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Brief­prä­sen­ta­ti­on: Vor­trags­kon­zert

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger stellt den neu erworbenen Brief von Philipp Spitta an Johannes Brahms vor.

Blick auf zwei Brahms-Büsten, die im Wintergarten des Brahms-Instituts an der MHL stehen

Ein bedeutender Originalbrief von Johannes Brahms, den das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL) Ende des letzten Jahres erwerben konnte, wird nun dem Lübecker Publikum vorgestellt: Prof. Wolfgang Sandberger präsentiert den wertvollen Neuerwerb im Rahmen eines Vortragskonzerts am 29. Januar um 18 Uhr in der Villa Brahms.

Der dreiseitige Brief, den der berühmte Komponist Johannes Brahms im Sommer 1873 an den Musikgelehrten und Bach-Biografen Philipp Spitta schrieb, ergänzt seit Oktober die wertvolle Lübecker Sammlung. Jetzt wird er im Vortragskonzert am Donnerstag, 29. Januar um 18 Uhr erstmals in Lübeck präsentiert. Wolfgang Sandberger, Vorstandsvorsitzender der Possehl-Stiftung, langjähriger Professor an der MHL und ehemaliger Leiter des Brahms-Instituts kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück: Als ausgewiesener Brahms- und Spitta-Experte führt er in die musikhistorischen Zusammenhänge ein und stellt dabei nicht nur die musikwissenschaftliche Bedeutung des spektakulären Neuerwerbs in den Mittelpunkt, sondern auch die Beziehung zwischen Brahms und Spitta. Musikalisch wird der Abend mit Werken von Brahms und Bach gestaltet: Yoichiro Chiba aus der Klasse von MHL-Klavierprofessor Florian Uhlig zieht mit Auszügen aus Bachs Wohltemperiertem Klavier und Klavierstücken von Brahms künstlerische Bezugslinien zum Neuerwerb.

Der Brief, der sich in amerikanischem Privatbesitz befand, konnte dank großzügiger Unterstützung der Lübecker Possehl-Stiftung und des Vereins zur Förderung des Brahms-Instituts 2025 für die Lübecker Sammlung erworben werden. Das dreiseitige Schreiben dokumentiert die große Wertschätzung, die Brahms Spittas musikwissenschaftlicher Arbeit entgegenbrachte, insbesondere dem kurz zuvor erschienenen ersten Band seiner monumentalen Bach-Biografie. Es spiegelt auch die gemeinsame Leidenschaft beider Persönlichkeiten für das Werk Johann Sebastian Bachs.

Der Brief ist auch über das im August 2025 gelaunchte Brahms-Portal zugänglich, mit dem ein neuartiger digitaler Zugang zur weltweit einzigartigen Lübecker Sammlung sowie zu Leben und Werk des Komponisten entstanden ist. Knapp 10.000 Werke und Objekte – darunter Autografe, Briefe, Fotografien und Erstdrucke – sind hier bereits nach neuesten Standards erfasst, semantisch vernetzt und weltweit zugänglich. 

Im Anschluss an das Vortragskonzert ist das Museum im Brahms-Institut geöffnet, wo der Brief in Augenschein genommen werden kann. Karten für 8 Euro und 11 Euro sind in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen sowie online unter www.mh-luebeck.de erhältlich. Restkarten gibt es ab 17.30 Uhr an der Abendkasse in der Villa Brahms (Jerusalemsberg 4, 23568 Lübeck). Weitere Informationen unter www.brahms-institut.de und www.brahms-portal.de.