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AKTUELLE PRESSEMITTEILUNG

Lübeck, 13.11.2017

Neues Lübecker Bildungsprojekt „Kompass“ startet

Die Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck hat in Kooperation mit der Musikhochschule Lübeck (MHL) ein neues Bildungsprojekt für Lübecker Schülerinnen und Schüler gestartet. 27 Jugendliche aus fünf Lübecker Gemein-schaftsschulen beteiligen sich am Projekt „Kompass“.

Schülerinnen und Schüler der Baltic-Schule, Geschwister-Prenski-Schule, Gotthard-Kühl-Schule, Julius-Leber-Schule und der Schule an der Wakenitz beteiligen sich am Projekt „Kompass“. Es soll Jugendliche ab der achten Klasse dabei unterstützen, ihre schulischen Leistungen zu verbessern und ihren Schulabschluss zu erlangen. Ziel ist es auch, den Schülerinnen und Schülern einen besseren Einstieg in den Beruf zu ermöglichen. Dabei werden sie von Lehramtsstudierenden der MHL begleitet, die die Jugendlichen als Mentorinnen und Mentoren über einen Zeitraum von zwei Jahren begleiten. Die Studierenden stellen dabei wöchentlich drei Stunden ihrer Zeit zur Verfügung, um die Schülerinnen und Schüler fachlich zu fördern. Sie planen für ihre Mentees einmal im Monat ein vierstündiges Kulturprogramm, zu dem Theater-, Konzert- und Museumsbesuche oder Stadterkundungen gehören können. Auf ihre Aufgabe als Mentoren werden die Studierenden durch ein Coaching und regelmäßige Supervision vorbereitet. Ihre Leistungen werden im Rahmen des Studiums anerkannt, sodass die Mitwirkung bei „Kompass“ sie gleichzeitig im Studium voranbringt. Von den persönlichen Begegnungen sollen nicht nur die geförderten Jugendlichen und die Studierenden profitieren, sondern auch die Eltern und das schulische Umfeld. Wolfgang Pötschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung und Professor Rico Gubler, Präsident der MHL, unterzeichneten am vergangenen Donnerstag den Kooperationsvertrag. Bei der anschließenden Auftaktveranstaltung stellte sich das pädagogische Leitungsteam mit Erziehungswissenschaftlerin Professor Gaja von Sychowski, Sabine Hoene als Co-Leiterin und Projektkoordinator Jan-Taken de Vries sowie die Mentorinnen und Mentoren vor. Die Schüle-rinnen und Schüler erhielten aus den Händen von Titus Jochen Heldt, Vorstandsvorsitzender der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung und Rico Gubler ihre Aufnahme-Urkunden. Das Projekt „Kompass“ wird aus einer Sonderzuwendung zum 200. Jubiläum der Sparkasse zu Lübeck finanziert: Die Sparkassenstiftung stellt für vier Jahre insgesamt 400.000 Euro bereit. Die MHL übernimmt die Projektkoordination und stellt die Mentorinnen und Mentoren aus den Reihen ihrer Studierenden. „Kompass“ ist angelehnt an das Mentoring-Programm „Weichenstellung“ der Zeit-Stiftung, die das Lübecker Projekt in der Planungsphase begleitet hat.

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Lübeck, 13.11.2017

Portrait eines Streichquartetts – Koki Lübeck zeigt „4“

Das Kommunale Kino Lübeck (Koki) zeigt in Kooperation mit der Musikhochschule Lübeck (MHL) am Sonntag, 12. November um 19 Uhr in der Reihe „Film und Psychoanalyse“ den preisgekrönten Film „4“. Regisseur Daniel Kutschinski gelingt mit seiner 94-minütigen Dokumentation ein intimer Blick hinter die Kulissen und in die Welt vier junger Musiker.

