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Lübeck, 22.04.2022

30. Brahms-Festival Lübeck startet am 6. Mai an der MHL

An der Musikhochschule Lübeck (MHL) laufen zurzeit die Proben für das 30. Brahms-Festival, das unter dem Motto „Fantastisch“ vom 6. bis zum 15. Mai stattfindet. Mit der Angliederung des Brahms-Instituts an die MHL wurde das Brahms-Festival 1992 ins Leben gerufen und ist in diesem Format in der Hochschullandschaft bis heute einzigartig. In über 50 verschiedenen Ensembles musizieren Studierende und Dozierende gemeinsam. Anlässlich des 200. Todestages von E.T.A. Hoffmann stehen romantische Werke im Fokus der 33 Konzerte.

Mit neun Konzerten auf drei Bühnen begann das Brahms-Festival Anfang der 90er Jahre, heute sind vom 6. bis zum 15. Mai über 200 Mitwirkende auf acht Bühnen in Lübeck und Flensburg zu erleben. E.T.A. Hoffmann hat anlässlich seines 200. Todestages die Konzertprogramme inspiriert.

Das Festival startet mit einer Antrittsvorlesung der Musikwissenschaftlerin Prof. Christiane Tewinkel, die über Hoffmanns Musikernovelle „Die Fermate“ reflektiert („Präludium“ am Fr, 6. Mai, 18 Uhr, MHL) und „Friedenskonzerten“ in Lübeck und Flensburg in Kooperation mit der Europa-Universität Flensburg (Sa, 7. Mai, 19.30 Uhr, MHL / So, 8. Mai, 17 Uhr, MHL / Mo, 9. Mai, 19 Uhr, Deutsches Haus Flensburg). MHL-Pianist Florian Uhlig und das MHL-Sinfonieorchester präsentieren dann unter Leitung des Gastdirigenten Clemens Schuldt Werke von Schumann und Mahler, eine Uraufführung des jungen Komponisten Philipp Wallis Nicolai und das „Gebet für die Ukraine“ des bekannten ukrainischen Komponisten Valentin Silvestrov.

Das Brahms-Institut an der MHL eröffnet seine neue Ausstellung, die unter dem Motto „Der junge Brahms zwischen Natur und Poesie“ den romantischen Feuerkopf mit seiner Liebe zu Literatur und Natur in den Fokus stellt (Ausstellungseröffnung Sa, 7. Mai, 15 Uhr, Villa Brahms). Festival-Motto mit vielen Querbezügen Herzstück des Festivals sind die programmatischen Kammermusikkonzerte am Abend mit den Titeln „Verführerisch“, „Verzaubernd“, „Verschattet“, „Verträumt“ und „Verwoben“. Sie konkretisieren das Festival-Motto mit vielen Querbezügen zwischen Themen und Komponisten und laden ein, in die Zauberwelt der Romantik einzutauchen.

Die Programme sind dem Geist Hoffmanns, dem Dialog von Literatur und Musik verpflichtet. E.T.A. Hoffmann war ein romantisches Multitalent mit vielen Begabungen. Als Dichter fabulierte er geistreich, erfand rätselhafte und skurrile Figuren wie den Kapellmeister Kreisler und inspirierte die romantische Musik damit wie kaum ein anderer. Auch der junge Johannes Brahms war von Hoffmanns Figuren fasziniert, verschlang seine Werke und identifizierte sich so sehr mit Kreisler, dass er sogar einzelne Briefe und Werke mit „Johannes Kreisler jun.“ unterzeichnete. E.T.A. Hoffmann hat auch komponiert. Seine Mozart-Begeisterung mündete darin, dass er sich Mozarts Vornamen borgte und gegen den eigenen Taufnamen tauschte: Ernst Theodor Amadeus Hoffmann. Er komponierte an Mozarts Stil angelehnte Werke, die heute kaum mehr aufgeführt werden. Im Brahms-Festival sind einige von ihnen zu hören, wie das Klaviertrio E-Dur AV 52 („Verführerisch“ am Di, 10. Mai, 19.30 Uhr, MHL) oder das Quintett c-Moll AV 24 („Verschattet“ am Do, 12. Mai, 19.30 Uhr, MHL).

Bewährte und neue Konzertformate Bewährte Konzertformate finden sich wieder wie unter anderem die frühen Orgelkonzerte in St. Jakobi, die diesmal unter dem Motto „Morgengrauen“ mit grotesken Orgelstücken, Improvisationen und Texten aufwarten (Mo, 9. bis Fr, 13. Mai, 8.30 Uhr). Die moderierten Lunchtime Concerts knüpfen mit den Haydn-Quartetten von Mozart an Hoffmanns Mozart- und Haydn-Liebe an (Di, 10. bis So, 15. Mai): Sechs junge Kammermusikensembles präsentieren dabei im Behnhaus Drägerhaus jeweils ein Quartett aus dem kunstvoll komponierten Werkzyklus, den Mozart seinem Komponistenfreund Joseph Haydn widmete. „Zwischenwelten“ mit dem renommierten zeitgenössischen Komponisten Helmut Oehring (Mo, 9. Mai, 17 Uhr), „Märchenwelt“ (Mi, 11. Mai, 17 Uhr) und „Karikaturen“ (Fr, 13. Mai, 17 Uhr) heißen die studentischen Nachmittagskonzerte in der Villa Brahms. Moderationen und Lesungen vertiefen auch hier Bezüge zum Motto und zur Zauberwelt E.T.A. Hoffmanns. Fünf Kompositionsstudierende der MHL haben eigens für das Brahms-Festival Werke geschrieben und hinterfragen mit ihren Uraufführungen und Installationen unter dem Motto „Illusion (?)“ im Günter Grass-Haus das romantische Festivalmotto (Di, 10. und So, 12. Mai, 17 Uhr) Die MHL-Studierenden greifen für ihren Konzertabend die bei Hoffmann so präsente Thematik des Spiegelbildes auf: Unter dem Motto „Infinitive Spiegelungen“ haben sie einen Film konzipiert und gedreht: ein audiovisuelles Filmexperiment über das Entgleiten in parallele Traumwelten, das im KOKI Lübeck gezeigt wird (Fr, 13. Mai, 20.30 Uhr). Neu im Festival-Programm ist die „Brahms Night Session mit Improvisationen zu später Stunde über die tagesaktuellen musikalischen Themen. Studierende und Dozierende aus dem Bereich Popularmusik präsentieren dabei um 22.30 Uhr im CVJM ihre spontane Sichtweise auf Brahms (Fr, 6. Mai, Di, 10. Mai, Do, 12.5. und Fr, 13. Mai, jeweils 22.30 Uhr, CVJM Lübeck). Und neben einer Matinee (So, 8. Mai, 11 Uhr, MHL) darf auch ein Nachtkonzert nicht fehlen, das auf die „Geisterstunde“ einstimmt (Sa, 14. Mai, 23 Uhr, MHL).

Weitere Informationen zu Eintritt und Programm gibt es unter Opens external link in new windowwww.mh-luebeck.de oder Opens external link in new windowwww.brahms-festival.de und unter Opens external link in new windowwww.brahms-institut.de.

