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Lübeck, 17.06.2024

„Und wenn sie nicht gestorben sind…“ − Studierende präsentieren große MHL-Pop-Revue zum Thema Märchen

Am letzten Juniwochenende lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) zur traditionellen Pop-Revue ein. Zum Jubiläum „20 Jahre Pop an der MHL“ entführen die Studierenden ihr Publikum diesmal in das Reich der Märchen. 70 Mitwirkende überschreiten auf einer Reise durch die Popularmusik des 20. und 21. Jahrhunderts die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit. Solistinnen und Solisten, das MHL-PopsOrchestra und der MHL-PopsChor sind dabei unter Leitung von Prof. Bernd Ruf in drei Aufführungen in einer großen Bühnenshow zu erleben.

Die Geschwister Grimm, gespielt von Sarah Sieprath und Rebekka Hoppermann, leben in einer monotonen Welt, in der jegliche Fantasie, Farbe und Kreativität abhandengekommen ist. Ihre berühmten Märchen hätten sie unter diesen Umständen nicht schreiben können. Doch dann führt sie eine skurrile Bekanntschaft plötzlich in eine unbekannte Märchenwelt voller fabelhafter Figuren und Dinge. Dort begegnen ihnen unter anderem Rotkäppchen und der Wolf, Hänsel und Gretel, Sterntaler, Rumpelstilzchen, Schneewittchen und die „Sieben Zwerginnen“. Doch auch in dieser Welt gibt es einen Widersacher: Schneller als ihnen lieb ist, geraten sie in die Fänge eines fanatischen Psychiaters, der sogar die Märchenwelt ihrer Fantasie berauben will. Können die Geschwister Grimm es schaffen, sich selbst und ihre Märchenfiguren zu befreien und die Fantasie zu retten?
In einer bunten Show bringen 70 Studierende aller MHL-Studiengänge große Hits aus Musical, Pop, Rock und Jazz auf die Bühne im Großen Saal. Klassiker wie „Over the Rainbow“ von Judy Garland, „Good Vibrations“ von den Beach Boys oder Elvis’ „Jailhouse Rock“ sind ebenso zu hören wie aktuellere Hits unter anderem von Michael Bublé, Billie Eilish oder Adele. Dabei kommen auch Stücke aus bekannten Musicals wie „Die Schöne und das Biest“ und die „Rocky Horror Picture Show“ sowie aus großen Kinoerfolgen wie „The Greatest Showman“ und „The Wizard of Oz“ auf die Bühne.

Idee, Konzept, Arrangements und die Choreografie für ihre Tanzeinlagen haben die MHL-Studierenden selbst erarbeitet. Ein Team, bestehend aus den Studierenden Antonia Eder, Kjell Kitzing, Leah Klussmann, Malte Langenbeck, Tillmann Lüken, Konstanze Peters, Lisa Scheffler, Onno Spuhl und Andrea Weigand plant und erarbeitet das Projekt seit Oktober 2023. „Ich bin sehr begeistert über das mitreißende Engagement der Studierenden, die skurrilen Ideen und die generationenübergreifende Musikauswahl. Das wird feinste Unterhaltung für den Enkel bis zur Uroma“, kündigt Prof. Bernd Ruf an, der die Popularmusik an der MHL von Anbeginn aufgebaut hat.

Die Pop-Revue findet im Rahmen des Jubiläums „20 Jahre Popularmusik an der MHL“ statt und gibt einen spannenden Einblick in das „Lübecker Modell“, das Studierende aller Studiengänge in die Popularmusik-Projekte einbindet. Die Aufführungen finden am Samstag, 29. Juni um 19.30 Uhr und am Sonntag, 30. Juni um 15 Uhr und 19.30 Uhr im Großen Saal der MHL statt. Eintrittskarten sind unter Opens external link in new windowwww.mh-luebeck.de erhältlich sowie Restkarten an der Abendkasse.

Am Mittwoch, 10. Juli um 20 Uhr ist die märchenhafte Pop-Revue „Und wenn sie nicht gestorben sind…“ in einer Open-Air-Veranstaltung in Timmendorfer Strand zu erleben: In einer konzertanten Aufführung auf dem Timmendorfer Platz sind auch hier die MHL-Gesangssolisten, das MHL-PopsOrchestra und der MHL-PopsChor unter Leitung von Popularmusikprofessor Bernd Ruf zu hören. Der Eintritt ist frei.

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Lübeck, 07.06.2024

MHL-Studierende präsentieren Chopins Klavierwerk

Zu einem Chopin-Klavierprojekt lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Sonntag, 16. Juni ein. In einem Gemeinschaftsprojekt präsentieren Studierende der MHL-Klavierklassen ab 17 Uhr im großen Saal Schlüsselwerke des berühmten romantischen Komponisten. Studierende der Musiktheorieklassen moderieren das Konzert und geben Einblicke in sein Schaffen.

Zwölf Studierende aller MHL- Klavierklassen führen am 16. Juni ab 17 Uhr bedeutende Klavierwerke des Komponisten Frédéric Chopin auf. Auf dem Programm stehen Scherzi, Balladen und weitere seiner herausragenden Werke. Im Rahmen eines Meisterkurses beim renommierten Gastdozenten Klaus Hellwig, Professor für Klavier an der Universität der Künste Berlin, haben die Klavierstudierenden an der Technik und Interpretation ihrer Stücke gefeilt. Studierende der Musiktheorie-Klassen von Prof. Oliver Korte und Prof. Sascha Lino Lemke moderieren das Konzert.
Chopin zählt zu den Größen der französischen Kulturlandschaft und hat in seinem relativ kurzen Leben − er starb bereits mit 39 Jahren an einem Lungenleiden − an die 300 Werke überwiegend für Klavier geschrieben. Dabei ließ er sich von der polnischen Volksmusik seiner Heimat, der klassischen Tradition Bachs, Mozarts und Schuberts und vom Belcanto-Stil der italienischen Oper inspirieren. Häufig saß er in den Salons in Paris, wo er seine zweite Lebenshälfte verbrachte, selbst als Pianist am Klavier und improvisierte. Auch seine Beziehung zur skandalumwitterten Schriftstellerin George Sand schlug sich in seinen Kompositionen nieder.

In Chopins Werk finden sich viele Neuerungen in Bezug auf die klanglichen Möglichkeiten des Instruments, die Melodik, Rhythmik und Harmonik − wie die Studierenden der Musiktheorieklassen in ihren Moderationen erläutern werden. Wieviel Virtuosität und künstlerischen Ausdruck seine Werke abverlangen, stellen die jungen Interpretinnen und Interpreten dann eindrucksvoll unter Beweis. Mit seinen oft tonmalerischen Balladen und Scherzi, gespielt von Leander Brune, Yoichiro Chiba, Samuel Choi, Jia Yuan Chong, Anna Horinouchi, Tingchen Liu, Benedikt Rivinius und Yuka Senda, schuf Chopin reizvolle und kontrastreiche Klangwelten. Als weiteres Schlüsselwerk ist die in ihrer düsteren Zerrissenheit eindrucksvolle Fantasie f-moll op. 49, interpretiert von Rizal Liannto Pranoto, zu hören. In der Barcarolle Fis-Dur op. 60, die von Zeyue Yang vorgestellt wird, taucht Chopin in die Atmosphäre der Lagunenstadt Venedig ein und seine mitreißende Grande Polonaise brillante Es-Dur op. 22, gespielt von Yurika Kimura, ist ursprünglich für Klavier und Orchester komponiert. Carlos Bujosa Salazar schließlich präsentiert die Polonaise-Fantasie op. 61 als Chopins letztes großes Klavierwerk und Zeugnis einer reifen kompositorischen Meisterschaft.

Das Konzert gibt einen spannenden Einblick in das Schaffen eines Komponisten, der mit seinem Genie, seinem Einfallsreichtum und seiner Originalität neue Klangwelten erschuf und einen Meilenstein für die Musikwelt setzte.
Das Konzert beginnt um 17 Uhr und dauert inklusive zwei Pausen gut drei Stunden. Eintrittskarten sind für 14 Euro und 19 Euro (ermäßigt 8 Euro und 12 Euro) unter Opens external link in new windowwww.luebeck-ticket.de erhältlich.

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Lübeck, 27.05.2024

Was geschah mit Tom Schmidt? – Schülerinnen und Schüler führen musikalische Kriminalgeschichte auf

Zu einem Live-Krimi mit Musik lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Samstag, 1. Juni ein. Die Musiktheater-AG der Emanuel-Geibel-Schule Lübeck (EGS) hat, angeleitet von MHL-Studierenden ein Kriminalstück entwickelt, das sie unter Gesamtleitung von Jenny Sanden und Prof. Marno Schulze um 18 Uhr auf der Bühne im Großen Saal präsentieren.

12 Schülerinnen und Schüler der Emanuel-Geibel-Schule Lübeck (EGS), Mitgliedsschule im Netzwerk „Musik in der Schule“ (MusiS) haben das musikalische Kriminalstück „Was geschah mit Tom Schmidt?“ entwickelt. Als Tom nicht zum geplanten Urlaub auftaucht, machen sich seine Freunde Sorgen. Die Polizei nimmt die Sache jedoch nicht ernst und so werden sie auf eine Gruppe von Jungdetektiven aufmerksam. Die jungen Spürnasen versuchen mit Scharfsinn und Humor, den Kriminalfall auf eigene Faust aufzuklären. Klar, dass es da zu Verwicklungen kommt. Ob es ihnen gelingen wird, Tom wiederzufinden? Mit spannenden und schaurigen Szenen, dunklen Klängen und viel Humor bringen die Schülerinnen und Schüler der Musiktheater-AG der Klassenstufen 5 bis 7 das Stück auf die Bühne im Großen Saal der MHL. Die Geschichte haben sie selber entwickelt und auch die Musik dazu geschrieben. „Ich finde es toll, so ein Stück mit allen anderen zusammen vorzubereiten. Wir sehen dann immer die Fortschritte und es ist cool, es am Ende aufzuführen“, sagt die 13-jährige EGS-Schülerin Tabea. Die MHL-Studierenden Charlie Dose und Leon Wolff haben den Prozess im Rahmen ihres Studiums begleitet „Für mich ist es eine wertvolle Erfahrung, im praktischen Kontext einer Schul-AG die Kombination aus Musik und Theater zu erleben und anzuleiten“, erläutert MHL-Student Leon Wolff, der im 8. Semester Elementare Musikpädagogik an der MHL studiert.
Die Gesamtleitung des Projektes haben Jenny Sanden, Lehrerin für Darstellendes Spiel an der EGS und MHL-Musikpädagogikprofessor Marno Schulze. Das Projekt findet in Kooperation mit der Emanuel-Geibel-Schule statt.
Das Publikum ist zum Miträtseln und Eintauchen in die Detektivarbeit eingeladen. Der Eintritt ist frei.

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Lübeck, 24.05.2024

MHL feiert 20 Jahre Popularmusik − große Gala mit Ehemaligen in Gollan Kulturwerft

Am Samstag, 1. Juni feiert die Musikhochschule Lübeck (MHL) mit einer großen Jubiläumsgala "20 Jahre Popularmusik an der MHL". Über 60 ehemalige MHL-Studierende reisen aus der ganzen Republik an, um die Gala in der Gollan Kulturwerft gemeinsam zu gestalten: ab 19.30 Uhr rocken sie mit Pop, Jazz, Rock, Klezmer, Tango, Gospel die Bühne - vom Solo bis hin zum großen orchestralen Auftritt.

Studierende der MHL gestalten das Jubiläumskonzert gemeinsam mit zahlreichen Ensembles, die aus der MHL hervorgegangen und inzwischen fester Bestandteil des deutschen Konzertlebens sind. Insgesamt 80 Mitwirkende werden auf der Bühne zu erleben sein. Unter anderem präsentieren „Yxalag“, „Vox Mandala“, „Vocellize“, „Vagabund“, „Analogue Swing“, „Humming Bee“, „Duo BonBon“, „Pudeldame“, „Paint“ und „Polish Jazz Poetry“ die besten Stücke aus ihrem Repertoire. Dabei sind Pop, Jazz, Rock, Klezmer, Tango, Gospel zu hören − vom Solo bis hin zum großen orchestralen Auftritt. Das Konzertprogramm nimmt Bezug auf Höhepunkte der zwanzigjährigen Geschichte wie unter anderem die Tourneen nach Kalifornien und Taiwan und die damit verbundenen CD-Produktionen. So präsentieren die Bands an diesem Abend neben gecoverten Songs, beispielsweise von Queen und Snarky Puppy, viel selbst komponierte Musik.
„Das Zusammentreffen unserer Ehemaligen mit dem MHL-Pops Orchestra und dem MHL-Pops Chor werden aus dem Konzertabend ein musikalisch facettenreiches und energiegeladenes Musikfestival machen, für das die Kulturwerft Gollan der perfekte Ort ist“, freut sich Popularmusikprofessor Bernd Ruf, der die Popularmusik an der MHL gegründet und über 20 Jahre weiterentwickelt hat: "Ich bin überwältigt, wie viele ehemalige Studierende spontan zugesagt haben, an unserer Jubiläums-Gala teilzunehmen. Die große menschliche Verbundenheit unserer Hochschulgemeinschaft über Jahrzehnte und Studierendengenerationen hinweg, berührt mich sehr. Dieser Abend wird etwas ganz Besonderes.“

Am 1. Juni 2004 begann Bernd Ruf als neu berufener Professur den Bereich Popularmusik an der MHL aufzubauen. In einem leeren Raum ohne Instrumente und Technik in der ehemaligen Cambrai-Kaserne in der Schwartauer Landstraße, allerdings mit großer Unterstützung der Hochschulleitung und finanziellem Support der Possehl-Stiftung wurden Räume eingerichtet, Studienpläne reformiert, Equipment angeschafft und ein Team von Dozierenden zusammengestellt. Zahlreiche Ensembles sind seitdem entstanden und in der Musikszene erfolgreich, Veranstaltungen wie die jährliche Sommer-Revue konnten sich ein begeistertes Fanpublikum erobern.
Das „Lübecker Modell“, ein Studienangebot, welches Popularmusik-Module in allen klassischen Studiengängen verankert, war damals neu in der deutschen Musikhochschullandschaft. Auch dass popularmusikalische Fächer als gleichwertige Haupt- und Nebenfächer in den Schulmusik-Studiengängen eingerichtet wurden, war zwar ein von der damaligen Landesregierung in Schleswig-Holstein ausdrücklich formulierter Wunsch, aber in den überwiegend konservativen deutschen Musikhochschulen ein progressiver Schritt. Nach 20 Jahren dynamischer Entwicklung im Bereich Popularmusik sieht sich die MHL aufgrund großer gesellschaftlicher Veränderungen und eines immer defizitärer werdenden Musikangebots an allgemeinbildenden Schulen, neuen Herausforderungen gegenüber.
Das nächste große Popmusik-Ereignis an der MHL ist dann die traditionelle Pop-Revue am Samstag, 29. Juni und Sonntag, 30. Juni mit vielen MHL-Studierenden, dem MHL-PopsOrchestra und den MHL-PopsSingers unter Leitung von Bernd Ruf. Diesmal kommt sie unter dem Motto „Und wenn sie nicht gestorben sind…“ ganz märchenhaft auf die Bühne.
Karten für beide Ereignisse sind unter Opens external link in new windowwww.mh-luebeck.de sowie an der Abendkasse erhältlich.

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Lübeck, 16.05.2024

Brahms-Festival 2024 – MHL zieht positive Bilanz

Vom 3. bis zum 12. Mai veranstaltete die Musikhochschule Lübeck (MHL) das 32. Brahms-Festival unter dem Motto „Rausch“. Mit rund 4.000 Besuchen der 36 Konzerte an acht verschiedenen Lübecker Spielstätten, knüpfte das Brahms-Festival an den Erfolg des Vorjahres an. Mehr als 300 MHL-Angehörige und Gäste widmeten sich in über 70 verschiedenen Ensembles dem Rausch in der Musik. Neben den tradierten Konzertformaten gab es außergewöhnliche Konzerterlebnisse wie den „Rausch der Nacht“ mit Musik rund um die Uhr bis zum Sonnenaufgang.

Neben dem Namensgeber des Festivals wurde dabei auch der Jubilar Luigi Nono gewürdigt. Der Projektleiter des Festivals, Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, zieht eine positive Bilanz: „Die Sehnsucht nach Rausch war groß, das Motto sehr aktuell. Großartig, wozu die Musikhochschule künstlerisch im Stande ist. Im 32. Jahr ist das Brahms-Festival mit seinen vielseitigen Konzertformaten und moderierten Veranstaltungen aus Lübeck nicht mehr wegzudenken!“. Sandberger hat das Brahms-Festival in diesem Jahr zum letzten Mal kuratiert. Rund um die Uhr gab es Gelegenheiten, musikalische Rauscherfahrungen zu sammeln, die mit der Morgenreihe um 8.30 Uhr in St. Jakobi begannen und mit einer Brahms-Night-Session ab 22.30 Uhr im CVJM ausklangen. Zu den bestbesuchten Konzerten gehörte das Eröffnungskonzert mit dem MHL-Sinfonieorchester unter Leitung des Gastdirigenten Christopher Schumann: Allein 400 Schülerinnen und Schüler der im MusiS-Projekt (Musik in der Schule) zusammengeschlossenen Schulen kamen zum „Klangrausch im Musiklabor“, um Ausschnitte aus dem Sinfoniekonzert zu erleben. Besonders erfolgreich waren auch die Konzerte der Morgenreihe in St. Jakobi sowie die moderierten Konzerte: die mittägliche Reihe der „Lunchtime-Concerts“ im Logenhaus und die Nachmittagskonzerte in der Villa Brahms.

Das Lübecker Brahms-Festival findet seit 1992 statt. Besonderheiten des Lübecker Brahms-Festivals sind das gemeinsame Auftreten der renommierten Dozierenden mit ihren Studierenden und die fächerübergreifende Zusammenarbeit, die immer wieder neue Konzertformate und Ensembles hervorbringt. Sie verleihen dem Brahms-Festival ein Alleinstellungsmerkmal in der deutschen Kultur- und Hochschullandschaft. Nach und nach wurden Spielstätten und Konzertformate erweitert. Beim Brahms-Festival gehen wissenschaftliche Begleitung und künstlerische Umsetzung eine enge Verbindung ein. Das Programm wird in Abstimmung mit dem Brahms-Institut konzipiert, das eine der größten Sammlungen zu Leben und Werk des in Hamburg geborenen Komponisten beherbergt. 2006 wurde das Festival mit dem Brahms-Preis der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein ausgezeichnet.

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Lübeck, 10.05.2024

200. Konzert der „Wir in“-Reihe − Ensemble „Alte Musik 415“ spielt Jubiläumskonzert in Schleswig

Zum 200. Konzert der Reihe „Wir in“, die Studierende der Musikhochschule Lübeck (MHL) seit über zehn Jahren in zahlreiche schleswig-holsteinische Städte führt, lädt die MHL am Donnerstag, 16. Mai um 19 Uhr in den Plenarsaal des Schleswiger Oberlandesgerichtes ein. Das MHL-Ensemble „Alte Musik 415“ präsentiert aus Anlass des Jubiläums festliche Musik des Barock unter Leitung des niederländischen Experten Pieter-Jan Belder.

Erstmals ist die MHL in den Räumen des Oberlandesgerichtes in Schleswig mit ihrer Reihe „Wir in“ zu Gast. Seit 2011 gehen Studierende der MHL auf Reisen und konzertieren in verschiedenen Städten in Schleswig-Holstein und mittlerweile auch Mecklenburg-Vorpommern, zu denen unter anderem Bad Bramstedt, Eutin, Itzehoe, Kiel, Mölln, Neumünster, Schleswig und Schönberg gehören.

Zum 200. Konzert stellt das internationale MHL-Ensemble „Alte Musik 415“ Werke der barocken Komponisten Telemann, Johann Sebastian Bach, Leclair und Vivaldi auf historischen Instrumenten vor. Interpreten sind Aseman Esmaeilzadeh (Oboe), Johann Stötzer und Anahita Kanzadeh (Violine), Isabel Gascon Machin (Cello), Nataliya Abryutina und Gregor Früh (Cembalo). Pieter-Jan Belder (Blockflöte und Cembalo), ein ausgewiesener Fachmann der historischen Aufführungspraxis mit großer Konzerterfahrung, leitet nicht nur das Ensemble, er verantwortet zudem die Alte-Musik-Ausbildung an der MHL. Neben Telemanns farbenreichem Quartett in a-Moll für Blockflöte, Oboe, Violine und basso continuo (b. c.) steht eines der zahlreichen Concerti für zwei Violinen, Blockflöte und b. c. von Vivaldi auf dem Programm. Die geografische Spur führt dabei von Venedig über Wien nach Hamburg und ermöglicht dem Publikum hörendes Eintauchen in unterschiedliche Musikauffassungen des Nordens und Südens. Kaum denkbar ist ein Konzert dieser Ausrichtung ohne den Thomaskantor und Multiinstrumentalisten Johann Sebastian Bach, der neben der Vielzahl geistlicher Werke auch erbauliche weltliche Musik geschaffen hat – er selber sah das eine untrennbar mit dem anderen verwoben. Die Violinsonate in A-Dur (BWV 1015) und die Oboensonate in g-Moll (BWV 1030) bereichern das Konzert, das Einblicke in die facettenreiche Ausbildung an der MHL ermöglicht.
Der Eintritt zum Jubiläumskonzert ist frei, Spenden sind erbeten.