Der Portraitfilm gewährt tiefe Einblicke in die Arbeit des vielfach ausgezeichneten französischen „Quatuor Ebène“ und in den Organismus Streichquartett. Im Anschluss an die Vorstellung gibt es ein Publikumsgespräch mit Regisseur Daniel Kutschinski, MHL-Kammermusikprofessor Heime Müller und der Psychoanalytikerin Dr. Hanna Petersen. Der in München lebende Kutschinski zeigt in seinem Film „4“ aus dem Jahr 2015, was es heißt, ein Leben als Mitglied eines Streichquartetts zu führen. Nicht die Bühnenauftritte des renommierten „Quatuor Ebène“ stehen im Vordergrund. Der Film zeigt eher das Geschehen hinter der Bühne, das dem Publikum in der Regel verborgen bleibt: das Ringen der Musiker mit den Noten, ihren Kollegen – und mit sich selbst. Anderthalb Jahre hat das Filmteam das Quatuor Ebène begleitet. Kutschinskis Dramaturgie und Arnd Buss-von Kuks Kameraführung schaffen eine fast physisch fühlbare Nähe zu den vier jungen Musikern. Kutschinski erläutert: „Wir haben uns für einen vorwiegend beobachtenden Film entschieden. Die Vier haben unserem Filmteam ein unglaubliches Vertrauen geschenkt, indem sie uns an all ihren Erlebnissen teilhaben ließen. Da gab es nie den Satz „Jetzt bitte nicht!“. Diese ‘Nichtzensur‘ wird im Film für die Betrachter als große Nähe spürbar und passt auch zur geradezu schonungslosen Wahrheitsliebe dieses großartigen Quartetts.“ Das Quatuor Ebène gründet sich 1999 am französischen Konservatorium Boulogne-Billancourt bei Paris. Nachdem Pierre Colombet und Gabriel La Magadure (Geige), der inzwischen ausgetretene Bratscher Mathieu Herzog sowie der Cellist Raphaël Merlin 2004 den Internationalen ARD-Musikwettbewerb gewinnen, gelingt ihnen der internationale Durchbruch und der Aufstieg zur Weltspitze. „4“ führt den Betrachter tief in die Welt der Musik und vermittelt ein Gefühl dafür, auf welch schmalem Grat Kunst entsteht. Psychoanalytikerin Dr. Hanna Petersen erläutert: „In jeder Gruppe, dazu gehört auch ein Ensemble, entwickeln sich besondere Dynamiken, in gewisser Weise mit einer Familie vergleichbar. Sie sind im Film besonders nah zu beobachten und ermöglichen dem Betrachter, in Resonanz zu gehen.“ „4“ wird an vier weiteren Terminen im Koki zu sehen sein: am Dienstag, 21. November um 18 Uhr, Mittwoch, 22. November um 18 Uhr, Samstag 25. November um 16 Uhr sowie am Sonntag, 26. November um 16 Uhr. Karten sind für 6 Euro, ermäßigt 4,50 Euro an der Tageskasse in der Mengstraße 35 oder unter www.kinokoki.de erhältlich. Weitere Informationen zum Film unter www.4-thefilm.com.

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Lübeck, 13.11.2017

54. Wettbewerb um den Possehl-Musikpreis

Zum 54. Wettbewerb um den Possehl-Musikpreis lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Mittwoch, 15. und Donnerstag, 16. November ein. Er bietet die Möglichkeit, die aktuell besten Studierenden der MHL im musikalischen Wettstreit zu erleben.

