lisa Marie Scheffler (Fraarte) sowie Xuanrong An und Ann-Kathrin Strauch (Tigrane).

„Radamisto“ wird in einer rund 1,5 stündigen Fassung ohne Pause gezeigt. Die Aufführungen finden am Samstag, 25. Juni um 19.30 Uhr und am Sonntag, 26. Juni um 17 Uhr im Großen Saal der MHL (An der Obertrave, 23552 Lübeck) statt. Karten gibt es bei den Vorverkaufsstellen des Lübeck-Ticket, online unter Opens external link in new windowwww.mh-luebeck.de sowie an der Tages- bzw. Abendkasse.

Christian Carsten studierte Musiktheaterregie in Hamburg. Er war Regieassistent am Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken und an der Staatsoper Hannover, wo er mit Regisseuren wie Barrie Kosky, Luk Perceval und Anna Viebrock arbeitete. Die Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Philipp Himmelmann, Christof Nel und Monique Wagemakers brachte ihn mehrfach an die Opéra National de Lorraine und die Nederlandse Reisopera Enschede, aber auch an das Grand Théâtre de Genève, die Angers Nantes Opéra, an die Oper Graz und die Opéra de Nice, die Deutsche Oper am Rhein und die Semperoper Dresden. Von 2003 bis 2005 war er Stipendiat der Akademie Musiktheater Heute. In Hamburg inszenierte er „Hänsel und Gretel 2000“, seine Version von „La Bohème“ an der Nederlandse Reisopera Enschede tourte in den Niederlanden und in England und spielte beim Festival Classique in Den Haag. Mit Inszenierungen wie einem Offenbach-Doppelabend oder Händels „Aci, Galatea e Polifemo“, mit Schönbergs „Pierrot lunaire“ oder Henry Purcells „King Arthur“ erforschte er verschiedene Musiktheaterformen zwischen Komik und Tragik. Er inszenierte bei den Osterfestspielen Baden-Baden Mozarts "Die Gärtnerin aus Liebe" und arbeitete zuletzt am Théâtre du Capitole Toulouse. Seit dem Wintersemester 2019/20 hat er einen Lehrauftrag für szenische Darstellung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover inne. Seit dem Wintersemester

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Lübeck, 22.04.2022

30. Brahms-Festival Lübeck startet am 6. Mai an der MHL

An der Musikhochschule Lübeck (MHL) laufen zurzeit die Proben für das 30. Brahms-Festival, das unter dem Motto „Fantastisch“ vom 6. bis zum 15. Mai stattfindet. Mit der Angliederung des Brahms-Instituts an die MHL wurde das Brahms-Festival 1992 ins Leben gerufen und ist in diesem Format in der Hochschullandschaft bis heute einzigartig. In über 50 verschiedenen Ensembles musizieren Studierende und Dozierende gemeinsam. Anlässlich des 200. Todestages von E.T.A. Hoffmann stehen romantische Werke im Fokus der 33 Konzerte.

Mit neun Konzerten auf drei Bühnen begann das Brahms-Festival Anfang der 90er Jahre, heute sind vom 6. bis zum 15. Mai über 200 Mitwirkende auf acht Bühnen in Lübeck und Flensburg zu erleben. E.T.A. Hoffmann hat anlässlich seines 200. Todestages die Konzertprogramme inspiriert.

Das Festival startet mit einer Antrittsvorlesung der Musikwissenschaftlerin Prof. Christiane Tewinkel, die über Hoffmanns Musikernovelle „Die Fermate“ reflektiert („Präludium“ am Fr, 6. Mai, 18 Uhr, MHL) und „Friedenskonzerten“ in Lübeck und Flensburg in Kooperation mit der Europa-Universität Flensburg (Sa, 7. Mai, 19.30 Uhr, MHL / So, 8. Mai, 17 Uhr, MHL / Mo, 9. Mai, 19 Uhr, Deutsches Haus Flensburg). MHL-Pianist Florian Uhlig und das MHL-Sinfonieorchester präsentieren dann unter Leitung des Gastdirigenten Clemens Schuldt Werke von Schumann und Mahler, eine Uraufführung des jungen Komponisten Philipp Wallis Nicolai und das „Gebet für die Ukraine“ des bekannten ukrainischen Komponisten Valentin Silvestrov.