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Lübeck, 28.04.2022

Erster Peter-Ronnefeld-Preis in Kiel entschieden

Die junge Violinistin Anna Tanaka erspielte sich am vergangenen Wochenende in der Kieler Petruskirche den „Peter-Ronnefeld-Preis“. Er beinhaltet ein Solokonzert mit dem Philharmonischen Orchester Kiel und wurde von der Musikhochschule Lübeck (MHL) zusammen mit dem Philharmonischen Orchester Kiel erstmals veranstaltet.

Am Samstag wetteiferten die drei Finalistinnen mit 40-minütigen Programmen in der Kieler Petruskirche um den erstmals vergebenen Preis. Die MHL-Studentin Anna Tanaka überzeugte Jury und Publikum mit Werken von Bach, Poulenc und vom zeitgenössischen französischen Komponisten Thierry Escaich. Die 25-jährige Japanerin studierte in Novosibirsk bei Marina Kuzina, in Madrid bei Zakhar Bron und seit 2021 in Lübeck bei Heime Müller. Sie ist leidenschaftliche Kammermusikerin und konzertierte auf zahlreichen Festivals. Aus internationalen Wettbewerben ging sie mehrfach als Preisträgerin hervor und arbeitete als Solistin mit verschiedenen Klangkörpern zusammen. Sie darf sich nun auf ein Solokonzert mit dem Philharmonischen Orchester Kiel freuen.

Auch ein Publikumspreis wurde vergeben, der ein Rezital in der Konzertreihe „Klassisch beflügelt“ der Musikfreunde Kiel beinhaltet: Tanaka teilt sich ihn mit der MHL-Flötistin Jana Barenschee. Neben dem ersten und dem Publikumspreis wurde auch ein „Klassika-Spezialpreis“ vergeben, der an die Violinistin Yukino Takehara ging und eine Mitgliedschaft bei der Online-Plattform „Klassikal.com“ beinhaltet, auf der sich Musikerinnen und Musiker vernetzen und präsentieren können.

Zur Jury gehörten in der Finalrunde MHL-Präsident Rico Gubler, GMD Benjamin Reiners, Marie-Elisabeth Hecker, Martin Helmchen sowie Selke Harten-Strehk, Vorsitzende der Musikfreunde Kiel. Neben ihren künstlerischen Präsentationen überzeugten die Preisträgerinnen die Jury auch mit ihren Beiträgen zur Programmgestaltung: Eine Programmübersicht, eine Biografie mit Künstlerfoto und eine inhaltliche Erläuterung zu den gespielten Werken flossen in die Bewertung ein. Workshops des MHL-Career Centers hatten die jungen Interpretinnen auf die zusätzlichen Herausforderungen des Wettbewerbs vorbereitet.

Der Peter-Ronnefeld-Preis wurde in diesem Jahr erstmals ausgetragen. Er soll jungen Musikerinnen und Musikern Karrierewege ebnen und ihnen den Übergang von einem künstlerischen Studium in das Berufsleben erleichtern. Benannt wurde er nach Peter Ronnefeld, Kieler Kulturpreisträger und von 1935 bis 1965 Generalmusikdirektor. Der Boris Blacher-Schüler, Assistent von Karajan an der Wiener Staatsoper und Cembalist in Harnoncourts Ensemble „Concentus Musicus Wien“ galt als Jahrhunderttalent, verstarb aber bereits mit 30 Jahren an Krebs. Er setzte sich besonders für zeitgenössische Musik und die Förderung junger Künstlerinnen und Künstler ein. Das Solistenkonzert und das Rezital werden für Herbst 2022 geplant.

Die Termine für die Konzerte werden über die Website Opens external link in new windowwww.mh-luebeck.de bekannt gegeben.

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Lübeck, 29.04.2022

„Gebet für die Ukraine“ - Musikhochschule Lübeck und Europa-Universität Flensburg präsentieren Friedenskonzert für Opfer des Ukraine-Krieges

Dieses Konzert ist den Opfern des Ukraine-Krieges gewidmet: Am Montag, den 9. Mai ab 19 Uhr gastieren 80 Studierende der Musikhochschule Lübeck (MHL) mit einem Friedenskonzert im Deutschen Haus Flensburg. Das Konzert ist Teil des Brahms-Festivals Lübeck und findet erstmals in Kooperation mit der Europa-Universität Flensburg (EUF) statt. Der Eintritt ist frei.

Das MHL-Sinfonieorchester wird geleitet von Clemens Schuldt, Chefdirigent des Münchener Kammerorchesters und international gefragter Dirigent. MHL-Klavierprofessor Florian Uhlig stellt sich bei dem Konzert erstmals als Solist vor.

„So sehr ich mich nach zwei Jahren pandemiebedingter Distanz auch freue, die Menschen der Region zu diesem Konzert einladen zu dürfen, so sehr bedrückt mich, dass diese Einladung in der Zeit eines Krieges in Europa erfolgt“, betont EUF-Präsident Prof. Dr. Werner Reinhart. „Seit dem 24.2. erhalten wir Kenntnis von Gräueltaten und Zivilisationsbrüchen, die unsere Vorstellungskraft übersteigen. In dieser Situation muss Universität Teil jener Kräfte sein, die zivilisatorische Errungenschaften wie Freiheit, Demokratie und Rechtstaatlichkeit verteidigen. Unser Konzert vertraut auf die humanisierende Wirkung von Musik und Kultur und bringt Stimmen der Trauer, der Hoffnung und Überwindung von Widrigkeiten zu Gehör.“

Das MHL Sinfonieorchester beginnt mit dem „Gebet für die Ukraine“ des ukrainischen Komponisten Valentin Silvestrov. Ursprünglich für Chor verfasst, wird das sechsminütige Stück des 85-Jährigen, der inzwischen aus Kiew geflohen ist und in Berlin lebt, in Flensburg in einer Fassung für Kammerorchester aufgeführt. Als Teil eines Werkzyklus, der Silvestrovs Protest gegen die russische Besetzung der Krim ausdrücken sollte, wird es zurzeit in vielen Konzertsälen der Welt gespielt. „Geschrieben zur Zeit der ‚Euromaidan-Proteste‘ hat Silvestrovs Musik heute eine erschütternde Aktualität bekommen“, erklärt MHL-Präsident Prof. Rico Gubler. „Wir verurteilen die Angriffe auf die Ukraine und möchten mit unseren Friedenskonzerten ein Zeichen setzen für ein grenzübergreifendes Kulturverständnis, in dessen Zentrum die Menschlichkeit steht.“

Dieses Zeichen soll möglichst konkret und hilfreich sein. „Deshalb wird es anlässlich des Konzerts die Gelegenheit geben, Geld für Opfer des Ukraine-Krieges zu spenden“, kündigt EUF-Präsident Reinhart an. „Wir sind sehr dankbar, dass die Flüchtlingshilfe Flensburg dabei als erfahrener Partner an unserer Seite steht.“ Die Spenden sollen vor allen Dingen geflüchteten Studierwilligen, Studierenden und Wissenschaftler*innen zu Gute kommen. „Ich bin beeindruckt, in welch intensiver Weise Geflüchtete ihre Ausbildung auch während und nach der Flucht weiterverfolgen und unbedingt versuchen, ihren Ausbildungsweg zu Ende zu bringen. Diese Menschen gilt es unbedingt zu unterstützen. Wir freuen uns, dass dieses Konzert dazu beitragen will“, erklärt Dyke-Maximilian Spura von der Flüchtlingshilfe Flensburg e.V.