Zwölf Studierende haben sich in diesem Jahr um den Possehl-Musikpreis beworben und treten in zwei Runden gegeneinander an. Studierende der Fächer Flöte, Trompete, Fagott, Viola, Klavier, Orgel sowie ein Duo Violoncello und Klavier werden ihre rund halbstündigen Programme ab 10 Uhr im Großen Saal präsentieren. Der erste Preis ist mit 5.000 Euro dotiert, weitere Preise und Förderprämien in der gleichen Höhe können von der Jury vergeben werden. Zu den Juroren gehören in diesem Jahr als Vorsitzender Dr. Ole Krönert, Vertreter der Possehl-Stiftung und Präsident des Landgerichts Lübeck. Als Professoren der MHL sitzen Heime Müller, Christoph Eß und Rico Gubler in der Jury. Weitere Juroren sind die Musikredakteure Jürgen Feldhoff (Lübecker Nachrichten) und Dr. Christian Strehk (Kieler Nachrichten) sowie Prof. Gerd Uecker, ehemaliger Vorsitzender des MHL-Hochschulrates. Das Finale findet am Donnerstag, 17. November voraussichtlich wieder ab 10 Uhr statt. Am gleichen Tag wird bekannt gegeben, wer den Possehl-Musikpreis gewonnen hat. Der genaue Zeitablauf wird vor jeder Runde aktuell erstellt und im Schaukasten (An der Obertrave) ausgehängt. Beim Preisträgerkonzert am Donnerstag, 18. Januar um 19.30 Uhr werden die Gewinner ihre musikalischen Fähigkeiten im Großen Saal der MHL noch einmal unter Beweis stellen. Den Possehl-Musikpreis verleiht die Jury seit 1962 an MHL-Studierende, die aufgrund ihrer Begabung und Leistungen eine besondere Anerkennung und Förderung verdienen. Renommierte Solisten und Ensembles, wie die Klarinettistin Shirley Brill, der Cellist Thomas Grossenbacher und das Artemis-Quartett waren Preisträger des Wettbewerbs. 2015 gewann ihn das Quartetto Lyskamm aus der Klasse von Prof. Heime Müller, 2016 die Cellistin Margreta Häfer aus der Klasse von Prof. Troels Svane. Die Vorspiele starten an beiden Tagen ab 10 Uhr im großen Saal der MHL. Der Eintritt zum Wettbewerb ist frei.

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Lübeck, 13.11.2017

Aufbrüche XIII – Poetische Nahaufnahme mit Percussion

Zu einem neuen Konzert der Reihe „Aufbrüche“ lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) in Kooperation mit dem Buddenbrookhaus am Dienstag, 21. November um 19.30 Uhr ein. Studierende der Schlagzeugklasse Professor Johannes Fischer stellen im Buddenbrookhaus unter dem Motto „Touch!“ Werke für Percussion vor.

Die Studierenden der Schlagzeugklasse Professor Johannes Fischer präsentieren Werke, die auf die sonst üblichen Schlägel und Stöcke verzichten und mit Händen gespielt werden. So erforschen sie die Klänge ausschließlich mit Hautkontakt und erzeugen dadurch besonders intime Klangbilder. Das Repertoire ist weitgespannt: Klassiker von Steve Reich sind zu hören, ebenso szenische Performances an Tischen von Thierry de Mey. Im Werk von John Cage vermitteln sich zarte Klänge und traditionelle indische Tabla-Rhythmen. Dozent Johannes Fischer: „Das Publikum darf sich auf Hörerlebnisse der besonderen Art freuen, eine poetische Nahaufnahme mit Instrumenten, die sonst eher mit großer Lautstärke in Verbindung gebracht werden“. In der Reihe „Aufbrüche“ erproben Studierende und Dozierende neue Konzertformen. Die MHL bietet damit eine Bühne für experimentierfreudiges Publikum, das Buddenbrookhaus den passenden Konzertort im vorderen Raum der Mengstraße 6, wo in den nächsten Jahren der Erweiterungsbau entstehen soll. Karten gibt es für 4 Euro ausschließlich an der Abendkasse.

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Lübeck, 13.11.2017

Gesangstudierende präsentieren ,,Magic Musical Moments“

„Magic Musical Moments“ sind in einem klassenübergreifenden Konzert der Pop-Gesang-Klassen am Freitag, 24. und Samstag, 25. November zu erleben.

