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Lübeck, 19.10.2021

Neue Musik-Ensemble der MHL spielt Gedenkkonzert „plötzlich weg“

Zu einem moderierten Gedenkkonzert in der Veranstaltungsreihe „plötzlich weg“ lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Samstag, 30. Oktober um 19.30 Uhr in den Großen Saal ein. Das Neue Musikensemble der MHL präsentiert sich dabei erstmals unter Leitung seines neuen Leiters Maximilian Riefer. Auf dem Programm stehen Werke von Hartmann und Schulhoff mit historischen Bezügen sowie eine Uraufführung.

Die Reihe „plötzlich weg“ erinnert an die Deportation und Ermordung von über 600 Menschen aus den Lübecker Heilstätten vor 80 Jahren. Der Medizinhistoriker Prof. Dr. Cornelius Borck (Universität zu Lübeck) moderiert das Konzert. Er blickt auf das historische Geschehen und fragt nach dem Potenzial von Kunst in „ver-rückten“ Zeiten. Das musikalische Programm spiegelt die künstlerische Auseinandersetzung im Spannungsfeld zwischen Weltkriegsgräuel und dadaistischer Verrücktheit. Mit Werken von Erwin Schulhoff und Karl Amadeus Hartmann erklingen Kompositionen der 1920er- und 40er Jahre. Als Gast übernimmt Michael Müller-Kasztelan aus dem Ensemble des Kieler Theaters die Bariton-Partie in Schulhoffs Ensemblestück „Die Wolkenpumpe“. MHL-Student Raphael Brandstäter hat eigens für diesen Anlass das Ensemblestück „Prementi“ komponiert. Uraufgeführt wird es von den neun Mitgliedern des Neue Musikensemble der MHL, das unter seinem neuen Leiter Maximilian Riefer erstmals öffentlich auftritt.

MHL-Vizepräsident Prof. Dr. Oliver Korte erläutert: „Mit unserem Konzertprogramm vollziehen wir einen spannungsgeladenen Dreischritt: Hartmanns „Klaviersonate 27. April 1945“ ist Musik eines Augenzeugen: An diesem Tag zog vom KZ Dachau her ein Todesmarsch direkt am Haus des Komponisten vorbei. Schulhoffs Ensemblestück „Die Wolkenpumpe“ wurde, wie all seine Musik, von den Nationalsozialisten als ,entartet‘ gebrandmarkt. Der Komponist starb 1942 in einem Internierungslager. Seine witzige, originelle und gestern wie heute provokante Musik hat überdauert und darf nicht vergessen werden. Kompositionsstudent Raphael Brandstäter schuf aus der historischen Distanz ein Werk des Gedenkens – und blickt zugleich mit dem Titel ‚Prementi‘ in die Zukunft.“ In seinem rund zehnminütigen Werk für Bläser, Schlagzeug und Klavier bewegt sich der junge Komponist zwischen emotionaler Distanziertheit und der Konfrontation mit starken Gefühlen: Angst, Trauer, Hass – aber auch Hoffnung klingen durch. Beim Komponieren hat er sich mit verschiedenen Fragen beschäftigt: „Wie gehen wir mit anderen Menschen um? Wie erzeugen wir Empathie? Wie verhindern wir Grausamkeit?“

Im Konzert findet die Auseinandersetzung mit den grausamen Geschehnissen durch Kompositionen aus verschiedenen historischen Blickwinkeln einen kontrastreichen Ausdruck. Das Konzert findet im Rahmen des Projekts „Lübeck hoch 3“ (LH³) und in Kooperation mit verschiedenen Gedenk-Initiativen statt. Vom 23. September bis zum 30. November erinnert das Projekt „plötzlich weg“ mit zahlreichen Veranstaltungen wie Filmreihen, Vorträgen, Konzerten, Lesungen und Ausstellungen an die Deportationen in den Jahren 1940 und 1941. Weitere Informationen gibt es auf der Website des Projeks Opens external link in new window"plötzlich weg"

Der Eintritt zum Gedenkkonzert ist frei, ein 3G-Nachweis und eine Eintrittskarte, die unter Opens external link in new windowwww.mh-luebeck.de gebucht werden kann, sind Voraussetzung für den Einlass.

