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AKTUELLE PRESSEMITTEILUNG

Lübeck, 03.09.2020

"a BRIEF history" – neue Ausstellung mit 30 Schätzen aus Lübecker Archiven

Die Ausstellung "a BRIEF history" lädt vom 13. September bis zum 17. Oktober 2020 im Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck zu einer Entdeckungsreise durch rund 800 Jahre Kulturgeschichte des Briefes ein. Dabei sind mehr als die Hälfte aller Exponate bisher noch nie gezeigt worden. Erstmalig kooperieren 13 Museen, Archive und Sammlungen der Hansestadt Lübeck und geben mit der gemeinsamen Ausstellung Einblick in ihren breitgefächerten Sammlungsschatz.

"a BRIEF history" ist die erste Veranstaltung im Rahmen von Lübeck hoch 3 (LH³), einem Projekt der Musikhochschule Lübeck, der Technischen Hochschule Lübeck und der Universität zu Lübeck. Vom 13. September bis zum 17. Oktober 2020 ist in der Villa Brahms am Lübecker Jerusalemsberg die Ausstellung "a BRIEF history" zu sehen.

Die Botschaft eines Briefes beginnt bereits bei der Entscheidung, welches Papier, welches Format und welches Schreibgerät gewählt wird. Der Brief als Objekt erzählt oft viel mehr, als der reine textliche Inhalt vermittelt. So liegt der Schwerpunkt der Ausstellung auf dem Aspekt der Materialität, wie Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts und einer der Kuratoren, erläutert: "Briefe faszinieren – und zwar nicht nur durch ihre Botschaften, sondern auch als Objekte in ihrer Materialität". Mitkuratorin Teresa Cäcilia Ramming, Doktorandin und Volontärin am Brahms-Institut, ergänzt: "Der Geruch von Papier und Tinte, das Kratzen einer Feder auf Pergament, der Anblick von frisch auf Papier gebrachten Worten, die Hitze von Siegelwachs oder der Geschmack vom Klebstoff einer Briefmarke: Briefe sind eine sinnliche Sache."

"a BRIEF history" vereint 30 Exponate aus 13 Lübecker Institutionen, viele davon bisher unveröffentlicht, unter anderem eine eng beschriebene Postkarte mit Napoleon-Motiv, die Thomas Mann seinem Bruder Heinrich im April 1901 schickte und ein indonesischer Drohbrief auf Bambus mit Miniaturwaffen. Beteiligt sind die im Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL) zusammengeführten Einrichtungen, die Musikhochschule (MHL) sowie das TheaterFigurenMuseum Lübeck.

Professor Dr. Hans Wißkirchen, Leitender Direktor der Lübecker Museen zur Bedeutung dieser erstmaligen Kooperation: "Die Ausstellung und der Katalog zeigen auf beindruckende Art und Weise die Breite und Qualität der Lübecker Sammlungen. Das gilt für die Museen, das Archiv und die Bibliothek. Gerade in der aktuellen Situation zeigt sich hier die Stärke einer aus einem reichen historischen Fundus schöpfenden städtischen kulturellen Tradition." Weit über ihren regionalen Bezug hinaus stehen Kaufmannsbriefe der Hansezeit und Briefe aus dem Umfeld der Lübecker Literaten Emanuel Geibel, Thomas Mann und Günter Grass repräsentativ für wichtige Aspekte in der Historie des Briefeschreibens. Der Rundgang durch den klassizistischen Gartensaal der Villa Brahms beginnt jedoch bereits bei archäologischen Wachstafel-Funden aus dem 14. Jahrhundert. Es folgen eine päpstliche Pergamenturkunde mit Siegel sowie ein opulenter Adelsbrief der Frühen Neuzeit. Aus der Blütezeit im 19. Jahrhundert stammt zum Beethoven-Jubiläumsjahr ein doppelt gesiegelter Brief des Komponisten. Über Typoskripte aus dem industriellen Zeitalter des Lübecker Hochofenwerks Herrenwyk wird der Blick schließlich bis hin zu den digitalen Medien geleitet. Einen geografisch-ethnologisch interessanten Abstecher stellen exotische Exponate wie etwa ein Drohbrief mit angehängten Miniaturwaffen der indonesischen Batak dar.

