7. Internationaler Buxtehude-Orgelwettbewerb Lübeck
26.09. bis 04.10.2026
7. Internationaler Orgelwettbewerb in drei Runden, ausgelobt von der Musikhochschule Lübeck (MHL) und der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT) für bis zu 20 Teilnehmende an den Orgeln in Lübeck (St. Jakobi: Stellwagen-Orgel, Richborn-Positiv, Große Orgel) und Hamburg (St. Jacobi: Schnitger-Orgel).
Mit freundlicher Unterstützung der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung, der Dräger-Stiftung, der Gerhard Trede-Stiftung und der Oscar und Vera Ritter-Stiftung.
Preise
- 1. Preis: 10.000 Euro
- 2. Preis: 5.000 Euro
- 3. Preis: 3.000 Euro
Jury
- Pieter van Dijk (Niederlande, Vorsitzender ohne Stimmrecht)
- Isabelle Demers (Kanada)
- Monica Melcova (Slowakei/Spanien)
- Antonio di Dedda (Italien/Deutschland)
- Ja Kyung Oh (Südkorea)
- Gerhard Löffler (Deutschland)
- Arvid Gast (Deutschland)
Videorunde:
- Franz Danksagmüller (Deutschland)
- Wolfgang Zerer (Deutschland)
Die Preisträger:innen
1. Preis: Mio Kuriyama (Japan)
erhielt ihren ersten Orgelunterricht bei Kazuo Kohno. Sie studierte an der Tokyo University of the Arts bei Megumi Tokuoka, wo sie 2021 ihr Bachelorstudium abschloss. Es folgte ein Masterstudium bei Prof. Rie Hiroein in Tokyo. Bereits während ihres Studiums gewann sie zahlreiche Preise, darunter den Ataka-Preis, den Ryohei-Miyata-Preis, den Akanthus-Musikpreis, den Douseikai-Preis sowie Stipendien der Aoyama Music Foundation und der Nomura Arts Foundation. 2023 gewann sie den 2. Preis beim Internationalen Orava-Orgelwettbewerb in der Slowakei sowie Publikumspreise beim Internationalen Toulouse-Orgelwettbewerb 2024 in Frankreich und beim Internationalen Albert-Schweitzer-Orgelwettbewerb 2025 in Saarbrücken. Derzeit studiert sie an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig bei Prof. Martin Schmeding und Nicolas Berndt.
2. Preis: Jannik Gerdes (Deutschland)
wuchs in Holtrop (Ostfriesland) auf, wo ihn früh die historischen Orgeln der Region prägten, insbesondere die berühmte Arp-Schnitger-Orgel in Norden. Seinen ersten Orgelunterricht erhielt er in Aurich bei Maxim Polijakowski. Er besuchte zahlreiche Kurse, unter anderem bei Thiemo Janssen und Agnes Luchterhandt. Während seines Bundesfreiwilligendienstes am Dom zu Freiberg vertiefte er seine Ausbildung bei Domkantor Albrecht Koch und beschäftigte sich intensiv mit den Orgeln Gottfried Silbermanns. Seit Oktober 2022 studiert er Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig in den Fächern Orgel bei Prof. Dr. Martin Schmeding, Universitätsorganist Daniel Beilschmidt und Prof. David Timm sowie Chorleitung bei Tobias Löbner. Weitere künstlerische Impulse erhielt er von Martin Sturm, Hans-Ola Ericsson im Rahmen der Thüringischen Orgelakademie sowie von Sietze de Vries und Wolfgang Seifen bei Meisterkursen im Bereich Improvisation. Jannik Gerdes ist Preisträger des XVII. Internationalen Gottfried-Silbermann-Wettbewerbs (2. Preis) und gestaltet als Assistent zahlreiche Orgeldienste in St. Nikolai in Leipzig.
3. Preis: Gregor Früh (Deutschland)
studierte von 2018 bis 2023 Kirchenmusik und Orgel bei Prof. Arvid Gast und Prof. Franz Danksagmüller an der MHL. Derzeit setzt er sein Studium in den Masterstudiengängen Orgel und Lehramt an Gymnasien fort. Sein Repertoire reicht von der Renaissance bis zur Moderne, wobei die Orgelwerke Johann Sebastian Bachs, des norddeutschen Barocks und der deutschen Romantik besondere Schwerpunkte bilden. Meisterkurse bei Henry Fairs, Martin Sander, Léon Berben, Daniel Roth, Martin Schmeding, Erwan Le Prado und Martin Sturm ergänzten seine Ausbildung. Gregor Früh war mehrfach bei renommierten Wettbewerben erfolgreich: 2025 gewann er den ersten Preis sowie drei Sonderpreise beim internationalen Orgelwettbewerb »Faszination Orgel« Mannheim, darunter den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von Max Reger. 2024 war er Finalist beim Johann Sebastian Bach-Wettbewerb Leipzig und wurde mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Seit 2020 ist er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Von 2019 bis 2023 war Gregor Früh Assistent von Prof. Arvid Gast an St. Jakobi zu Lübeck und 2023/24 Organist in Residence bei den Orgelspielen Mecklenburg-Vorpommern. Neben seiner Konzerttätigkeit komponiert er großformatige Werke und entwickelt interdisziplinäre, multimediale Konzertprojekte.