Maximilian Riefer, seit Mai 2021 Leiter des Profils Neue Musik an der MHL, ist Percussionist und Dirigent. Von 2015 bis 2020 war er Leiter der Schlagzeugabteilung an der Universiti Teknologi Mara Faculty of Music in Malaysia und parallel dazu Coach für zeitgenössische Musik am Yong Siew Toh Conservatory Singapur. Seit 2019 ist er zudem künstlerischer Leiter und Dirigent des Jakarta Modern Ensemble. Einer seiner künstlerischen Schwerpunkte liegt deshalb auf der zeitgenössischen Musik Südostasiens. Zudem spielen Improvisation und die Suche nach neuen Konzertkonzepten eine zentrale Rolle in seinem künstlerischen Verständnis. Seine Konzerttätigkeit brachte ihn als Solist und Kammermusiker unter anderem zu Festivals wie Tokyo Experimental Festival, Wien Modern, Soundbridge (Malaysia), two days and two nights of new music (Ukraine). Er wurde als Gastdozent zu Hochschulen in Japan, China, Südostasien und Europa eingeladen und arbeitete mit Instrumentalisten und Komponisten wie Dieter Mack, Steven Schick und Johannes Fischer. Maximilian Riefer studierte an der Musikhochschule Freiburg bei Prof. Bernhard Wulff, Prof. Taijiro Miyazaki und Pascal Pons und an der Toho Gakuen Orchestra Academy (Japan) bei Prof. Yoshiyuki Tsukada und Prof. Kyoichi Sano.

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Lübeck, 13.10.2021

Landesjugendorchester zu Gast in der MHL

Das Landesjugendorchester Schleswig-Holstein gibt am Samstag, 16. Oktober um 19 Uhr ein Gastkonzert im Großen Saal der Musikhochschule Lübeck (MHL). Unter der Leitung von Ingo Martin Stadtmüller präsentieren die jungen Musikerinnen und Musiker Werke von Beethoven, Poulenc und Dvořák.

Mit der „Leonoren-Ouvertüre“ von Beethoven, Dvořáks siebter Symphonie und dem Orgelkonzert g-Moll von Poulenc und steht Vielfältigkeit auf dem Programm. Unter der Leitung von Ingo Martin Stadtmüller, stellvertretender Generalmusikdirektor am Landestheater Schleswig-Holstein, hat das Landesjugendorchester (LJO) Schleswig-Holstein in seiner 75. Arbeitsphase die Werke in der Kulturakademie der Vorwerker Diakonie auf dem Plöner Koppelsberg einstudiert.

Beethovens einzige Oper „Fidelio“ besitzt gleich vier verschiedene Ouvertüren. Jedoch schaffte nur die dritte Ouvertüre, die ihren Namen von der strahlenden Heldin erhielt, den Sprung von der Bühne in den Konzertsaal. Mit seiner siebten Symphonie erzielte Dvořák endgültig den internationalen Durchbruch. Inspiriert durch die dritte Sinfonie seines Freundes Johannes Brahms gelang ihm ein Werk, das heute zum Standardrepertoire der großen Orchester zählt. Francis Poulenc hat mit seinem großen Orgelkonzert gigantische Klangeffekte erschaffen und mit ungewöhnlicher Instrumentierung experimentiert.

Solist ist der 22-jährige Gregor Früh, seit 2018 Student bei Prof. Arvid Gast und Prof. Franz Danksagmüller und bereits musikalischer Assistent an der Hauptkirche St. Jakobi. Gregor Früh erzählt über das Werk: „Poulencs Orgelkonzert ist ein Muss für jeden Organisten, für mich steht es in einer Reihe mit seinen großen Vorbildern, den Orgelwerken Bachs und Händels. In kaum einem anderen Werk geht die Orgel als Soloinstrument eine so gelungene Synthese mit dem Orchester ein. Ich schätze besonders Poulencs einzigartige Harmonik, die reizvollen Klangfarben von Streichern, Pauke und Orgel sowie die virtuos-lebendige Spielfreude des Stückes!"

Eintrittskarten können für 14 und 19 Euro (ermäßigt 8 und 12 Euro) ausschließlich online über www.mh-luebeck.de/veranstaltungen/termine/ gebucht und ausgedruckt werden. Neben der Eintrittskarte ist ein 3G-Nachweis Voraussetzung für den Einlass.