Während in den Vitrinen der Villa Brahms die Objekte in ihrer Beschaffenheit beeindrucken, sind an den Hörsäulen ergänzend die Brieftexte zu erleben, eingelesen von Rachel Behringer und Andreas Hutzel aus dem Schauspiel-Ensemble des Theater Lübeck. Zur Ausstellung erscheint zudem ein Katalog, in dem die hochwertig abgebildeten Exponate von Autorinnen und Autoren der einzelnen Institutionen essayistisch und mit Transkriptionen begleitet werden (et+k München, Preis: 19,90 Euro, ISBN 978-3-96707-403-1).

Die Idee zur Ausstellung "a BRIEF history" entstand bei den Planungen zur Summerschool, die das ZKFL alle drei Jahre veranstaltet. Vom 13. bis zum 20. September widmete sie sich dieses Jahr dem Thema »Brief – Strukturen einer Kulturtechnik". Die Forschungsarbeit des ZKFL wird an den beteiligten Instituten, Museen und Einrichtungen durchgeführt und praktiziert ein von Objekten ausgehendes materiales Denken. "a BRIEF history" ist die erste Veranstaltung im Rahmen von Lübeck hoch 3 (LH³), einem Projekt der Musikhochschule Lübeck, der Technischen Hochschule Lübeck und der Universität zu Lübeck. Gemeinsames Ziel ist es, die Vernetzung der Hochschulen mit der Gesellschaft in Lübeck zu vertiefen und die Ergebnisse und den Wert von Wissenschaft und Kultur bürgernah zu vermitteln. Im Zuge dieses Projekts wurde die Schau von der Possehl-Stiftung Lübeck großzügig unterstützt.

Ort: Villa Brahms, Jerusalemsberg 4, 23568 Lübeck Öffnungszeiten: 13. September bis 17. Oktober 2020, täglich 14 bis 18 Uhr, Eintritt frei; die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln sind zu beachten. Aufgrund der Einschränkungen zur Eindämmung der Covid 19-Pandemie ist zur Eröffnung am 13. September eine Voranmeldung über abriefhistory@mh-luebeck.de erforderlich.

Beteiligte Institutionen: Archiv der Hansestadt Lübeck, Hansestadt Lübeck Bereich Archäologie und Denkmalpflege, Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck, Buddenbrookhaus, Europäisches Hansemuseum, Günter Grass-Haus, Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk, Kunsthalle St. Annen, Museum Behnhaus Drägerhaus, St. Annen-Museum, Stadtbibliothek Lübeck, TheaterFigurenMuseum Lübeck und Völkerkundesammlung der Hansestadt Lübeck.

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Lübeck, 03.09.2020

Lübeck hoch 3 (LH³) geht an den Start

Jetzt ist es offiziell! „Lübeck hoch 3“ geht heute an den Start. „Lübeck hoch 3 (LH³) ist das Gemeinschaftsprojekt der Universität zu Lübeck, der Technischen Hochschule Lübeck und der Musikhochschule Lübeck. Es steht für den Wissenstransfer in die Stadtgesellschaft und die Zusammenarbeit der Hochschulen.

Die drei Hochschulen mit ihren über 10.000 Studierenden prägen das wissenschaftliche und kulturelle Profil der Hansestadt Lübeck. Wissen und Können zu vermehren und zu vermitteln sind Kernaufgaben von Hochschulen. Dazu gehört es auch, dass die Hochschulen über transparente Kommunikation über Wissenschaft und Kultur, deren Inhalte, Arbeitsweisen und Haltungen den Dialog mit der Gesellschaft suchen.

Alle drei Hochschulen vereint das Bestreben, die Vernetzung der Hochschulen mit der Gesellschaft in Lübeck zu vertiefen und bürgernah die Ergebnisse und den Wert von Wissenschaft und Kultur zu vermitteln. Mittels konkreter Projekte und Veranstaltungen stärkt „Lübeck hoch 3“ den Wissenstransfer zu den Bürgerinnen und Bürgern der Hansestadt Lübeck. Prof. Dr. Gabriele Gillessen-Kaesbach, Präsidentin der Universität zu Lübeck äußert sich über die Bedeutung von „Lübeck hoch 3“: „Die Lübecker Hochschulen verstehen sich mit ihren Wissenschaftlern, Studierenden und Mitarbeitern als gestaltender Teil der Stadtgesellschaft. Dieses Miteinander ist eine Verpflichtung, die gelebt sein will. Ich bin daher sehr glücklich, dass wir mit der Technischen Hochschule und der Musikhochschule die Initiative zu „Lübeck hoch 3“ gestartet haben. Mit diesem gemeinsamen Projekt können wir unsere Forschungsprojekte und -ergebnisse sowie die kulturellen Formate der Stadtgesellschaft vorstellen. Gerne laden wir Sie zum Austausch mit uns und zum Miteinander ein.“