Die Musikhochschule Lübeck, Schleswig-Holsteins einzige Musikhochschule, widmet sich der künstlerischen, pädagogischen und wissenschaftlichen Vermittlung von Musik. Sie bildet rund 500 Studierende aus 45 Nationen zu Solisten, Kammer- und Orchestermusikern, Sängern, Komponisten, Kirchenmusikern und Musikpädagogen aus und ist zugleich einer der größten Konzertveranstalter des Landes. Mit der 2011 begründeten Konzertreihe „Wir in“ zeigt die Musikhochschule Lübeck nicht nur an ihrem Lübecker Stammsitz Präsenz, sondern an zahlreichen Spielorten in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

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Lübeck, 30.04.2024

Brahms-Festival startet am 3. Mai – Einladung zu 35 musikalischen Rauscherfahrungen

Vom 3. Mai bis zum 12. Mai laden rund 300 Mitwirkende der Musikhochschule Lübeck (MHL) zu außergewöhnlichen Konzerterlebnissen rund um die Uhr ein, in der „Langen Nacht des Rausches“ sogar bis zum Sonnenaufgang. Die verschiedenen Konzertformate widmen sich dem Rausch in der Musik: vom ekstatischen Tanz- und Klangrausch über den Liebesrausch bis hin zu spirituellen und toxischen Rauscherfahrungen.

Ein Schülerkonzert unter dem Motto „Klangrausch im Musiklabor“ macht am Freitag, 3. Mai um 10.30 Uhr den Auftakt zum diesjährigen Brahms-Festival unter dem Motto „Rausch“. Im Rahmen des Projekts „Musik in der Schule“ (MusiS) können Schulklassen, die am MusiS-Projekt beteiligt sind, Ausschnitte aus dem Programm des Sinfoniekonzerts mit allen Sinnen erleben. Das Konzert findet in Kooperation mit dem TanzOrtNord (Ulla Ben-ninghoven, Choreographie und Kim Tassia Kreipe, Tanz) sowie dem Posttheater Berlin (Hiroko Tanahashi, Videokunst) statt.
Am Samstag, 4. Mai beginnt der Festivaltag um 17 Uhr mit der Präsentation eines neuen Bildes für die „Brahms-Galerie“ der MHL. Prof. Oliver Korte, MHL-Vizepräsident für Veranstaltungen und Forschung, stellt zusammen mit dem Künstler Jakob Rieke im oberen Konzertfoyer das neue Werk vor.
Um 18 Uhr lädt die MHL am Samstag, 4. Mai mit dem „Präludium“ zur Einführung in das diesjährige Festival: Moderiert von Christiane Irrgang (NDR), diskutieren Prof. Wolfgang Sandberger (Projektleitung) und Prof. Daniel Scholz (Musizierendengesundheit) über das Festivalmotto „Rausch“ und erörtern die Möglichkeiten und Grenzen von Rauscherfahrungen im Zusammenhang mit Musik. Dozierende und Studierende präsentieren Musik von Brahms, Liszt sowie vom Dirigenten und Komponisten René Leibowitz, mit seinem 1960 komponierten Stück „Marijuana“.
Mit 80 jungen Musikerinnen und Musikern eröffnet am Samstag, 4. Mai ab 19.30 Uhr das MHL- Sinfonieorchester unter Leitung des Gastdirigenten Christopher Schumann (Stuttgart) das Festival. Sergio Sánchez, der selbst an der MHL studiert und zum letzten Wintersemester die Nachfolge von Prof. Diethelm Jonas angetreten hat, ist als Solist in Martinůs Oboenkonzert zu hören. Weiterhin stehen Maurice Ravels „La Valse“, der dritte Satz aus Berios collagenhafter „Sinfonia“ sowie die „Rosenkavalier-Suite“ von Richard Strauss – eine liebesrauschhafte Hommage an den Wiener Walzer auf dem Programm.
In den weiteren Festivalereignissen geht es von den spirituellen Rauscherfahrungen der morgendlichen Reihe „Rausch – Sturm – Wind“ in St. Jakobi über die mittäglichen „Lunchtime Concerts“ im Logenhaus zu Lübeck, die Nachmittagskonzerte in der Villa Brahms bis hin zu den Themenkonzerten am Abend u.a. unter dem Motto „Rausch der Jugend“, „Spiritueller Rausch“, „Tanzen und Substanzen“ und „Klangrausch“. Der lange „Rausch der Nacht“ startet am Samstag, 11. Mai mit dem Themenkonzert „Con Luigi“ das dem 100. Geburtstag von Luigi Nono gewidmet ist, einem der wichtigsten Akteure der europäischen Nachkriegs-Avantgarde. Von 22 Uhr bis zum Sonnenaufgang geht der lange „Rausch der Nacht“ im Anschluss in beiden Konzertsälen mit 15 rauschhaften Werken aus verschiedenen Epochen weiter.
In der Brahms Night Lounge im CVJM um 22.30 Uhr greifen Dozierende der MHL mit Improvisationen die musikalischen Themen des Tages auf. In Kooperation mit der MHL zeigt am Sonntag, 5. Mai um 20.15 Uhr das Filmhaus den 2020 entstandenen Film „Der Rausch“ mit Mads Mikkelsen und schließlich ist das Brahms-Festival mit seinem Konzert „Appassionato“ auch wieder zu Gast im Atlantic Grand Hotel in Travemünde.

Karten für das Brahms-Festival sind bei allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen und online über Opens external link in new windowwww.luebeck-ticket.de erhältlich. Das detaillierte Programm ist unterOpens external link in new window www.brahms-festival.de zu finden.

Das Lübecker Brahms-Festival findet seit 1992 und in diesem Jahr zum 32. Mal statt. Nach und nach wurden Spielstätten und Konzertformate erweitert. Es präsentieren sich jährlich rund 300 Musikerinnen und Musiker der MHL. Beim Brahms-Festival gehen wissenschaftliche Erkenntnis und musikpraktische Umsetzung die bestmögliche Verbindung ein. 2006 wurde das Festival mit dem Brahms-Preis der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein ausgezeichnet.

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Lübeck, 26.04.2024

„Ihr von Herzen ergebener Joh. Brahms“ - Lübecker Brahms-Institut erweitert Sammlung um bedeutende Briefe des Komponisten

Das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL) vermeldet zwei bedeutende Neuzugänge für seine Sammlung. Durch eine Schenkung und einen Ankauf befinden sich seit Kurzem zwei weitere Briefe des Komponisten Johannes Brahms im Besitz des Instituts, das seine mittlerweile mehr als 200 Schreiben umfassende Briefsammlung des Komponisten kontinuierlich ausbaut.

- Professor Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts, zu den beiden Neuerwerbungen: „Brahms ist ein virtuoser Briefschreiber. Beide Schreiben spiegeln die feine Ironie und den Witz des Komponisten wider und ergänzen unsere Sammlung auf hervorragende Weise.“

Johannes Brahms an Antonia Speyer-Kufferath
Die erste Neuerwerbung ist ein Brief von Johannes Brahms an die Sopranistin Antonia Speyer Kufferath (1857–1939). Sie ist einer großzügigen Schenkung der ehemaligen Generalbundesanwältin Prof. Monika Harms aus Hamburg zu verdanken. Der Brief bietet einen charmanten Einblick in das professionelle Networking des Komponisten. Die von Brahms geschätzte Sängerin hatte mehrere Vorschläge für gemeinsame Konzerte unterbreitet – vom Liederabend bis zur Aufführung von größeren Oratorien. In seinem Brief vom 30. Dezember 1884 sagt Brahms nun aber nur ein Konzert in Krefeld zu: „Ich bin bescheiden u. nehme von Ihren schönen Anerbieten nur das kleinste: den Liedervortrag. […] Auf Crefeld freue ich mich dennoch, das werden Sie verstehen u. sich mit mir freuen auf hübsches Musiciren u. freundliches Beisammensein.“ Das freundschaftliche Verhältnis von Brahms zu der Sängerin spiegelt sich nicht zuletzt in der Unterschrift, „Ihr von Herzen ergebener Joh. Brahms“. Antonia Speyer-Kufferath erhält ihre Gesangsausbildung bei Julius Stockhausen in Berlin und Pauline Viardot in Paris. Bis zu ihrer Heirat mit dem Musikschriftsteller Edward Speyer im Jahr 1885 ist sie eine international gefragte Konzert- und Oratoriensängerin.

Johannes Brahms an Fritz Simrock
Der zweite Brief, datiert auf den 30. Januar 1896 und adressiert an den Verleger Fritz Simrock, hat das Brahms-Institut bei einem Antiquariat erworben. Durch seinen Lübeck-Bezug ist das Schreiben für das Brahms-Institut von besonderer Bedeutung: Brahms erwähnt darin den Komponisten „Bruhns aus Lübeck“, der ihm Klavierstücke widmen möchte und sich dafür eine Empfehlung von Brahms erhofft. Dieser zeigt sich jedoch wenig begeistert von Bruhns und klagt gegenüber dem Verleger: „Kann man auf so was grob, fein oder überhaupt antworten!? […] Aber so was kommt jeden Tag, man kann sichs nicht arg genug vorstellen.“ Jakob Ludwig Bruhns wird 1852 als jüngster Sohn des Lübecker Weinhändlers Karl Bruhns geboren. Seine Mutter Julie stammt aus einer thüringischen Musikerfamilie. Julia da Silva-Bruhns, die Mutter von Thomas Mann, ist seine Cousine. Als 26-Jähriger wird Bruhns Teilhaber der traditionsreichen elterlichen Weinhandlung an der Untertrave 111/112, geht aber bald darauf seinen musikalischen Neigungen nach. 1889/90 studiert er am Konservatorium in Leipzig. Bruhns komponiert eine Reihe von Klavierstücken, darunter „50 Stücke zu Carl Czernys Kunst der Fingerfertigkeit“, auf die im Brief Bezug genommen wird. Die Hoffnung, Brahms durch die Widmung zu einer Empfehlung des Werkes bewegen zu können, erfüllt sich nicht. Die Klavierstücke erscheinen ohne die Widmung an Brahms im Verlag Schlesinger.

Der Öffentlichkeit werden beide Briefe erstmals am Sonntag, den 16. Juni 2024, um 11 Uhr im Rahmen einer feierlichen Matinee in Anwesenheit von Prof. Monika Harms präsentiert. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung mit Liedern aus dem Repertoire von Antonia Speyer-Kufferath und Werken von Jakob Ludwig Bruhns.

Über das Brahms-Briefwechsel-Verzeichnis (BBV)
Die beiden neuen Briefe werden in das Brahms-Briefwechsel-Verzeichnis (BBV) aufgenommen, ein wichtiges digitales Grundlagenwerk für die Forschung zu Leben und Werk von Johannes Brahms. Entstanden als Forschungsprojekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), gehört es zu den weltweit am meisten beachteten Projekten des Lübecker Instituts. Knapp 11.000 Schreiben von und an Johannes Brahms, die weltweit verstreut in Archiven, Bibliotheken und Privatbesitz liegen, sind dort dokumentiert. Das Brahms-Institut setzt sich aktiv dafür ein, diese wertvollen historischen Dokumente zu bewahren und der Öffentlichkeit nicht nur digital, sondern auch in wechselnden Ausstellungen zu präsentieren.

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Lübeck, 25.04.2024

MHL-Sinfonieorchester eröffnet 32. Brahms-Festival „Rausch“

„Rausch“ heißt das Motto des 32. Brahms-Festivals an der Musikhochschule Lübeck (MHL). Vom 3. Mai bis zum 12. Mai beleuchten rund 300 Mitwirkende den „Rausch“ in seinen zahlreichen Facetten − vom Schaffensrausch bis hin zu den vielfältigen Formen des Berauschtseins durch Musik und Rauschmittel. Ein Schulkonzert im Rahmen des Projekts „Musik in der Schule“ (MusiS) macht am Freitag, 3. Mai den Festival-Auftakt. Das MHL-Sinfonieorchester unter Leitung von Christopher Schumann eröffnet das Festival dann am Samstag, 4. Mai um 19.30 Uhr im Großen Saal der MHL mit Werken von Strauss, Ravel, Martinů und Berio. Als Solist ist der neue Oboenprofessor Sergio Sánchez zu hören.

Das 32. Brahms-Festival verspricht Konzerterlebnisse rund um die Uhr, in der „Langen Nacht des Rausches“ sogar bis zum Sonnenaufgang. In 35 Konzerten sind Dozierende, Studierende und Gäste der MHL in verschiedenen Besetzungen zu hören. Prof. Wolfgang Sandberger, Projektleiter des Brahms-Festivals, ist überzeugt: „Die Musik ermöglicht Rauscherlebnisse wie wohl keine zweite Kunstform. Die vielfältigen Verbindungen von Rausch und Musik sind in unseren zahlreichen Konzertformaten zu erleben. Das Festival wird dabei selbst zu einem rauschhaften Vorhaben: Die MHL befindet sich in den Festivaltagen in einem Ausnahmezustand, wenn über 100 Ensembles proben und konzertieren.“

Das Festivalprogramm startet mit dem Präludium am Samstag, 4. Mai um 18 Uhr: Moderiert von Christiane Irrgang (NDR), diskutieren Prof. Wolfgang Sandberger (Projektleitung) und Prof. Daniel Scholz (Musizierendengesundheit) über das Festivalmotto „Rausch“ und erörtern die Möglichkeiten und Grenzen von Rauscherfahrungen im Zusammenhang mit Musik. Dozierende und Studierende präsentieren Musik von Brahms, Liszt sowie vom Dirigenten und Komponisten René Leibowitz, mit seinem 1960 komponierten Stück „Marijuana“.

Mit 80 jungen Musikerinnen und Musikern eröffnet das MHL-Sinfonieorchester im Anschluss ab 19.30 Uhr unter Leitung des Gastdirigenten Christopher Schumann das Festival. Der zweite Kapellmeister an der Staatsoper Stuttgart springt für die angekündigte Gastdirigentin Catherine Larsen-Maguire ein, die kurzfristig absagen musste. Sergio Sánchez ist als Solist in Martinůs Oboenkonzert zu hören. Das Werk lebt von starken Kontrasten, die im Finalsatz zu einem virtuosen Abschluss zusammenfinden. Sánchez, der selbst an der MHL studiert hat und seit letztem Wintersemester die Nachfolge von Prof. Diethelm Jonas angetreten hat, sagt dazu: „Martinůs Oboenkonzert fordert wie kaum ein anderes die Oboe mit ihren Klangfarben, ihrem Tonumfang und ihrer Flexibilität heraus. Als ich es mit 15 oder 16 zum ersten Mal hörte, war ich ziemlich schockiert, weil es für meine damals sehr tonalen Ohren so modern klang. Aber es öffnete etwas in mir und ganz allgemein hat sich mit dem Werk für die Gattung Oboenkonzert ein Fenster der neuen Möglichkeiten aufgetan.“
Das MHL-Sinfonieorchester entführt weiterhin in den bizarren Walzertaumel von Maurice Ravels „La Valse“, mit dem der französische Komponist kurz nach dem ersten Weltkrieg den Untergang einer ganzen Epoche beschwor. Ursprünglich für das Ballett geschrieben, wurde es 1920 als reines Orchesterstück uraufgeführt. In ausgefallener Besetzung stellen das MHL-Sinfonieorchester und ein MHL-Gesangsoktett außerdem den dritten Satz aus der collagen-haften „Sinfonia“ vor, die Luciano Berio für Leonard Bernstein schrieb − musikalisch zugänglich wie kaum ein anderes Werk der Nachkriegsavantgarde. Mahlers zweite Sinfonie macht der Komponist darin zu seinem Ausgangspunkt für eine Reise durch die ganze Musikgeschichte – die acht Sängerinnen und Sänger singen und rezitieren, flüstern und schreien Texte von Samuel Beckett über die Vergeblichkeit aller Kunst. Ein purer Liebesrausch, wie ihn nur Richard Strauss komponieren konnte, erwartet das Publikum dann mit der „Rosenkavalier-Suite“ – eine Hommage an Wien und den Wiener Walzer. Mit geradezu orgiastischer Musik portraitiert Strauss seine Operncharaktere und zeigt deutlich, dass es bei der Begegnung der Marschallin mit ihrem jugendlichen Liebhaber nicht nur beim Vorspiel bleibt. Darüber hinaus geht es von den spirituellen Rauscherfahrungen in den morgendlichen Konzerten in St. Jakobi über die mittägliche Reihe „Lunchtime Concerts“ im Logenhaus zu Lübeck, die Nachmittagskonzerte in der Villa Brahms bis hin zu den Themenkonzerten am Abend immer wieder um musikalische Entgrenzungen. Das Abendkonzert „Con Luigi“ ist am Samstag, 11. Mai dem 100. Geburtstag von Luigi Nono gewidmet, einem der wichtigsten Akteure der europäischen Nachkriegs-Avantgarde und wird von 22 Uhr bis zum Morgengrauen zu einem langen „Rausch der Nacht“. In der Brahms Night Lounge im CVJM Lübeck greifen Dozierende der MHL zu später Stunde mit Improvisationen die musikalischen Themen des Tages auf.
In Kooperation mit der MHL zeigt das Filmhaus den 2020 entstandenen Film „Der Rausch“ mit Mads Mikkelsen und schließlich ist das Brahms-Festival mit seinem Konzert „Appassionato“ auch wieder zu Gast im Atlantic Grand Hotel in Travemünde.

Das Sinfoniekonzert „Rausch“ wird am Sonntag, 5. Mai um 17 Uhr wiederholt. Karten sind für 15 und 20 Euro (ermäßigt 9 und 13 Euro) bei allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen und online über www.luebeck-ticket.de erhältlich.
Beim Schulkonzert „Klangrausch im Musiklabor“ im Rahmen des Projekts „Musik in der Schule“ (MusiS) besteht bereits am Freitag, 3. Mai um 10.30 Uhr für Schulklassen die Möglichkeit, in Kooperation mit dem TanzOrtNord (Ulla Benninghoven, Choreographie und Kim Tassia Kreipe, Tanz) sowie dem Posttheater Berlin (Hiroko Tanahashi, Videokunst) Ausschnitte aus dem Programm mit allen Sinnen zu erleben.

Weitere Informationen zum Konzertprogramm des Brahms-Festivals gibt es auf der Website der MHL unter Opens external link in new windowwww.brahms-festival.de.

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Lübeck, 11.04.2024

Junge Stimmen aus Südafrika

Zu einem Gesangsnachmittag unter dem Motto „Junge Stimmen aus Südafrika“ lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Sonntag, 14. April ein. Ab 17 Uhr präsentieren drei Nachwuchstalente aus Südafrika ihre Gesangskunst. Auf dem Programm stehen Arien, Lieder und Duette von Schumann, Bizet, Gershwin und Lehár.

Monica Mhangwana (Sopran), Abongile Fumba (Mezzo-Sopran) und Siyabonga Maqungo (Tenor) haben am Kooperationsprogramm zwischen der MHL und dem „Johannesburg International Mozart Festival“ teilgenommen. So entstanden erste Kontakte zur MHL, wo sich die künstlerisch außergewöhnlich ausdrucksstarken Nachwuchstalente nun dem Lübecker Publikum vorstellen werden.
MHL-Professor Florian Uhlig, künstlerischer Leiter des Johannesburg International Mozart Festival: „Siyabonga Maqungo ist der Überflieger unserer Stipendiaten, und singt bereits mit berühmten Dirigenten an den großen Opernhäusern: Staatsoper Berlin, wo ihn Daniel Barenboim ins Ensemble holte, Mailänder Scala und Bayreuth. Ich freue mich sehr, ihn gemeinsam mit zwei hervorragenden südafrikanischen Sängerinnen in Lübeck präsentieren zu dürfen.“ Von den drei Stipendiaten studiert die junge Sopranistin Monica Mhangwana im zweiten Semester im Masterstudiengang bei Prof. Manuela Uhl an der MHL.
Auf dem Programm stehen berühmte Werke der Gesangsliteratur, unter anderem Schumanns „Dichterliebe“ sowie Arien, Lieder und Duette wie Bizets „Seguedilla“, Gershwins „Summertime“ und Lehárs „Dein ist mein ganzes Herz“. Am Klavier begleiten Yuka Senda, Robert Roche und Florian Uhlig. Das Konzert vermittelt einen spannenden Einblick in die klassische Gesangsausbildung an der MHL in Verbindung mit einem internationalen Stipendienprogramm.

Karten sind für 14 und 19 Euro (ermäßigt 8 und 12 Euro) in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen oder online unter Opens external link in new windowwww.mh-luebeck.de erhältlich.

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Lübeck, 09.04.2024

„MusikPlus“ − neuer Lübecker Masterstudiengang für Umstieg in Grundschullehramt

An der Musikhochschule Lübeck (MHL) startet zum Wintersemester der neue Masterstudiengang „MusikPlus“, der Studierenden aus künstlerischen und künstlerisch-pädagogischen Bachelorstudiengängen einen Umstieg in die Grundschule ermöglicht. Der Masterstudiengang ist Teil des Maßnahmenpakets „MusikPlus“, mit dem die MHL und das Bildungsministerium Schleswig-Holstein dem Mangel an Musiklehrkräften begegnen wollen. Bewerbungen sind noch bis zum 1. Mai möglich.

Mit dem neuen Baustein „MusikPlus“ möchte die MHL mehr Studierende für das Lehramt begeistern. Im ersten Schritt können sich Studierende aus künstlerischen und künstlerisch-pädagogischen Bachelorstudiengängen künftig in vier Semestern auf das Lehramt an Grundschulen vorbereiten. Mit dem neuen Studienangebot zielt die MHL erstmals auf das Berufsbild Grundschule und hat mit diesem Konzept zum Umstieg im „Doppelfach Musik“ bundesweit ein Alleinstellungsmerkmal.
Entfallener oder fachfremd erteilter Musikunterricht stellt ein weitverbreitetes Phänomen dar, das eine umfangreiche kulturelle Bildung für zukünftige Generationen gefährdet. Der Bedarf an Lehrkräften im Fach Musik an Grundschulen ist bundesweit und auch in Schleswig-Holstein groß. In Simulationen hat das Bildungsministerium die fächerbezogenen Lehrkräftebedarfe für den Zeitraum 2021 bis 2032 in Schleswig-Holstein ermittelt. Danach gibt es einen Bedarf an Neuanstellungen von 973 Personen, lediglich 65 Personen werden an den schleswig-holsteinischen Hochschulen ausgebildet.

Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien erläutert: „Die Musikhochschule ist ein starker Motor gegen den Fachkräftemangel im Fach Musik. Mit „MusikPlus“ eröffnet sie neuen Zielgruppen einen Einstieg in den Lehrkräfteberuf. Angesprochen sind Bachelor-Absolventinnen und – absolventen, die einen künstlerisch-pädagogischen Abschluss anstreben und sich zugleich vorstellen können, sich über einen Quereinstieg für das Grundschullehramt Musik zu qualifizieren. Das ist im Ergebnis ein doppelter Gewinn für unsere Grundschulen: Sie erhalten eine Musiklehrkraft und zugleich eine Musikpädagogin oder einen Musikpädagogen. 2026 rechnen wir mit ersten ausgebildeten Lehrkräften – und das wird sowohl die Quantität als auch die Qualität des Musikunterrichts verbessern.“
Das Projekt sei Teil des „Handlungsplanes Lehrkräftegewinnung“, den die Landesregierung zusammen mit der „Allianz für Lehrkräftebildung“ aufgelegt habe. „MusikPlus“ läuft als Pilotprojekt über einen Zeitraum von fünf Jahren und wird bis 2028 mit jährlich 82.000 Euro vom Land gefördert.
Ministerin Prien: „Die gute neue Nachricht ist: Das Land gibt weitere 250.000 Euro, sodass „MusikPlus“ zukünftig als regulärer BA- und Masterstudiengang und als Umstiegsmaster (1-Fachstudiengang) ausgebaut werden kann. Wir erweitern damit an der Musikhochschule Lübeck das Angebot für Studierende auf Lehramt.“

Studierende im Masterstudiengang „MusikPlus“ knüpfen mit Lehrveranstaltungen, Seminaren und Praktika an ihre musikpraktischen Kompetenzen an und bauen sie für die musikpädagogische Arbeit mit Kindern im Grundschulalter aus. „Die Kombination aus vertieften künstlerischen Kompetenzen, die die Studierenden in ihrem Grundstudium erworben haben und die intensive pädagogische Ausbildung im „MusikPlus“-Master, wird die künftigen MHL-Absolvierenden auszeichnen. Diese Kombination birgt ein großes Potential, um Kinder an den Grundschulen mit Musik zu erreichen“, erläutert Prof. Annette Ziegenmeyer, die den Studiengang gemeinsam mit der Grundschul-Musikpädagogin Anna Unger-Rudroff entwickelt hat. Zentrale Bestandteile sind Schulpraktika, die Studierende an den Schulen der Umgebung studienbegleitend absolvieren. Auch eine Grundbildung in den Fächern Deutsch und Mathematik gehört zum Studienangebot, damit die Studierenden für ihre spätere Berufspraxis breit aufgestellt sind. „MusikPlus“-Absolvierende sind künftig sogar doppelt qualifiziert: Mit dem Gesamtpaket „MusikPlus“ können sie zusätzlich eine berufsbefähigende Bachelorqualifikation im Bereich „Elementare Musikpädagogik“ (EMP) erwerben.

Neben neuen Studien- und Weiterbildungsangeboten gehören Maßnahmen der Vernetzung und Kooperation verschiedenster Institutionen zur Musiklehrkräftebildung, wie unter anderem die „Allianz für Lehrkräftebildung“ und das Landesprogramm „Schule im digitalen Zeitalter“. Neu ist ebenfalls eine an der MHL angesiedelte „Koordinationsstelle zur Lehrkräftegewinnung“ (Musikbotschafter*innen), die die zahlreichen Maßnahmen und Akteure miteinander vernetzen, Informationsveranstaltungen und Schulaktionen durchführen und studentische Musikbotschafterinnen und -Botschafter an Schulen entsenden soll.

Der Studiengang und seinen Zulassungsvoraussetzungen sind auf der MHL-Website unter Opens external link in new windowwww.mh-luebeck.de zu finden.

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Lübeck, 28.03.2024

MHL-Studentin Flavia Stricker gewinnt Maria-Callas-Wettbewerb

Flavia Stricker, Gesangsstudentin bei Prof. Manuela Uhl an der Musikhochschule Lübeck (MHL) hat den ersten Preis beim 22. Maria-Callas-Gesangswettbewerb errungen. Die 29-jährige Sopranistin setzte sich im Finale, das am 24. März in São Paulo ausgetragen wurde, gegen 14 junge Sängerinnen und Sänger durch.

Die gebürtige Brasilianerin studiert bei Prof. Manuela Uhl im dritten Semester im Masterstudiengang. Parallel ist sie bereits seit Herbst vergangenen Jahres im Opernstudio Zürich engagiert. 116 Gesangstalente qualifizierten sich mit einer auf Video aufgenommenen Opernarie für die Teilnahme am diesjährigen Maria-Callas-Gesangswettbewerb, 47 von ihnen erreichten das Halbfinale.

Der Maria-Callas-Wettbewerb wurde 1993 gegründet, um brasilianische und lateinamerikanische Sängerinnen und Sänger zu fördern und gilt als Sprungbrett für eine internationale Karriere. Erst im Sommer 23 gewann Flavia Stricker beim Clip Wettbewerb in Portofino, einem der wichtigsten internationalen Wettbewerbe für Gesang, einen zweiten Preis. In Lübeck wird die junge Sängerin zum Ende des Sommersemesters beim Abschlusskonzert für ihr Masterstudium an der MHL zu erleben sein.

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Lübeck, 20.03.2024

Musikhochschule Lübeck bietet Freiwilliges kulturelles Jahr an

Ein Jahr lang an einer der schönsten Hochschulen Europas erste Erfahrungen für das spätere Berufsleben sammeln: An der Musikhochschule Lübeck (MHL) geht das in gleich vier Bereichen.

Das Marketing, die Pressestelle, das Zentrum für Lehrkräftebildung und das Brahms-Institut an der MHL bieten je einen Platz für einen Freiwilligendienst im Bereich Kultur und Bildung an. In Vollzeit arbeiten die Freiwilligen mit und lernen dabei verschiedene kulturelle Berufsfelder kennen: Die Aufgaben reichen je nach Einsatzfeld von Social Media und dem Schreiben von Pressemeldungen über die Vermittlung der Angebote an Kooperationspartner bis hin zur Planung von Ausstellungen. Interesse an Kommunikation und Vorbildung im Bereich Musik ist für jeden der vier FSJ-Plätze erwünscht. Für die Pressestelle ist insbesondere der Spaß am Schreiben und am Fotografieren von Vorteil, im Marketing arbeitet man an landesweiten Werbekampagnen und Publikationen der MHL mit.

Interessierte zwischen 18 und 23 Jahren können sich über das Portal noch bis Ende März bewerben. Weitere Informationen sowie das Bewerbungsportal sind unter Opens external link in new windowwww.freiwilligendienste-kultur-bildung.de zu finden.

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Lübeck, 01.03.2024

Lübecker Brahms-Festival thematisiert „Rausch“

„Rausch“ lautet das Motto des 32. Brahms-Festivals an der Musikhochschule Lübeck (MHL). Vom 3. bis zum 12. Mai laden über 200 Mitwirkende an verschiedenen Lübecker Spielstätten zu außergewöhnlichen Konzerterlebnissen ein, die sich dem Rauschhaften in der Musik widmen: vom ekstatischen Tanz- und Klangrausch über den Liebesrausch bis hin zu spirituellen und toxischen Rauscherfahrungen.

Das diesjährige Brahms-Festival steht von Freitag, 3. bis zum Sonntag, 12. Mai unter dem Motto „Rausch“. In 35 Themenkonzerten beleuchten Dozierende und Studierende der MHL in unterschiedlichen Konzertformaten den „Rausch“ in seinen zahlreichen Facetten, vom Schaffensrausch bis hin zu den vielfältigen Formen des Berauschtseins durch Musik und Rauschmittel.

Im Präludium diskutieren am Samstag, 4. Mai um 18 Uhr Prof. Daniel Scholz (Musizierendengesundheit) und Prof. Wolfgang Sandberger (Projektleitung) unter anderem über Rauscherfahrungen, die durch Drogen ermöglicht werden: von bewusstseinserweiternden Zuständen im Schaffensrausch bis hin zum Drogenkonsum bei Konzerten. Im Eröffnungskonzert entführt im Anschluss das MHL-Sinfonieorchester unter Leitung der britischen Gastdirigentin Catherine Larsen-Maguire in den ekstatischen Taumel der Musik von Maurice Ravel und Richard Strauss. Sergio Sanchez, neuer Professor für Oboe, ist dabei als Solist in Bohuslav Martinůs Oboenkonzert zu erleben. Auszüge aus diesem Programm sind im Schülerkonzert „Klangrauschen im Musiklabor“ am Freitag, 3. Mai um 10.30 Uhr im Rahmen von „Musik in der Schule“ (MusiS) zu hören.

Darüber hinaus geht es von den spirituellen Rauscherfahrungen in den morgendlichen Konzerten in St. Jakobi über die mittägliche Reihe „Lunchtime Concerts“ im Logenhaus, die Nachmittagskonzerte in der Villa Brahms bis hin zu den Themenkonzerten am Abend immer wieder um musikalische Entgrenzungen. Sie sind unter anderem beim Abendkonzert „Tanzen und Substanzen“ mit dem Stück „Mariuhana“ von René Leibowitz oder beim „Liebesrausch“ in der Villa Brahms zu erleben.

Das Abendkonzert „Con Luigi“ ist am Samstag, 11. Mai dem 100. Geburtstag von Luigi Nono gewidmet und wird von 22 Uhr bis zum Morgengrauen zu einem langen „Rausch der Nacht“. In der Brahms Night Lounge im CVJM Lübeck greifen Dozierende der MHL zu später Stunde mit Improvisationen die musikalischen Themen des Tages auf. In Kooperation mit der MHL zeigt das Filmhaus den 2022 entstandenen Film „Der Rausch“ mit Mads Mikkelsen und schließlich ist das Brahms-Festival mit seinem Konzert „Appassionato“ auch wieder zu Gast im Atlantic Grand Hotel in Travemünde.

Karten sind ab März in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen oder unter Opens external link in new windowwww.mh-luebeck.de erhältlich. Das detaillierte Programm ist unter Opens external link in new windowwww.brahms-festival.de zu finden.

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Lübeck, 29.02.2024

MHL-Gesangsstudierende und LKO präsentieren Opernabend

Am Samstag, 16. März lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) um 19.30 Uhr zu einem Opernabend mit dem Lübecker Kammerorchester (LKO) ein. Unter Leitung von Bruno Merse präsentieren Gesangsstudierende der MHL zusammen mit dem LKO eine konzertante Aufführung von Puccinis berühmter Oper „La Bohème“.

13 Gesangsstudierende der MHL sind beim Opernabend am Samstag, 16. März um 19.30 Uhr auf der Bühne im Großen Saal mit den Akten eins, drei und vier der berühmten Oper „La Bohème“ zu erleben. Begleitet vom LKO unter Leitung seines Dirigenten Bruno Merse sind Studierende verschiedener MHL-Gesangsklassen, Ausbildungsstufen und Stimmfächer zu erleben.

Dass die Oper einmal eines der beliebtesten Bühnenwerke werden sollte, war bei der Uraufführung 1896 in Turin nicht vorherzusehen, fiel sie doch bei Publikum und Kritik durch. Zu Puccinis Zeit war der Opernstoff über den Dichter Rodolfo, der sich an einem eiskalten Winterabend in die todkranke Stickerin Mimi verliebt, ein schockierender Einblick in die Lebensbedingungen sozial schwach gestellter Menschen. Auch Puccini hatte in seiner Studienzeit in Mailand mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen und konnte sich so in die Probleme seiner Hauptfiguren einfühlen. Auch baute er eigene Erlebnisse wie einen verpfändeten Mantel in das Libretto ein. Der Durchbruch gelang der Oper erst 1897 in Palermo mit Enrico Caruso als Rudolfo.

„La Bohème“ ist die vierte von zwölf Opern, die der damals 37-jährige Puccini schrieb. Er ließ sich dafür von seiner Begeisterung für Henri Mungers erfolgreichen Roman „Les scènes de la vie de bohème“ inspirieren. Die Arbeit am Libretto zog sich über drei Jahre hinweg, weil Puccini immer wieder Korrekturen am Libretto forderte. Seine Liebe zum Detail spiegelt auch die Partitur wider: Dort hat er unzählige Tempoangaben vermerkt, die für den Dirigenten eine große Herausforderung darstellen. Auch das frühe Interesse des Komponisten am Schaffen Wagners ist der Oper anzuhören: Von ihm übernimmt er den dramatischen Dialog, die Leitmotivtechnik und die durchkomponierte Weise.

Es singen Fiete Hagedorn, Natalie Helgert, Myeongjong Jo, Namkoo Kang, Wonjun Kim, Pauline Kringel, Yeseul Kwon, Jisung Lee, Hyunwoo Park, Elizaveta Rumiantseva, Martin Schulz, Ann-Kathrin Strauch und Kazushi Yamada.

Karten für den Opernabend sind für 14 Euro und 19 Euro (ermäßigt 8 Euro und 12 Euro) in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen, über www.mh-luebeck.de sowie an der Abendkasse erhältlich.

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Lübeck, 07.02.2024

Brahms-Institut trauert um Prof. Kurt Hofmann

Prof. Kurt Hofmann, langjähriger Leiter des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck (MHL) ist am 5. Februar im Alter von 92 Jahren in Lübeck gestorben, wie seine Familie mitteilte. Die „Sammlung Hofmann“ war die Basis zur Gründung des Brahms-Instituts, das Hofmann gemeinsam mit seiner Frau Renate bis 1999 leitete.

Kurt Hofmann wurde 1931 in Hamburg geboren. Beruflich war er über 30 Jahre lang in der politischen Bildungsarbeit tätig. Doch seine eigentliche Leidenschaft galt Johannes Brahms. Seit Anfang der 1950er Jahre beschäftigte er sich mit dem Leben und Schaffen des Komponisten und trug im Laufe der Zeit die größte Privatsammlung weltweit zu Brahms und seinem Umfeld zusammen. Diese „Sammlung Hofmann“ bildet den Grundstock des 1990 gegründeten Brahms-Instituts an der MHL, das Hofmann gemeinsam mit seiner Frau Renate bis 1999 leitete. Amtsnachfolger Prof. Dr. Wolfgang Sandberger: „Kurt Hofmann war ein homo collector, ein leidenschaftlicher Sammler. Seine einzigartige Sammlung ist bis heute das Herzstück unserer Arbeit. Zudem sind seine wissenschaftlichen Arbeiten, die er gemeinsam mit seiner Frau vorgelegt hat, vielfach Grundlagenwerke der Brahms-Forschung wie etwa ‚Johannes Brahms als Pianist und Dirigent‘.“
Kurt Hofmann war Gründungsmitglied der Johannes-Brahms-Gesellschaft Hamburg Internationale Vereinigung e.V.
1983 erhielt er die Johannes-Brahms-Medaille der Freien und Hansestadt Hamburg für seine Verdienste um die Brahms-Forschung, 1996 den Brahms-Preis der Brahms-Gesellschaft Schleswig Holstein.

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Lübeck, 30.01.2024

MHL-Popularmusik feiert Jubiläum – Abschied von John Lehman und Ulrich Kringler

Zur traditionellen Werkstatt Pop, Rock und Jazz zum Semesterende lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Wochenende 3. und 4. Februar ein. Mit den beiden Konzerten feiert die MHL das 20-jährige Jubiläum der Popularmusik am Hause und verabschiedet die Dozenten John Lehman und Ulrich Kringler.

90 Studierende der MHL und Gäste bringen in zahlreichen Ensembles am Samstag, 3. Februar um 19.30 Uhr und am Sonntag, 4. Februar um 17 Uhr große Hits aus Pop, Rock und Jazz auf die Bühne im Großen Saal. Am Samstag stehen Pop und Rock im Fokus: Die Pop- und Rockensembles der MHL, das „Projeto do Samba“, das vom Klezmer inspirierte Weltmusiktrio „Junaїt“ und ein Jazzensemble präsentieren Musik unter anderem von John McLaughlin, Christina Aguilera, Deep Purple und AC/DC.
Der musikalische Schwerpunkt der Sonntagswerkstatt liegt traditionell auf dem Jazz. Das Konzert ist zwei Dozenten gewidmet, die in den letzten 15 Jahren zahlreiche Generationen Studierender begleitet und gefördert haben und nun verabschiedet werden: Dirigent und Vocal-Coach John Lehman (73) unterrichtete Pop- und Musicalgesang und Ulrich Kringler (63) unterrichtete E-Gitarre und leitete die MHL-Rockensembles. „Der Abschied fällt uns sehr schwer. Alle beide leben für die Musik, sind herausragende Musiker und Pädagogen und große Vorbilder für unsere Studierenden“, sagt Bernd Ruf zum Abschied. Zwei Jazzensembles, geleitet von Stefan Kuchel, spielen Jazzklassiker und die MHL-Bigband präsentiert zusammen mit NDR-Bigband Trompeter Ingolf Burkhardt als Solisten Hits der legendären Fusion-Band „The Crusaders“. Der MHL-PopsChor unter Leitung von Julie Silvera gibt einen Einblick in den Contemporary Gospel mit Songs aus der aktuellen Gospelszene von Kirk Franklin und Fred Hammon.
Die MHL feiert mit dem Konzert „20 Jahre Popularmusik an der MHL“, in denen viele neue Ensembles entstanden sind. Ein zentraler Klangkörper ist die MHL-Bigband, die sich seit ihrer Gründung im Wintersemester 2007 unter Leitung von Bernd Ruf in kürzester Zeit zu einer der renommiertesten Bigbands in Schleswig-Holstein entwickelt hat. „Es ist fantastisch, dass wir hier seit 20 Jahren die Möglichkeit haben, Popularmusik als eine große stilistische Vielfalt unterschiedlichster Kulturen zu leben. Alles ist möglich: von populärer Klassik bis Klezmer, von Jazz bis brasilianischer Straßenperkussion, von Pop über Rock bis Gospel und vieles mehr!“, schwärmt Prof. Bernd Ruf. Gefördert durch das „Lübecker Modell“, das auch Klassik-Studierenden ermöglicht Jazz- und Popularmusik zu belegen, wirken Studierende aus unterschiedlichsten Studiengängen in den MHL-Rock- und Popensembles mit und sind in den beiden Werkstätten auf der Bühne zu erleben.

Karten für die Werkstattkonzerte Pop, Rock und Jazz sind für jeweils 14 Euro und 19 Euro (ermäßigt 8 Euro und 12 Euro) unter www.mh-luebeck.de und bei allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen erhältlich. Restkarten gibt es an der Abend und Tageskasse (An der Obertrave, 23552 Lübeck).

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Lübeck, 26.01.2024

Brahms-Institut lädt zu Themenabend über Brahms und Liszt

Das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL) lädt am Mittwoch, 31. Januar um 19 Uhr zu einem Themenabend ein. Unter dem Motto „Ein spätes Déjà-Vu – Johannes Brahms und Franz Liszt“ ist er zwei herausragenden Musikerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts gewidmet.

Mit dem Themenabend „Ein spätes Déjà-Vu – Johannes Brahms und Franz Liszt“ nimmt das Brahms-Institut am Mittwoch, 31. Januar seine tradierte Vortragsreihe im neuen Jahr wieder auf. MHL-Klavierprofessor Konrad Elser präsentiert ab 19 Uhr im historischen Hansen-Saal der Villa Brahms Werke von Brahms und Liszt, Institutsleiter Prof. Wolfgang Sandberger beleuchtet in seiner Moderation auf unterhaltsame Weise die spannungsreiche Beziehung der beiden Komponisten.
Der virtuose Pianist Franz Liszt (1811–1886) galt schon damals als Star und weltgewandter Salonlöwe, wie sein Gegenentwurf erscheint als introvertierter Einzelgänger Johannes Brahms (1833–1897). Der Themenabend versucht die Nuancen des spannungsreichen Verhältnisses zwischen den beiden so unterschiedlichen Musikerpersönlichen auszuloten: Am Klavier präsentiert MHL-Pianist Konrad Elser Werke von Brahms und Liszt, Wolfgang Sandberger nimmt die Beziehung der Beiden in den Blick. Dabei stellt er auch den erst kürzlich entdeckten, einzigen Brief von Brahms an Liszt vor, der Details über ihre Beziehung und Begegnungen verrät.

Um Beziehungen geht es auch in der parallel zur Veranstaltung wiedereröffneten Ausstellung "Beziehungszauber. Widmungen, Werke, Weggefährten“. Sie gewährt Einblicke in die vielfältigen Beziehungen von Johannes Brahms zu Freunden und Kollegen aus seinem engen Umfeld. Eintrittskarten zum Themenabend sind für 8 Euro und 11 Euro bei allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen sowie über www.luebeck-ticket.de erhältlich. Restkarten gibt es eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse (Villa Brahms, Jerusalemsberg 4, 23568 Lübeck). Weitere Informationen zum Themenabend unter www.brahms-institut.de.

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Lübeck, 24.01.2024

Bigband Night in Timmendorfer Strand – Nils Landgren und Ingolf Burkhardt als Gäste

Das Ostseegymnasium Timmendorfer Strand (OGT) und die Musikhochschule Lübeck (MHL) laden am 28. Januar um 18 Uhr im Maritim Seehotel Timmendorfer Strand gemeinsam zur Bigband Night im Rahmen des Kooperationsprojekts „Musik in Schulen“ (MusiS). Mit einem Doppeljubiläum, die OTG-Big Band feiert 25-jähriges Bestehen und die MHL ‚20 Jahre Popularmusik‘, steht das tradierte Konzert in diesem Jahr nicht nur unter einem besonderen Zeichen, es sind mit Ingolf Burkhardt und Nils Landgren auch zwei renommierte Gäste als Solisten zu erleben.

