»Unschärfen, Leerstellen, blinde Flecken«

Sektionen
Sektion I: Orale Traditionen (bspw. außereuropäische Musik, Volksmusik, improvisierte Musik)
Wie kann sich die Musiktheorie als eine auf Notation und Schriftlichkeit fokussierte Disziplin solchen Arten von Musik nähern? Welcher Methoden bedarf es? Wie verändert die Aufzeichnung und Konservierung genuin nicht-schriftlich tradierter Musik die Tradition selbst? In den Bereich nicht schriftlich fixierter Traditionen fallen auch diverse Phänomene der westlichen Kunstmusik, von impliziter Theorie über nicht-notierte Konventionen bis hin zu ausdrücklich aleatorischen Freiräumen.
Sektion II: Zeitgenössische Musik
Aktuelle künstlerische Praxis wartet mit einer Vielzahl von Erscheinungen auf, die, will man sie erfassen, auch nach neuen wissenschaftlichen Zugängen und Methoden verlangen. Zu nennen wäre u.a. der Einsatz digitaler und multimedialer Mittel aber auch klassischere Aspekte wie die Tatsache, dass Klang, Geräusch und alternative Stimmungen zu zentralen kompositorischen Parametern geworden sind. Wie begegnet die Musiktheorie dieser Herausforderung?
Sektion III: Musiktheorie zwischen Kunst und Wissenschaft
Indem Musiktheorie ihre Janusköpfigkeit betont, begibt sie sich gezielt in die Unschärfe. Hier finden sich Phänomene wie die stilgebundene Komposition, die Rekonstruktion historischer Fragmente oder auch die Bereitstellung theoretischer Tools für die kompositorische Praxis. Welche Potenziale birgt die Arbeit im Übergangsbereich für die Theorie, für die Kunst und für die Wissenschaft? Vor dem Hintergrund des aktuellen künstlerischen Wettbewerbs (Buxtehude-Rekonstruktionen) sind in dieser Sektion Beiträge mit Fokus auf das Lübecker Barock besonders erwünscht.
Sektion IV: Das (un)scharfe Gehör
Gehörbildung als didaktische Disziplin bewegt sich unentwegt zwischen zwei Extremen, einerseits einer systematischen Überforderung des Gehörs und andererseits einer tendenziell realitätsfernen, aber notwendigen didaktischen Reduktion des Materials. Wie ist dem zu begegnen? Was kann man hören, aber nicht notieren; was notieren, aber nicht hören? Welche bislang unterrepräsentierten musikalischen Aspekte sollte die Gehörbildung mehr in den Fokus nehmen? Und wie? Welche Rolle spielt das Ohr (wessen Ohr?) als theoretisches Erkenntnisinstrument?
Sektion V: Freie Themen
Sektion VI: Offene Studierenden-Sektion
Proposals dieser Kategorie werden beim Auswahlprozess besonders unterstützt. Die Sektion soll Studierenden erste Erfahrungen im Präsentieren eigener Arbeiten ermöglichen sowie konstruktives Feedback von bzw. Kontakt zu internationalen Spezialistinnen und Spezialisten bieten.
Formate
Formate
- Einzelvortrag
- Vortragspanel
- Lecture Recital
- Workshop
- Diskussionsforum
- Buchpräsentation
Konzerte
Buxtehude-Abendmusik
- FR / 17 / OKT / 25
19.30 Uhr / St. Jakobi
Das MHL-Ensemble für Alte Musik mit Kantaten, Sonaten und Orgelwerken von Buxtehude sowie Rekonstruktionen seiner Werke aus dem künstlerischen Wettbewerb der Gesellschaft für Musiktheorie im Rahmen der Jahrestagung der GMTH.
>> Eintritt 15 Euro (ermäßigt 10 Euro)
»An Index of Metals«
- SA / 18 / OKT / 25
19.30 Uhr / MHL / Großer Saal
Mono-Oper von Fausto Romitelli mit Monica Rirhandzu Mhangwana (Sopran), dem Studio Musikfabrik (Köln) und Studierenden der MHL im Rahmen der Jahrestagung der GMTH, Peter Veale (Leitung).
>> Eintritt 14 / 19 Euro (ermäßigt 8 / 12 Euro)