Hinter „Lübeck hoch 3“ steht die Idee von einer eigenen Wissensplattform. Für eine Gesellschaft ist es von großer Bedeutung, sich auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Fakten über zentrale Zukunftsthemen zu verständigen. „Lübeck hoch 3“ steht deshalb für Wissenstransfer, wechselseitigen Dialog und neue Ideen. „Über 10.000 Studierende und weit über 1.000 hervorragende Wissenschaftler*innen an den drei staatlichen Hochschulen Lübecks sind das Potenzial von „Lübeck hoch 3“.

„Lübeck hoch 3“ bietet ihnen die Plattform, gemeinsam Projekte durchzuführen, um unsere Wissenschaften den Bürgerinnen und Bürgern nahezubringen. Das Besondere an „Lübeck hoch 3“ wird in der Projektarchitektur deutlich. Jedes Projekt wird von mindestens zwei Hochschulen durchgeführt, es handelt sich somit immer um Kooperationen zwischen unterschiedlichen Disziplinen.

Und auf noch eine Neuerung freuen wir uns ganz besonders: Auch tolle Projektideen von Bürgerinnen und Bürgern können gemeinsam mit den Hochschulen bei „Lübeck hoch 3“ umgesetzt werden,“ betont Dr. Muriel Kim Helbig, Präsidentin der Technischen Hochschule Lübeck, den großen wissenschaftlichen Fundus Lübecks. Bedeutend ist aber auch die künstlerische Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen. Vor diesem Hintergrund entwickeln die Hochschulen ihre Projekte und stellen die Ergebnisse auf „Lübeck hoch 3“ vor und zur Diskussion.

Der Präsident der Musikhochschule Lübeck (MHL), Prof. Rico Gubler, sieht in dem Gemeinschaftsprojekt ein deutliches Zeichen für enge Zusammenarbeit und betont die Strahlkraft mit den Worten: „“Lübeck hoch drei“ ist künftig das Symbol der drei Lübschen Hochschulen, deren Wirkungspotential in die Gesellschaft hinein weitaus mehr ist als die Summe ihrer Einzelteile. Auf den bereits bestehenden und bewährten Kooperationen aufbauend, legen wir damit eine Basis für ein noch engeres Zusammenspiel, das nicht nur ein Gewinn für die Hochschulen selber, sondern für Lübeck und die ganze Region sein wird.“

In drei Projektlinien wirkt „Lübeck hoch 3“ über Projekte und Veranstaltungen. Die Projektlinie „DEIN LH³ - Lübeck bilden“ bietet Bildungs- und Kulturangebote. Diese Angebote geben Einblicke, vermitteln Wissen und bilden im Sinne des Lebenslangen Lernens weiter. Sie richten sich an unterschiedlichste Personengruppen und wecken Neugier bei Jung und Alt. So zeigen und verstärken die Projekte den gesellschaftlichen Wert von Wissenschaft und Kultur, unter anderem durch konkrete Bezüge zum Alltag. Die Projektlinie „MEIN LH³ - Lübeck beteiligen“ ermöglicht die Umsetzung eigener Projektideen von Bürgerinnen und Bürgern mit Bezug zu Wissenschaft und Kultur. Eine Idee wird zum Projekt. Dabei arbeiten Gesellschaft und Hochschulen direkt zusammen: Wissenschaft unterstützt Bürgerinnen und Bürger, Ideen aus der Forschung finden Eingang in städtische Planungen, verschiedene Gremien und Einrichtungen beteiligen sich an Initiativen und Projekten zu Themen der Zeit. Hier können eigene individuelle Projektideen eingereicht werden. Die Projektlinie „UNSER LH³ - Lübeck bewegen“ stärkt den Diskurs in der Gesellschaft mit dialogorientierten Formaten. Wissenstransfer und kulturelles Erleben brauchen Austausch und Diskussion. Gemeinsam werden zentrale Themen von verschiedenen Seiten beleuchtet. Digitale, hybride und Live-Angebote bieten den Interessierten Einblicke in die Hochschulen und in ihre Projekte. Der offene Dialog stärkt dabei alle Beteiligten. Durch konkrete Projekte in diesen drei Projektlinien tragen die Hochschulen den Wert von Wissenschaft und Kultur noch stärker in die Gesellschaft. Aktuelle Themen der Zeit werden aufgenommen, diskutiert und sind die Inhalte, um Wissen zu vermehren.