60 junge Musikerinnen und Musiker in drei Bigbands feiern in der Bigband Night am Sonntag, 28. Januar um 18 Uhr im Maritim Seehotel Timmendorfer Strand Swing, Jazz, Fusion und Funk. Zusammen mit dem Jazzbaltica-Leiter und Posaunisten Nils Landgren und dem NDR-Bigband Trompeter Ingolf Burkhardt als Solisten spielt die OGT-Big Band zum 25-jährigen Jubiläum Klassiker von Miles Davis, Herbie Hancock und Oscar Peterson. Eine Jubiläums-Bigband, sie sich eigens aus ehemaligen Schülerinnen und Schülern formiert hat, präsentiert Highlights aus Landgrens Funk Unit-Repertoire und die MHL-Bigband groovt mit Ingolf Burkhardts Crusader-Projekt und Hits wie „Street Life“ von Joe Sample.

Seit 25 Jahren fördert Dr. Axel Ster am OGT den Nachwuchs im Jazz: „Ich bin selbst immer wieder überrascht, dass Bigband-Musik Schüler*innen heute noch genauso begeistern kann wie vor 25 Jahren“ freut sich der Musiklehrer am OGT und Dozent der MHL. Rund 350 Schülerinnen und Schüler sammelten seit Gründung der OGT-Big Band Erfahrungen im Jazz, einige von ihnen sind zu Profis geworden: Mit Vincent Niessen, Ilja Ruf und Christian Höhns sind drei Preisträger des renommierten Jazz Baltica „IB.SH-JazzAwards“ dabei, die mit der OGT-Big Band aufgewachsen sind. Auch Michél von Wussow, Newcomer der deutschen Popszene und ehemaliges Bandmitglied, ist im Konzert zu erleben. Mit Nils Landgren hat die OGT-Big Band eine enge Verbindung: Seit vielen Jahren tritt sie gemeinsam mit dem schwedischen Posaunisten auf, der aktuell zu den erfolgreichsten Jazzmusikern zählt – unter anderem bei Jazz Baltica und bei Konzertreisen durch Schweden und Japan. „Axel Ster ist eine Feuerseele und brennt für seine Sache“, kommentiert Landgren den Erfolg der Band.

„Glanzvoller können wir unser Jubiläumsjahr ,20 Jahre Popularmusik an der MHL‘ nicht eröffnen als gemeinsam mit der OGT-Big Band, Ingolf Burkhardt und Nils Landgren“, verrät MHL-Popularmusikprofessor Bernd Ruf. In 20 Jahren Popularmusik an der MHL sind viele neue Ensembles entstanden. Ein zentraler Klangkörper ist die MHL-Bigband, die sich seit ihrer Gründung im Wintersemester 2007 unter Leitung des Grammy-Nominierten Bernd Ruf in kürzester Zeit zu einer der renommiertesten Bigbands in Schleswig-Holstein entwickelt hat. Gefördert durch das „Lübecker Modell“, das auch Klassik-Studierenden ermöglicht Jazz- und Popularmusik zu belegen, spielen Studierende aus unterschiedlichsten Studiengängen in der MHL-Bigband. Höhepunkte der Bandgeschichte sind eine Kalifornien- und eine Taiwantournee sowie die Veröffentlichung zweier CD-Alben mit jeweils eigenen Kompositionen. Die MHL-Bigband hat mit verschiedenen Stars der Musikszene zusammengearbeitet, unter anderen mit Sabine Meyer, Jon Sass, Ack van Rooyen, Nils Landgren, Ingolf Burkhardt, Rüdiger Baldauf und Andy Haderer.

Das Konzert findet im Rahmen des Projekts „Musik in Schulen“ (MusiS) statt. 2010 gestartet, ist das Netzwerk seit Februar mittlerweile auf 35 schleswig-holsteinische Schulen mit rund 15.0000 Schülerinnen und Schülern angewachsen und bringt zahlreiche musikalische Projekte und Initiativen hervor.
Karten für die Bigband Night sind an der Abendkasse für 25 Euro (ermäßigt 12 Euro für Schülerinnen, Schüler und Studierende) erhältlich sowie über www.luebeck-ticket.de, im OTG und beim Tourismus Service Timmendorf Niendorf.

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Lübeck, 23.01.2024

„Junges Musiktheater“ − Gesangsstudierende der MHL präsentieren komödiantische Haydn-Oper

Zu einem neuen Projekt ihrer Reihe „Junges Musiktheater“ lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am 27. und 28. Januar ein. Gesangsstudierende präsentieren unter Regie von Dominik Wilgenbus auf der Bühne im Großen Saal der MHL Joseph Haydns Heldenkomödie „Ritter Roland“. Ein Kammerorchester begleitet unter Leitung von Prof. Robert Roche.

Unter Regie von Dominik Wilgenbus und musikalischer Leitung von Robert Roche sind in Joseph Haydns komödiantischer Oper „Ritter Roland“ vierzehn Gesangsstudierende der MHL aus verschiedenen Klassen in Solistenrollen auf der Bühne zu erleben und werden mit den beliebten Opernzutaten Eifersucht, Größenwahn, Verwechslung und Verwandlung ein ganzes Füllhorn fantastisches Zaubertheater über dem Publikum ausgießen. Aufführungen finden am Samstag, 27. Januar um 19.30 Uhr und am Sonntag, 28. Januar um 17 Uhr statt. Ein achtköpfiges Instrumentalensemble liefert mit einer von Alexander Krampe arrangierten kammermusikalischen Fassung eine abwechslungsreiche, betörend schöne Musik zur Untermalung der lebhaften Szenerie.

Mit sparsamer Bühnenausstattung inszeniert Dominik Wilgenbus die von ihm bearbeitete und übersetzte Fassung: Nur ein paar lebensgroße Holzstangen, zwei Holzwürfel und ein paar Kostüme setzt er ein und zeigt damit die eigentliche Herausforderung der Oper: im winzigen Kosmos der Oper mit Humor, Verrücktheit, Virtuosität und liebenswertem Charme ein Zaubertheater zu entfesseln. Dieser Kosmos ist von nur sieben Personen bevölkert: Da gibt es die beiden Ritter Roland und Rodomonte, die einander immer wieder zum Duell fordern, die tragisch Verliebten Angelica und Medoro sowie die Hirtin Eurilla, die sich zwar zur Heldenbraut berufen fühlt, am Ende aber den feigen und geschwätzigen Knappen Pasquale bekommt. Die eigenwillige Zauberin Alcina findet immer wieder passende Gelegenheiten ihre magischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Die Gesangsstudierenden müssen in ihren Partien durch zahlreiche hochvirtuose Parlando-Passagen manche Herausforderung bestehen.

Haydns Opern stehen in seinem Schaffen in der Regel nicht im Mittelpunkt, dabei widmete er einen nicht unwesentlichen Abschnitt seines Lebens dieser Gattung und leitete als Kapellmeister des Fürsten Esterházy über tausend Opernvorstellungen. Er selbst komponierte rund 20 eigene Opern, zu denen auch „Ritter Roland“ gehört. Das Libretto stammt von Nunziato Porta nach Ariosts „Orlando furioso“ (1516), der alle Zutaten für eine Zauber- und Märchenoper liefert und im Laufe der Operngeschichte verschiedentlich vertont wurde. Die Oper wurde im Dezember 1782 anlässlich des Namenstages von Fürst Nikolaus von Esterházy zum ersten Mal aufgeführt und war auf Anhieb so erfolgreich, dass zwanzig weitere Aufführungen folgten, bevor die Oper sich damals über die europäischen Bühnen verbreitete. Haydn beleuchtet vor allem die heiteren Elemente der Textvorlage und zeigt dabei stets seinen kunstvollen musikalischen Humor.

Es singen Sophie Kampa und Monica Mhangwana (Alcina), Merle Groß und Xuanrong An (Eurilla), Natalie Helgert und Yeseul Kwon (Angelica), Wonjun Kim und Yuto Todoroki (Roland), David Heimbucher und Namkoo Kang (Medoro), Hyunseok Lee und Myeongjong Jo (Pasquale), Kaiwen Zhao und Martin Schulz (Rodomonte).
Die Aufführung dauert rund zweieinhalb Stunden inklusive Pause. Karten sind in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen, unter www.mh-luebeck.de sowie an der Abendkasse der MHL (An der Obertrave, 23552 Lübeck) für 14 Euro und 19 Euro (ermäßigt 8 Euro und 12 Euro) erhältlich.

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Lübeck, 22.01.2024

MHL trauert um Hochschulratsvorsitzenden Gerd Uecker

Die Musikhochschule Lübeck (MHL) trauert um Professor Gerd Uecker, ihren seit 2007 amtierenden Vorsitzenden des Hochschulrates. Er verstarb am 17. Januar im Alter von 77 Jahren. Gerd Uecker prägte und begleitete als Vorsitzender des Hochschulrates seit fast zwanzig Jahren die Geschicke der MHL.

Als international hoch geachteter Experte stand er der MHL in wichtigen Entwicklungsprozessen und Projekten zur Seite, wie unter anderem der Fortschreibung des Hochschulentwicklungsplans und des Lehrangebots. Er führte unzählige persönliche Gespräche mit Hochschulangehörigen, um die Bedürfnisse aller Mitgliedergruppen zu erkennen und die Entwicklung der MHL zu fördern. Uecker wurde 1946 in München geboren und studierte dort ab 1964 Klavier, Musikpädagogik und Dirigieren. Nach Stationen als Solorepetitor am Opernhaus Köln und als Musikdirektor und Leiter der Opernabteilung des Südostbayerischen Städtetheaters Passau wechselte er 1979 als Direktor des Musikalischen Bereichs an die Bayerische Staatsoper München, die er ab 1993 als Operndirektor leitete. Von 2003 bis 2010 war er Intendant der Sächsischen Staatsoper Dresden, Semperoper. 2005 wurde er an die Spitze der deutschsprachigen Opernkonferenz gewählt, deren Vorsitz er bis 2010 innehatte. Zahlreiche Lehraufträge an Institutionen in Venedig, Peking, Stuttgart, München, Dresden, Salzburg, Graz, Zürich und Lübeck belegen die Wertschätzung, die er international genoss. 2010 wurde Uecker das Dänische Ritterkreuz des Dannebrogordens verliehen.

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Lübeck, 10.01.2024

MHL präsentiert „WAM!“ – Werkstatt für Aktuelle Musik

Zu einer Werkstatt für Aktuelle Musik, kurz „WAM!“, lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) vom 17. bis zum 21. Januar ein. In Konzerten und Präsentationen stellen Studierende und Gäste in der MHL und weiteren Lübecker Spielstätten neue Kompositionen und Improvisationen vor. Zu Gast ist die Akkordeonistin Margit Kern, aktuelle Künstlerin in Residence in der Kompositionsklasse der MHL.

Die Werkstatt Aktuelle Musik „WAM!“ beinhaltet acht verschiedene Präsentationen mit MHL-Studierenden und Gästen von Mittwoch, 17. Januar bis Sonntag, 21. Januar. Die Werkstatt verspricht fünf Tage lang zahlreiche unvorhersehbare Klangabenteuer auf den Bühnen der MHL, in der Kunsttankstelle und im Haus Eden. Projektleiter Prof. Marno Schulze berichtet, was das Publikum zu erwarten hat: „‘WAM!‘ bringt Neue Musik, Improvisierte Musik, Elektronische Musik, Interdisziplinäres und Experimentelles abseits vom Mainstream auf die Bühne. Ohne stilistische Scheuklappen und in Kooperation mit „KLANGRAUSCHEN“ haucht die Werkstatt für aktuelle Musik dem neuen Jahr frischen Wind in die Ohren.“

„WAM!“ startet mit der Performance „Metamorphose“ am Mittwoch, 17. Januar um 18 Uhr. Im Rahmen der Prüfung zum Bachelor of Music im Studium „Elementare Musikpädagogik“ zeigt Benjamin Hellmundt im Großen Saal sein Stück über Chaos, Ordnung und Veränderung. In einer Performance aus Wort, Ton, Klang, Bewegung, Bild und Licht hinterfragt er Hör- und Seh-Gewohnheiten und fragt: Wieviel Veränderung braucht das Leben? Zwischen erstarrter Ordnung und chaotischem Durcheinander sucht sein Stück nach der vielbeschworenen Balance. Betreut wird die Performance durch Prof. Marno Schulze (Elementare Musikpädagogik) und Prof. Elisabeth Pelz (Bewegung/Tanz). Ausführende sind Charlie Dose, Benjamin Hellmundt, Emmely Kettner, Karoline Kolditz, Franziska Kummer, Leon Wolff sowie Matthias Eberlein (Technik/Licht).

Die Akkordeonistin Margit Kern ist im Wintersemester Künstlerin in Residence im Fachbereich Komposition der MHL und zu Gast bei „WAM!“ im Konzert „Formgebung“ am Mittwoch, 17. Januar. Ab 19 Uhr erklingen im Kammermusiksaal Werke für Akkordeon und live Elektronik, die die MHL-Studierenden Goeun Kim, Diego Morales Castillo, Philipp Wallis Nicolai und Ilya Vyazov eigens für die Gastkünstlerin geschrieben haben. Margit Kern hat sich einen Namen mit zeitgenössischer Musik für Akkordeon gemacht − in eigenen Projekten initiiert sie neue Werke für Akkordeon und arbeitet mit zahlreichen zeitgenössischen Komponisten zusammen, deren Werke sie uraufführt. Kern lehrt als Honorarprofessorin an der Hochschule für Künste, Bremen.

Eine „Listening Session“ bietet „WAM!“ am Donnerstag, 18. Januar um 18.30 Uhr im Elektronischen Studio (Raum 2.43) der MHL. Studierende stellen dort auf dem Mehrkanal-System des Elektronischen Studios ihre Elektroakustischen Kompositionen und Interaktiven Systeme aus den Seminaren bei Prof. Nicola L. Hein und Louis Goldford vor. Aufgrund begrenzter Platzzahl ist hierfür eine Anmeldung unter wam@mh-luebeck.de erforderlich.

Zu einer Improvisation unter dem Motto „Das Musikexperiment“ lädt die MHL in der Reihe „WAM!“ am Freitag, 19. Januar um 18 Uhr ein. In Raum 3.01 gehen vier MHL-Dozierende und Studierende zusammen mit vier Kindern ihren Fragen zur Improvisation auf den Grund: Was passiert, wenn Kinder improvisieren? Ändert sich etwas, wenn sie mit Erwachsenen spielen? Und: Ist das Kunst? Was beim Musikexperiment herauskommt, ist in diesem Improvisationskonzert unter Leitung von Prof. Corinna Eikmeier und Prof. Marno Schulze zu erleben − ein echtes Experiment, denn Kinder und Erwachsene kennen sich nur aus einer gemeinsamen Probe. Aufgrund begrenzter Platzzahl ist auch hier eine Anmeldung unter wam@mh-luebeck.de erforderlich.

Einen „Open Stage“ bietet „WAM!" am Freitag, 19. Januar um 20 Uhr im Defacto Art. Die Bühne der Kunsttankstelle an der Obertrave steht für Studierende und Dozierende der MHL sowie interessierte Gäste aus dem Publikum offen, die in zufällig zusammengestellten Ensembles miteinander musizieren wollen. Eingeladen sind alle, die gerne selbst improvisieren oder den spontan entstehenden Stücken lauschen möchten. Die spielbereiten Anwesenden werden in einem Losverfahren zu kleinen Ensembles zusammengestellt: So entsteht brandaktuelle Musik mit neuen Klängen und Formationen. Eigene Instrumente müssen dafür mitgebracht werden. Die Kunsttankstelle wird geheizt sein, warme Kleidung ist dennoch empfohlen.

„Vorwärtssprung mit Drehung um eine Achse“ heißt es bei „WAM!“ am Samstag, 20. Januar um 20 Uhr, wenn sich im Großen Saal der MHL Studierende der Kompositionsklasse von Prof. Katharina Rosenberger, der Klasse Digitale Kreation von Prof. Nicola L. Hein präsentieren. Das Instrument Builders Ensemble mit Jakob Rieke, Linus Weber, Heathcliffe Auchinachie, Lynn Hartfill, Clara Wigger, Kolja Martens und Dennis van Rooyen stellt Klänge seiner aus akustischen Gegenständen und Elektronik selbstgebauten Instrumente vor. Weiterhin sind die 2023 entstandenen Stücke „<into another...="">“ und „Lubeca Sintética“ der Kompositionsstudierenden Goeun Kim und Diego Alejandro Morales Castillo zu hören. Es gibt zudem zwei Uraufführungen mit Performance-Projekten aus dem CoLab, das Komponierende und Ausführende unter gemeinsamer Leitung von Prof. Katharina Rosenberger und Maximilian Riefer zusammenbringt und herkömmliche Performance-Praxis hinterfragen will. Das Publikum wird mit Performance-Installationen bereits im Foyer der MHL empfangen, die von Diego Morales Castillo und Parnaz Soltani (Komposition) sowie Haohui Fu, Grigorii Osipov, Sergio Fernandez Alvarado und Ling Zhang (alle Schlagzeug) gestaltet werden.

Zur Matinée unter dem Motto „Twisted Comfort“ lädt „WAM!“ am Sonntag, 21. Januar um 11 Uhr in den Großen Saal ein. Das Instant Composing Ensemble der MHL (ICE), einstudiert von Prof. Corinna Eikmeier und Prof. Nicola L. Hein, lädt ein zu einem Experiment in vier Sätzen, in dem es akkustische und physische Distanzen ausloten wird. Clara Wigger (Klarinette) und Lynn Hartfeld (Kontrabass) präsentieren den Zyklus „Scattered Actions and the End of Time” für Kontrabass, Klarinette und Elektronik. Grundlage dafür sind die „7 Canti für Kontrabass solo“ von Friedhelm Döhl“, die die beiden Musikerinnen improvisatorisch neu interpretieren werden. Weiterhin sind Werke von Lardelli, Leitner, Roth und Tan mit dem Ensemble für Neue Musik der MHL unter Leitung von Max Riefer zu hören.

Mit dem Abschlusskonzert am Sonntag, 21. Januar um 18 Uhr ist „WAM!“ dann zu Gast im Haus Eden in der etablierten Reihe „KLANGRAUSCHEN “. Ninon Gloger (Synthesizer), Flavio Virzì (E-Gitarre), Corinna Eikmeyer (Cello), Nicola L. Hein (Elektronik) und Studierende der MHL unternehmen dort eine akustische Reise, in der sie die fragilen Grenzen zwischen notierter und improvisierter Musik neu ausloten. Kompositionen und Echtzeitmusik wechseln und überlagern sich und erzeugen neue Bilder und Bedeutungen. Mit dem Motto „Magnetische Felder“ beziehen sie sich dabei in ihrer Methodik auf das gleichnamige Buch (Les Champs magnétiques), das als Ergebnis der legendären surrealistischen Schreibwerkstatt der Franzosen André Breton und Philippe Soupault 2019 erschien.

Die Werkstatt für Aktuelle Musik „WAM!“ soll künftig einmal jährlich Einblicke in die fächerübergreifende Neue Musik-Szene an der MHL geben und Arbeitsergebnisse aus den verschiedenen Klassen präsentieren. Der Eintritt zu den Konzerten in der MHL und in der Kunsttankstelle ist frei. Für die Listening Session im elektronischen Studio und „Das Musikexperiment“ in Raum 3.01 sind aufgrund begrenzter Platzzahl Anmeldungen unter wam@mh-luebeck.de erforderlich. Der Eintritt im Haus Eden in der Reihe „KLANGRAUSCHEN“ kostet 15 Euro (ermäßigt 6 Euro).

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Lübeck, 05.01.2024

Konzertgala mit Live-Übertragung zum 60. Possehl-Musikpreis

Zu einer Konzertgala lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) anlässlich der 60. Verleihung des Possehl-Musikpreises am Samstag, 13. Januar um 18.30 Uhr ein. Das Quantum Quintett und andere Preisträgerinnen und Preisträger des 60. Wettbewerbs um den Possehl-Musikpreis präsentieren sich mit Meisterwerken der Musikliteratur vom Solo bis hin zum Quintett. NDR Kultur überträgt das Jubiläumskonzert live aus dem Großen Saal der MHL.