Acht Studierende mit dem Hauptfach Pop-Gesang der Gesangsklassen von Britta Rex, Charlotte Heinke und John Lehman präsentieren im Kammermusiksaal Solos, Duette und Terzette aus bekannten Musicals. Auf dem Programm stehen unter anderem Lieder aus „Cats“, „West Side Story“, „We Will Rock You“, „My Fair Lady“, „Aladdin“, und „Mamma Mia“. Gesangsdozent John Lehman kündigt an: „Es wird ein sehr buntes Programm mit den drei Elementen, die gutes Musiktheater ausmachen: Romanze, Drama und Komödie!“ Es singen Ida-Marie Brandt, Yasmin Piwko, Nadine Turbanisch, Anja Liedtke, Sarah Sieprath, Fine Reichert, Miriam Müller und Marian-Niklas Werner. Am Flügel begleitet Ilja Ruf. Das Konzert findet an drei Terminen statt: am Freitag, 24. November um 17 Uhr und 20 Uhr sowie am Samstag, 25. November um 17 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

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Lübeck, 13.11.2017

„New York, New York!“ – Konzerthommage an eine Stadt

New York, die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten, ist ein Zentrum unterschiedlichster Kunstströmungen und Musikrichtungen. Diesem Schmelztiegel der Kulturen widmet die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Samstag, 25. November um 19.30 Uhr ein Konzert mit Werken drei großer New Yorker Komponisten.

Schlagzeugprofessor Johannes Fischer portraitiert zusammen mit Studierenden der MHL drei große Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts mit charakteristischen Stücken. David Lang, 1957 in Los Angeles geboren, erhielt 2008 den Pulitzer-Preis für Musik. Er lässt sich aus ganz unterschiedlichen Quellen, von der Rennaisance- bis zur Rockmusik inspirieren und definiert seine Werke durch rhythmischen Drive und energetisches Ensemblespiel. Morton Feldman, der 1987 in New York starb, gilt als einer der Pioniere der grafischen Notation. Inmitten des rasenden Großstadtchaos schuf er zarte, fast fragile Klänge, die wie ein Mobile mit in sich kreisenden wiederkehrenden Melodien scheinen. Weiterhin erklingen Werke von Steve Reich, Großmeister der sogenannten „Minimal Music“. Seine pulsierenden und rhythmisch verzahnten Ensemblestücke zählen zu den erfolgreichsten Kompositionen des späteren 20. Jahrhunderts und werden weltweit aufgeführt. Studierende verschiedener Instrumentalklassen holen unter der Leitung von Johannes Fischer diese Klänge aus New York in den Großen Saal der MHL und feiern eine Stadt als einen mystischen Ort der Sehnsüchte, als unerschöpflich inspirierende und vibrierende Metropole. Der Eintritt ist frei.

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Lübeck, 13.11.2017

40 Jugendliche nehmen an Pilotprojekt „musiktutor*innen sh“ teil

Vierzig schleswig-holsteinische Schülerinnen und Schüler beteiligen sich am neuen Projekt „musiktutor*innen sh“, das das Nordkolleg Rendsburg, die Musikhochschule Lübeck (MHL) und der Landesmusikrat Schleswig-Holstein zur Förderung des musikpädagogischen Nachwuchses in Schleswig-Holstein gemeinsam initiiert haben.

Im Rahmen von vier Präsenzwochenenden erlernen die aus allen Landesteilen kommenden Schülerinnen und Schüler das Know-how zum Anleiten einer Musikgruppe, sei es ein Chor, eine Band oder ein Instrumentalensemble. Ergänzend dazu werden technikaffine Jugendliche intensiv im Fach Tontechnik geschult. Angeleitet werden sie von einem jungen Dozententeam bestehend aus Absolventinnen und Absolventen der MHL. Am vergangenen Wochenende empfing das Nordkolleg Rendsburg vierzig Jugendliche aus ganz Schleswig-Holstein zum ersten Präsenzwochenende. Die Qualifi-zierungsreihe mündet zum Abschluss der vierten Präsenzphase in ein von den Ju-gendlichen selbst organisiertes Abschlusskonzert am Sonntag, 27. Mai 2018. Die im laufenden Schuljahr erstmals in Schleswig-Holstein stattfindende Qualifizierungsreihe soll den Teilnehmenden einen Perspektivwechsel in die Rolle der Lehrenden ermöglichen und musikinteressierten jungen Menschen ermöglichen, sich als Lehrperson auszuprobieren und Verantwortung im eigenen musikalischen Umfeld zu übernehmen. Die Projektpartner erhoffen sich, mit den „musiktutor*innen sh“ mittelfristig einen wichtigen Impuls zur Förderung des musikpädagogischen Nachwuchses im nördlichsten Bundesland zu setzen. Die Ausschreibung im Frühjahr hatte eine hohe Resonanz: Insgesamt gingen 76 Bewerbungen ein. Die Nordmetall-Stiftung, Hauptförderer des Projektes, beschloss daraufhin das Projekt durch Finanzierung zusätzlicher Kursplätze zu unterstützen, sodass nun insgesamt vierzig Jugendliche kostenfrei an der Quali-fizierungsreihe „musiktutor*innen sh“ teilnehmen können. Weitere Förderer der Maßnahme sind das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie die Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein.