Ein erstes Beispiel dieser Zusammenarbeit im Rahmen von „Lübeck hoch 3“ ist das Projekt »a BRIEF history«. In diesem Projekt kooperieren die Universität zu Lübeck mit dem ZKFL, die Musikhochschule Lübeck mit dem Brahms-Institut und erstmalig 13 Museen, Archive und Sammlungen der Hansestadt Lübeck.

Die Ausstellung »a BRIEF history« lädt ein vom 13. September bis zum 17. Oktober 2020 im Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck zu einer Entdeckungsreise durch rund 800 Jahre Kulturgeschichte des Briefes. »a BRIEF history« vereint Exponate aus 13 Lübecker Institutionen. Beteiligt sind die im Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL) zusammengeführten Einrichtungen, die Musikhochschule sowie das TheaterFigurenMuseum Lübeck. „Die Ausstellung und der Katalog zeigen auf beindruckende Art und Weise die Breite und Qualität der Lübecker Sammlungen. Das gilt für die Museen, das Archiv und die Bibliothek. Gerade in der aktuellen Situation zeigt sich hier die Stärke einer aus einem reichen historischen Fundus schöpfenden städtischen kulturellen Tradition“, beschreibt der Leitende Direktor der LÜBECKER MUSEEN, Kulturstiftung Hansestadt Lübeck und Sprecher des Zentrums für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck, Prof. Dr. Hans Wißkirchen die Bedeutung des Projekts. Weitere Informationen sind auf der Opens external link in new windowWebsite „Lübeck hoch 3“ ab heute zu finden.

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Lübeck, 24.06.2020

"1to1concerts" mit Studierenden der MHL

Mit Abstand! das kleinste Konzertformat

In Lübeck geht das Konzertformat "1to1concerts" mit Studierenden der Musikhochschule Lübeck (MHL) an den Start. An ungewöhnlichen Konzertorten bringen die jungen Interpreten mit einem Minikonzert für nur eine Person ein Stück Kultur zurück in den Alltag. Bisher in 13 deutschen Städten vertreten, geht das einem speziellen Ritual folgende Konzept im Norden erstmals an den Start.

Mit seiner Vielzahl an einzigartigen Orten schafft das "1to1concert" ein buntes Mosaik an neuen Konzertorten, belebt die Kulturlandschaft und bringt Leben zurück in die Lübecker Geschäfte. Studierende verschiedenster Instrumentengruppen und Studiengänge der MHL haben sich von dem Projekt begeistern lassen und laden zu einer einzigartigen und berührenden Erfahrung im Alltag ein. Bei den "1to1concerts" findet eine etwa 10-minütige Eins-zu-eins Begegnung zwischen Interpretierenden und Zuhörenden statt. Ein eröffnender Blickkontakt ist der Impuls für ein sehr persönliches Konzert − eine ungewöhnliche, aber für beide Seiten intensive Erfahrung, die Nähe trotz Distanz ermöglicht.

Pauline Sachse, Professorin für Viola an der MHL und Initiatorin der Lübecker "1to1concerts" beschreibt ihre Eindrücke: "2010 hat mich die Performance "The Artist is Present" von Marina Abramovic im MOMA in New York sehr fasziniert. Die "1to1concerts" sind davon inspiriert und nehmen Bezug auf diese Performance. Es wird ein Moment absoluter Nähe und Intimität trotz Distanz erschaffen. In dem Moment des stillen Blickes und des kurzen Konzertes für nur eine Person liegt eine Reinheit und absolute Präsenz. Es geht nicht um Geld oder Wirtschaftlichkeit einer Veranstaltung, es geht allein um das Sein. In einer Zeit, in der viele Menschen Einsamkeit erleben, sich sozial distanzieren müssen und Kultur größtenteils nur auf Bildschirmen erfahren können, sind diese Mini-Konzerte ein Geschenk für jeden, der Musik und Gemeinsamkeit im Hier und Jetzt, in Raum und Zeit erleben möchte."