Die Konzertgala zum 60. Possehl-Musikpreis beginnt am Samstag, 13. Januar um 18.30 Uhr und wird ab 20 Uhr von NDR Kultur in der Reihe „Podium der Jungen“ live ausgestrahlt. Sie ermöglicht den mit dem Possehl-Preis aktuell ausgezeichneten MHL-Studierenden nicht nur den Auftritt vor großem Publikum im Konzertsaal der MHL, sondern im gesamten Sendegebiet des NDR. Es erklingen Werke von Reicha, Schumann, Liszt, Debussy, Strawinsky und Nielsen. MHL-Kompositionsstudent Raphael Brandstäter hat für den festlichen Anlass eigens eine Fanfare für sechs Blechbläser komponiert, die exakt 60 Sekunden dauern wird. Moderatorin Friederike Westerhaus (NDR Kultur) wird Einblicke in die Musikausbildung, die Musikwelt und die Historie des Wettbewerbs vermitteln. Weitere Gäste sind die ehemaligen Preisträgerinnen Swantje Wittenhagen (Harfe) und Margreta Häfer (Violoncello), die sich mit Händels Harfenkonzert B-Dur und Piazollas „Le Grand Tango“ präsentieren werden. Der Jury-Vorsitzende Ole Krönert (Possehl-Stiftung Lübeck) wird die Preise an die jungen Musikerinnen und Musiker verleihen. MHL-Präsident Prof. Bernd Redmann erläutert die Bedeutung des Possehl-Wettbewerbs für die MHL: „Der Possehl-Musikpreis ermöglicht es unseren Studierenden, sich in ihrem künstlerischen Können auf höchstem Niveau zu messen. Er ist für die Preisträger*innen ein Karrieresprungbrett und eine Bereicherung für das Lübecker Musikleben.“

Das international besetzte Quantum Quintett stellt sein Können mit Bläserquintetten von Carl Nielsen und Anton Reicha unter Beweis. Die fünf jungen Musiker lernten sich im Rahmen eines Kammermusikprojektes an der MHL kennen und konzertieren seit rund einem Jahr zusammen: Alisa von Rohden (Flöte), Ding Zhang (Oboe), Anaëlle M'Barek (Klarinette), Beatriz Ferreira (Fagott) und Carlota Vallejo Sánchez (Horn), die die Jury für ihre herausragende Technik und Klangbalance mit dem ersten Preis ausgezeichnet hat, bringen die beiden Spitzenwerke des Repertoires zur Aufführung. Nielsen portraitiert meisterhaft jedes einzelne Instrument und verschafft ihm fabelhafte Möglichkeiten von solistischen Episoden über verträumte Melodiebögen bis hin zu kontrapunktischen Verflechtungen die eigene Klangfarbe zum Leuchten zu bringen. Der ukrainische Klarinettist Oleg-Shebeta-Dragan wurde mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. Er stellt sich mit Schumanns kontrastreichen Fantasiestücken op. 73 vor, begleitet am Klavier von Christian Ruvolo. Vom sanglichen Ausdruck bis hin zum expressiven Ton fand der Komponist hier zahlreiche Ausdrucksformen für die Klarinette, die zu seinen Lieblingsinstrumenten zählte. Shebeta-Dragan spielt außerdem die virtuose „Première Rhapsodie“, die Debussy für die Bläserwettbewerbe am Pariser Musikkonservatorium entsprechend anspruchsvoll in Technik und Ausdruck schrieb.
Den dritten Preis teilen sich zwei junge MHL-Pianisten: Der chinesische Student Zeyue Yang präsentiert die für Klavier arrangierte „Feuervogel-Suite“ von Igor Strawinsky aus seinem gleichnamigen Ballett und der japanische Pianist Yoichiro Chiba spielt das tonmalerische „Vallée d’Obermann“, zu dem Franz Liszt sich von einem Schweizer Alpental inspirieren ließ.

Das Galakonzert präsentiert die besten Studierenden der MHL in der spannenden Atmosphäre einer Livesendung. Der Possehl-Musikpreis wird seit 1963 für MHL-Studierende ausgeschrieben. Renommierte Musikschaffende wie die Klarinettistin Shirley Brill, der Cellist Thomas Grossenbacher und das Artemis-Quartett wurden in vergangenen Jahren mit dem Possehl-Musikpreis ausgezeichnet.

Die Konzertgala beginnt um 18.30 Uhr, die Liveübertragung startet um 20 Uhr und dauert bis 22 Uhr. Die Konzertgala wird ab 20 Uhr auch im Live-Stream über www.mh-luebeck.de und www.ndr.de/kultur ausgestrahlt. Nach dem Konzert ist das Publikum zu einem Empfang eingeladen. Eintrittskarten sind für 6 Euro (keine Ermäßigung) in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen oder unter www.mh-luebeck.de erhältlich.

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Lübeck, 08.12.2023

MHL-Studierende präsentieren 4 X Weihnachtliches

Gleich vier weihnachtliche Konzert gibt es am dritten Adventswochenende in der Villa Brahms, der MHL und in St. Jakobi. Über 300 MHL-Studierende und Gäste sind als Mitwirkende in zahlreichen unterschiedlichen Gesangs- und Instrumentalensembles zu erleben.

„Weihnachten mit Brahms“
Zur traditionellen Reihe „Weihnachten mit Brahms“ lädt das Brahms-Institut am Samstag, 16. Dezember um 15 Uhr ein. Moderiert von Wolfgang Sandberger, präsentieren Studierende der Musikhochschule Lübeck (MHL) ein weihnachtliches Programm unter anderem mit Humperdincks Krippenspiel „Bübchens Weihnachtstraum“. Als Sprecher ist der Schauspieler Andreas Hutzel zu Gast. Moderiert von Institutsleiter Prof. Wolfgang Sandberger, präsentieren zwölf Gesang- und Instrumentalstudierende der MHL im Hansensaal der Villa Brahms ein Weihnachtsprogramm mit Werken von Humperdinck und Sandrés. In das 1906 verfasste Krippenspiel „Bübchens Weihnachtstraum“ hat Engelbert Humperdinck (1854–1921) bekannte Weihnachtslieder eingearbeitet: „Stille Nacht“, „Vom Himmel hoch“ und „O du fröhliche“ sind da zu hören, drei- und vierstimmig gesungen von Studierenden aus den Gesangklassen der MHL und begleitet an Klavier und Gitarre von Ann-Kathrin Strauch und Jun-Su Hong. Schauspieler Andreas Hutzel rezitiert dazu den Text von Gustav Falke: Vom Knaben, der bei häuslichen Weihnachtsvorbereitungen einschläft und sich einen Winterwald zu den Figuren der Weihnachtsgeschichte hineinträumt. Humperdinck schrieb das Werk ursprünglich für kleines Orchester und Kinderchor mit der Absicht es für Kammer- und Liebhaberorchester aufführbar zu machen. Heute gibt es nebenbei Einblick in das hohe Niveau des damaligen Laienmusizierens. Weiterhin präsentieren Studierende der MHL die Suite für Klaviertrio „Hänsel und Gretel“, die der französische Komponist Gustave Sandrés mit Melodien aus Humperdincks gleichnamiger Märchenoper arrangiert hat. Humperdinck wurde mit dieser Oper, die unter Richard Strauss am 23. Dezember 1893 in Weimar uraufgeführt wurde, mit einem Schlag als „Weihnachtskomponist“ weltberühmt. Ab 14 Uhr lädt der Wintergarten der Villa Brahms Villa bei Kaffee und Kuchen zur Einstimmung auf den Konzertnachmittag ein. Parallel ist die Ausstellung „Johannes Brahms – Ikone der bürgerlichen Lebenswelt?“ geöffnet. Eintrittskarten sind zum Preis von 11 Euro und 8 Euro bei allen Vorverkaufsstellen des Lübeck Ticket und online unter www.luebeck-ticket.de erhältlich, Restkarten gibt es eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn in der Villa Brahms (Jerusalemsberg 4, 23568 Lübeck).

MHL-Ensemble Alte Musik präsentiert Bach, Mozart, Mendelssohn
Zu einem vorweihnachtlichen Konzert lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Samstag, 16. Dezember um 19.30 Uhr ein. Unter Leitung von Pieter-Jan Belder präsentieren das Ensemble Alte Musik und das Kammerorchester der MHL festliche Werke aus Barock, Klassik und Frühromantik. 35 Studierende aus zahlreichen Nationen und Instrumentalklassen sind beim Orchesterkonzert am Samstag, 16. Dezember auf der Bühne im Großen Saal unter Leitung des Alte-Musik-Spezialisten Pieter-Jan Belder zu erleben. Es erklingen Werke von Bach, Mozart und Mendelssohn Bartholdy, die allesamt in festlich-fröhlichem D-Dur komponiert wurden. Auf dem Programm steht Bachs dritte Orchestersuite BWV 1068, die mit gravitätischer Ouvertüre beginnt und tänzerisch mit einer Gigue endet. Berühmt geworden ist jedoch die „Air“ daraus, eine der wohl bekanntesten Melodien des Barocks - vielleicht sogar die bekannteste D-Dur-Melodie aller Zeiten: kantabel, schreitend, schmerzlich melancholisch und trotzdem tröstlich. Die „Prager Sinfonie“ Nr. 38 KV 504 komponierte Mozart 1786 während einer Reise nach Prag. Mit Streichern, Holzbläsern, Trompeten und Pauken präsentiert sich das Ensemble für Alte Musik hier in großer Orchesterbesetzung. Mozart feierte großen Erfolg mit dem Werk - die Prager sollen die D-Dur-Symphonie gar zu ihrem Lieblingsstück erkoren haben - und mit einem Kompositionsauftrag für „Don Giovanni“ im Gepäck kehrte er zurück nach Wien. Unter Leitung und Mitwirkung der Professorinnen Elisabeth Weber (Violine) und Lena Eckels (Viola) stellt das Kammerorchester der MHL die achte Sinfonie für Streicher des jungen Felix Mendelssohn Bartholdy vor. Der Neigung seines Vaters, am Sonntagmorgen in der Berliner Wohnung der Familie Konzerte zu veranstalten, war es zu verdanken, dass sich der Knabe bereits an die Komposition mehrerer Sinfonien für Streicher machte. Mit dreizehn komponierte er seine achte Sinfonie - jugendliche Frische und Unbekümmertheit zeichnen das Werk aus, das der junge Komponist trotz Verarbeitung unterschiedlicher Einflüsse, unter anderem von Bach und Mozart, bereits zu erstaunlicher Eigenständigkeit führte. Pieter-Jan Belder erläutert das Ziel im Rahmen des Musikstudiums: „Die Studierenden lernen bei der Arbeit an diesen Werken die technischen und interpretatorischen Aspekte zu entdecken und anzuwenden, die im 17. und 18. Jahrhundert zum Wesen der Musik gehörten - damit eine lebendige und natürliche Art des Musizierens entstehen kann.“ Dies werden die Studierenden, die sich mit Einzel- und Tuttiproben auf das Konzert vorbereitet haben, erlebbar machen. Und es gibt ein Wiederhören mit Prof. Jörg Linowitzki, der jahrzehntelang die Kontrabassklasse der MHL geleitet hat und hier noch einmal die Partie am Tiefsten der Streichinstrumente übernehmen wird. Karten sind für 14 und 19 Euro (ermäßigt 8 Euro und 12 Euro) in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen und unter www.mh-luebeck.de erhältlich, Restkarten gibt es eine Stunde vor Konzertbeginn an der Abendkasse (An der Obertrave, 23552 Lübeck).

18. Lübecker Adventssingen
Am Sonntag, 17. Dezember öffnet die Musikhochschule Lübeck (MHL) zum 18. Mal ihre Türen für das Lübecker Adventssingen. Von 12 bis 18 Uhr präsentieren Mitglieder zehn renommierter Chöre aus Schleswig-Holstein internationale adventliche und weihnachtliche Chormusik. Beim 18. Lübecker Adventssingen sind Werke aus fünf Jahrhunderten ganz unterschiedlicher Stilrichtungen zu hören. Rund 250 Sängerinnen und Sänger stimmen ab 12 Uhr im Großen Saal der MHL mit halbstündigen Programmen vom klassischen Weihnachtslied bis zum swingenden Jazz auf die Weihnachtszeit ein. Zum Auftakt präsentiert sich der gastgebende „Chor der Singeleiter Lübeck“ unter Leitung von Darko Bunderla mit Werken von Hammerschmidt, Prätorius, Britten und Gjeilo. Studierende der MHL-Chorleitungsklasse von Prof. Johannes Knecht dirigieren Adventsmotetten von Max Reger, die sie mit dem Chor einstudiert haben. Weiterhin beteiligen sich am 18. Lübecker Adventssingen: der Mädchenchor „Canta!“ der Lübecker Musikschule der Gemeinnützigen (13 Uhr), SheSwing! (13.30 Uhr), der Kinderchor „Die Marienis“ (14 Uhr), der MHL-Kammerchor (14.30 Uhr), Fanjazztic (15 Uhr), das Intonare Frauenvokalensemble (15.30 Uhr), die Baltic Jazz Singers (16 Uhr), der MHL-PopsChor (16.30 Uhr) und Micando (17 Uhr). Zum Abschluss (17.30 Uhr) präsentiert der Chor der Singeleiter noch einmal Höhepunkte aus seinem umfangreichen Adventsrepertoire, darunter klassische Adventssätze und Werke der englischen Komponisten John Bennet, David Willcocks und John Rutter. Das 2004 vom Chor der Singeleiter initiierte Lübecker Adventssingen ist Teil der Lübecker Weihnachtskooperation: Mehr als 160 Vokalensembles nahmen bislang daran teil, darunter auch Chöre aus Hamburg, Wismar, Kiel und Schwerin. Über 27.000 Besucherinnen und Besucher nutzten in den zurückliegenden Jahren die Gelegenheit, in unmittelbarer Nähe zum Weihnachtsmarkt adventlicher Chormusik zu lauschen. Der Eintritt ist frei.

Kirchenmusikstudierende dirigieren Adventskonzert
Am Sonntag, 17. Dezember lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) um 17 Uhr zum Adventskonzert nach St. Jakobi ein. Unter Leitung von Studierenden aus der Dirigierklasse von Frank Maximilian Hube präsentieren Studierende der MHL weihnachtliche Werke für Solisten, Chor und Orchester. Studierende aus dem Bereich Kirchenmusik übernehmen das Dirigat beim Adventskonzert, das am Sonntag, 17. Dezember um 17 Uhr in St. Jakobi stattfindet. Auf dem Programm steht Brittens Chorzyklus „A Cermony of Carols“ für Harfe zwei Solostimmen und gemischten Chor. Britten vertonte die altenglischen Texte über die Geburt Jesu auf reizvolle Weise. Es dirigieren Ayaka Minato, Nataliya Abryutina und Wojciech Buczynski. Weiterhin erklingt, geleitet von Valentin Ulrich Manss, Mozarts eindrucksvolles Adagio und Fuge in c-Moll KV 546, die nach der intensiven Beschäftigung des Komponisten mit Bachs und Händels Fugenkunst entstanden sind. Das „Oratorio de Noël“ von Camille Saint-Saëns für Vokalsolisten, Chor, Streicher, Harfe und Orgel leiten Sarah Proske, Chiara Perneker und Karin Lorenz. Aparte, kammermusikalische Instrumentierung, lyrische Solopartien und ein schlicht geführter Chor erzeugen eine pastorale Grundstimmung, die dieses Weihnachtsoratorium zu einem der meist aufgeführten Werke des Komponisten und der weihnachtlichen Chorliteratur machen. Es singen Natalie Helgert (Sopran), Maki Moriyama (Mezzosopran), Johanna Thomsen (Alt), Namkoo Kang (Tenor) und Hyunseok Lee (Bariton). Das Konzert gibt mit Schlüsselwerken der weihnachtlichen Ensembleliteratur einen Einblick in die Ausbildung angehender Kirchenmusikerinnen und -musiker, die an der MHL für ihr späteres Berufsfeld auch die Kompetenzen für Chor- und Orchesterleitung erwerben sollen. Eintrittskarten sind für 15 Euro, ermäßigt 10 Euro unter www.luebeck-ticket.de erhältlich sowie an der Tageskasse erhältlich.

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Lübeck, 30.11.2023

Symposium und Konzert zu elektroakustischer Musik und Klangkunst

Die Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik (DEGEM) ist mit ihrer Jahrestagung am 9. Dezember zu Gast in der Musikhochschule Lübeck (MHL). Die Öffentlichkeit kann dabei Einblick nehmen in die aktuelle Szene elektroakustischer Musik und Klangkunst: Im Symposium "Artistic and Artificial?" geht es ab 13 Uhr um Musik und künstliche Intelligenz und im Konzert der DEGEM präsentieren ab 20 Uhr zeitgenössische Musikschaffende ihre elektroakustischen Werke für verschiedene Besetzungen.

Internationale Fachleute stellen beim Symposium am Samstag, 9. Dezember ab 13 Uhr im Kammermusiksaal im Rahmen der Jahrestagung der DEGEM ihre aktuellen Perspektiven auf künstliche Intelligenz und Musik vor. Unter dem Motto "Artistic and Artificial?" geben Robert Lieck, Claudia Robles, Luc Döbereiner und Artemi Maria Gioti Einblicke in Denkweisen und Projekte an der Schnittstelle von Komposition, Klangkunst und Informatik. Eine Keynote ist von Esmeralda Conde Ruiz zu hören, 2022 Artist in Resident zum Thema Künstliche Intelligenz an der TU Dresden.

Methoden aus der Forschung zur künstlichen Intelligenz und aus dem Bereich Machine Learning fließen verstärkt in alle Bereiche der Musik ein – seien es generative Prozesse zur Klang- oder Notationserstellung, audiobezogene Analyseverfahren oder Vorschlagsalgorithmen für Musikplattformen. Für künstlerische Prozesse scheint dies einerseits anregend und synergiereich − andererseits bedrohlich, da diese Technik grundlegende Prozesse der Musikgestaltung zu übernehmen vermag. Die Referentinnen und Referenten gehen der Frage nach, was künstliche Intelligenz und Machine Learning in musikbezogenen Arbeiten leisten und wie Kunstschaffende praktisch damit umgehen können.

Im Konzert der DEGEM sind ab 20 Uhr im Großen Saal elektroakustische Werke zu hören, unter anderem von Natasha Barrett, die in diesem Jahr mit dem Thomas-Seelig-Fixed-Media-Musikpreis ausgezeichnet wird. Für ihr Werk, das überwiegend dem Genre "Fixed media music" (Akusmatik) zuzurechnen ist, hat Barrett mehr als zwanzig internationale Auszeichnungen erhalten, darunter den Nordic Council Music Prize. Sie präsentiert "Impossible Moments from Venice", ein Auftragswerk der DEGEM, mit verfremdeten Klängen aus Venedig. Weitere Stücke, unter anderem für Lautsprecherorchester sind von James Anderson, Youngjae Cho, Rainer Bürck, Tobias Hagedorn, Leon Focker, Marc Behrens und Malte Giesen zu hören. Im Werk "Deep dreams in the garden of melted memory" von Daniel Bisig, Thomas Wenk und Ephraim Wegner für Smartphone, Kassettenrecorder und Videoprojektion ist auch das Publikum zur Mitwirkung aufgefordert. Weitere Ausführende sind Marko Kassl (Akkordeon) und Sarah Proske (Orgel).

Die DEGEM fördert elektroakustische Musik und Klangkunst und veranstaltet Fachtagungen, Kurse und Konzerte. Kuratiert von MHL-Professor Nicola Leonard Hein, der die Veranstaltung gemeinsam mit Jun.-Prof. Dr. Miriam Akkermann (beide DEGEM Vorstand) organisiert hat, erscheint eine neue CD mit dem Titel "Listening Machines – Ecological Perspectives", die im Rahmen des Konzertes vorgestellt wird.

Der Eintritt zum Symposium und zum Konzert ist frei. Weitere Informationen unter https://www.mh-luebeck.de/veranstaltungen/degem/ und www.degem.de.

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Lübeck, 28.11.2023

"Der verlorene Ton" − MusiS-Schulen präsentieren Musical und nehmen CD auf

Über 30 Schulen in Schleswig-Holstein sind Mitglied im Netzwerk "Musik in Schulen (MusiS)", das die Musikhochschule Lübeck (MHL) 2010 gegründet hat. Zwei von ihnen, die Schwartauer Grundschule Rensefeld und die Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule führen am 19. und 20. Dezember das Musical "Der verlorene Ton" auf und produzieren dazu im Tonstudio der MHL eine CD.

Rund hundert Schülerinnen und Schüler zweier Schulen aus dem MusiS-Netzwerk wirken beim Musical "Der verlorene Ton" mit, das am Dienstag, 19. und Mittwoch, 20. Dezember um 18 Uhr in der Bad Schwartauer Krummlandhalle aufgeführt wird. Bis zu 60 junge Interpretinnen und Interpreten der Grundschule Rensefeld und der Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule (beide Bad Schwartau) sind gemeinsam auf der Bühne zu erleben. Insgesamt 200 Personen waren beteiligt, denn die Schülerinnen und Schüler aus den Musik-, Textil- und Informatikkursen haben auch die Kostüme gefertigt und sich um Bühnentechnik und Bühnenbild gekümmert. Im Rahmen der MusiS-Kooperation nehmen sie im MHL-Tonstudio auch eine eigene CD mit den Musical-Songs auf.

Netzwerkkoordinator Carl Philipp Drese zeigt sich begeistert vom Austausch, der durch das Netzwerk entsteht: "Der Kontakt zu den Schulen ist intensiv und zeigt immer wieder, dass die Ergänzung des Musikunterrichts durch kleinere oder größere Projektformate mit Studierenden der MHL dankbar angenommen und als überaus wichtig angesehen wird. Wir brauchen diesen intensiven Austausch, um Schülerinnen und Schüler aller Bildungsschichten an Kultur heranzuführen. Das Education-Projekt im Oktober hat bewiesen, welche Kraft und Begeisterung unsere Zusammenarbeit bei den Schülerinnen und Schülern erzeugen kann." 2010 gestartet − ist das Netzwerk seit Februar von 22 auf 34 Schulen mit rund 15.0000 Schülerinnen und Schülern angewachsen. Mit der Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule geht nun die 35. MusiS-Schule an den Start.

„Der verlorene Ton“ ist eine Kriminalgeschichte über den Verlust der von Menschen angestrebten Harmonie. Ausgerechnet auf der Hochzeitsfeier von Phileas Fogg, der gerade von einer achtzig Tage andauernden Weltreise nach London zurückgekehrt ist, passiert das Unerklärliche: In der vertrauten musikalischen Tonleiter fehlt plötzlich ein Ton, so dass die Hochzeitsmusik falsch und unvollkommen klingt. Wird es gelingen den verlorenen Ton wiederzufinden und die Welt aus der Disharmonie zu retten? Gemeinsam begeben sich die jungen Darstellerinnen und Darsteller auf die Suche nach dem verlorenen Ton. Das Projekt verbindet verschiedene Bereiche der Grundschule und Gemeinschaftsschule fächerübergreifend: Musik, Sport, Textillehre, Französisch, Technik und Verbraucherbildung, die Schulband, der Grundschul-Chor und der Gemeinschaftsschul-Chor haben für das große Projekt zusammengearbeitet.

Die Aufführungen am Dienstag, 19. und Mittwoch, 20. Dezember um 18 Uhr finden in der Krummlandhalle (Schulstraße 8-10, 23611 Bad Schwartau) statt. Der Einlass beginnt um 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

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Lübeck, 17.11.2023

Stipendiaten der Marie-Luise Imbusch-Stiftung konzertieren

Am Samstag, 26. November lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) zusammen mit der Marie-Luise Imbusch-Stiftung zum Preiskonzert ein. Ab 18 Uhr präsentieren sich acht der diesjährigen Stipendiaten und Preisträger mit einem facettenreichen Programm aus drei Jahrhunderten.