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Lübeck, 01.06.2017

Mono-Oper „Tagebuch der Anne Frank“ in Rendsburg

Gesangsstudierende der Musikhochschule Lübeck (MHL) stellen sich am Donnerstag, 22. Juni in der Reihe „Wir in Rendsburg“ im Nordkolleg vor. Auf dem Programm steht die Mono-Oper „Das Tagebuch der Anne Frank“ von Grigori Frid in einer Inszenierung der Gesangsprofessorin Manuela Uhl.

Studierende der Gesangsklasse von Professor Manuela Uhl haben die Mono-Oper des russischen Komponisten und Schriftstellers Gregori Frid im Rahmen des diesjährigen Brahms-Festivals der MHL erarbeitet. Jetzt gehen sie mit dem rund einstündigen Kammerstück auf Reisen. In beeindruckenden Bildern schildern neun junge Sängerinnen und Sänger, begleitet von Jason Ponce am Klavier, das Schicksal der 13-jährigen Jüdin Anne Frank. Mit ihrer Familie hielt sie sich von Juli 1942 bis zur Verhaftung im August 1944 in einem Amsterdamer Hinterhaus versteckt. Annes Vater, der die Judenvernichtung überlebte, ist Ausgangsfigur der Inszenierung. Er war angesichts des Tagebuchs erschüttert, wie viele Facetten seiner Tochter ihm trotz des Zusammenlebens auf engstem Raum entgangen waren. Auf der Bühne blättert er durch Annes Tagebuch. Manuela Uhl: „Aus jedem Bild des Vaters entsteht eine neue Anne, die die jungen Sängerinnen und Sänger zum Leben erwecken. Sie erscheint in verspielten, ironischen, romantischen, auch lustigen, nachdenklichen und weltseherischen Facetten. In ihrem Versteck durchlebte sie die Emotionen eines ganzen Lebens.“ Mit einer Vielzahl einfacher Umzugskartons gestaltet Manuela Uhl ein wandelbares und eindrucksvolles Bühnenbild. Anne Franks Tagebucheinträge tragen die zeitlose Botschaft von Frieden, Gerechtigkeit und Humanismus in die Welt. Etliche Publikationen, Filme und Theaterstücke reflektieren ihr Schicksal. Auch der im Jahre 1915 in St. Petersburg geborene Grigori Frid verwendete das Tagebuch als Vorlage für seine Komposition. Er sah in den Aufzeichnungen des jüdischen Mädchens ein „bleibend aktuelles, philosophisches und zutiefst ethisches Werk.“ Im Juni 1969 begann er mit der Vertonung und legte bereits im August eine Partitur für Klavier und Gesang vor. Die Texte seines Librettos übernahm er fast wortgetreu aus dem Original und integrierte sie in eine musikalisch-lyrische Erzählung, die der Tragik des Geschehens und der Ausdruckskraft Annes Rechnung trägt. Die Aufführung findet am Donnerstag, 22. Juni um 19.30 Uhr im Nordkolleg Rendsburg (Am Gerhardshain 44, 24768 Rendsburg) statt. Karten sind für 13 Euro, ermäßigt 9 Euro in der Coburgschen Buchhandlung (Nienstadtstraße 9) und im Tinok (Altstädter Markt) erhältlich. Restkarten gibt es an der Abendkasse.