Bundesweit gibt es Initiativen von Profi-Orchestermusikern, die "1to1-concerts" auf Initiative von Stephanie Winker, Franziska Ritter und Christian Siegmund umsetzen. "Als ich davon hörte, war für mich klar: Dieses Konzept möchte ich mit unseren großartigen und engagierten MHL-Studierenden adaptieren und in die besonderen, kleinen Läden von Lübeck bringen", so Sachse weiter. Von Bratsche über Gesang bis zur Jazzklarinette, die Musikerinnen und Musiker kommen aus verschiedenen Stilrichtungen und schenken ihrem Gegenüber ihre persönliche musikalische Sprache. Sowohl ein auskomponiertes Werk als auch eine freie Improvisation können aus dem Blickkontakt erwachsen.

Die Lübecker "1to1concerts" sind einer der ersten sichtbaren „Kulturfunken", einer Aktion des Kulturtreibhauses, die durch die Förderung der Possehl-Stiftung Lübeck ermöglicht wird. Die ausgewählten Projekte sollen das kulturelle Leben nach der Corona-Krise stärken und bieten gleichzeitig Kulturschaffenden die Chance, neue Formate auszuprobieren.

Wer "1to1concerts" hören oder in seinen Räumen ermöglichen möchte, kann sich über die Website www.1to1concerts.de anmelden. Die ersten Konzerte finden ab heute in einem Uhrenladen in der Lübecker Altstadt statt, im Wintersemester soll die Reihe fortgesetzt werden. Die Teilnahme ist kostenfrei, Spenden an die Förderergesellschaft der MHL unter dem Stichwort "1to1concerts" sind jedoch willkommen. Sie werden eins zu eins an bedürftige Studierende weitergereicht.

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Lübeck, 22.06.2020

Online-Wandelkonzert aus sechs Lübecker Kirchen

Zum Jahr der Geige präsentieren Studierende der Musikhochschule Lübeck (MHL) Solowerke von Bach in sechs Lübecker Altstadtkirchen. Ursprünglich als Wandelkonzert mit Publikum in Kooperation mit dem HanseKulturFestival geplant, wurden die sechs rund halbstündigen Konzerte nun aufgezeichnet und sind ab Freitag, 26. Juni um 18 Uhr in der Reihe "MHL-Studios" online zu sehen.

Was auf dem Konzertpodium selten in Gänze zu hören ist, bringen Studierende der MHL in einem klassenübergreifenden Wandelkonzert zum Klingen: Zwölf junge Interpretinnen und Interpreten der Lübecker Geigen- und Orgelklassen präsentieren mit den Solopartiten für Violine und den sechs Triosonaten Meilensteine aus dem Schaffen von Johann Sebastian Bach. Ein Kamerateam der MHL begleitet sie dabei in den Dom, nach St. Petri, St. Marien, St. Jakobi, St. Katharinen und St. Aegidien. In der neuen Streaming-Reihe „MHL-Studios" sind die Aufnahmen ab nächsten Freitag zu sehen. Sie bringen nicht nur die bewegende Musik des Thomaskantors, sondern auch die historischen Lübecker Kirchenräume ins Haus.

„Kaum eine Stadt hat so viele überwältigende historische Kirchen und Orgeln zu bieten wie Lübeck", sagt Projektleiter Heime Müller, Professor für Violine und Kammermusik: „Was liegt näher, als sie mit der Musik Bachs, dessen Biografie mit der Lübecker Kirchenmusik ja auch verknüpft ist, zum Klingen zu bringen?" 1705 wanderte der Komponist fast 500 Kilometer aus dem thüringischen Arnstadt bis nach Lübeck und blieb zwölf Wochen in der Hansestadt, um sein musikalisches Vorbild Buxtehude spielen zu hören und Unterricht bei ihm zu nehmen.

Interpreten und Publikum verlangen Bachs Solowerke tiefen Respekt ab, sind sie doch kaum an kompositorischer Finesse, an technischer und interpretatorischer Herausforderung zu überbieten. In den Solopartiten erzeugt die Violine allein ein kunstvolles harmonisches Geflecht, in das Bach seine gesamte eigene Musikästhetik gegossen hat. In den Triosonaten für Orgel entfaltet der Komponist seinen Orgelkosmos mit den drei Stimmen des Oberwerks, Hauptwerks und Pedals, in dem es mal leicht und tänzerisch, mal prächtig, aber immer höchst anspruchsvoll für die Interpretierenden zugeht.