Jährlich zeichnet die Marie-Luise Imbusch-Stiftung Stipendiaten der MHL sowie Preisträger des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ und des Musikpädagogikpreises „Neue Konzepte“ aus. Acht von ihnen stellen sich im Preiskonzert am 26. November ab 18 Uhr auf der Bühne im Großen Saal vor. Auf dem Programm stehen virtuose und variantenreiche Werke aus drei Jahrhunderten in verschiedenen Besetzungen. Es sind Kompositionen für Flöte, Saxophon und Cello mit Klavier sowie für Harfe solo zu hören. Lucie Benediktova (Flöte), Max Gerke (Saxophon), Gero Leander Schmidt (Violoncello) sowie Lilli Kollmeier, Jonte Schröder und Flemming Thomsen am Klavier präsentieren sich als Preisträger des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ mit Werken von Haydn, Godard, Poulenc und Neselovskyi.

Die 27-jährige MHL-Studentin Zoe Winter ist mit einem Deutschlandstipendium sowie mit einem Imbusch-Stipendium ausgezeichnet worden. Im Konzert präsentiert sie sich unter anderem mit „Cogitation“ der Australierin Natalie Wong, das die zahllosen Möglichkeiten der Konzertharfe zeigt. „Mit zehn Jahren fand ich zur Harfe und der vielseitige Klang dieses Instrumentes fasziniert mich bis heute“, sagt die Interpretin, die in Hamburg bereits einen Bachelorabschluss in Elementarer Musikpädagogik absolviert hat und jetzt in der Klasse von Prof. Gesine Dreyer studiert. „Mit diesem Stück regt Wong die Harfenisten dazu an, völlig neue Klänge an ihrem vertrauten Instrument zu entdecken: aufregend und ruhig, percussiv und melodiös zugleich.“ Weiterhin wird MHL-Professor Marno Schulze die Projekte vorstellen, die am Musikpädagogikpreis „Neue Konzepte“ teilgenommen haben und die Preisträger bekannt geben. Wilken Willand, Vorsitzender der Marie-Luise Imbusch-Stiftung verleiht im Anschluss die Urkunden an die jungen Musikerinnen und Musiker. Der Eintritt zum Preiskonzert der Marie-Luise Imbusch-Stiftung ist frei.
Weitere Informationen unter www.mh-luebeck.de.

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Lübeck, 16.11.2023

Quantum Quintett gewinnt 60. Possehl-Musikwettbewerb in Lübeck

Der 60. Wettbewerb um den Possehl-Musikpreis ist gestern in Lübeck entschieden worden: Den ersten Preis erspielte sich das international zusammengesetzte Quantum Quintett. Zweiter Preisträger wurde der ukrainische Klarinettist Oleg Shebeta-Dragan und den dritten Preis teilen sich die Pianisten Zeyue Yang und Yoichiro Chiba.

Das Bläserquintett „Quantum“ setzte sich in der gestrigen Finalrunde des 60. Wettbewerbs um den Possehl-Musikpreis gegen vier weitere Finalisten durch und erspielte sich den mit 8.000 Euro dotierten ersten Preis. Die fünf internationalen Bachelor-Studierenden überzeugten die neunköfpige Jury unter Vorsitz von Dr. Ole Krönert mit Werken von Reicha, Nielsen, Ligeti und Kurtág. „Das Quantum Quintett musiziert auf höchstem Niveau. Die Jury ist begeistert von der stilistischen Bandbreite, den unzähligen Klangfarben und Schattierungen, der Spielfreude und technischen Brillanz und besonders von der fantastischen Koordination dieses Ensembles“, sagte Juror und MHL-Vizepräsident Prof. Oliver Korte zur Entscheidung. Die fünf jungen Musiker lernten sich im Rahmen eines Kammermusikprojektes an der MHL kennen und konzertieren seit rund einem Jahr zusammen. Die Besetzung ist international: Ding Zhang (Oboe, Klasse Prof. Diethelm Jonas) kommt aus China, Beatriz Ferreira (Fagott, Klasse Prof. Pierre Martens) aus Portugal, Carlota Vallejo Sánchez (Horn, Klasse Prof. Adrían Díaz Martínez) aus Spanien, Anaëlle M’Barek (Klarinette, Klasse Prof. Jens Thoben) aus Frankreich und Alisa von Rohden (Flöte, Klasse Prof. Angela Firkins) hat deutsche und thailändische Wurzeln. Das Quintett trat bereits beim Brahms-Festival der MHL, in der „Langen Nacht der Holzbläser“, in einer Live-Sendung des Deutschlandfunk Kultur und bei „Live Music Now“ Lübeck auf.

Der Ukrainer Oleg Shebeta-Dragan erspielte sich mit Werken von Brahms, Debussy, Francaix und Denisov den zweiten, mit 3.000 Euro dotierten Preis. Er studierte an der National Music Academy in Kiew, an der MHL bei Prof. Reiner Wehle und aktuell in der Klasse von Prof. Jens Thoben. Er ging als Preisträger aus renommierten Wettbewerben hervor wie dem Internationalen Carl-Nielsen-Wettbewerb in Odense, dem Silverstein Global Clarinet Competition und dem Kharkiv International Clarinet Competition. Die Pianisten Zeyue Yang aus China (Klasse Prof. Konrad Elser) und Yoichiro Chiba aus Japan (Klasse Prof. Florian Uhlig) teilen sich den mit 2.000 Euro dotierten dritten Preis. In der Finalrunde präsentierten sie sich mit Werken von Bach, Beethoven, Rachmaninow und Schumann.

In zwei Runden traten beim 60. Wettbewerb um den Possehl-Musikpreis am 13. und 14. November fünfzehn Studierende der Fächer Klarinette, Violine, Cello, Klavier, Gitarre, Schlagzeug und Bläserquintett in rund halbstündigen Auftritten gegeneinander an. Zu den Juroren gehörten Dr. Ole Krönert (Vorsitz) und Prof. Inge-Susann Römhild (beide Possehl-Stiftung). Die MHL-Professorenschaft vertraten Manfred Aust, Lena Eckels, Tobias Füller und Oliver Korte. Als externe Juroren wirkten Prof. Eckart Hübner, Prof. Volker Jacobsen sowie die Komponistin Annette Schlünz mit.

Der Possehl-Musikpreis wird seit 1963 für MHL-Studierende ausgeschrieben. Renommierte Solisten und Ensembles, wie die Klarinettistin Shirley Brill, der Cellist Thomas Grossenbacher und das Artemis-Quartett waren Preisträger des Wettbewerbs. Beim Possehl-Musikpreis-Konzert am Samstag, 13. Januar 2024, das vom NDR Kultur live übertragen wird, stellen die Preisträgerinnen und Preisträger ihr Können noch einmal vor großem Publikum unter Beweis. Weitere Informationen unter www.mh-lubeck.de.

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Lübeck, 15.11.2023

Neues MHL-Forschungsprojekt zu Musik im Jugendarrest

Musik als Entwicklungsressource für Resozialisierung straffällig gewordener Jugendlicher und Heranwachsender? Die Musikhochschule Lübeck (MHL) hat zum Wintersemester 2023/24 ein neues Projekt gestartet, das die Wirkung musikalischer Betätigung im Jugendarrest erforscht. Damit wird hier erstmalig aus musikpädagogischer Perspektive eine gesellschaftliche Gruppe in den Blick genommen, die überwiegend einem bildungsfernen Milieu entstammt und laut Studien kaum Zugang zu kulturellen Bildungsangeboten erhält.

Bereits 2022 hat die MHL, vertreten durch Musikpädagogik-Professorin Annette Ziegenmeyer, eine Kooperation mit der Jugendarrestanstalt (JAA) Moltsfelde initiiert. Studierende eines ihrer musikpädagogischen Seminare entwickeln dabei jedes Semester musizierpraktische Angebote im Bereich der „Community Music“, die sie im Rahmen einer Projektwoche mit einer Gruppe straffällig gewordener Jugendlicher in Moltsfelde umsetzen. Sie erarbeiten gemeinsam konkrete Ergebnisse, so sind unter anderem Songs entstanden, die die Jugendlichen unter Anleitung der Studierenden selber konzipierten, texteten, sangen und sogar instrumental begleiteten. Alle Beteiligten konnten durch die Projektwochen, die unter dem Motto „Perspektivwechsel“ standen, neue Erfahrungen sammeln.

Durch die Förderung der Possehl-Stiftung mit 180.000 Euro kann nun ein dreijähriges Forschungsprojekt starten, das diese musikpädagogische Arbeit begleiten soll. Es befasst sich mit der Frage, inwieweit der Jugendarrest ein Ort kultureller Bildung darstellen und damit in die kulturelle Infrastruktur des Landes Schleswig-Holstein integriert werden kann. Jugendlichen und Heranwachsenden, die durch kulturelle Bildung bisher kaum erreicht wurden, können so möglicherweise neue Zugangsmöglichkeiten eröffnet und Musik als Teilaspekt in ihrer Resozialisierung verankert werden. „Die Jugendlichen können Musik als ein Mittel erleben, durch schwierige Lebensphasen hindurchzukommen. Sie lernen dabei eigene Grenzen zu überwinden und wieder positive Selbstwirksamkeit zu erleben“, fasst Annette Ziegenmeyer ihre durchweg positiven Erfahrungen zusammen. Julia Peters, die das neue Forschungsprojekt begleitet und in diesem Rahmen ihre Dissertation verfassen wird, fügt hinzu: „Dass wir jetzt Fördermittel bekommen, um die Ergebnisse unserer Arbeit mit den Jugendlichen und Heranwachsenden in der Arrestanstalt nachhaltig und wissenschaftlich fundiert zu etablieren, gibt uns einen großartigen Handlungsspielraum. Er ermöglicht auch, uns noch besser mit allen an der Jugendbildung in Schleswig-Holstein Beteiligten zu vernetzen“. Als weiterer Projektpartner konnte Dr. Andreas Heye von der Hochschule Bielefeld gewonnen werden, der in Bielefeld zeitgleich musikpädagogische Projekte im Jugendstrafvollzug durchführt und das Lübecker Projekt unterstützen und mitgestalten wird.

 

 

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Lübeck, 13.11.2023

LKO und MHL-Pianist Elias Opferkuch präsentieren Tschaikowskys 1. Klavierkonzert

Am Samstag, 18. November ist das Lübecker Kammerorchester (LKO) erneut zu Gast in der Musikhochschule Lübeck (MHL). Unter Leitung von Bruno Merse erklingen ab 19.30 Uhr sinfonische Werke der Romantik. Höhepunkt ist Tschaikowskys berühmtes erstes Klavierkonzert mit dem MHL-Studenten Elias Opferkuch in der Solistenrolle.

Die Kooperation zwischen MHL und LKO bietet Studierenden erneut Gelegenheit, solistisch mit Orchesterbegleitung aufzutreten. Diesmal ist der Pianist Elias Opferkuch in der Solopartie am Klavier mit Tschaikowskys erstem Klavierkonzert zu hören, das par excellence für ein romantisches Meisterwerk steht und zu den berühmtesten Kompositionen der Musikgeschichte zählt. Mit seinen rasanten Oktav-Gängen und langen Solopassagen fordert es zudem höchste Virtuosität vom Interpreten. Mit dem Konzert verbindet Elias Opferkuch, der zurzeit in der Klasse von Prof. Konrad Elser studiert, sehr viel: „Es das erste große Klavierkonzert, das ich in meiner Jugend mit Orchester spielen durfte. Umso mehr freue ich mich, es nun am Ende meines Studiums erneut spielen zu dürfen.“ Als Solist trat Opferkuch mit renommierten Orchestern auf und wurde zu Aufnahmen und Livemitschnitten in die Rundfunkstudios des SWR und NDR eingeladen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und erspielte sich Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben − auch als Mitglied im Klavierduo „Oskar“, das er 2022 zusammen mit der Pianistin Susanna De Secondi gründete.

Auf dem Programm stehen weitere sinfonische Werke von Dvořák, Rachmaninow/Schult und Liszt. Dvořáks Legende op. 59 Nr. 10 gehört ursprünglich zu einem 1881 entstandenen Klavierzyklus. Johannes Brahms war von den einfallsreichen Stücken begeistert, so dass Dvořák sie auf Anregung seines Verlegers für Orchester bearbeitete. Aus Rachmaninows zweiter Suite op. 17 präsentiert das LKO zwei Sätze: die Introduktion mit ihrer reichen Harmonik und die lyrische Romanze. Der Lübecker Komponist Reiner Schult war von den Klangfarben der ursprünglich für zwei Klaviere komponierten Suite so angetan, dass er sie auf großes Orchester übertrug. Schließlich erklingt der erste Satz aus der Faust-Sinfonie von Franz Liszt, in dem der Komponist den zerrissenen Charakter des Faust nachzeichnet und ausdrückt, was er selbst der Musik zuschrieb: Sie sei als eine Art gesteigerte Sprache in der Lage, die mangelhafte Ausdruckstiefe der Literatur zu überwinden.

Das 1996 gegründete LKO vereint professionelle Musiker und ambitionierte Amateure zu einem Klangkörper. Chefdirigent ist Bruno Merse, der seine musikalische Karriere unter anderem als Konzertmeister der Lübecker Philharmoniker begonnen hat. Das Konzert setzt die mehrjährige Kooperation zwischen LKO und MHL fort: Studierende erhalten dadurch Gelegenheit, als Instrumental- oder Gesangssolist, Dirigent oder Komponist praktische Erfahrung in der Arbeit mit einem Sinfonieorchester zu sammeln.

Karten sind für 14 Euro und 19 Euro, ermäßigt 8 Euro und 12 Euro in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen oder unter www.mh-luebeck.de erhältlich. Restkarten gibt es eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse (Konzerteingang: An der Obertrave).

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Lübeck, 10.11.2023

Sergio Sánchez neuer Professor für Oboe in Lübeck

Der Oboist Sergio Sánchez ist einem Ruf nach Lübeck gefolgt. Er übernimmt die Professur für Oboe als Nachfolger von Prof. Diethelm Jonas, der zum Ende des Sommersemesters in den Ruhestand gegangen ist.

Die Berufung ist für den Oboisten Sergio Sánchez so etwas wie eine Heimkehr: Der 34-Jährige Venezulaner hat bei Prof. Diethelm Jonas studiert und an der MHL seinen Master erworben. Von 2010 bis 2017 studierte er in Lübeck bei Diethelm Jonas und bei David Walter und Jacques Tys in Paris. Er war zunächst Solooboist am Staatstheater Braunschweig, seit 2019 dann Solooboist der Augsburger Philharmoniker. Parallel dazu studierte er Barockoboe bei Alfredro Bernardini an der Universität Mozarteum Salzburg, wo er 2022 sein Studium abschloss. Als Solist spielte er mit renommierten Orchestern, wie unter anderem dem Münchener Kammerorchester und den Augsburger Philharmonikern. Er nahm an verschiedenen internationalen Wettbewerben teil und ist unter anderem Preisträger des ARD-Musikwettbewerbs, des internationalen „Double Reed Society Gillet-Fox“ Oboenwettbewerbs, des Chieri International Competition und des Barbirolli International Oboe Festival and Competition. Im Rahmen des venezolanischen Kulturprojekts „El Sistema“ erhielt Sergio Sánchez mit elf Jahren seinen ersten Oboenunterricht und erwarb im Kinderorchester Caracas erste Orchestererfahrung. Als Gründungsmitglied und Solo-Oboist des Jugendorchesters Teresa Carreño arbeitete er unter der Leitung von Ulyses Ascaneo, Gustavo Dudamel und Claudio Abbado. Internationale Tourneen führten ihn mit dem Simón Bolívar Symphonie Orchester in zahlreiche Konzertsäle Europas, Asiens und der USA. Als Venezolaner ist es für Sergio Sánchez ein Herzensanliegen, die Musik seiner Heimat bekannter zu machen. So nahm er zuletzt an den CD-Produktionen des Kammerensembles „Barroqueanas Venezolanas“ teil. Auf seine neue Aufgabe freut er sich: „Deutschland ist Heimat für mich geworden“, sagt Sánchez. „Das Unterrichten war schon immer ein Ziel und eine große Motivation für mich. Umso mehr freue ich mich, dies nun als Professor in Lübeck verwirklichen zu dürfen. ‚Man kehrt immer an die alten Orte zurück, an denen man das Leben liebte‘, so besingt es ein argentinisches Lied für mich sehr passend.“ Studierende aus der Klasse von Sergio Sánchez stellen sich in der „Musizierstunde Oboe“ am Donnerstag, 23. November um 17 Uhr im Kammermusiksaal der MHL erstmals vor. Der Eintritt ist frei.

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Lübeck, 10.11.2023

Sophie Lücke neue Professorin für Kontrabass in Lübeck

Sophie Lücke wurde zum Semesterbeginn auf die Professur für Kontrabass an der Musikhochschule Lübeck (MHL) berufen. Die 36-Jährige folgt Professor Jörg Linowitzki, der zum Ende des Sommersemesters in den Ruhestand gegangen ist.

Sophie Lücke kommt aus München nach Lübeck: Seit 2014 ist sie Solobassistin am Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz. Sie unterrichtete an der Hochschule für Musik in Bern und gab Meisterkurse in Hongkong, Pyöngyang, São Paulo und Mexico City. Geboren in Wernigerode, erhielt sie früh ihren ersten Kontrabassunterricht und wurde mit 16 Jahren Jungstudentin an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Dort studierte sie bei Prof. Janne Saksala und absolvierte ihren Master bei Rinat Ibragimov an der Guildhall School in London. Bereits mit 19 Jahren war sie Akademistin im Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin und erhielt später Stipendien der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker und der Hans und Eugenia Jütting Stiftung. Von 2011 bis 2013 war Sophie Lücke als Solokontrabassistin im Münchener Kammerorchester und im Orchestre „Les Siècles“ in Paris tätig.

Die Kammermusik liegt ihr besonders am Herzen. Sie hat mit verschiedensten Ensembles und namhaften Persönlichkeiten wie Heinz Holliger, Kit Armstrong, Julien Pregardien, András Schiff, Gidon Kremer und Yuri Bashmet zusammengearbeitet. Sie ist Gründungsmitglied des Ensembles „der/gelbe/klang“ für aktuelle Musik in München und des Barockensembles „concerto München“, in dem sie Violone spielt. Mit ihrer musikalischen Tätigkeit in beiden Ensembles kann sie ihre Liebe zur Barock- und zeitgenössischen Musik miteinander verbinden. Seit 2023 ist sie außerdem Mitglied im Ensemble Resonanz in Hamburg. Lücke war in renommierten Häusern und Ensembles zu Gast wie unter anderem der Staatsoper München, der Kammerphilharmonie Bremen, dem Klangforum Wien, dem Kammerorchester Basel und dem Scottish Chamber Orchestra. Sie tritt regelmäßig bei bedeutenden Kammermusik-Festivals auf und war zuletzt bei der Ruhrtriennale in der Uraufführung des Musiktheaterwerks „Die Erdfabrik“ von Georges Aperghis zu erleben.

Sophie Lücke ist verheiratet und hat zwei Kinder. Zu ihrer neuen Aufgabe sagt sie: „Lübeck hat mich mit seinem Charme und seiner Offenheit sofort für sich eingenommen. Ich freue mich an dieser wunderschönen, einladenden Musikhochschule tätig zu werden und das, was meine Lehrerinnen und Lehrer mich gelehrt haben, an die nächste Generation weiterzugeben und dabei interessante, aber auch unbekannte Wege einzuschlagen“. Studierende aus der Klasse von Sophie Lücke stellen sich in der „Musizierstunde Kontrabass“ am Montag, 20. November um 17 Uhr im Kammermusiksaal der MHL erstmals vor. Der Eintritt ist frei.

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Lübeck, 09.11.2023

Musikpädagogikpreis „Neue Konzepte“

Am Donnerstag, 16. November wird in der Musikhochschule Lübeck (MHL) zum siebten Mal der Wettbewerb „Neue Konzepte“ um den Musikpädagogikpreis der Marie-Luise Imbusch-Stiftung ausgetragen. Drei Finalisten wetteifern ab 17 Uhr um den mit 2.500 Euro dotierten Preis. Beim traditionellen Preiskonzert am Samstag, 25. November um 18 Uhr werden die Preisträger gemeinsam mit den Stipendiaten der Marie-Luise Imbusch-Stiftung gekürt.

Drei Finalisten, die eine hochschulinterne Jury ausgewählt hat, treten am Donnerstag, 17. November um 17 Uhr im Kammermusiksaal der MHL in einen informativen und unterhaltsamen Wettstreit zu musikpädagogischen Fragen.
Mara Jessen hat sich mit der Motivation von Jugendlichen im Klavierunterricht beschäftigt. Sie forscht nach, warum gerade Teenager häufig den Instrumentalunterricht abbrechen und wie man ihnen ihr Instrument als Ausdrucksmedium in einer besonders sensiblen Lebensphase erhalten kann. Joshua Schlegel hinterfragt Mittel und Ziele von Musikunterricht und Musikstudium: Empfinden sich Schülerinnen und Schüler sowie Studierende als mündige Musiker? In welchem Zusammenhang stehen die Konzepte der musikalischen Mündigkeit und der Improvisation? Und geht es hierbei vielleicht um eine über die Musikpädagogik hinausreichende Thematik?
Benjamin Tesch hat 340 Schüler gefragt: Was interessiert Euch? 35 Themen des Musikunterrichts an schleswig-holsteinischen Schulen standen zur Debatte. Ausgangspunkt seiner Studie war: Wissen Lehrer überhaupt, was Schüler umtreibt, was sie interessiert? Bisher glaubten sie es zu wissen − jetzt aber gibt es mit dieser Studie neue belastbare Daten.