Neben dem „Gebet für die Ukraine“ stehen das Klavierkonzert a-Moll von Robert Schumann und die erste Sinfonie von Gustav Mahler auf dem Programm sowie die Flensburger Erstaufführung des MHL-Kompositionsstudenten Philipp Wallis Nicolai. Dessen atmosphärisches Werk „THAW“ will in teilweise nicht alltäglichen Spieltechniken den Prozess auftauenden Eises hörbar machen. „THAW ist wie eine Reise durch eine scheinbar leere Landschaft“, erläutert Nicolai. „Doch unter der Oberfläche liegt die Vergangenheit verborgen: Expressive, romantische Gesten, komprimierte Gefühle sind konserviert und warten darauf, aufzutauen und aufzutauchen." In dieses Werk führen vor Konzertbeginn ab 18 Uhr Musikstudierende der EUF ein. Unter der Leitung von Karsten Mackensen, Professor Musik an der EUF, sprechen sie im „Blauen Saal“ im Deutschen Haus Flensburg mit Philipp Wallis Nicolai über seine Komposition.

Das Flensburger Konzert ist Ausdruck einer neuen Kooperation von Musikhochschule Lübeck und Europa-Universität Flensburg. Mit gemeinsamen Vorhaben und Projekten wollen sie die Stärken der beiden bündeln und die Musikpädagogik landesweit stärken.

Das Flensburger Friedenskonzert startet um 19 Uhr im Deutschen Haus Flensburg. Weitere Informationen unter www.uni-flensburg.de/hochschulkommunikation/zentrale-events/europawoche-2022. Es ist möglich, Geld ohne den Besuch des Konzertes zu spenden. Die Flüchtlingshilfe Flensburg e.V. stellt auf Anfrage Spendenquittungen aus: Flüchtlingshilfe Flensburg e.V. Nord-Ostsee-Sparkasse IBAN: DE36 2175 0000 0164 7341 88 BIC: NOLADE21NOS Stichwort: Friedenskonzert

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Lübeck, 29.04.2022

30. Brahms-Festival Lübeck startet mit Friedenskonzerten in Lübeck und Flensburg

Vom 6. bis zum 15. Mai veranstaltet die Musikhochschule Lübeck (MHL) zum 30. Mal ihr Brahms-Festival, das zum 200. Todestag des Literaten und Komponisten E.T.A. Hoffmann ganz im Zeichen der Romantik steht. Unter dem Motto „Fantastisch“ präsentieren sich über 250 Mitwirkende in 33 Konzerten in Lübeck und Region. Die MHL eröffnet ihr Jubiläums-Festival mit drei der Ukraine gewidmeten „Friedenskonzerten“.

MHL-Pianist Florian Uhlig und das MHL-Sinfonieorchester präsentieren unter Leitung von Clemens Schuldt Werke von Schumann, Mahler und Silvestrov sowie eine Uraufführung des Kompositionsstudenten Philipp Wallis Nicolai. Die Lübecker Konzerte finden am Samstag, 7. Mai um 19.30 Uhr und am Sonntag, 8. Mai um 17 Uhr im Großen Saal der MHL statt. Am Montag, 9. Mai um 19 Uhr ist das Friedenskonzert in Kooperation mit der Europa-Universität Flensburg im Deutschen Haus Flensburg zu Gast.

Im Jubiläumsjahr ist das Brahms-Festival erstmals seit Beginn der Pandemie wieder in Präsenz zu erleben und beginnt in Lübeck und im Deutschen Haus Flensburg gleich in großer Besetzung mit 80 Studierenden unter Leitung von Clemens Schuldt, Chefdirigent des Münchener Kammerorchesters und international gefragter Dirigent. 2010 gewann der gebürtige Bremer den renommierten Donatella Flick Dirigierwettbewerb in London.

Gebet für die Ukraine
Das Konzert beginnt mit dem „Gebet für die Ukraine“ des bekannten ukrainischen Komponisten Valentin Silvestrov, das derzeit in vielen Konzertsälen der Welt gespielt wird. Das andächtige und sehnsuchtsvolle Werk, das in einer Fassung für Kammerorchester von Eduard Resatsch erklingt, schrieb Silvestrov 2014 ursprünglich für Chor. Es ist Teil eines Werkzyklus, der seinen Protest gegen die russische Besetzung der Krim ausdrücken sollte, aber auch seinen unerschütterlichen Glauben an die Wurzeln der Kultur und Religion seiner Heimat: „Herr, schütze die Ukraine. Gib uns Kraft, Glauben und Hoffnung, Vater unser”, lautet die deutsche Übersetzung. Auch der beinahe 85-Jährige Komponist ist inzwischen aus Kiew geflohen und lebt und arbeitet nun in Berlin. MHL-Präsident Rico Gubler sagt dazu: „Silvestrovs Musik, geschrieben zur Zeit der ‚Euromaidan-Proteste‘ hat heute eine erschütternde Aktualität bekommen. Wir verurteilen die Angriffe auf die Ukraine und möchten mit unseren Friedenskonzerten ein Zeichen setzen für ein grenzübergreifendes Kulturverständnis, in dessen Zentrum die Menschlichkeit steht.“

Antrittskonzert Florian Uhlig
Klavierprofessor Florian Uhlig stellt sich nach seinem Antritt als Professor für Klavier an der MHL erstmals als Solist vor und präsentiert passend zum Festivalmotto „Fantastisch“ Schumanns Klavierkonzert a-Moll – der Inbegriff des romantischen Klavierkonzerts. Mit einer legendären Uraufführung 1846 in Leipzig feierte Schumann mit seinem ersten und einzigen Klavierkonzert großen Erfolg – seine Frau Clara am Klavier und Felix Mendelssohn Bartholdy am Dirigierpult. Musikalische Dialoge des Pianisten mit einzelnen Instrumentengruppen und Soloinstrumenten verleihen dem Werk eine ungewöhnliche kammermusikalische Transparenz. Im tänzerischen Schwung und der rhythmischen Finesse des Opus 54 wird Uhlig seine Schumann-Expertise unter Beweis stellen – er wurde gerade im vergangenen Jahr mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik für die Einspielung sämtlicher Schumannschen Klavierwerke ausgezeichnet.

Im Alter von 28 Jahren wagte sich Gustav Mahler mit seiner ersten Sinfonie „Titan“ an die Königsdisziplin der Komposition heran. „Die höchste Glut der freudigsten Lebenskraft und die verzehrendste Todessehnsucht: beide thronen abwechselnd in meinem Herzen“, schrieb schon der 19-Jährige. Innere Zerrissenheit und starke Kontraste sollten charakteristische Merkmale seiner Musik bleiben. Sie sind auch in seiner ersten Sinfonie, die einige Querbezüge zu E.T.A. Hoffmann aufweist, nicht zu überhören. Bei der Uraufführung vor über 100 Jahren wurde das Werk von Publikum und Kritik verhöhnt. Erst in den 1960er Jahren wurden Mahlers Sinfonien als geniale Klangschöpfungen wiederentdeckt.