Es spielen die Violinisten Benjamin Günst, Mixia Kang, Jasper Noack, Hugo Moinet, Shushanik Muradkanyan und Nao Tohara. Gregor Früh, Fabian Luchterhandt, Jan Pentak, Sarah Proske, Andrej Romanov und Kanaka Shimuzu sind an den Orgeln der Lübecker Kirchen zu hören.

Das Wandelkonzert ist unter „MHL-Studios" ab Freitag, 26. Juni um 18 Uhr über die Website der MHL Opens internal link in current windowwww.mh-luebeck.de abrufbar.

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Lübeck, 18.06.2020

"Findbuch Brahms"

Lübecker Brahms-Institut präsentiert neues Digitalisierungsprojekt

Das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL) macht einen weiteren Schritt in die digitale Welt. Am Mittwoch, 1. Juli wird das "Findbuch Brahms" mit einer Online-Veranstaltung aus der Villa Brahms in Lübeck präsentiert. Es verzeichnet erstmals den Gesamtbestand der Sammlung und bietet Zugriff auf über 12.000 Datensätze mit 41.000 Digitalisaten rund um den großen Komponisten.

12.660 Einträge zu Handschriften, Drucken, Fotografien, Programmzetteln und Memorabilien wurden aus fünfzig bisher separaten Verzeichnissen zum "Findbuch Brahms" zusammengeführt.

"Das digitale Findbuch erleichtert die Recherche in unserer Sammlung enorm und lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einer ortsunabhängigen Entdeckungsreise ein. Das Findbuch steht ‚open access' zur Verfügung", erläutert Institutsleiter Professor Dr. Wolfgang Sandberger die Bedeutung des „Findbuch Brahms".

Das Brahms-Institut schaltet das "Findbuch Brahms" am Mittwoch, 1. Juli ab 18 Uhr mit einer Online-Präsentation frei. MHL-Präsident Prof. Rico Gubler und der schleswig-holsteinische Kulturstaatssekretär Dr. Oliver Grundei überbringen Grußworte, Prof. Dr. Wolfgang Sandberger und Projektmitarbeiter Dr. Fabian Bergener führen in das "Findbuch Brahms" ein. Die beiden MHL-Professoren Ulf Tischbirek (Violoncello) und Konrad Elser (Klavier) spielen Werke von Brahms und Kirchner.

1991 aus der "Sammlung Hofmann", der größten privaten Brahms-Sammlung, hervorgegangen, war der Bestand des Brahms-Instituts bisher in zahlreichen parallel existierenden Katalogen, Inventaren und Listen verzeichnet. Mit dem „Findbuch Brahms" wurde durch Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein in Höhe von rund 100.000 Euro nun eine zentrale Datenbank erstellt, die erstmals alle Segmente der Sammlung zusammenfasst. Das Projekt ist Baustein der Digitalisierungsstrategie, mit der das Brahms-Institut nach und nach seine komplette Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich macht: „Die digitale Präsentation der kostbaren Sammlung erhöht die internationale Attraktivität des Brahms-Instituts und eröffnet innovative Möglichkeiten der Verknüpfung von Sammlung und Forschung. Die Digitalisierung der Sammlung soll zukünftig zu einem Brahms-Portal ausgebaut werden", so Wolfgang Sandberger.

Die Digitalisierungsstrategie wird seit 2003 umgesetzt. Begonnen wurde dabei mit der Digitalisierung des Fotobestandes und der Sammlung aller Erstdrucke, Programmzettel und Stichvorlagen der Werke von Brahms. Weitere Meilensteine waren die Digitalisierung der Erst- und Frühdrucke der Werke Robert Schumanns, des Nachlasses von Theodor Kirchner und zuletzt 2018 des Geigers und Brahms-Freundes Joseph Joachim.

Die Sammlung wird durch Ankäufe und Schenkungen kontinuierlich ausgebaut und reicht weit über den Namenspatron Johannes Brahms hinaus. So dokumentiert sie auch Quellen zu befreundeten Komponisten und Interpreten wie Robert und Clara Schumann, Theodor Kirchner, Joseph Joachim und Julius Stockhausen. Im Zuge des von der DFG geförderten digitalen "Brahms-Briefwechsel-Verzeichnis (BBV)" wurde die Gattung "Brief" zu einem Schwerpunkt der Sammlung.