Aus den drei spannenden Beiträgen wird die Wettbewerbsjury, die aus Schulleitern der Region besteht, den Siegerbeitrag auswählen. Zur Jury gehören Dr. Michael Janneck (Johanneum zu Lübeck), Wulfila Kangastie (Emanuel-Geibel-Schule Lübeck), Alireza Zare (Musikschule Pinneberg) sowie Isabel Kuczewski (Vorstand des Vereins Tontalente e.V.).
Mit dem in der deutschen Musikhochschullandschaft einzigartigen Wettbewerb „Neue Konzepte“ möchte die MHL auf die Bedeutung der musikpädagogischen Ausbildung hinweisen, die Musiklehrkräfte an Gymnasien, in Musikschulen oder in freier Tätigkeit auf ihren Beruf vorbereitet.
Der Eintritt zum Wettbewerb „Neue Konzepte“ (Do, 16.11., 17 Uhr) und zum Stipendiatenkonzert (Sa, 25.11. 18 Uhr) ist frei.

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Lübeck, 09.11.2023

60. Wettbewerb um den Possehl-Musikpreis

Der 60. Wettbewerb um den Possehl-Musikpreis wird am Dienstag, 14. und Mittwoch, 15. November jeweils ab 10 Uhr in der Musikhochschule Lübeck (MHL) ausgetragen. Die öffentlichen Wertungen im Großen Saal der MHL bieten Gelegenheit, die besten Studierenden verschiedenster Instrumentalfächer auf der Bühne zu erleben.

In zwei Runden treten im Wettbewerb um den 60. Possehl-Musikpreis Studierende der Fächer Klarinette, Violine, Cello, Klavier, Gitarre, Schlagzeug und Bläserquintett gegeneinander an. Ihre rund zwanzigminütigen Programme präsentieren sie in der ersten Runde am Dienstag, 14. November ab 10 Uhr. Durch die breite Palette an Fächern ergibt sich ein abwechslungsreiches Programm: Es sind unter anderem Ausschnitte aus Sonaten, virtuosen Etüden und Instrumentalkonzerten aus Klassik und Romantik zu hören sowie moderne und zeitgenössische Werke. In der zweiten Runde präsentieren sich dann am Mittwoch, 15. November ab 10 Uhr die Finalisten, am Nachmittag werden die Gewinner bekannt gegeben.
Der erste Preis ist mit 5.000 Euro dotiert, weitere Preise und Prämien kann die Jury in Höhe von 6.500 Euro vergeben. Zu den Juroren gehören in diesem Jahr Dr. Ole Krönert (Vorsitz) und Prof. Inge-Susann Römhild als Vertreter der Possehl Stiftung. Die MHL-Professorenschaft vertreten Manfred Aust, Lena Eckels, Tobias Füller und Oliver Korte. Als externe Juroren wirken Prof. Gerald Fauth, Prof. Eckart Hübner, Prof. Volker Jacobsen sowie die Komponistin Annette Schlünz mit.
Der Possehl-Musikpreis wird seit 1963 für MHL-Studierende ausgeschrieben. Renommierte Solisten und Ensembles, wie die Klarinettistin Shirley Brill, der Cellist Thomas Grossenbacher und das Artemis-Quartett waren Preisträger des Wettbewerbs. 2022 gewann ihn die japanische Violinistin Saki Tozawa. Programm und Zeitablauf sind auf der MHL-Website unter www.mh-luebeck.de/termine zu finden. Der Eintritt zum Possehl-Wettbewerb ist frei.

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Lübeck, 07.11.2023

"Frische Brise" – Fest der Bläserkammermusik mit Werken der Romantik

Zu einem Kammermusikfest unter dem Motto "Frische Brise" laden die Bläserklassen der MHL am Samstag, 11. November ein. In drei moderierten Konzertteilen präsentieren MHL-Studierende ab 16 Uhr ein abwechslungsreiches Programm mit Meisterwerken der Romantik.

Mit einem Gang durch die Musikgeschichte setzt die MHL ihr traditionelles Kammermusikfest der Bläserklassen fort. Nach den Themen der vergangenen Jahre "Barock" und "Klassik" steht in diesem Jahr die "Romantik" im Fokus. Über 40 internationale Studierende präsentieren Werke vom Duo bis zum zehnköpfigen Ensemble unter anderem von Spohr, Schubert, Mendelssohn, Schumann und Reinecke. Einstudiert von Prof. Diethelm Jonas, musizieren Studierende aus den Klassen von Prof. Angela Firkins (Flöte), Prof. Sergio Sanchez (Oboe), Prof. Jens Thoben (Klarinette), Prof. Adrián Díaz Martínez (Horn) und Prof. Pierre Martens (Fagott) sowie Studierende der Klavier- und Streicherklassen. Diethelm Jonas und Jens Thoben führen als Moderatoren durch das Programm, Hartmut Uhlemann liest im zweiten Teil Briefe von Clara und Robert Schumann.

Im ersten Teil ist ab 16 Uhr unter dem Motto "Prolog" Kammermusik für großes Ensemble zu hören. Auf dem Programm steht das eher selten aufgeführte Notturno C-Dur op. 24, das der erst 15-jährige Mendelssohn bei einem Kuraufenthalt an der Ostsee mit feierlicher und schwungvoller Geste für die Bläser der Kurkapelle Bad Doberan notierte. Das Sextett op. 271 von Carl Reinecke dagegen entstand als Spätwerk − kaum zu glauben, dass hier nur sechs Interpreten am Werke sind, mit ausgewogenem Klangvolumen weisen sie bereits in Richtung Orchestermusik. Nicht häufig zu hören ist auch das Nonett F-Dur op. 31, mit dem Louis Spohr mit impressionistischen Klangfarben den Übergang von der Wiener Klassik zur Frühromantik markiert.
Der zweite Konzertteil ist ab 18 Uhr mit den Worten des romantischen Dichters E.T.A Hoffmann "Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an" Duos von Robert Schumann und Franz Schubert gewidmet. Begleitet am Klavier, präsentiert sich jeweils eines der Blasinstrumente mit den stimmungsvollen Romanzen und Fantasiestücken von Schumann. Von Franz Schubert ist unter anderem das Trio für Tenorstimme, Horn und Klavier "Auf dem Strom" zu hören sowie das virtuose Duo für Flöte und Klavier "Trock‘ne Blumen", das Schubert auf das gleichnamige Lied aus seinem Liederzyklus "Schöne Müllerin" schrieb.

Der dritte Teil ab 20 Uhr ist unter dem Motto "Epilog" dem großen Oktett F-Dur D803 von Franz Schubert gewidmet, mit dem der Komponist die Grenzen der Kammermusik sprengen und sich mit neuer harmonischer Klangfülle in Richtung Sinfonie bewegen sollte.

Das Fest der Bläserkammermusik setzt die tradierte und über Jahre erfolgreiche "Lübecker Klarinettennacht" fort, die Sabine Meyer und Reiner Wehle ins Leben gerufen hatten. Es gibt drei Konzertteile um 16 Uhr, 18 Uhr und 20 Uhr, in den Pausen Catering im Foyer. Eintrittskarten sind für 14 Euro und 19 Euro, ermäßigt 8 Euro und 12 Euro erhältlich unter www.mh-luebeck.de.

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Lübeck, 02.11.2023

„Blech pur!“ beim neunten Blechbläsertag Schleswig-Holstein

„Blech Pur!“ heißt das Motto des Blechbläsertages Schleswig-Holstein, zu dem am ersten Novemberwochenende die Musikhochschule Lübeck (MHL) und das Norddeutsche Blechwerk traditionell einladen. Am Sonntag, 5. November ab 11 Uhr können Musikerinnen und Musiker jeden Alters vom Amateur bis zum Profi in die faszinierende Klangwelt der Blechblasinstrumente eintauchen. Das für Samstag, 4. November um 19.30 Uhr angekündigte Auftaktkonzert muss aus Krankheitsgründen leider ausfallen.

Der neunte „Blechbläsertag Schleswig-Holstein“ soll am Sonntag, 5. November mit Proben, Einzelunterricht und Workshops erneut Einblick in die landesweite Blechbläserszene geben und Austausch und Begegnung ermöglichen. Ab 11 Uhr geben MHL-Dozierende ie unter anderem der Posaunist Michael Ranzenberger Einzelunterricht. Die Norddeutsche Jugend Brass Band mit jungen Blechbläserinnen und Blechbläsern aus dem ganzen Norden ist im Großen Saal bei einer Probe zu erleben. MHL-Trompetenprofessor Tobias Füller lädt ab 14 Uhr zu einer offenen Masterclass für alle Blechblasinteressierten ein.

Die Norddeutsche Jugend Brass Band gestaltet um 15.30 Uhr im Großen Saal gemeinsam mit dem Lübschen Blech ein Abschlusskonzert mit einem vielseitigen Programm aus Originalkompositionen, Klassik, Filmmusik und Unterhaltungsmusik. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen des Blechbläsertages ist frei.

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Lübeck, 25.10.2023

"Hörprobe" − Live-Sendung mit Deutschlandradio Kultur aus MHL

Am Dienstag, 31. Oktober um 20 Uhr verwandelt sich der Große Saal der MHL in ein Rundfunkstudio. Deutschlandradio Kultur ist mit seiner Sendereihe "Hörprobe" zu Gast im Großen Saal. MHL-Studierende geben mit einem vielfältigen Programm und Gesprächen Einblick in ihr Studium. Die Sendung wird live übertragen – ein besonderes Erlebnis für Mitwirkende und Publikum.

30 internationale MHL-Studierende sind auf der Bühne im Großen Saal mit Werken von Klassik bis zur Moderne und im Gespräch zu erleben. Mit dem Live-Konzert, moderiert von Miriam Stolzenwald, können sie erste Erfahrungen vor dem Mikrofon sammeln: Der Konzertsaal verwandelt sich dabei in ein Rundfunkstudio. Das abwechslungsreiche Programm mit Werken für Gesang, Soloinstrumente, Streichquartett und vielköpfiges Ensemble unter anderem von Beethoven, Mendelssohn und Messiaen mit neuer Musik, Klezmer und Improvisation zeigt die facettenreiche Ausbildung an der MHL.

Den Auftakt gestaltet das Hanse Quartett mit Tsukushi Sasaki, Ladina Casutt, Kirill Volkov und Elias Wagner am Violoncello mit dem ersten Satz aus Beethovens Streichquartett op. 18. Das MHL-Instrument Builders Ensembles, das sich mit der Konzeption neuer Instrumente und aktuellen Strömungen in der elekroakustischen Musik beschäftigt, präsentiert eine Improvisation in ungewöhnlicher Besetzung an selbstgebauten Instrumenten. Die Mezzosopranistin Johanna Thomsen entführt mit Felix Mendelsohns Venezianischem Gondellied in ein Italien, das der Komponist während einer ausgedehnten Europareise im Jahre 1830 erlebt hat. Einen Ausflug in die Welt der Oper gestalten die drei MHL-Gesangsstudentinnen Elizaveta Rumiantseva, Johanna Thomsen und Monica Mhangwana mit einem Terzett aus dem berühmtem Rosenkavalier von Richard Strauss. Samuel Choi interpretiert Messiaens "Blick der Engel" aus "Vingt regards sur l’Enfant-Jésus". Dieser Klavierzyklus zählt zu den wichtigsten Klavierwerken des 20. Jahrhunderts und stellt tonmalerisch verschiedene Perspektiven auf das Jesuskind dar. Mit dem für Klarinette und Klavier komponierten "Tema con variazioni" von Jean Franҫaix aus dem Jahre 1974 bieten Oleg Shebeta-Dragan und Christian Ruvolo einen Einblick in das umfangreiche Schaffen des 1997 verstorbenen französischen Komponisten. Das siebenköpfige Ensemble Neue Musik präsentiert mit tiefen Bläsern, Streichern und Harfe die Sammlung "Mar Báltico", die der MHL-Kompositionsstudent Raphael Brandstäter 2023, inspiriert durch die Ostsee und ihre Bahnhöfe, geschrieben hat. Das 2022 gegründete Quantum Quintett bringt einen Ausschnitt aus dem Bläserquintett C-Dur von August Klughardt zu Gehör, der im Jahre 1868 einige Monate in Lübeck als Dirigent tätig war. Für überraschende Momente sorgt zu guter Letzt das Klezmertrio Junaït: Clara Wigger an der Klarinette, Lynn Hartfil am Bass und Karoline Kolditz an der Gitarre stellen ihr erstes eigenes, erst kürzlich entstandenes Arrangement eines Traditionals vor.

Die Hörprobe beginnt um 20 Uhr und dauert zwei Stunden ohne Pause. Aufgrund der Live-Sendung ist ein späterer Einlass nicht möglich. Der Eintritt ist frei.

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Lübeck, 12.10.2023

Musikerinnen und Musiker mit Auftrittsangst leiden häufiger unter Depressionen

Music Performance Anxiety (MPA) − zu Deutsch Auftrittsangst − ist ein Thema, das viele Musikerinnen und Musiker betrifft, aber immer noch ein vernachlässigtes Thema in der Ausbildung und Beschäftigung von Musizierenden ist. Lübecker Forscherinnen und Forscher unter der Leitung von Prof. Daniel Scholz haben sich an der Musikhochschule Lübeck und der Universität zu Lübeck deshalb mit diesem Thema beschäftigt und ihre Erkenntnisse in „Medical Problems of Performing Artists“, einer bedeutenden Fachzeitschrift für Musizierendengesundheit veröffentlicht.

Im Rahmen der Studie untersuchten die Forschenden den Zusammenhang zwischen Selbstwertgefühl, Auftrittsangst und Depression innerhalb einer deutschsprachigen Stichprobe mit Musikerinnen und Musikern verschiedener Berufe. Die zugrundeliegende Frage dieser Studie, ob ein Zusammenhang von Selbstwertgefühl, Auftrittsangst und Depression besteht, wurde während der psychotherapeutischen Behandlung von Musikerinnen und Musikern mit Depression und MPA generiert.

Über die Studie Befragt wurden für die Stichprobe fast 300 Musikerinnen und Musiker in Deutschland. Mithilfe der Fragebögen „Rosenberg-Self-Esteem-Scale“, „Kenny Music-Performance-Anxiety-Inventory“ und dem „Beck-Depression-Inventory“ untersuchte Christine Sickert, Doktorandin im Bereich Musizierendengesundheit, die Zusammenhänge zwischen Selbstwertgefühl, Auftrittsangst und Depressivität. Sie fand heraus, dass insbesondere Musikstudentinnen und -studenten ein signifikant niedrigeres Selbstwertgefühl im Vergleich zu angestellten Profis und Amateurinnen oder Amateuren hatten. Im Vergleich zu angestellten Musizierenden hatten die Studierenden auch mehr Auftrittsangst. Wenn ein geringes Selbstwertgefühl und Auftrittsangst zusammenfallen, steigt die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung einer Depression laut der Forschergruppe signifikant.

Die Forschenden rund um den neuen Professor für Musizierendengesundheit an der Musikhochschule Lübeck und der Universität zu Lübeck, Daniel Scholz, sind sicher, dass die Ergebnisse dieser Untersuchung einmal mehr unterstreichen, wie bedeutend Aufklärung und psychotherapeutische Behandlung von Musizierenden ist, die unter Auftrittsängsten leiden. „Es ist extrem wichtig, flächendeckend Präventionsarbeit zu leisten und die psychotherapeutischen Behandlungsmethoden konsequent anzuwenden und weiter zu entwickeln um die Gesundheit von Musiker*innen im Allgemeinen zu erhalten und insgesamt zu verbessern.“ erklärt Prof. Dr. Daniel Scholz.

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Lübeck, 05.10.2023

MHL stellt neues Konzertformat vor: Education-Projekt mit MHL-Sinfonieorchester

Die Musikhochschule Lübeck (MHL) präsentiert zu Beginn des Wintersemesters ein neues Education-Projekt unter dem Motto „American Symphony“, das Studierende im Rahmen ihres Studiums selbst entwickelt haben. Zwei Konzerte, am 14. Oktober in Lübeck und am 15. Oktober in Wismar, laden dazu ein, durch die Musikgeschichte zu reisen und die Wirkmacht der Musik für sich zu entdecken. Das Education-Konzert mit herausragenden Werken amerikanischer Komponisten richtet sich dabei nicht an Kinder, wie andere Education Programme, sondern an das ganz normale Publikum.

Das MHL Sinfonieorchester unter Leitung von Prof. Bernd Ruf präsentiert beim Education-Konzert unter dem Motto „American Symphony: Was kann Musik – Gestern, Heute, Morgen“ in Lübeck und Wismar herausragende Werke amerikanischer Komponisten. In großer Besetzung präsentieren sich 90 junge Musikerinnen und Musiker der MHL mit Werken der amerikanischen Komponisten Charles Ives, John Cage, Leonard Bernstein, John Williams, Jessie Montgomery und des MHL-Studenten Tim Haas. Das Publikum erwartet dabei kein klassisches Abendkonzert, sondern ein spannender Gang durch die amerikanische Musikgeschichte mit überraschenden Einblicken, Interaktion, Moderation und Tanz. Sieben junge Musikerinnen und Musiker der MHL aus verschiedenen Studiengängen, haben das Programm im Rahmen ihres Studiums entwickelt. Geleitet wird das Education-Projekt von Maxie von Neumann-Cosel, Konzertpädagogin beim Bayerischen Rundfunk, von Prof. Bernd Ruf und Carl Philipp Drese, Koordinator des Netzwerks „Musik in Schulen“ (MusiS). Es wirken unter anderem auch 15 Schülerinnen und Schüler einer Lübecker Schule mit, die von der Tänzerin Ulla Benninghoven angeleitet wurden.

Im Zentrum des Abends steht „The Unanswered Question“ des Ausnahmekomponisten Charles Ives, der damit die ewige Frage nach dem Sinn des Lebens stellt. Das Orchester erschafft eine transzendentale Klangwelt, die in den Weiten des Universums nach Antworten sucht. Eine Rolle wird dabei eine geheimnisvolle Blackbox spielen, die auch Fragen des Publikums dazu aufnehmen wird. „This is the Future“ heißt das 2022 komponierte Stück für Orchester und Band des MHL-Studenten Tim Haas, der mit einem improvisierten Dialog zwischen Orchester und Dirigent in die Zukunft der Musik verweisen möchte. Der 30-jährige Komponist, der im zweiten Semester „Master of Education“ studiert sagt dazu: „Das Werk ist eine Herausforderung für die Orchestermitglieder und den Dirigenten, die während der Aufführung spontan miteinander agieren müssen. Dadurch entsteht mein Stück bei jeder Aufführung neu.“

Die Abendkonzerte der neuen Education-Reihe finden am Samstag, 14. Oktober um 19.30 Uhr im Großen Saal der MHL (Eintritt 14 Euro und 19 Euro, ermäßigt 8 Euro und 12 Euro) und am Sonntag, 15. Oktober um 18 Uhr im Theater Wismar (Eintritt 20 Euro, ermäßigt 5 Euro) statt. Karten sind über die Website der MHL www.mh-luebeck.de oder an der Abendkasse erhältlich.

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Lübeck, 04.10.2023

Bernd Redmann eröffnet neue Konzertsaison und Wintersemester an MHL

Der neue Präsident der Musikhochschule Lübeck (MHL), Prof. Bernd Redmann eröffnet mit seinem Amtsantritt am Montag, 9. Oktober um 18 Uhr im Großen Saal das neue Wintersemester und die neue Konzertsaison. Das MHL-Sinfonieorchester gibt unter Leitung von Prof. Bernd Ruf mit Ausschnitten aus dem Konzertprogramm „American Symphony“ einen Vorgeschmack auf das große Education-Projekt, das vom 12. bis zum 15. Oktober stattfindet.

Mit einer feierlichen Semestereröffnung läutet die MHL traditionell das neue Wintersemester und die neue Konzertsaison ein. Bernd Redmann, der im Juli vom Senat der MHL zum Präsidenten gewählt wurde, begrüßt die rund hundert neuen Studierenden und stellt sich erstmals öffentlich vor. Mit seinem Vortrag „Was bedeutet uns Musik“ will der Komponist, Musikwissenschaftler sowie Musiktheoretiker und langjährige Leiter der Hochschule für Musik und Theater München den Studierenden vermitteln, wie wichtig die Entwicklung einer eigenen musikalischen Persönlichkeit ist, um Strahlkraft zu entfalten und die Musikkultur mitgestalten zu können. Außerdem wird er die Deutschlandstipendien an herausragende Studierende verleihen. Der Vorsitzende des Alumni-Vereins Darko Bunderla verkündet, wer den mit 1.000 Euro dotierten Almuni-Preis 2023 gewonnen hat und das MHL-Sinfonieorchester spielt Ausschnitte aus seinem Education-Programm „American Symphony: Was kann Musik – Gestern, Heute, Morgen“ mit Werken amerikanischer Komponisten. Das Education-Projekt umfasst drei Konzerte für Schulen sowie jugendliches und erwachsenes Publikum und findet vom 12. bis zum 15. Oktober in Lübeck und Wismar statt.

Der Eintritt zur Semestereröffnung ist frei. Eingeladen sind nicht nur Studierende und Hochschulmitglieder, sondern auch Freunde, Förderer und das interessierte Publikum. Weitere Informationen zur MHL und ihren Konzerten unter www.mh-luebeck.de.

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Lübeck, 15.09.2023

Symposium zur Geräuschkunst mit öffentlichen Konzerten, Präsentationen und Installationen

Das Symposium „Sinne|Sinn: Geräusch − Musik – Geräuschmusik“, das die Musikhochschule Lübeck (MHL) vom 20. bis zum 22. Oktober erstmals veranstaltet, widmet sich mit Konzerten, Installationen und Präsentationen der Geräuschkunst. MHL-Angehörige und internationale Gäste setzen sich mit Musik auseinander, in der sich Geräuschhaftes als musikalisches Material emanzipiert hat. Acht Konzerte bieten die Gelegenheit, faszinierende, in Lübeck selten zu hörende Werke zu erleben. Das Programm spannt einen Bogen von den „Klassikern“ der Geräuschkunst wie Varèses „Ionisation“, Stockhausens “Mikrofonie I“ oder Lachenmanns „Mouvement − vor der Erstarrung“, bis hin zu neuesten zeitgenössischen Arbeiten.