Dirigent Ingo Martin Stadtmüller, studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main Kirchenmusik, bevor er zur Orchesterleitung überging. Über viele Engagements als Kapellmeister und Dirigent ist Stadtmüller seit der Spielzeit 2018/2019 am Schleswig-Holsteinischen Landestheater als erster Kapellmeister und Stellvertreter des Generalmusikdirektors engagiert.

Solist Gregor Früh, 1999 in Deggendorf geboren, wurde schon früh für seine musikalischen Leistungen ausgezeichnet, etwa mit einem ersten Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2018. Seit drei Jahren studiert er Kirchenmusik und Konzertfach Orgel an der MHL in den Orgelklassen von Prof. Arvid Gast (Orgel-Literatur) und Prof. Franz Danksagmüller (Improvisation). Zudem wirkt er seit 2019 als musikalischer Assistent von Prof. Arvid Gast an der Hauptkirche St. Jakobi in Lübeck. Gregor Früh ist ein gefragter Continuo-Spieler, Orgelsolist und Chorleiter und gibt regelmäßig Konzerte in Nord- und Süddeutschland. Er ist Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Im LandesJugendOrchester (LJO) Schleswig-Holstein treffen sich zweimal jährlich schleswig-holsteinische Nachwuchstalente zu mehrtägigen Arbeitsphasen. Die Jugendlichen sammeln dort unter professionellen Bedingungen Orchestererfahrung und lernen große Orchesterliteratur kennen. Träger des Orchesters ist der Landesmusikrat Schleswig-Holstein e.V. Weitere Informationen und Kontakt unter www.landesmusikrat-sh.de.

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Lübeck, 28.09.2021

MHL-Studierende bringen Mozarts „Zauberflöte“ auf die Bühne

Studierende der Musikhochschule Lübeck (MHL) haben unter musikalischer Leitung von Mark Rohde und der Regie von Søren Schuhmacher Mozarts „Zauberflöte“ einstudiert. Am 9. und 10. Oktober bringen sie die berühmte Märchenoper zusammen auf die Bühne im Großen Saal. Damit führt die MHL erstmals wieder eine komplette große Oper auf.

Gesangsstudierende und Orchestermitglieder der MHL präsentieren in zwei öffentlichen Auf-führungen im Großen Saal Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ nach dem Libretto von Emanuel Schikaneder. Die Premiere ist am Samstag, 9. Oktober um 17 Uhr. Gastregisseur Søren Schuhmacher (Staatstheater Darmstadt) siedelt die märchenhafte Liebesgeschichte zwischen Pamina, Tochter der Königin der Nacht und dem Prinzen Tamino in der heutigen Zeit an. Inszeniert als „Coming-of-Age“-Geschichte geht es um das Heranreifen zweier junger Menschen, die das ihnen anerzogene Wertesystem zunächst überwinden müssen, um zueinander zu finden. Die Märchenwelt der Oper spiegelt dabei eine Parallelwelt der Videospiele und Fantasy-Geschichten wider, in die sich die Liebenden − wie die Jugendlichen unserer Zeit − flüchten und die sie dennoch für ihre Entwicklung brauchen. Das MHL-Hochschulorchester begleitet unter Leitung von Gastdirigent Mark Rohde (Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin).

Den Großen Saal der MHL mit seinen im Vergleich zum Theater technisch eingeschränkten Möglichkeiten sieht Schuhmacher dabei als Herausforderung: „Die Zauberflöte ist eine Zauberoper. Sie ist für Kulissentheater und Bühnenmaschinerie geschrieben. Die MHL ist kein Theater. Damit muss man umgehen, darauf muss man als Regisseur reagieren.“ Für das stark reduzierte Bühnenbild greift der Regisseur deshalb zu einem Trick: Auf einen durchsichtigen, schalldurchlässigen Gaze-Vorhang und eine schwebende Leinwand werden die verschiedenen Spielorte und Bühnenbilder projiziert. Erst die Videoinhalte erzeugen die Illusion einer opulenten Ausstattung. Seine Zauberflöte beschreibt der Regisseur als „modern und doch märchenhaft, virtuell und doch taktil“.

