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AKTUELLE PRESSEMITTEILUNG

Lübeck, 23.01.2020

Junges Musiktheater zeigt „Die schöne Helena“

In der Reihe „Junges Musiktheater“ lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) in Kooperation mit dem Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe (KuB) am Freitag, 21. Februar um 20 Uhr zur Premiere. Unter musikalischer Leitung von Robert Roche und der Regie von Dominik Wilgenbus bringen junge Gesangssolisten der MHL Jacques Offenbachs Operette „Die schöne Helena“ auf die Bühne.

Vierzehn junge Gesangssolistinnen und Gesangssolisten der MHL präsentieren in einer gewitzten, kurzweiligen Inszenierung „Die schöne Helena“ von Jacques Offenbach in einer deutschen Textfassung des Gastregisseurs Dominik Wilgenbus, in der gesungen, rezitiert und getanzt wird.
Lachen ist in dieser Parodie auf die griechische Mythologie, basierend auf dem „Urteil des Paris“, ausdrücklich erlaubt. Offenbach überzeichnet brillant die heroischen Vorbilder der großen Oper und zeigt, welche Verirrungen aus Machtmissbrauch und Korruption heraus entstehen.
Robert Roche, Professor für Korrepetition hat Offenbachs mitreißende Musik, die in vielen Facetten von anrührend bis spritzig erscheint, für ein fünfköpfiges Kammerensemble adaptiert.

Im alten Griechenland geht es drunter und drüber: Der Prinz von Troja ist gekommen, um sich Helena, die schönste Frau der Welt, zu holen. Keine geringere als Venus, die Göttin der Liebe, hat sie ihm als Belohnung für eine Gefälligkeit versprochen. Dumm nur, dass Helena bereits verheiratet ist. Sie ist zunächst hin- und hergerissen zwischen der Treue zu ihrem Ehemann und dem leidenschaftlichen Begehren für den schönen Paris. Doch dann lässt sie alle Hemmungen fallen – haben die beiden Liebenden eine Chance auf ein gemeinsames Glück oder droht es im Trojanischen Krieg unterzugehen?

Regisseur Dominik Wilgenbus erläutert, inwiefern sich das Stück für eine Aufführung im Rahmen der Reihe „Junges Musiktheater“ besonders eignet: „Das Stück beinhaltet für das gesamte Ensemble Gesang, Dialog und Choreographie in enger Abfolge. Daran lässt sich darstellerisches Handwerk vielfältig trainieren.“ Auf nahezu leerer Bühne lässt der Regisseur die Studierenden durch ihr vokales und körperliches Spiel alle für die Handlung erforderlichen Räume und Stimmungen gemeinsam erschaffen: Mit scharfem Witz und Frivolität entlarven sie die Doppelbödigkeit sexueller und politischer Macht in einer Welt der Schief- und Schräglage. Wilgenbus geht es dabei um den virtuosen Umgang mit Sprache, das Transportieren des höchst ironischen und doppelbödigen Textes, singend ebenso wie im Dialog: „Schöngesang als Selbstzweck ist bei Offenbach tabu, gleichermaßen geistige wie körperliche Beweglichkeit dagegen Voraussetzung. Auszusehen wie eine fertige Aufführung an einem „richtigen“ Theater ist für uns kein Ziel. Vielmehr versuchen wir, in unserer Arbeit unter den gegebenen Umständen so weit wie möglich zu kommen, ab der Premiere dann gerne vor Publikum.“

Mit der rund zweieinhalbstündigen Produktion setzt die MHL ihre Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem KuB fort. In der Reihe „Junges Musiktheater“ stellen Studierende der MHL dort Musiktheaterszenen in unterschiedlichen Besetzungen vor, die im KuB Bad Oldesloe und im Großen Saal der MHL aufgeführt werden.

Die Premiere findet am Freitag, 21. Februar um 20 Uhr im KuB (Beer-Yaacov-Weg 1) statt. Weitere Aufführungen gibt es am Samstag, 22. Februar um 20 Uhr sowie am Sonntag, 23. Februar um 17 Uhr. Karten sind im Vorverkauf für 18,50 Euro (ermäßigt 12,50 Euro) und an der Abendkasse für 20,50 Euro (ermäßigt 14,50 Euro) erhältlich.
In Lübeck wird die „Schöne Helena“ dann am Freitag, 3. April und Samstag, 4. April, jeweils um 19.30 Uhr sowie am Sonntag, 5. April um 17 Uhr im Großen Saal der MHL zu sehen sein.

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Lübeck, 23.01.2020

Kartenvorverkauf startet für 29. Brahms-Festival „Ganz Ohr“

Die Musikhochschule Lübeck (MHL) lädt vom 2. bis zum 10. Mai 2020 zum 29. Brahms-Festival ein. Im Beethoven-Jubiläumsjahr widmet es sich unter dem Motto „Ganz Ohr“ dem Hören. Rund zweihundert Dozierende und Studierende der MHL begeben sich in dreißig Veranstaltungen auf die Spur des Hörens und seiner verschiedenen Aspekte. Der Kartenvorverkauf startet jetzt.