MHL-Kompositionsstudent schreibt „THAW“
Weiterhin steht eine Uraufführung des Kompositionsstudenten Philipp Wallis Nicolai auf dem Programm. Mit seinem rund zehnminütigen Orchesterwerk „THAW“ hat der Erstsemester-Student aus der Klasse von Professorin Katharina Rosenberger den ersten Preis eines hochschulinternen Kompositionswettbewerbs gewonnen. Der 26-Jährige, der mit 14 anfing seine ersten Stücke zu schreiben, will mit seinem atmosphärischen Werk den Prozess auftauenden Eises hörbar machen, das zuvor verborgene Strukturen und Dinge allmählich preisgibt. Seinen Interpreten verlangt Nicolai teilweise nicht alltägliche Spieltechniken ab. So wird das Klavier mit Schlägeln und Mallets bespielt und damit zum Schlaginstrument. Zu seinem Stück hat ihn Robert Macfarlanes Buch „Im Unterland“ inspiriert. Nicolai erläutert: „THAW ist wie eine Reise durch eine scheinbar leere Landschaft. Doch unter der Oberfläche liegt die Vergangenheit verborgen: Expressive, romantische Gesten, komprimierte Gefühle sind konserviert und warten darauf, aufzutauen und aufzutauchen." Im Gespräch mit dem jungen Komponisten geben Musikstudierende der Europa-Universität Flensburg aus der Klasse von Professor Karsten Mackensen am Montag, 9. Mai ab 18 Uhr im Deutschen Haus Flensburg eine rund halbstündige Einführung in das Werk.

Das Flensburger Friedenskonzert „Gebet für die Ukraine“ ist nicht nur Auftakt des Brahms-Festivals, sondern auch einer neuen Kooperation der MHL mit der Europa-Universität Flensburg. Mit gemeinsamen Vorhaben und Projekten wollen beide Hochschulen gemeinsam die Relevanz der Musikpädagogik stärken und eine Allianz zur Lehrkräftebildung im Fach Musik bilden.

Eintritt und Kartenvorverkauf
Am Samstag, 7. Mai um 19.30 Uhr und am Sonntag, 8. Mai um 17 Uhr wird das Sinfoniekonzert im Großen Saal der MHL aufgeführt. Der Eintritt zu den Lübecker Konzerten kostet 15 Euro und 20 Euro, ermäßigt 9 Euro und 13 Euro. Karten sind in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen sowie an der Abendkasse erhältlich. Am Montag, 9. Mai findet das Friedenskonzert „Gebet für die Ukraine“ um 19 Uhr im Deutschen Haus Flensburg statt. Eine Einführung in das Werk „THAW“ gibt es um 18 Uhr im „Blauen Saal“. Der Eintritt ist frei, es gibt aber die Möglichkeit zu spenden. Weitere Informationen unter Opens external link in new windowwww.brahms-festival.de.

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Lübeck, 02.05.2022

„Der junge Brahms – Zwischen Natur und Poesie“ Ausstellung im Lübecker Brahms-Institut eröffnet neuen Blick auf den Komponisten

Am 7. Mai, dem Geburtstag von Johannes Brahms, eröffnet das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL) seine neue Ausstellung: „Der junge Brahms – Zwischen Natur und Poesie“. Die Schau nimmt den jungen Norddeutschen in den Blick und entdeckt dabei andere Seiten des Musikers als die gängige Brahms-Rezeption. Die Ausstellung ist zugleich der Auftakt für das 30. Brahms-Festival an der MHL, das sich mit einem Schwerpunkt zum 200. Todestag von E.T.A. Hoffmann vom 6. bis zum 15. Mai ganz der Romantik verschrieben hat.

Das populäre Bild von Johannes Brahms (1833 – 1897) prägen seine Altersfotografien: Da sitzt der bärtige Brahms im Garten und schaut versonnen-melancholisch in die Kamera. Die neue Ausstellung im Brahms-Institut an der MHL nimmt dagegen den noch jungen Komponisten in den Blick. Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger: „Der junge Brahms ist ein genialer Feuerkopf, der romantische Literatur verschlingt. Er identifiziert sich mit einer Kultfigur wie Johannes Kreisler aus der Feder von E.T.A. Hoffmann. Diese Hoffmann-Begeisterung und seine Musik liegen eng beieinander. Gerade das macht den jungen Brahms für uns heute so interessant.“

Die Ausstellung zeigt die Inspirationsquellen des jungen Komponisten in rund 80 Exponaten, die vorwiegend aus der eigenen wertvollen Sammlung des Instituts stammen. Dazu gehören Briefe, Fotografien, Noten und Bücher aus der Bibliothek von Johannes Brahms. Zahlreiche Objekte sind erstmals in einer Ausstellung für die Öffentlichkeit zu sehen. Musikbeispiele und Textlesungen ergänzen die Schau um eindrückliche Hörerfahrungen. Der 21-jährige blonde Johannes sei einer der „schönsten und genialsten Jünglinge“ — so Robert Schumann. Die Werke von E.T.A. Hoffmann und Joseph von Eichendorff ziehen Brahms damals in ihren Bann. Mit dem ‚Kapellmeister Kreisler‘ identifiziert er sich so sehr, dass er Autografe und Briefe sogar als „Johannes Kreisler“ unterschreibt. In einem Band mit sämtlichen Erzählungen Hoffmanns zeugen zahlreiche Anstreichungen des Komponisten von seiner begeisterten Lektüre. Der junge Brahms hat eine innige Beziehung zur Natur, die ihn ebenfalls zu Kompositionen inspiriert. Briefe und andere Exponate lenken den Blick auf seine romantische Rheinreise oder seine ebenfalls literarisch vermittelte Schottland-Begeisterung.

Zur Ausstellung „Der junge Brahms – Zwischen Natur und Poesie“ erscheint am 1. Juli ein Katalog in Kooperation mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival. Sie wird am Samstag, 7. Mai um 15 Uhr in der Villa Brahms eröffnet. Institutsleiter Wolfang Sandberger gibt eine Einführung, durch die Ausstellung führt im Anschluss Stefan Weymar. Jaskeerat Singh Gill spielt Brahms‘ Variationen über ein Thema von Robert Schumann op. 9.

Zur Eröffnung ist eine Anmeldung erforderlich unter tickets.brahms-institut@mh-luebeck.de. Die Ausstellung ist während des Brahms-Festivals vom 7. bis 15. Mai täglich und anschließend bis zum 17. Dezember jeweils am Mittwoch und Samstag von 14 bis 18 Uhr in der Villa Brahms (Jerusalemsberg 4, 23568 Lübeck, Opens external link in new windowwww.brahms-institut.de) zu sehen, der Eintritt ist frei. Vom 6. bis zum 15. Mai thematisiert das Brahms-Festival unter dem Motto „Fantastisch“ in 33 Konzerten die intensiven und vielfältigen Einflüsse E.T.A. Hoffmanns auf Brahms und viele weitere Komponisten von der Romantik bis zur Gegenwart. Alle Informationen zum Brahms-Festival unter Opens external link in new windowwww.brahms-festival.de.