Für die Aufführung mit Studierenden einer Musikhochschule bietet die zweiaktige Oper ein Füllhorn an Möglichkeiten: Sie beinhaltet viele unterschiedliche Rollen und bietet großen, mittleren und kleinen Partien aller Stimmfächer Einsatz. Schuhmacher erläutert: „Ein Theater und erst recht eine Musikhochschule kann dabei einen Großteil ihres Ensembles und ihrer Studierenden in einer Produktion besetzen. Die Mischung aus musikalischen Nummern und gesprochenen Texten ist für junge Künstler, die aus vielen Sprachräumen der Welt stammen, eine ausgesprochene Herausforderung, aber eben auch eine unheimlich gewinnbringende Etüde.“

Die MHL-Studierenden kommen aus nahezu allen Fachsemestern, es sind Bachelor- und Master-Studierende sehr unterschiedlicher Ausbildungsstufen dabei. Sie können an ihre Erfahrungen mit der „Virtuellen Zauberflöte“ anknüpfen, die sie im Sommersemester 2020 erarbeitet haben. Zwar waren Proben und Aufführung durch den Lockdown rein digital, dennoch können die jungen Sängerinnen und Sänger für die aktuelle Aufführung von der Beschäftigung mit ihren Rollen profitieren. Es singen Jasmin Delfs (Königin der Nacht), Lea Bublitz und Celina Denden (Pamina), Marius Pallesen und Zixing Zhang (Tamino), Pauline Kringel und Rafaela Otto (Papagena), Yoogeon Hyeon (Papageno), Jhansson Miranda und Changhyun Yun (Sarastro) und David Heimbucher (Monostatos), Rocio Reyes, Xiaofang Zhao, Meiyan Han, Hannah Gabor, Sophie Kampa und Johanna Thomsen (Damen), Merle Groß, Ann-Kathrin Strauch und Theresa Nitzsche (Knaben), Yuto Todoroki (Priester und 1. Geharnischter Mann) sowie Carl Kanowsky (2. Geharnischter Mann).

Neben der Premiere am Samstag, 9. Oktober um 17 Uhr gibt es eine weitere Aufführung am Sonntag, 10. Oktober um 11 Uhr. Eintrittskarten können für 14 und 19 Euro (ermäßigt 8 und 12 Euro) ausschließlich online über www.mh-luebeck.de/veranstaltungen/termine/ gebucht und ausgedruckt werden. Neben der Eintrittskarte ist ein 3G-Nachweis (getestet, geimpft oder genesen) Voraussetzung für den Einlass.

Gastregisseur Søren Schuhmacher wurde in Hamburg geboren. Nach dem Studium der Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft und Philosophie an der Universität zu Köln führten ihn seine ersten Engagements als Regieassistent an die Opernhäuser in Bonn, Köln, Leipzig und Hamburg, zu den Bayreuther Festspielen und ans Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel. Er verantwortete internationale Einstudierungen unter anderem für Christof Loy, Robert Carsen und Günter Krämer. An der State Opera of South Australia betreute er den ersten australischen Komplettzyklus „Der Ring des Nibelungen“. 2005 holte ihn Andreas Homoki als szenischen Leiter der Reihe „Jung“ an die Komische Oper Berlin. Von 2006 bis 2010 war Schuhmacher Oberspielleiter an der Deutschen Oper Berlin und Mitglied der erweiterten Direktion. Nach seiner Debut-Inszenierung „Katja Kabanova“ 2004 am Theater St. Gallen folgten unter anderen „Otello“, „Così fan tutte“, „Don Giovanni“, „Carmen“, „La Bohème“, „Der Freischütz“, „Der König Kandaules“, „Infinito Nero“, „My Fair Lady“ und „Blaubart“ an der Deutschen Oper Berlin, an den Staatstheatern Augsburg und Mainz, am Théâtre de la Ville de Luxembourg, dem Landestheater Coburg und weiteren Bühnen im deutschsprachigen Raum. Seit 2019 ist Søren Schuhmacher am Staatstheater Darmstadt Künstlerischer Betriebsdirektor und Leiter Casting Musiktheater sowie Stellvertreter des Intendanten in künstlerischen Fragen.