Das Geräuschkunstfestival „Sinne|Sinn: Geräusch − Musik – Geräuschmusik“ bringt zahlreiche internationale Musik- und Kulturschaffende der Geräuschkunst-Szene in Lübeck zusammen und gibt Einblicke in die neuere und aktuelle Geräuschkunst. Der neue MHL-Präsident Prof. Bernd Redmann und Projektleiter Prof. Sascha Lino Lemke eröffnen das Geräuschkunstfestival am Freitag, 20. Oktober um 10 Uhr im Kammermusiksaal. Projektleiter Prof. Sascha Lino Lemke erläutert: „Eine ganz wichtige Entwicklung der Moderne ist die Erforschung der unendlichen Palette vom Ton bis zum Geräusch. Längst lassen sich viele Musikschaffende nicht mehr auf das Label ‘Tonsetzer‘ reduzieren, sondern komponieren und improvisieren mit einem ins Geräuschhafte erweiterten Klangmaterial. Mit unserem Symposium laden wir dazu ein, sich in diese diverse und faszinierende Klangwelt zu begeben." In den darauffolgenden drei Tagen geben geladene Komponisten und Performer wie Marco Ciciliani, Axel Dörner, Max Eastley und Michael Maierhof mit Präsentationen Einblicke in ihre kreative Arbeit. Helga de la Motte-Haber, Grande Dame der Musikwissenschaft und langjährige Kennerin der Klangkunstszene, wird dort ebenso zu erleben sein wie Martin Kaltenecker, der über neuere Entwicklungen in französischer Musik sprechen wird. Hartmut Rosa wird das Symposium um eine soziologische Perspektive bereichern. Dozierende der MHL sowie die Kooperationspartner Kathrin Kirsch (CAU Kiel) und Sven Lütgen (Muthesius Kunsthochschule) bringen sich mit Vorträgen zu verschiedensten Aspekten des Kosmos Geräuschkunst ein. In acht Konzerten im Kammermusiksaal und im Großen Saal präsentieren MHL-Mitglieder und Gäste „Klassiker“ der Geräuschkunst, zeitgenössische Kompositionen sowie Werke von Aperghis, Bauckholt, Bedrossian, Cage, Fure, Oliveiros, Pisaro, Schubert und Sciarrino. Ausführende sind Mitglieder der MHL, unter anderem das Instant Composing Ensemble, das Ensemble für Neue Musik unter Maximilian Riefer, die Schlagzeugklasse von Johannes Fischer sowie das Ensemble Klangrauschen und das Klavierduo Fograscher/Hymer als Gäste. Sie stellen unter anderem Lachenmanns bedeutende Ensemblekomposition „Mouvement − vor der Erstarrung“, Stockhausens „Mikrophonie I“ für Tamtam, Mikrophone, Filter und Regler oder Varèses „Ionisation“ für 13 Schlagzeuger vor (Konzert V am Sa, 21.10. um 18 Uhr). Außerdem erklingt Musik von Danksagmüller, Fischer, Goldford, Hein, Kim, Korte, Lemke, Mansouri und Rosenberger sowie von Gästen des Symposiums. An verschiedenen Orten in der MHL sind Installationen zu erleben wie die interaktive Installation „Why Frets? – Tombstone“ von Marko Ciciliani sowie Arbeiten von Studierenden der MHL.

Das verlängerte Wochenende ist das zweite in einer Serie von drei Symposien unter dem Obertitel „Sinne|Sinn“, einem Netzwerkprojekt der MHL, der Christian-Albrechts-Universität Kiel, dem Kieler Forum für zeitgenössische Musik und der Muthesius Kunsthochschule in Kiel.

Das detaillierte Konzertprogramm des Symposiums „Sinne|Sinn: Geräusch − Musik – Geräuschmusik“ ist auf der MHL-Website unter www.mh-luebeck.de/de/forschung/symposien-kongresse/sinnesinn-geraeusch-musik-geraeuschmusik/. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen des Symposiums ist frei.

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Lübeck, 14.09.2023

Internationaler Kammermusikkurs - Nachwuchstalente konzertieren in Lübeck und Eutin

„Junge Talente international“ stellen sich in zwei Abschlusskonzerten eines internationalen Kammermusikkurses vor, den die Musikhochschule Lübeck (MHL) erstmals veranstaltet. Am Freitag, 29. September um 19.30 Uhr in Lübeck und am Samstag, 30. September um 11 Uhr in der Reihe „Wir in Eutin“ stellen sich die Jungstudierenden aus Lübeck, Luxemburg und Wien mit ihren Arbeitsergebnissen vor.

In zwei Konzerten „Junge Talente international“ stellen die jungen Musikerinnen und Musiker aus Lübeck, Wien und Luxemburg Kompositionen von Poulenc, Johann Christian Bach, Debussy, Longinotti, Stockhausen, Villa Lobos und Koechlin vor, die sie im Kammermusikkurs bei Dozierenden der drei Hochschulen erarbeitet haben. Die Kammermusikwoche ist als Austauschprojekt angelegt: im März waren Lübecker ISMA-Studierende bereits in Luxemburg, 2024 werden sie dann nach Wien reisen. Das Konzert gibt eindrucksvoll Einblick in die Frühförderung an verschiedenen europäischen Hochschulen. „Mit der Kammermusikwoche wollen wir begabten Jugendlichen ermöglichen, schon vor dem Studium auf hohem Niveau kammermusikalisch zu spielen, Jugendliche aus Europa zu treffen, andere Hochschulen und neue Dozierende zu erleben“, erläutert Harfenistin Gesine Dreyer, Professorin an der MHL. 16 junge Musikerinnen und Musiker, die von ihrer jeweiligen Hochschule ausgesucht wurden, nehmen vom 25. bis zum 30. September am Kammermusikkurs teil. Die Nachwuchstalente werden in ganz verschiedenen Besetzungen vom Duo bis hin zum Septett an Interpretation und Technik ihrer bereits einstudierten Werke feilen. Es unterrichten die Lübecker Professorinnen und Professoren Angela Firkins (Flöte), Konstanze Eickhorst (Klavier), Otto Tolonen (Gitarre) und Gesine Dreyer (Harfe), aus Wien kommen Anais Tamisier (Violine) und Aniella Stoffels (Flöte) sowie aus Luxemburg Nicolas Marzinotto (Klavier). Die Konzerte finden am Freitag, 29. September um 19.30 Uhr im Großen Saal der MHL (Eintritt 14 Euro und 19 Euro, ermäßigt 8 Euro und 12 Euro) sowie am Samstag, 30. September um 11 Uhr im Rittersaal des Eutiner Schlosses (Eintritt 13 Euro, ermäßigt 9 Euro) statt.

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Lübeck, 14.09.2023

ISMA-Nachwuchstalente im Wettbewerb

Zu einem Wettbewerb für die Nachwuchstalente aus dem Institut für schulbegleitende Musikausbildung (ISMA) lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Samstag, 23. September ein. Ab 10 Uhr wetteifern Jungstudierende in öffentlichen Vorspielen im Kammermusiksaal um den Musikpreis der Stähler-Stiftung Stade.

Die öffentlichen Wertungen beim Wettbewerb um den Musikpreis der Stähler-Stiftung Stade bieten Gelegenheit, dem hochbegabten musikalischen Nachwuchs der MHL zu lauschen. Von 10 und 14 Uhr finden die Wertungen für verschiedene Instrumente im Kammermusiksaal statt. Acht junge Musikerinnen und Musiker verschiedener Fächer wie Trompete, Streicher, Klavier und Gitarre haben sich zur Teilnahme beworben. Mit einem selbstgewählten Programm präsentieren sie sich solistisch und im Duo, nicht nur mit ihren Instrumenten, sondern auch mit einer Moderation − eine besondere Herausforderung des Wettbewerbs, der alle zwei Jahr stattfindet. Es erklingen Werke unter anderem von Mozart, Beethoven, Mendelssohn, Villa Lobos und Kodály. Die Jury unter Leitung von MHL-Vizepräsident Oliver Korte, bestehend aus Professoren der MHL und Gästen, darunter Lena Eckels und Sergio Sanchez (beide Lübeck), Constance Vogel (Leck) und Stephan Imorde (Rostock), wird am gleichen Tag die Sieger küren. Die Stähler-Stiftung Stade stellt das Preisgeld in Höhe von 3.500 Euro zur Verfügung. Der Wettbewerb ermöglicht es Jungstudierenden, die am ISMA der MHL unterrichtet werden, den musikalischen Wettstreit im Vorfeld großer internationaler Wettbewerbe zu trainieren. ISMA-Studierende werden schon jetzt regelmäßig mit Höchstpreisen beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ und bei internationalen Jugendwettbewerben bedacht. Der Eintritt ist frei.

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Lübeck, 08.09.2023

Lübecker Harfen- und Gitarrentage – MHL lädt ein zu Ensemblespiel, Unterricht und Austausch

Am Wochenende 30. September und 1. Oktober veranstaltet die Musikhochschule Lübeck (MHL) zum zweiten Mal die Lübecker Harfen- und Gitarrentage. Schülerinnen und Schüler, Studieninteressierte, Lehrende und Gäste sind eingeladen, in die Klangwelt der beiden beliebten Saiteninstrumente einzutauchen. Neben Meisterkursen, Workshops und Vorträgen gibt es ein öffentliches Konzert am Samstag, 30. September um 19.30 Uhr mit Gastdozierenden, Lehrenden und Studierenden der MHL. Anmeldeschluss für die Teilnahme am vielfältigen Unterrichtsangebot ist der 15. September.

Die zweiten Lübecker Harfen- und Gitarrentage bieten Interessierten aller Altersgruppen vielfältige Möglichkeiten, sich ausgiebig mit den Klängen der beiden faszinierenden Saiteninstrumente zu beschäftigen. Fortgeschrittene können an Meisterkursen bei den MHL-Professoren Gesine Dreyer (Harfe) und Otto Tolonen (Gitarre) teilnehmen. Als Gastdozierende unterrichten die mit dem Niederländischen Musikpreis ausgezeichnete Harfenistin Manja Smits (Groningen) und der renommierte Gitarrist Àlex Garrobé (Barcelona).

In Schnupperkursen erhalten Anfänger und Fortgeschrittene Einblicke in den allgemeinen Unterricht oder spezielle Themen wie Improvisation, Irish Folk oder Songbegleitung auf der Harfe. Auf dem Programm stehen weiterhin Ensemblespiel und Workshops. In begleitenden Fachvorträgen informieren Prof. Daniel Scholz über den „Einfluss mentaler Gesundheit auf das Musizieren“ und MHL-Studentin Johanna Ludwig über „Musikpädagogik als Berufsfeld“. Verschiedene Vorspiele und Konzertpodien mit den Teilnehmenden geben einen Einblick in die Arbeitsergebnisse. Eine Harfen- und Gitarrenausstellung im Foyer der MHL bietet auch Teilnehmenden ohne ein eigenes Instrument die Möglichkeit, sich an der Harfe oder Gitarre auszuprobieren. Unter dem Motto „Viele Saiten“ präsentieren am Samstag, 30. September um 19.30 Uhr Gastdozierende, Lehrende und Studierende im Großen Saal die Vielfalt der beiden Instrumente bei einem öffentlichen Konzert. Der Eintritt hierzu ist frei.

Eine Anmeldung für die Teilnahme am Unterricht ist bis zum 15. September unter info@luebecker-harfen-und-gitarrentage.de erforderlich, es wird eine Anmeldegebühr von 50 Euro (ermäßigt 25 Euro) erhoben. Der genaue Zeitplan wird auf Basis der Anmeldungen erstellt und im Vorfeld der Veranstaltung versandt. Weitere Infos und das detaillierte Kursprogramm ist auf der MHL-Website unter www.luebecker-harfen-und-gitarrentage.de zu finden.

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Lübeck, 05.09.2023

Frauen. Leben. Freiheit: Musikalische Gedenkveranstaltung zum ersten Todestag von Jina Mahsa Amini

Der gewaltsame Tod der Kurdin Jina Mahsa Amini am 16. September 2022 im Iran erschütterte die Welt. Die junge Frau wurde ermordet, da sie ihr Kopftuch nicht nach Vorschrift getragen habe, warf ihr die Sittenpolizei vor. Im Gedenken an den Mord und zum Zeichen der Solidarität veranstalten die Universität zu Lübeck und die Musikhochschule Lübeck (MHL) unter dem Dach des Projekts LH³ eine Gedenkveranstaltung in der Evangelisch-reformierten Kirche (Königstraße 18, 23552 Lübeck). Am 16. September 2023 um 20 Uhr werden unter anderem musikalische Werke des Komponisten Payman Mansouri (MHL) zu hören sein, es wird eine Lesung von Texten iranischer Autor*innen geben und eine Lichtprojektion wird ein Zeichen für Demokratie und Menschenrechte setzen.

Jina Mahsa Aminis Tod löste eine im Iran regimekritische Protestwelle aus. Obwohl die iranische Regierung brutal gegen die Menschen vorgeht, die für ihre Rechte kämpfen, ist die Protestbewegung seitdem nicht abgerissen: In der ganzen Welt solidarisieren sich Menschen mit dem mutigen Kampf der Menschen im Iran. Die Bilder von Frauen mit wehendem Haar sind weltweit zum Symbol des Widerstandes gegen Gewalt, Repression und Verfolgung geworden.

Die Veranstaltung Frauen. Leben. Freiheit soll eine Möglichkeit bieten, Solidarität mit den Menschen im Iran zu zeigen. Unter anderem präsentiert das Trio Erilis mit Gesang, Violine und Klavier das Werk „Zan Zendegi Azadi, Frau Leben Freiheit“ , das der mehrfach preisgekrönte iranische Komponist Payman Mansouri (MHL) für die iranische Protestbewegung komponiert hat. Weiterhin erklingt der mittlerweile zur Hymne des Protestes gewordene Song „Baraye“ in einer Chor-Fassung von Adrian Goldner mit einem Studierenden-Chor der MHL. Mit der Lesung von Texten iranischer Autor*innen und einem fiktiven Brief an Jina Mahsa Amini sollen die Stimmen von Frauen zu Wort kommen. Die Pastorin Imke Akkermann-Dorn wird zu den Frauenrechten sprechen vor dem Hintergrund des feministischen Murials (Wandgemälde) „Sisters“, das an diesem Abend an die Außenwand der evangelisch-reformierten Kirche projiziert wird.

„Wir möchten mit dieser Veranstaltung ein Zeichen für Menschenrechte und Demokratie im Iran setzen. In einem Land, in dem der Kampf für Menschrechte einen solchen hohen Preis hat, dass Menschen dafür mit ihrem Leben bezahlen, ist es unsere Aufgabe, uns immer und jederzeit einzusetzen. Denn wir riskieren hier in Deutschland nichts, woanders riskieren Menschen alles“, so Dr. Birgit Stammberger vom Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung der Universität zu Lübeck, eine der Initiator*innen der Veranstaltung.

Im Anschluss der Veranstaltung wird es ein Empfang zum Austausch und Vernetzen geben. „Frauen. Leben. Freiheit“ ist eine Veranstaltung von LH3 in Kooperation mit der Evangelisch-reformierten Kirche Lübeck. Der Eintritt ist frei und bedarf keiner Anmeldung. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Begleitend zu dieser Veranstaltung werden im Rahmen der Fotoaktion „Wir zeigen Gesicht“ ab dem 10. September die Plakate im öffentlichen Raum gezeigt, auf denen sich Lübecker*innen mit ihrem Foto hinter die iranische Protestbewegung stellen.

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Lübeck, 01.09.2023

Education-Konzert für Schulen mit MHL-Sinfonieorchester

Ein großes Education-Konzert veranstaltet die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Donnerstag, 12. Oktober um 10.30 Uhr erstmals im Rahmen ihres Netzwerkes „Musik in Schulen“ (MusiS). Das Sinfonieorchester der MHL gibt dabei unter Leitung von Bernd Ruf ein rund einstündiges Schülerkonzert unter dem Motto „American Symphony: Was kann Musik – Gestern, Heute, Morgen“ mit herausragenden Werken amerikanischer Komponisten. Moderationen und Mitmachaktionen nehmen das junge Publikum mit auf einen spannenden Gang durch die Musikgeschichte.

Rund 70 junge Musikerinnen und Musiker präsentieren unter Leitung von MHL-Professor Bernd Ruf in großer Orchesterbesetzung Werke der amerikanischen Komponisten Charles Ives, John Cage, Leonard Bernstein, John Williams, Jessie Montgomery und des MHL-Studenten Tim Haas. Das Schülerkonzert geht der Frage nach, welche Rolle die Musik spielen kann, wie unterschiedlich sie gehört und erlebt wird und welche Impulse sie zu geben vermag. Mit Interaktionen, Moderationen und Tanz sollen im Konzert neue Klangräume eröffnet und unerwartete Einblicke ermöglicht werden. Angeleitet von der Tänzerin Ulla Benninghoven, wirken auch 15 Schülerinnen und Schülern einer Lübecker Schule mit.

Im Zentrum steht „The Unanswered Question“ des Ausnahmekomponisten Charles Ives, der mit transzendentalen Klängen die ewige Frage nach dem Sinn des Lebens stellt. Eine Rolle spielt eine geheimnisvolle Blackbox, die auch Fragen der Schülerinnen und Schüler aufnehmen wird. „This is the Future“ heißt das 2022 komponierte Stück für Orchester und Band des MHL-Studenten Tim Haas, der mit einem improvisierten Dialog zwischen Orchester und Dirigent in die Zukunft der Musik verweisen möchte. Der 30-jährige Komponist, der im zweiten Semester „Master of Education“ studiert sagt dazu: „Das Werk ist eine Herausforderung für die Orchestermitglieder und den Dirigenten, die während der Aufführung spontan miteinander agieren müssen. Dadurch entsteht mein Stück bei jeder Aufführung neu.“ MHL-Studierende aus verschiedenen Studiengängen haben das Programm bereits im Sommersemester im Rahmen ihres Studiums entwickelt. Geleitet wird das Education-Projekt von Maxie von Neumann-Cosel, Konzertpädagogin beim Bayerischen Rundfunk, von Professor Bernd Ruf und Carl Philipp Drese, Koordinator des Netzwerks MusiS. Rund 14 Klassen der Stufen 7 bis 10 können das Konzert besuchen. Lehrerinnen und Lehrer erhalten im Vorfeld didaktisch aufbereitetes Material.

Eine Anmeldung zum Schülerkonzert ist bis zum 15. September möglich unter carlphilipp.drese@mh-luebeck.de. Der Eintritt ist frei. Schulen, die nicht zum Konzert kommen können, aber grundsätzliches Interesse haben, können sich in eine Datei für weitere Education-Angebote der MHL aufnehmen lassen.

Zum Education-Projekt gehören auch zwei Abendkonzerte für jugendliches und erwachsenes Publikum, die am Samstag, 14. Oktober um 19.30 Uhr im Großen Saal der MHL (Eintritt 14 Euro und 19 Euro, ermäßigt 8 Euro und 12 Euro) und am Sonntag, 15. Oktober um 18 Uhr im Theater Wismar (Eintritt 20 Euro, ermäßigt 5 Euro) stattfinden. Karten hierfür sind über www-luebeck-ticket.de oder an der Abendkasse erhältlich.

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Lübeck, 10.11.2022

Wettbewerb um den Possehl-Musikpreis

Der 59. Wettbewerb um den Possehl-Musikpreis wird am Dienstag, 15. und Mittwoch, 16. November jeweils ab 10 Uhr öffentlich in der Musikhochschule Lübeck (MHL) ausgetragen. Die besten Studierenden der MHL-Instrumentalklassen sind dabei auf der Bühne im Großen Saal zu erleben.

In zwei Runden treten im Wettbewerb um den 59. Possehl-Musikpreis 13 Studierende der Fächer Flöte, Horn, Violine, Schlagzeug, Klavier und Klavier Duo gegeneinander an. Ihre rund zwanzigminütigen Programme präsentieren sie in der ersten Runde am Dienstag, 15. November ab 10 Uhr. Durch die breite Palette an Fächern ergibt sich ein abwechslungsreiches Programm: Es sind unter anderem Ausschnitte aus Sonaten, virtuosen Etüden und Instrumentalkonzerten aus Klassik und Romantik zu hören sowie moderne und zeitgenössische Werke. In der zweiten Runde präsentieren sich dann am Mittwoch, 16. November ab 10 Uhr die Finalisten, am Nachmittag werden die Gewinner bekannt gegeben.

Der erste Preis ist mit 5.000 Euro dotiert, weitere Preise und Prämien, unter anderem für die beste studentische Klavierbegleitung kann die Jury in Höhe von 6.500 Euro vergeben. Zu den Juroren gehören in diesem Jahr Dr. Ole Krönert (Vorsitz) und Prof. Inge-Susann Römhild als Vertreter der Possehl Stiftung. Als externe Juroren wirken Professor Gerd Uecker (Vorsitzender MHL-Hochschulrat), Katja Schaefer (Mitglied MHL-Hochschulrat) und Dr. Christian Strehk (Kieler Nachrichten) mit. Die MHL ist vertreten durch die Professoren Oliver Korte (Präsidium), Manfred Aust, Jens Thoben und Ulf Tischbirek.

Der Possehl-Musikpreis wird seit 1962 für MHL-Studierende ausgeschrieben. Renommierte Solisten und Ensembles, wie die Klarinettistin Shirley Brill, der Cellist Thomas Grossenbacher und das Artemis-Quartett waren Preisträger des Wettbewerbs. 2021 gewann ihn der litauische Pianist Augustinas Eidukonis.

Programm und Zeitablauf sind auf der MHL-Website unter Opens external link in new windowwww.mh-luebeck.de/termine zu finden. Der Eintritt zum Possehl-Wettbewerb ist frei.

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