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Lübeck, 05.05.2022

Auftakt zum 30. Brahms-Festival „Fantastisch“ - Viele Konzertformate im Jubiläumsjahr

An der Musikhochschule Lübeck (MHL) startet am 6. Mai das 30. Brahms-Festival, das im Jubiläumsjahr unter dem Motto „Fantastisch“ steht und viele Konzertformate bietet. Anlässlich des 200. Todestages von E.T.A. Hoffmann stehen romantische Werke im Fokus der 33 Konzerte.

Mit der Angliederung des Brahms-Instituts an die MHL wurde das Brahms-Festival 1992 ins Leben gerufen und ist in diesem Format in der Hochschullandschaft bis heute einzigartig. In über 50 verschiedenen Ensembles musizieren Studierende und Dozierende gemeinsam. Mit neun Konzerten auf drei Bühnen begann das Brahms-Festival Anfang der 90er Jahre, heute sind vom 6. bis zum 15. Mai über 200 Mitwirkende auf acht Bühnen in Lübeck und Flensburg zu erleben. Die unterschiedlichen Formate laden dazu ein, verschiedene Spielstätten zu erkunden wie die Konzertsäle der MHL, die Villa Brahms, das Museum Behnhaus Drägerhaus oder das Günter Grass-Haus.

Programmatische Kammermusik-Konzerte am Abend mit vielen Querbezügen
Herzstück des Brahms-Festivals sind von Anbeginn die programmatischen Kammermusikkonzerte am Abend. In diesem Jahr kommen sie von Dienstag, 10. Mai bis Sonntag, 15. Mai mit den Titeln „Verführerisch“, „Verzaubernd“, „Verschattet“, „Verträumt“ und „Verwoben“ in romantischem Gewand daher. Sie konkretisieren das Festival-Motto mit vielen Querbezügen zwischen Themen und Komponisten und laden ein, tiefer in die Zauberwelt der Romantik einzutauchen.

Die Programme der abendlichen Kammermusikkonzerte, in denen die MHL-Dozierenden und Studierenden in immer neuen Besetzung zusammenkommen, sind dem Geist Hoffmanns, dem Dialog von Literatur und Musik verpflichtet. E.T.A. Hoffmann war ein romantisches Multitalent mit vielen Begabungen. Als Dichter fabulierte er geistreich, erfand rätselhafte und skurrile Figuren wie den Kapellmeister Kreisler und inspirierte die romantische Musik damit wie kaum ein anderer. So finden sich im Konzertprogramm viele Querbezüge zu literarischen Schöpfungen der Romantik und zwischen Komponisten und ihren Werken wie in Mozarts Bläseroktett „Don Giovanni“ („Verführerisch“ am Di, 10. Mai), in „Drei Märchenbilder“ von Hans Werner Henze („Verzaubernd“ am Mi, 11. Mai), in den „Nachtstücken“ op. 23 von Robert Schumann („Verschattet“ am Do, 12. Mai), in Arnold Schönbergs Streichsextett „Verklärte Nacht“ („Verträumt“ am Sa, 14. Mai) und Schumanns „Kreisleriana“ op. 16 („Verwoben“ am So, 15. Mai). E.T.A. Hoffmann hat aber auch komponiert. Seine Mozart-Begeisterung mündete darin, dass er sich Mozarts Vornamen borgte und gegen den eigenen Taufnamen tauschte: Ernst Theodor Amadeus Hoffmann. Er komponierte an Mozarts Stil angelehnte Werke, die heute kaum mehr aufgeführt werden. Im Brahms-Festival sind einige von ihnen zu hören, wie das Klaviertrio E-Dur AV 52 („Verführerisch“ am Di, 10. Mai) oder das Quintett c-Moll AV 24 („Verschattet“ am Do, 12. Mai). Karten für die Abendkonzerte im Großen Saal der MHL sind in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen sowie Restkarten an der Abendkasse erhältlich (Musikhochschule Lübeck, Konzertsaaleingang „An der Obertrave), 23552 Lübeck, Opens external link in new windowwww.mh-luebeck.de).

Christiane Tewinkel gibt Auftakt zum Brahms-Festival mit „Präludium“
Ein „Präludium“ ist am Freitag, 6. Mai um 18 Uhr im Kammermusiksaal der Auftakt zum diesjährigen Brahms-Festival an der Musikhochschule Lübeck (MHL). Christiane Tewinkel, seit dem Wintersemester Professorin für Musikwissenschaft an der MHL, stellt sich damit erstmals dem Lübecker Publikum vor. Mit dem „Präludium“ hält Christiane Tewinkel ihre Antrittsvorlesung über E.T.A. Hoffmanns Musikernovelle „Die Fermate“. Sie hat sich in ihrer Forschung vielfach mit den Verknüpfungen von Musik und Literatur beschäftigt. Die 1814 entstandene Erzählung bettet sie in ihren zeithistorischen Kontext ein und macht auf Hoffmanns Nähe zu Robert Schumann aufmerksam. Wie und warum Musik für Hoffmann in dieser Novelle und andernorts zu einem großen Thema wird, das zeigen Natalie Helgert und Lisa Scheffler (Sopran), Johanna Thomsen (Alt), Simon Napp (Violoncello), Konstanze Eickhorst (Klavier) und Pieter-Jan Belder (Cembalo) mit Solo- und Kammermusikwerken von Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann und Agostino Steffani. Der Eintritt zum „Präludium“ ist frei (Musikhochschule Lübeck, Konzertsaaleingang „An der Obertrave), 23552 Lübeck, Opens external link in new windowwww.mh-luebeck.de).

Friedenskonzerte eröffnen 30. Brahms-Festival Lübeck
Die Musikhochschule Lübeck (MHL) eröffnet ihr Jubiläums-Festival mit drei der Ukraine gewidmeten Friedenskonzerten. Am 7. und 8. Mai präsentiert sich das MHL-Sinfonieorchester unter Leitung von Clemens Schuldt im Großen Saal der MHL, am 9. Mai gibt es ein Gastspiel im Deutschen Haus Flensburg in Kooperation mit der Europa-Universität Flensburg. MHL-Pianist Florian Uhlig stellt sich im Rahmen des Brahms-Festivals dabei erstmals als Solist vor. Im Jubiläumsjahr ist das MHL-Sinfonieorchester wieder in Präsenz zu erleben: 80-MHL Studierende haben unter Leitung von Clemens Schuldt, Chefdirigent des Münchener Kammerorchesters und international gefragter Dirigent, Werke von Silvestrov, Schumann, Mahler und Nicolai erarbeitet. Das Friedenskonzert beginnt mit dem sehnsuchtsvollen „Gebet für die Ukraine“ des bekannten ukrainischen Komponisten Valentin Silvestrov, das zurzeit in vielen Konzertsälen der Welt aufgeführt wird. Es ist Teil eines Werkzyklus, der seinen Protest gegen die russische Besetzung der Krim ausdrücken sollte, aber auch seinen unerschütterlichen Glauben an die Wurzeln der Kultur und Religion seiner Heimat. Klavierprofessor Florian Uhlig stellt sich erstmals als Solist vor und präsentiert passend zum Festivalmotto Schumanns Klavierkonzert a-Moll als Inbegriff des romantischen Klavierkonzerts. Im tänzerischen Schwung und der rhythmischen Finesse des Opus 54 wird Uhlig seine Schumann-Expertise unter Beweis stellen: Er wurde gerade im vergangenen Jahr mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik für die Einspielung sämtlicher Schumannschen Klavierwerke ausgezeichnet. Weiterhin erklingen Gustav Mahlers erste Sinfonie „Titan“ sowie eine Uraufführung des Kompositionsstudenten Philipp Wallis Nicolai: Mit seinem rund zehnminütigen Orchesterwerk „THAW“ hat der Erstsemester-Student aus der Klasse von Prof. Katharina Rosenberger den ersten Preis eines hochschulinternen Kompositionswettbewerbes gewonnen. Der 26-Jährige will mit seiner atmosphärischen Komposition den Prozess auftauenden Eises hörbar machen, das zuvor verborgene Strukturen und Dinge allmählich preisgibt.
Das Friedenskonzert wird am Samstag, 7. Mai um 19.30 Uhr und am Sonntag, 8. Mai um 17 Uhr im Großen Saal der MHL aufgeführt sowie am Montag, 9. Mai im Deutschen Haus Flensburg. Um 18 Uhr geben Studierende der Europa-Universität Flensburg im Gespräch mit dem jungen Komponisten dort eine Einführung in „THAW“. Karten für die Lübecker Konzerte sind in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen, Restkarten an der Abendkasse (Musikhochschule Lübeck, Konzertsaaleingang „An der Obertrave), 23552 Lübeck, Opens external link in new windowwww.mh-luebeck.de) erhältlich. Der Eintritt zum Friedenskonzert im Deutschen Haus Flensburg (Berliner Platz 1, 24937 Flensburg, Opens external link in new windowwww.events-flensburg.de) ist frei.