Gastdirigent Mark Rohde, gebürtiger Hamburger, ist Generalmusikdirektor des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin und der Mecklenburgischen Staatskapelle. Nach seinem Violinstudium in Frankfurt a.M. und dem Dirigierstudium bei Prof. Christof Prick in Hamburg begann er seine Laufbahn als Korrepetitor und Kapellmeister. 2011 wurde er erster Kapellmeister der Staatsoper Hannover. Zu seinem Repertoire gehörten dort neben den großen italienischen Opern vor allem spätromantische und zeitgenössische Werke. Er arbeitete mit Sängern wie Thomas Hampson, Neil Shicoff und Bryn Terfel zusammen. Aufmerksamkeit erregten seine Interpretationen von Zemlinskys „Der Traumgörge“, Henzes „Englischer Katze“ (2016), die Uraufführung von Giorgio Battistellis „Lot“ (2017), die Aufführung von Manfred Trojahns „Was ihr wollt“ (2018) sowie die Neuproduktion von Franz Schrekers Oper „Die Gezeichneten“ (2019). 2019 wechselte Rohde als stellvertretender Generalmusikdirektor an das Nationaltheater Mannheim. Er dirigierte unter anderem die Münchner Philharmoniker, das Beethovenorchester Bonn, die NDR Radiophilharmonie, das Wuppertaler Sinfonieorchester und die Litauische Nationalphilharmonie und konzertiert regelmäßig mit Solisten wie Giovanni Sollima, Ingolf Turban oder Maximilian Hornung. Gastspiele und Tourneen führten ihn an renommierte Bühnen im In- und Ausland (u.a. nach Asien). Mark Rohde widmet sich intensiv der Neuen Musik, u.a. als mehrfacher Gast bei der Münchner Biennale. Er dirigierte Uraufführungen von Komponisten wie Jörg Widmann, Peter Michael Hamel oder Klaus Lang.

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Lübeck, 05.08.2021

Einblicke ins Lübecker Studium beim Schnupperkurs "Musik studieren"

Am 1. und 2. Oktober lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) wieder zu einem "Schnupperkurs Musik studieren" ein. Schülerinnen und Schüler, die sich für ein Musikstudium in Lübeck interessieren, erhalten mit Probeunterricht, Workshops und kleinen Ensembleproben zwei Tage lang Einblick in das Studium an der MHL. Anmeldungen sind noch bis zum 15. August möglich.

Seit zehn Jahren lädt die MHL zum jährlichen Schnupperkurs ein und ermöglicht Studieninteressierten damit einen vertieften und individuellen Einblick in das Lübecker Musikstudium. 35 renommierte Dozierende der MHL, unter ihnen auch Konstanze Eickhorst (Klavier), Manuela Uhl (Gesang), Otto Tolonen (Gitarre), Troels Svane (Violoncello) und Arvid Gast (Orgel), unterrichten am Freitag, 1. Oktober und Samstag, 2. Oktober von 9 bis 16 Uhr an der MHL und an den historischen Orgeln der Lübecker Jakobikirche. Neben Probeunterricht für Klavier, Bläser, Streicher, Gesang, Harfe, Gitarre und Orgel können Teilnehmende Fragen rund um ihren Berufswunsch und ihre Berufsperspektive klären.

Sowohl Interessierte an einem künstlerisch-praktischen Studiengang als auch an einer pädagogischen Ausbildung kommen dabei auf ihre Kosten. Bei den pädagogischen Fächern stehen die Jazz- und Popinstrumente im Mittelpunkt. Workshops zu verschiedenen Themen wie unter anderem "Ensemble Alte Musik", "Improvisation", "Computer und Musik" und "Elementare Musikpädagogik" ergänzen das Angebot. Auch Bühnenauftritte sind geplant: Der Schnupperkurs im Fach Orgel endet mit einer Orgel- und Chorvesper in St. Jakobi, die von den Kursteilnehmenden spielend, dirigierend und sängerisch selbst gestaltet wird.

Der Schnupperkurs wird unter geltenden Corona-Regelungen durchgeführt. Es können Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren mit fortgeschrittenen musikalischen Fähigkeiten teilnehmen. Der Unterricht ist kostenfrei, die MHL erhebt jedoch eine Anmeldegebühr in Höhe von 50 Euro. Ein Online-Formular zur Anmeldung ist auf der MHL-Webseite www.mh-luebeck.de zu finden.

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