Eine zunehmende Zahl wissenschaftlicher Anfragen erreicht das Brahms-Institut an der MHL auch aus dem Ausland und verdeutlicht das internationale Interesse an der Sammlung: Brahms-Forscher möchten mit den Originalquellen im Institut arbeiten, Musiker interessieren sich für die historischen Notenausgaben, Rundfunk- und Festivalredaktionen fragen die Bildbestände nach. Für alle diese Nutzergruppen, aber auch für interessierte Musikfreunde ist mit dem "Brahms-Findbuch" jetzt ein den Gesamtbestand des Brahms-Instituts nachweisendes Verzeichnis entstanden.

Die Online-Präsentation zum "Findbuch Brahms" kann ab Mittwoch, 1. Juli um 18 Uhr abgerufen werden unter www.brahms-institut.de oder www.mh-luebeck.de.

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Lübeck, 03.06.2020

"Musizierstunde am Mittag" − MHL-Studierende spielen auf MUK-Bühne

Studierende der Musikhochschule Lübeck (MHL) dürfen wieder auf die Bühne, allerdings außerhalb der hauseigenen Konzertsäle: Am Dienstag, 9. Juni startet um 12.30 Uhr unter dem Motto "Musizierstunde am Mittag" eine neue Konzertreihe in der Musik- und Kongresshalle (MUK) Lübeck. Studierende der MHL aus verschiedenen Klassen stellen sich dabei vor einem nur 100-köpfigen Publikum im Großen Konzertsaal der MUK vor.

Die Präsentation vor Publikum gehört für Studierende der MHL zu den wichtigen Bausteinen ihrer Ausbildung. Wochenlang mussten sie darauf verzichten, denn aufgrund der Coronapandemie sind bisher alle für das Sommersemester geplanten Konzerte ausgefallen. Die Konzertsäle an der Großen Petersgrube werden für Proben, Unterrichte und Prüfungen unter den gegebenen Hygienestandards benötigt, der Konzerteingang an der Obertrave dient als Ausgang des zurzeit als Einbahnstraße angelegten Gebäudekomplexes in der Großen Petersgrube. Online-Unterricht, Podcasts und Webinare, die die MHL im Rahmen ihres Projektes „Virtuelle MHL" realisiert hat, können den Live-Auftritt der jungen Musikerinnen und Musiker nicht ersetzen.

„Unser Hochschulleben ist normalerweise stark vom Austausch mit der Öffentlichkeit geprägt. In dieser Ausnahmesituation sind wir glücklich über die Kooperation mit der MUK, die uns ihren Konzertsaal für Auftritte unserer Studierenden zur Verfügung stellt. Es ist zudem eine Herausforderung für alle Interpretierenden, sich in der exzellenten Akustik einer so großen Bühne zu erproben", sagt Prof. Rico Gubler, Präsident der MHL. Jeweils 50 Musikfans können online ein personalisiertes und kostenfreies Ticket erwerben. „Verteilt auf die vorderen Reihen im Großen Konzertsaal, entsteht so ein exklusives Konzerterlebnis, bei dem wir alle erforderlichen Sicherheitsabstände einhalten können", erläutert Ilona Jarabek, Geschäftsführerin der MUK und ergänzt: „So schaffen wir eine Win-Win-Situation für den Kulturstandort Lübeck."

Die Konzertreihe startet am 9. Juni mit einer Präsentation der MHL-Bratschenklassen. Sieben Studierende aus vier Nationen stellen Solowerke aus verschiedenen Epoche vor von Biber, Bach, Strawinksy, Penderecki, Ligeti und von der israelisch-amerikanischen Zeitgenossin Shulamit Ran.

An insgesamt sieben Terminen von Dienstag 9. Juni bis einschließlich Donnerstag 9. Juli findet die „Musizierstunde am Mittag" jeweils um 12.30 Uhr in der MUK statt (Di 9.6., Do 11.6., Di 16.6., Di 23.6., Di 30.6., Di 7.7., Do 9.7.). Im Verlauf der weiteren Musizierstunden kommen auch die Streicher-, Bläser-, und Klavierklassen der MHL zum Zuge.

Die Einlasstür zur Wasserseite ist vor Konzertbeginn jeweils ab 12 Uhr geöffnet. Eingelassen wird nur, wer ein personalisiertes Ticket vorweist, das unter Opens internal link in current windowhttps://www.mh-luebeck.de/veranstaltungen/termine/ online gebucht und ausgedruckt werden kann.

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