„Brahms Night Session“ – neues Konzertformat im Jubiläumsjahr
Mit dem neuen Konzert der „Brahms-Night Session“ wartet das Brahms-Festival im Jubiläumsjahr auf: Jeweils um 22.30 Uhr findet am Freitag, 6. Mai, Dienstag, 10. Mai, Donnerstag, 12. Mai und Freitag, 13. Mai eine rund einstündige Brahms Night Session im CVJM Lübeck statt. Dozierende und Studierende der Musikhochschule Lübeck (MHL) aus dem Bereich populäre Musik improvisieren dann in verschiedenen Ensembles über Brahms-Motive und andere musikalische Themen des Tages. Mitwirkende sind unter anderen Julie Silvera (Gesang), Annette Ziegenmeyer (Blockflöte), Bernd Ruf (Klarinette), Stefan Kuchel (Saxofon), Patrick Farrant und Ulrich Kringler (Gitarre), Corinna Eikmeier und Imke Frank (Cello), und Susanne Vogel (Bass), Maximilian Riefer und Oliver Sonntag (Rhythm) und Michael Knarr (Elektro). Am Donnerstag, 12. und Freitag, 13. Mai ist auch Nicola Hein, neuer Professor für Digitale Kreation an Gitarre und Elektro zu hören. Projektleiter Bernd Ruf erläutert: „Wir lassen Musik aus dem Moment entstehen. Das klingt vielleicht wie eine Binsenweisheit – aber meist wird durch gemeinsame Proben im Vorfeld versucht, das Ergebnis erwartbar werden zu lassen. Bei unseren ‚Brahms Night Sessions‘ wird das anders sein: Die Ensembles entstehen gemeinsam mit der Musik aus dem Augenblick. Die Beteiligten haben in diesen Konstellationen nie zuvor zusammengespielt.“ Das musikalische Material bezeichnet Ruf als „open source mit Partikeln around Brahms“, es wird aber auch aus dem universellen Kosmos der Musik entlehnt.
Die Brahms-Night Session findet um 22.30 Uhr im CVJM Lübeck statt (Große Petersgrube 11, 23552 Lübeck, Opens external link in new windowwww.cvjm-luebeck.de). Der Eintritt ist frei.

Ausstellungseröffnung „Der junge Brahms – Zwischen Natur und Poesie“
Am 7. Mai, dem Geburtstag von Johannes Brahms, eröffnet das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL) seine neue Ausstellung: „Der junge Brahms – Zwischen Natur und Poesie“. Die Schau nimmt den jungen Norddeutschen in den Blick und entdeckt dabei andere Seiten des Musikers als die gängige Brahms-Rezeption. Das populäre Bild von Johannes Brahms prägen seine Altersfotografien. Zu dieser bärtigen „Jupiter-Figur“ kontrastiert der junge, blonde „Hans aus Hamburg“. Dieser junge Feuerkopf assimiliert romantische Weltbilder und ist begeistert von den literarischen Werken E.T.A. Hoffmanns und Joseph von Eichendorffs. Die Ausstellung zeigt die Inspirationsquellen des jungen Komponisten in rund 80 Exponaten, die vorwiegend aus der eigenen wertvollen Sammlung des Instituts stammen. Dazu gehören Briefe, Fotografien, Noten und Bücher aus der Bibliothek von Johannes Brahms. Zahlreiche Objekte sind erstmals in einer Ausstellung für die Öffentlichkeit zu sehen. Musikbeispiele und Textlesungen ergänzen die Schau um eindrückliche Hörerfahrungen. Die Ausstellung wird am Samstag, 7. Mai um 15 Uhr in der Villa Brahms eröffnet. Institutsleiter Wolfgang Sandberger gibt eine Einführung, durch die Ausstellung führt im Anschluss Stefan Weymar. Jaskeerat Singh Gill spielt Brahms‘ Variationen über ein Thema von Robert Schumann op. 9. Zur Eröffnung ist eine Anmeldung erforderlich unter tickets.brahms-institut@mh-luebeck.de.
Die Ausstellung ist während des Brahms-Festivals vom 7. bis 15. Mai täglich und anschließend bis zum 17. Dezember jeweils am Mittwoch und Samstag von 14 bis 18 Uhr in der Villa Brahms (Jerusalemsberg 4, 23568 Lübeck, Opens external link in new windowwww.brahms-institut.de) zu sehen, der Eintritt ist frei.

Matinée mit Goldberg-Variationen und „Geisterstunde“
Am Sonntag, 8. Mai lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) um 11 Uhr zu einer Matinée in den Kammermusiksaal ein. Moderiert von Projektleiter, Institutsleiter und Musikwissenschaftsprofessor Wolfgang Sandberger präsentiert Pieter-Jan Belder Bachs berühmte Goldberg-Variationen BWV 988. Die Goldbergvariationen waren zur „Gemüths-Ergötzung“ gedacht, wie Bach selber schrieb und wohl auch zur Übung auf dem Klavier. Die Folge der 30 Variationen mit jeweils eigenem Charakter steigert sich bis hin zu höchsten technischen Anforderungen an den Interpreten, der komplizierteste Stimmkreuzungen zu meistern hat. Auch E.T,A, Hoffmann ließ seine ‚Kapellmeister Kreisler‘ diese Variationen spielen. Pieter-Jan Belder präsentiert das Werk wie vom Komponisten vorgesehen mit dem transparenten, farbenreichen Klang des Cembalos.
Eine „Geisterstunde“ darf in einem der Romantik gewidmeten Brahms-Festival nicht fehlen: Am Samstag, 14. Mai um 23 Uhr entführen Dozierende und Studierende mit skurilen und gespenstischen Klängen in Geisterwelten. In reizvollen Besetzungen vom Solo übers Schlagzeugquartett bis hin zum Sextett präsentieren sie unter anderem das mit Trommelrythmen in schamanische Reiche führende „Ilimaq“ des amerikanischen Zeitgenossen John Luther Adams, „Cassandra`s Dream“ von Brian Ferneyhough, das virtuose Klaviertriptychon „Gaspard de la Nuit“ von Ravel, den „Reigen seliger Geister“ aus Glucks Oper „Orpheus und Eurydike“ sowie die Variationen op. 23, die Brahms über ein Thema aus Robert Schumanns „Geistervariationen“ geschrieben hat.
Karten für die Matinée sind in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen, unter www.mh-luebeck.de sowie an der Tage- und Abendkasse erhältlich. Der Eintritt zu Geisterstunde ist frei (Musikhochschule Lübeck, Konzertsaaleingang „An der Obertrave), 23552 Lübeck, Opens external link in new windowwww.mh-luebeck.de).