Das Brahms-Institut an der MHL eröffnet seine neue Ausstellung, die unter dem Motto „Der junge Brahms zwischen Natur und Poesie“ den romantischen Feuerkopf mit seiner Liebe zu Literatur und Natur in den Fokus stellt (Ausstellungseröffnung Sa, 7. Mai, 15 Uhr, Villa Brahms). Festival-Motto mit vielen Querbezügen Herzstück des Festivals sind die programmatischen Kammermusikkonzerte am Abend mit den Titeln „Verführerisch“, „Verzaubernd“, „Verschattet“, „Verträumt“ und „Verwoben“. Sie konkretisieren das Festival-Motto mit vielen Querbezügen zwischen Themen und Komponisten und laden ein, in die Zauberwelt der Romantik einzutauchen.

Die Programme sind dem Geist Hoffmanns, dem Dialog von Literatur und Musik verpflichtet. E.T.A. Hoffmann war ein romantisches Multitalent mit vielen Begabungen. Als Dichter fabulierte er geistreich, erfand rätselhafte und skurrile Figuren wie den Kapellmeister Kreisler und inspirierte die romantische Musik damit wie kaum ein anderer. Auch der junge Johannes Brahms war von Hoffmanns Figuren fasziniert, verschlang seine Werke und identifizierte sich so sehr mit Kreisler, dass er sogar einzelne Briefe und Werke mit „Johannes Kreisler jun.“ unterzeichnete. E.T.A. Hoffmann hat auch komponiert. Seine Mozart-Begeisterung mündete darin, dass er sich Mozarts Vornamen borgte und gegen den eigenen Taufnamen tauschte: Ernst Theodor Amadeus Hoffmann. Er komponierte an Mozarts Stil angelehnte Werke, die heute kaum mehr aufgeführt werden. Im Brahms-Festival sind einige von ihnen zu hören, wie das Klaviertrio E-Dur AV 52 („Verführerisch“ am Di, 10. Mai, 19.30 Uhr, MHL) oder das Quintett c-Moll AV 24 („Verschattet“ am Do, 12. Mai, 19.30 Uhr, MHL).

Bewährte und neue Konzertformate Bewährte Konzertformate finden sich wieder wie unter anderem die frühen Orgelkonzerte in St. Jakobi, die diesmal unter dem Motto „Morgengrauen“ mit grotesken Orgelstücken, Improvisationen und Texten aufwarten (Mo, 9. bis Fr, 13. Mai, 8.30 Uhr). Die moderierten Lunchtime Concerts knüpfen mit den Haydn-Quartetten von Mozart an Hoffmanns Mozart- und Haydn-Liebe an (Di, 10. bis So, 15. Mai): Sechs junge Kammermusikensembles präsentieren dabei im Behnhaus Drägerhaus jeweils ein Quartett aus dem kunstvoll komponierten Werkzyklus, den Mozart seinem Komponistenfreund Joseph Haydn widmete. „Zwischenwelten“ mit dem renommierten zeitgenössischen Komponisten Helmut Oehring (Mo, 9. Mai, 17 Uhr), „Märchenwelt“ (Mi, 11. Mai, 17 Uhr) und „Karikaturen“ (Fr, 13. Mai, 17 Uhr) heißen die studentischen Nachmittagskonzerte in der Villa Brahms. Moderationen und Lesungen vertiefen auch hier Bezüge zum Motto und zur Zauberwelt E.T.A. Hoffmanns. Fünf Kompositionsstudierende der MHL haben eigens für das Brahms-Festival Werke geschrieben und hinterfragen mit ihren Uraufführungen und Installationen unter dem Motto „Illusion (?)“ im Günter Grass-Haus das romantische Festivalmotto (Di, 10. und So, 12. Mai, 17 Uhr) Die MHL-Studierenden greifen für ihren Konzertabend die bei Hoffmann so präsente Thematik des Spiegelbildes auf: Unter dem Motto „Infinitive Spiegelungen“ haben sie einen Film konzipiert und gedreht: ein audiovisuelles Filmexperiment über das Entgleiten in parallele Traumwelten, das im KOKI Lübeck gezeigt wird (Fr, 13. Mai, 20.30 Uhr). Neu im Festival-Programm ist die „Brahms Night Session mit Improvisationen zu später Stunde über die tagesaktuellen musikalischen Themen. Studierende und Dozierende aus dem Bereich Popularmusik präsentieren dabei um 22.30 Uhr im CVJM ihre spontane Sichtweise auf Brahms (Fr, 6. Mai, Di, 10. Mai, Do, 12.5. und Fr, 13. Mai, jeweils 22.30 Uhr, CVJM Lübeck). Und neben einer Matinee (So, 8. Mai, 11 Uhr, MHL) darf auch ein Nachtkonzert nicht fehlen, das auf die „Geisterstunde“ einstimmt (Sa, 14. Mai, 23 Uhr, MHL).