An sechs Spielstätten in Lübeck geht es im Brahms-Festival „Ganz Ohr“ um Ohrwürmer und weniger vertraute Töne, verschiedenste Klangwelten und immer wieder auch um den Jubilar Beethoven, der 2020 seinen 250. Geburtstag gefeiert hätte und Johannes Brahms als unerreichbares Vorbild galt.
Seine Werke bilden einen Schwerpunkt im diesjährigen Festivalprogramm.
Mit Musik und einer Lesung des Autoren und Komponisten Helmut Oehring geht es um die Einschränkung des Hörsinns, mit der auch Beethoven seit seinem dreißigsten Lebensjahr zu kämpfen hatte.
Mit Werken unter anderem von Brahms, Schumann und Debussy gilt es Altbewährtes neu zu hören und die Ohren zu öffnen für selten zu hörende und zeitgenössische Werke unter anderem von Ligeti, Cage, Lachenmann und jungen MHL-Komponisten. Dabei wollen die MHL-Interpreten und Moderatoren zu einer Auseinandersetzung mit Hörgewohnheiten einladen. Das spiegeln auch die Mottos der Konzerte wie „Ohrwürmer“, „Schwerhörig“, „Hinhören“ und „Zuhören“, die als Themenkonzerte im Großen Saal der MHL, in der Nachmittagskonzertreihe in der Villa Brahms und im Günter Grass-Haus sowie als Lunchtime-Konzertreihe im Behnhaus Drägerhaus angeboten werden.
Zu den Mitwirkenden gehören auch die drei neuen MHL-Professoren Pauline Sachse, Florian Uhlig und Otto Tolonen.

Mit einer Einführung und einem anschließenden Kammerkonzert unter dem Motto „Happy new ears“ eröffnet die MHL das Festival am Samstag, 2. Mai um 18 Uhr im Großen Saal. Im großen Sinfoniekonzert, zum zweiten Mal in der Musik- und Kongresshalle Lübeck, präsentieren am 3. Mai der neue MHL-Professor Florian Uhlig und das MHL-Sinfonieorchester unter Leitung des renommierten Gastdirigenten Stefan Geiger Beethovens drittes Klavierkonzert.

Auch eine lange „Nacht der Wahrnehmung“, die morgendliche Reihe in St. Jakobi mit Musik und Texten, Education-Workshops und Konzerte im öffentlichen Raum bereichern das Brahms-Festival. Neben den großen Klassikern, Zeitgenossen und selten zu hörenden Komponisten bietet das facettenreiche Programm auch immer wieder Musik des Festival-Namensgebers Johannes Brahms.

Karten sind bei allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen oder unter Opens external link in new windowwww.luebeck-ticket.de ab sofort erhältlich.

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Lübeck, 02.12.2019

Auftakt zum Beethovenjahr: Konzert „Beethoven bei uns“

Zum Auftakt des Beethovenjahres 2020 lädt das Brahms-Institut am Samstag, 14. Dezember zu einem moderierten Kammermusikkonzert unter dem Motto „Beethoven bei uns“ ein. Ab 15 Uhr präsentieren preisgekrönte Studierende, wie das Esmé Quartett, Natalie Hahn und Viktor Soos in der Villa Brahms Werke des berühmten Komponisten, dessen 250. Geburtstag im nächsten Jahr landesweit begangen wird.

Professor Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts, moderiert das Konzert „Beethoven bei uns“ zum Auftakt des Beethoven-Jahres 2020. Es ist Teil einer bundesweiten Hauskonzert-Initiative, die die Beethoven-Jubiläumsgesellschaft ausgerufen hat. NDR Kultur wird mit einer Live-Übertragung aus den klassizistischen Räumlichkeiten der Villa Brahms berichten.

Mit Kammermusikwerken und Moderationen gibt das Konzert Einblick in Beethovens umfangreiches Schaffen. Viktor Soos, Julia Puls und Natalie Hahn eröffnen den Nachmittag mit Beethovens Klaviertrio op. 11 in B-Dur, das den Beinamen „Gassenhauer-Trio“ trägt. Beethoven griff in dem aus neun Variationen bestehenden Werk eine der populärsten Opernmelodien seiner Zeit auf. Weiterhin erklingen die Variationen über „Là ci darem la mano“, die Beethoven zum Duett aus Mozarts Don Giovanni schrieb und das Werk damit auch außerhalb der Opernhäuser populär machte. Das Trio für die ausgefallene Besetzung mit zwei Oboen und Englischhorn stellen Omer Idan, Anne Willem und Jeanne Gegos vor. Das Esmé Quartett, Possehl-Preisträger 2018, interpretiert das Streichquartett F-Dur op. 18,1. Mit seinen auf Anhieb erfolgreichen Kompositionen führte Beethoven die angesehene Gattung der Streichquartette zum Höhepunkt und lieferte ihr viele neue Impulse. Viktor Soos, Possehl-Preisträger 2017, schließlich schlägt den Bogen zurück zu Brahms und präsentiert die klangvolle vierte Rhapsodie op. 119 aus dem Spätwerk von Johannes Brahms.

Das Konzert wird von NDR Kultur außerdem aufzeichnet und im Beethoven-Jahr im Rahmen der „Soirée“ am 19. April 2020 zwischen 22.05 Uhr und 24 Uhr ausgestrahlt. Karten verkauft für 8 Euro und 10 Euro (keine Ermäßigung) „Die Konzertkasse“ im Hause Hugendubel. Restkarten sind an der Tageskasse ab 14 Uhr erhältlich.

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