Romantische Nachmittagskonzerte in der Villa Brahms
Die bewährte Reihe der moderierten Nachmittagskonzerte in der Villa Brahms findet sich im Jubiläumsjahr erneut im Festival-Programm. „Zwischenwelten“, „Märchenwelt“ und „Karikaturen“ heißen die Konzerte am 9. Mai, 11. Mai und 13. Mai um je 17 Uhr, in denen Studierende der Musikhochschule Lübeck (MHL) und Mitarbeitende des Lübecker Brahms-Instituts zum 200. Todesjahr von E.T.A. Hoffmann romantische Werke in den Fokus rücken. „Zwischenwelten“ beleuchtet das Konzert am Montag, 9. Mai in der Villa Brahms. 22 junge Musikerinnen und Musiker haben mit dem renommierten Komponisten und Autoren Helmut Oehring, selber ein Grenzgänger zwischen verschiedenen Welten, gearbeitet und stellen eine Auswahl aus seinen international vielfach preisgekrönten audiovisuellen Werken vor In variantenreichen Ensembles mit Stimme, Bläsern und Klavier interpretieren sie Kammermusik Oehrings und Werke seiner Vorbilder Brahms, Beethoven und Schönberg und verweben sie mit Werken von und mit Bezug zu E.T A. Hoffmann. Am Mittwoch, 11. Mai entführt das Nachmittagskonzert in „Märchenwelten“. Die berühmte sinnlich-träumerische „Barcarolle“ aus Jacques Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“ eröffnet das Konzert. In reizvollen Besetzungen stehen weiterhin Schumanns „Märchenbilder“, Janáčeks „Pohádka“ sowie das „Lied an den Mond“ aus Dvořáks Oper „Rusalka“ auf dem Programm. Lea Kollath, Doktorandin am Brahms-Institut, gibt mit ihrer Moderation Einblick in die romantische Märchentradition. Multitalent E.T.A. Hoffmann hat als Zeichner zahlreiche groteske Figuren skizziert. Um musikalische Formen der Satire geht es im Konzert „Karikaturen“ am Freitag, 13. Mai. MHL-Studierenden präsentieren vom Solo bis hin zum Quintett mit Bläsern, Streichern und Klavier die „Grotesque musicale für fünf Instrumente“, die Franz Hasenöhrl nach Richard Strauss‘ „Till Eulenspiegels lustige Streiche“ geschrieben hat, Prokofjews Klavierzyklus „Sarkasmen“ op. 17 und Schostakowitschs „Klavierquartett“. Stefan Weymar, Musikbibliothekar am Brahms-Institut an der MHL, zeigt die verschiedenen Formen der Satire in den Werken auf.
Karten für die Nachmittagskonzerte gibt es in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen und unter Opens external link in new windowwww.mh-luebeck.de sowie Restkarten an der Tageskasse in der Villa Brahms (Jerusalemsberg 4, 23568 Lübeck, Opens external link in new windowwww.brahms-institut.de). Begleitend ist die Ausstellung „Der junge Brahms – Zwischen Natur und Poesie“ jeweils ab 14 Uhr geöffnet.

Kammermusikalische Mittagsstunde im Museum Behnhaus Drägerhaus
Das Brahms-Festival der Musikhochschule Lübeck (MHL) ist mit seiner Reihe „Lunchtime Concert“ wieder zu Gast im Museum Behnhaus Drägerhaus, wo von Dienstag, 10. Mai bis Sonntag, 15. Mai die beliebten moderierten Kammermusik-Konzerte zur musikalischen Mittagsstunde laden. Sechs junge Ensembles aus der Klasse von Prof. Heime Müller dokumentieren hier den Fokus der MHL auf die kammermusikalische Ausbildung ihrer Studierenden. Zum Schwerpunktthema E.T.A. Hoffmann, der großer Verehrer von Mozart und Haydn war, steht in diesem Jahr Mozarts Werkzyklus der sogenannten „Haydn-Quartette“ auf dem Programm. Mozart widmete sie seinem verehrten Komponistenfreund Joseph Haydn. Professoren sowie Doktorandinnen und Doktoranden geben mit ihren Moderationen Einblick in Werkhintergründe und Schaffensprozesse. Zu hören sind Heime Müller und das Asiso Quartett (Di, 10.5.), Sascha Lino Lemke und das Felicia Quartett (Mi, 11.5.), Lea Kollath und das Sollavolte Quartett (Do, 12.5.), Christiane Tewinkel und das Amisono Quartett (Fr, 13.5), Wolfgang Sandberger und das Lanao Quartett (Sa, 14.5.) sowie Christoph Arta und das Moulin Quartett (So, 15.5.).
Die Konzerte beginnen um 12.30 Uhr im Museum Behnhaus Drägerhaus (Königstr. 9-11, 23552 Lübeck, Opens external link in new windowwww.museum-behnhaus-draegerhaus.de). Der Eintritt zu den Mittagskonzerten ist frei.

Orgelmusik, Improvisationen und Texte in der Reihe „Morgengrauen“
Von Montag, 9. Mai bis Freitag, 13. Mai präsentieren sich die Kirchenmusik- und Orgelstudierenden der Musikhochschule Lübeck (MHL) jeweils um 8.30 Uhr in der Reihe „Morgengrauen“. In den rund zwanzigminütigen Konzerten sind in St. Jakobi Orgelmusik und für das Festival eigens geschriebene Texte zu hören. Acht Studierende aus den Orgelklassen der Professoren Arvid Gast und Franz Danksagmüller sind in der dritten Ausgabe des seit 2019 etablierten morgendlichen Konzertformates in St. Jakobi zu hören. Sie beleuchten passend zum Festivalmotto „Fantastisch“ die skurrile, faszinierende und zugleich erschreckende Seite der Fantasie ganz im Sinne der romantischen Kulturepoche. Im Zwielicht des Morgens erscheinen in Musik und Texten Fabelwesen wie Chimären und Wasserspeier in der Musik von Vierne, Karg Elert. Weiterhin erklingen zwei opulente Orgeltranskriptionen ursprünglich orchestraler Werke: „Der Ritt der Walküren” von Wagner und Mussorgskys: „Eine Nacht auf dem kahlen Berge”, die einmal mehr die ideelle Verwandtschaft der Orgel zum orchestralen Klangapparat hörbar machen. Die Studierenden haben sich mit dem Magischen, Gespenstischen und Grotesken in E.T.A. Hoffmanns Werk auseinandergesetzt und präsentieren dazu eigene kreative Text und stilistisch vielseitige Orgelimprovisationen.
Die Konzerte beginnen um 8.30 Uhr in St. Jakobi (Jakobikirchhof 3, 23552 Lübeck, Opens external link in new windowwww.st-jakobi-luebeck.de), der Eintritt ist frei.