Weitere Informationen zu Eintritt und Programm gibt es unter Opens external link in new windowwww.mh-luebeck.de oder Opens external link in new windowwww.brahms-festival.de und unter Opens external link in new windowwww.brahms-institut.de.

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Lübeck, 28.04.2022

Erster Peter-Ronnefeld-Preis in Kiel entschieden

Die junge Violinistin Anna Tanaka erspielte sich am vergangenen Wochenende in der Kieler Petruskirche den „Peter-Ronnefeld-Preis“. Er beinhaltet ein Solokonzert mit dem Philharmonischen Orchester Kiel und wurde von der Musikhochschule Lübeck (MHL) zusammen mit dem Philharmonischen Orchester Kiel erstmals veranstaltet.

Am Samstag wetteiferten die drei Finalistinnen mit 40-minütigen Programmen in der Kieler Petruskirche um den erstmals vergebenen Preis. Die MHL-Studentin Anna Tanaka überzeugte Jury und Publikum mit Werken von Bach, Poulenc und vom zeitgenössischen französischen Komponisten Thierry Escaich. Die 25-jährige Japanerin studierte in Novosibirsk bei Marina Kuzina, in Madrid bei Zakhar Bron und seit 2021 in Lübeck bei Heime Müller. Sie ist leidenschaftliche Kammermusikerin und konzertierte auf zahlreichen Festivals. Aus internationalen Wettbewerben ging sie mehrfach als Preisträgerin hervor und arbeitete als Solistin mit verschiedenen Klangkörpern zusammen. Sie darf sich nun auf ein Solokonzert mit dem Philharmonischen Orchester Kiel freuen.

Auch ein Publikumspreis wurde vergeben, der ein Rezital in der Konzertreihe „Klassisch beflügelt“ der Musikfreunde Kiel beinhaltet: Tanaka teilt sich ihn mit der MHL-Flötistin Jana Barenschee. Neben dem ersten und dem Publikumspreis wurde auch ein „Klassika-Spezialpreis“ vergeben, der an die Violinistin Yukino Takehara ging und eine Mitgliedschaft bei der Online-Plattform „Klassikal.com“ beinhaltet, auf der sich Musikerinnen und Musiker vernetzen und präsentieren können.

Zur Jury gehörten in der Finalrunde MHL-Präsident Rico Gubler, GMD Benjamin Reiners, Marie-Elisabeth Hecker, Martin Helmchen sowie Selke Harten-Strehk, Vorsitzende der Musikfreunde Kiel. Neben ihren künstlerischen Präsentationen überzeugten die Preisträgerinnen die Jury auch mit ihren Beiträgen zur Programmgestaltung: Eine Programmübersicht, eine Biografie mit Künstlerfoto und eine inhaltliche Erläuterung zu den gespielten Werken flossen in die Bewertung ein. Workshops des MHL-Career Centers hatten die jungen Interpretinnen auf die zusätzlichen Herausforderungen des Wettbewerbs vorbereitet.

Der Peter-Ronnefeld-Preis wurde in diesem Jahr erstmals ausgetragen. Er soll jungen Musikerinnen und Musikern Karrierewege ebnen und ihnen den Übergang von einem künstlerischen Studium in das Berufsleben erleichtern. Benannt wurde er nach Peter Ronnefeld, Kieler Kulturpreisträger und von 1935 bis 1965 Generalmusikdirektor. Der Boris Blacher-Schüler, Assistent von Karajan an der Wiener Staatsoper und Cembalist in Harnoncourts Ensemble „Concentus Musicus Wien“ galt als Jahrhunderttalent, verstarb aber bereits mit 30 Jahren an Krebs. Er setzte sich besonders für zeitgenössische Musik und die Förderung junger Künstlerinnen und Künstler ein. Das Solistenkonzert und das Rezital werden für Herbst 2022 geplant.

Die Termine für die Konzerte werden über die Website Opens external link in new windowwww.mh-luebeck.de bekannt gegeben.

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