Wettbewerbsprogramm / Repertoire
Auswahlrunde
Videoaufnahme des folgenden Programms:
- Dieterich Buxtehude: Praeludium ex g BuxWV 150 oder BuxWV 148
- Johann Sebastian Bach: einen 1. und 2. Satz oder einen 2. und 3. Satz aus den Orgelsonaten c-Moll BWV 526 oder e-Moll BWV 528
Die einzelnen Werke müssen ungeschnitten sein. Die Aufnahme ist vom Teilnehmenden auf einer gängigen Videoplattform (YouTube/Vimeo) hochzuladen (nicht öffentlich). Der Link und gegebenenfalls das Passwort sind zur Verfügung zu stellen.
1. Runde
St. Jakobi zu Lübeck (Richborn-Positiv)
- Girolamo Frescobaldi: Bergamasca
St. Jakobi zu Lübeck (Stellwagen-Orgel)
- Franz Tunder: »In dich hab ich gehofft, Herr« oder »Komm, heiliger Geist, Herre Gott«
- Dieterich Buxtehude: Praeludium ex C BuxWV 136 oder ex a BuxWV 153
Semifinale
St. Jacobi Hamburg
- Vincent Lübeck: Praeludium ex d oder ex g
- Matthias Weckmann: »Nun freut euch, lieben Christen gmein« oder »Gelobet seist du, Jesu Christ« (3 Verse)
- Dieterich Buxtehude: »Te Deum laudamus« BuxWV 218
Finale
St. Jakobi zu Lübeck
- Konzertprogramm von maximal 45 Minuten Länge,
- gespielt auf zwei der historischen Instrumente der Jakobikirche (Stellwagen-Orgel und Große Orgel oder Stellwagen-Orgel und Richborn-Positiv)
Es müssen enthalten sein:
- Repräsentartive Werke von Dieterich Buxtehude und Johann Sebastian Bach
- die Triosonate von Hugo Distler
- und das Auftragswerk des Buxtehude-Wettbewerbs 2026 von Sarah Proske (komponiert für die Stellwagen-Orgel der Jakobikirche Lübeck, Dauer: ca. 7 Minuten)
Es dürfen keine Werke aus den vorherigen Runden gespielt werden.
Anmeldung
Eine Anmeldung ist zwischen dem 1.3. und 1.6.2026 hier möglich. Die Zulassung zum Wettbewerb und Übersendung des Auftragswerkes erfolgt zwischen dem 15. und 20.6.2026.
Wettbewerbsbedingungen
Folgende Bewerbungsunterlagen sind online einzureichen:
- ausgefülltes Anmeldeformular
- Kopie/Scan des Ausweises/Reisepasses
- Empfehlung des aktuellen Lehrers/der aktuellen Lehrerin
- musikalischer Lebenslauf unter Angabe der Examina
- Künstlerfoto (9 x 13 cm)
Einsendeschluss
1. Juni 2026
Zugelassen werden maximal 20 Teilnehmende, die nach dem 1. Januar 1995 geboren sind. Die Mitteilung zur Zulassung erfolgt zusammen mit den notwendigen Zahlungsinformationen zum Wettbewerb zwischen dem 15. Juni und 20. Juni 2026.
Teilnahmegebühr
Die Teilnahmegebühr beträgt 100 Euro und ist nach Zulassung zum Wettbewerb bis zum 15. Juli 2026 zu entrichten.
Ablauf
Der Wettbewerb besteht aus drei Runden: Die erste Runde findet wie die Finalrunde in St. Jakobi zu Lübeck statt. Das Semifinale wird in St. Jacobi Hamburg ausgetragen. Der Wettbewerb ist öffentlich und kann von Rundfunk und Fernsehen aufgezeichnet und von der Presse fotografiert werden. In diesem Falle verzichten die Teilnehmenden auf alle im Zusammenhang damit stehenden Rechte und Honorare.
Preise
1. Preis 10.000 Euro
2. Preis 5.000 Euro
3. Preis 3.000 Euro
Jeder Finalist erhält ein »Finalistendiplom«. Die Jury ist nicht verpflichtet, Preise zu vergeben. Die Preise können nicht geteilt, aber doppelt vergeben werden. Die Entscheidungen der Jury sind unanfechtbar.
Konzerte des Wettbewerbs
Konzerte mit den Juroren und Jurorinnen des Wettbewerbs werden rechtzeitig bekanntgegeben. Das Finale findet in der Form öffentlicher Finalisten-Konzerte in St. Jakobi Lübeck statt. Die Preisverleihung findet am Samstag, den 3.10. um 19 Uhr in St. Jakobi Lübeck innerhalb eines Festkonzertes, gespielt von den den Preisträgern des Wettbewerbs statt.
Informationen zu den Instrumenten/Dispositionen
Ausführliche Informationen zu den Wettbewerbsinstrumenten sind unten im Downloadbereich zu finden.
Registranten
Für den Wettbewerb werden den Teilnehmenden auf Wunsch Registranten/Registrantinnen zur Verfügung gestellt. Es ist auch gestattet, einen eigenen Registranten/eine eigene Registrantin mitzubringen.
Unterbringung
Für Teilnehmende, die das Finale erreicht haben, werden kostenlose Unterbringungsmöglichkeiten für die Dauer der weiteren Teilnahme arrangiert.