Illusion (?) − Uraufführungen Kompositionsstudierender im Günter Grass-Haus
Die MHL nimmt auch die Kooperation mit dem Günter Grass-Haus im Rahmen der studentischen Nachmittagskonzerte wieder auf. Am Dienstag 10. Mai und Donnerstag, 12. Mai jeweils um 17 Uhr stellen Kompositionsstudierende aus den Klassen von Prof. Katharina Rosenberger und Prof. Dieter Mack das romantische Festivalmotto mit eigens für das Festival entstandenen Klanginstallationen in Frage. Unter dem Motto „Illusion (?)“ laden Kompositionsstudierende der MHL zu rund einstündigen Konzerten mit Live-Installationen von Philipp Wallis Nicolai („Meta_apher“), Orestis Papaioannou („Cubicle“), Arian Robinson („Death is only an empty dream of the imagination“), Payman Mansouri („The Lamps“) und Panagiotis Botzios („Installation Box“). Auch die Performance „Lecture On Nothing“ von John Cage ist zu hören. Die Werke sind für Elektronik, Percussion und Gesang bis hin zum gesprochenem Wort geschrieben, Ausführende sind Studierende der MHL. MHL-Kompositionsstudent Benjamin Janisch erläutert: „Der Titel ‚Illusion (?)‘ möchte eine alternative Perspektive auf das Brahms Festival-Motto ‚Fantastisch‘ zeigen. Fantasie und Illusion stehen sich gegenüber und haben trotzdem Gemeinsamkeiten. Wir wollen den Zuhörenden ein kritisches Hinterfragen der Realität ermöglichen.“ Alle Uraufführungen erklingen gleichzeitig, so dass das Publikum durch die Installationen wandern kann.
Die Konzerte beginnen am Dienstag, 10. Mai und Donnerstag, 12. Mai jeweils um 17 Uhr im Günter Grass-Haus (Glockengießerstraße 21, 23552 Lübeck, Opens external link in new windowwww.grass-haus.de). Der Eintritt kostet vier Euro (ohne Ermäßigung).

Studierendenabend als Filmprojekt „Infinitive Spiegelungen“
Ein neues Format haben die Studierenden der Musikhochschule Lübeck (MHL) in diesem Jahr für ihren traditionell selbstkonzipierten Abend innerhalb des Brahms-Festivals gewählt: Unter dem Titel „Infinitive Spiegelungen“ haben sie einen eigenen Film gedreht. Er wird am Freitag, 13. Mai um 20.30 Uhr im Kommunalen Kino Lübeck (KoKi) erstmals gezeigt. In ihrem rund 45-minütigen audiovisuellem Filmexperiment beschäftigen sich die Studierenden mit dem Entgleiten in parallele Traumwelten. Der Film enthält zahlreiche Ausschnitte aus Werken, die die Studierenden im Großen Saal der MHL selber eingespielt und im Rahmen einer Filmproduktion mit Kostümen und professioneller Lichtinstallation inszeniert haben. Unter anderem sind Szymanowskis „Narziss“, Kurtágs „Kafka-Fragmente“ op. 24 und die „Hommage to Robert Schumann“ op. 15, Ligetis Etüde 6 (Automne à Varsovie), Schulhoffs „Bassnachtigall“, Webers „Variationen“ op. 27 Nr. 3 und „Cheating, flying, stealing“ von David Lang zu hören. Die Studierenden haben sich dabei mit Fragen nach der eigenen Identität und Transformation beschäftigt. Für die Konzeption, Planung und Umsetzung war ein Team mit Ariadne Dalatsi, Sophie Kockler Jorma Marggraf und Adrian Thieß zuständig. Die Dozierenden Ulla Benninghoven, Nicola Hein und Maximilian Riefer haben das studentische Team unterstützt.
Der Film beginnt um 20.30 Uhr im KoKi (Mengstr. 35, 23552 Lübeck, Opens external link in new windowwww.kinokoki.de). Der Eintritt ist frei.

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Lübeck, 13.05.2022

Spitzennachwuchs präsentiert sich beim Possehl-Musikpreis-Konzert

Zum Possehl-Musikpreis-Konzert lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Samstag, 21. Mai um 18 Uhr ein. Die Preisträgerinnen und Preisträger des 58. Possehl-Wettbewerbs, der im November letzten Jahres in der MHL ausgetragen wurde, stellen sich dann mit Solo- und Duowerken von Beethoven bis Bernstein im Großen Saal vor.

Augustinas Eidukonis, Masterstudent aus der Klavierklasse von Prof. Konrad Elser, hat sich den ersten, mit 5.000 Euro dotierten Preis erspielt. Im Konzert stellt er sein Können mit Beethovens berühmter Klaviersonate op. 13 „Pathétique“ und mit Préludes von Debussy unter Beweis. Der 25-jährige Litauer studierte in Lübeck, Amsterdam und Paris und wurde bereits mit Preisen und Stipendien bedacht, unter anderem ist er Stipendiat der Weiland Kulturstiftung Henning Hamkens und der Ad Infinitum Foundation.

Klavierstudent Yusuke Morita, ebenfalls aus der Klavierklasse von Prof. Konrad Elser, erhielt den mit 2.500 Euro dotierten zweiten Preis. Er präsentiert sich mit Alban Bergs Klaviersonate h-Moll op. 1. Die Oboistin Kana Kobayashi aus der Klasse von Prof. Diethelm Jonas, die sich den dritten, mit 1.500 Euro dotierten Preis erspielt hat, präsentiert sich mit den „Drei Romanzen für Oboe und Klavier“ op. 22 von Clara Schumann. Prämienträger Strahinja Pavlovic schließlich aus der Klasse von Prof. Jens Thoben stellt sich mit Leonard Bernsteins früher, formal komponierter Klarinettensonate vor.

Der Juryvorsitzende Dr. Ole Krönert, der das hohe Niveau des diesjährigen Wettbewerbs lobte, wird den Studierenden ihre Preise überreichen. Dreizehn MHL-Studierende verschiedener Instrumentalfächer wetteiferten im November vergangenen Jahres in zwei Runden um den traditionellen Possehl-Musikpreis, für das Finale qualifizierten sich sechs der Kandidatinnen und Kandidaten. Zu den Juroren gehörten auch Prof. Inge-Susann Römhild als Vertreterin der Possehl-Stiftung sowie Professor Gerd Uecker (Vorsitz Hochschulrat) und Dr. Christian Strehk (Kieler Nachrichten) als externe Juroren. Angela Firkins, Johannes Fischer, Rico Gubler und Elisabeth Weber vertraten die MHL-Professorenschaft.

Der Eintritt zum Possehl-Musikpreis-Konzert kostet 6 Euro (keine Ermäßigung), Karten sind unter Opens external link in new windowwww.mh-luebeck.de oder an der Abendkasse erhältlich.

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