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Lübeck, 01.06.2017

Geigenfest bei „Wir in Kiel“

Am Montag, 26. Juni sind Studierende der Musikhochschule Lübeck (MHL) wieder zu Gast im Theater Kiel. Ab 20 Uhr stellen sich diesmal Studierende der internationalen Violinklasse von Professor Elisabeth Weber bei „Wir in Kiel“ im Opern-hausfoyer Milchstraße vor.

Unter dem Motto „Geigenfest“ präsentieren fünf junge Musikerinnen und Musiker bedeutende Werke der Geigenliteratur aus zwei Jahrhunderten. Auf dem Programm stehen Kompositionen von Bach, Beethoven, Brahms, Sarasate und Ysaÿe. Unter anderem sind zwei Sonaten aus Beethovens Frühwerk zu hören, wie sie kontrastreicher nicht sein könnten: Die vierte Sonate op. 23 in a-Moll ist durch einen melancholisch-exzentrischen Tonfall gekennzeichnet, während die sechste Sonate op. 30 in A-Dur ausgesprochen liebliche und gelöste Töne anschlägt. Die „Regenliedsonate“ G-Dur op. 78, war die erste Sonate, die Brahms für Violine komponierte. Fließende Melodien und elegische Klänge zeichnen das Werk aus. Quasi als „Souvenir“ einer Ungarnreise entstanden aus der Feder des spanischen Geigers und Komponisten Pablo Sarasate im Sommer 1877 die „Zigeunerweisen“, in denen er die charakteristische Form des Csárdás verwendete und die musikalischen Themen populären ungarischen Musikstücken entlehnte. Die Interpreten können im dem temperamentvollen Stück mit einem rasanten Schlussteil ihre ganze Virtuosität und technische Finesse zeigen. Schließlich ist die Solosonate „Obsession“ von Eugène Ysaÿe zu hören, in der der belgische Geiger und Komponist Themen aus einer Bachpartita verarbeitet hat. Elisabeth Weber erläutert: „Das Programm zeigt exemplarisch unseren derzeitigen Arbeitsschwerpunkt, die Kammermusik. Die Studierenden erarbeiten komplexe Werke, in denen die stilistische und technische Klarheit im Mittelpunkt steht.“ Es spielen Dorothea Schupelius und Elisabeth Horn (Deutschland), Ayse Ferzan Alada (Türkei), Ana Nedobora und Andres Murilo (Spanien) sowie Andrei Valerin Gomez (Costa Rica). Am Klavier begleiten sie Christian Ruvolo und Stefan Veskovic. Karten für das „Geigenfest“ gibt es für 13 Euro, ermäßigt 9 Euro an den Theaterkassen im Opern- und im Schauspielhaus Kiel (Rathausplatz 4 und Holtenauer Straße 103, Telefon 0431/901901). Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

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Lübeck, 01.06.2017

„Aufbrüche XII“ – Violinstudierende präsentieren Uraufführungen

Zum zwölften Konzert ihrer experimentellen Veranstaltungsreihe „Aufbrüche“ lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Mittwoch, 28. Juni um 20 Uhr ins Buddenbrookhaus ein.

