Maryam Haiawi studierte katholische Kirchenmusik und Klavier an der Hochschule für Musik Freiburg i.Br., Musikwissenschaft an der Universität Freiburg sowie Orgel am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris und an der Hogeschool voor de Kunsten Codarts Rotterdam. Ihre Orgelprofessoren waren Gerhard Weinberger, Martin Schmeding, Olivier Latry, Michel Bouvard und Ben van Oosten. Sie ist Preisträgerin internationaler Orgel- und Klavierwettbewerbe, erhielt für ihre Diplomarbeit über das Orgelwerk von Jeanne Demessieux den Musikwissenschaftspreis der Hochschule für Musik Freiburg und war Stipendiatin des Cusanuswerkes. Maryam Haiawi war Organistin der Universitätskirche Freiburg. Seit 2019 ist sie Kantorin der Hauptkirche St. Trinitatis in Hamburg-Altona. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig im Projekt »Bach-Repertorium« und des Graduiertenkollegs »Interkonfessionalität in der Frühen Neuzeit« der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Hamburg. Ihre Dissertation ist 2023 unter dem Titel »Das Oratorium als konfessionelles Bekenntnis? Interkonfessioneller Austausch von Oratorien im 18. Jahrhundert« (Reihe »Beiträge zur Geschichte der Kirchenmusik«) erschienen. Seit 2022 ist Maryam Haiawi wissenschaftliche Mitarbeiterin der DFG-Forschungsgruppe »Geistliche Intermedialität in der Frühen Neuzeit« der Universität Hamburg und untersucht mehrchörige Musikpraxis im 16. und 17. Jahrhundert im Hinblick auf bisher wenig erforschte Bezüge zu mittelalterlichen Vorstellungen von Engelsmusik. Neben ihrem Forschungsschwerpunkt in der geistlichen Musik der Frühen Neuzeit arbeitet sie zur Musikpraxis in der Herrnhuter Brüdergemeine im 18. und 19. Jahrhundert in globalgeschichtlicher Perspektive. Aktuell vertritt Maryam Haiawi die Vertretungsprofessur im Fach Musikwissenschaft an der Musikhochschule Lübeck. Neben ihrer kirchenmusikalischen und wissenschaftlichen Tätigkeit ist Maryam Haiawi als Konzertorganistin aktiv. Ihre Repertoireschwerpunkte liegen in der deutschen und französischen Romantik sowie Postromantik.
MH
Maryam Haiawi