Studierende der Klasse Professor Daniel Sepec stellen unter dem Motto „Viel-Saitig“ Unerhörtes für Violine in verschiedenen Besetzungen vor. Auf dem Programm stehen fünf Uraufführungen, die Studierende der internationalen Klasse von Professor Dieter Mack für Violine geschrieben haben. Es ist bereits das vierte Mal, dass die Kompositionsklasse für eine MHL-Instrumentalklasse eigens Werke erarbeitet. Die vier- bis achtminütigen Stücke konzipierten die jungen Komponistinnen und Komponisten speziell für den Raum im Buddenbrookhaus. Von virtuosen über konstruktive bis hin zu theatralischen Stücken präsentieren die jungen Violinisten Werke von Panagiotis Botzios (Griechenland), Songyee Kim (Korea), Qihua Jin und Xinyi Wu (China) sowie Ece Schütz (Türkei). Auf dem Programm stehen Solowerke, Duette und Trios sowie ein szenisches Werk, das augenzwinkernd die Herausforderungen der musikalischen Kommunikation thematisiert. Es spielen Barbara Köbele, Svenja Lippert, Hildegard Niebuhr, Daniel Abrunhosa, Peter Fritz und Nathan Paik. In der Reihe „Aufbrüche“ erproben Studierende und Dozierende neue Konzertformen. Die MHL bietet damit eine Bühne für experimentierfreudiges Publikum, das Buddenbrookhaus den passenden Konzertort im vorderen Raum der Mengstraße 6. Karten gibt es für 4 Euro ausschließlich an der Abendkasse.

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Lübeck, 01.06.2017

Lübecker Brahms-Institut zeigt neue Ausstellung zu Brahms und Frankreich – Symposium in Kooperation mit SHMF

Das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL) eröffnet am Freitag, 30. Juni um 18 Uhr in der Villa Brahms seine neue Ausstellung unter dem Titel „Konfrontationen“. Erstmals beleuchtet die renommierte Brahms-Forschungsstätte die Wechselbeziehungen zwischen Johannes Brahms und Frankreich. Am Samstag, 1. Juli ab 10 Uhr lädt die MHL in Kooperation mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) zu einem Symposium unter wissenschaftlicher Leitung von Professor Wolfgang Sandberger ein. Hier steht die „Musik im Spannungsfeld des deutsch-französischen Verhältnisses von 1871 bis 1918“ im Mittelpunkt.

Die Ausstellung „Konfrontationen“ beleuchtet anhand kostbarer Exponate erstmals das Verhältnis von Brahms zu Frankreich. Vor dem Hintergrund der historischen „Erbfeindschaft“ und dem Brahms-Klischee vom „deutschen Komponisten“ fördert die Schau Verblüffendes zu Tage. Zwar verherrlichte der gebürtige Hamburger in seinem 1870/71 komponierten „Triumphlied“ den „Sieg der deutschen Waffen“ über Frankreich. „Brahms aber als Antipoden der französischen Musik zu stilisieren, wäre zu kurz gegriffen“, so Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts, „Er zeigte im Gegenteil Interesse an französischer Musik. So bewunderte er die ‚Carmen‘ von George Bizet und hatte zahl-reiche französische Musikwerke in seiner Bibliothek, unter anderem ein Berlioz-Autograf, das ebenfalls in unseren Vitrinen zu sehen ist.“ Zu den Kostbarkeiten der Ausstellung zählen außerdem die Handschrift der von Brahms bearbeiteten Etude f-Moll op. 25, Nr. 1 des Wahlfranzosen Frederic Chopin. Auch dieses Autograf stammt aus der Sammlung der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, mit der die Ausstellung in enger Kooperation realisiert wurde. Etliche französische Komponisten wie César Franck, Camille Saint-Saëns oder Charles-Marie Widor korrespondierten mit Brahms oder schickten Werke mit handschriftlichen Widmungen. „An Grand Maître Brahms/ Son admiration Ch. M. Widor“ ist etwa auf dem Quintett op. 7 von Widor zu lesen, das ebenfalls gezeigt wird. Anhand von Programmzetteln und französischen Brahms-Ausgaben mit oft illustren Titelblättern nimmt die Schau zudem die Brahms-Rezeption in unserem Nachbarland in den Blick. In seinem Festvortrag „‚Herbstnebel‘, ‚Nieselregen‘ und ‚dieser schreckliche Walzer‘ im 4/4 Takt“ referiert der Musikwissenschaftler Professor Dr. Anselm Gerhard (Bern) am Eröffnungsabend über Brahms und seine französischen Kollegen. Die beiden Kuratoren Wolfgang Sandberger und Stefan Weymar führen in die Ausstellung ein. Die Ausstellungseröffnung ist zugleich Auftakt für das Symposium „Konfrontationen – Musik im Spannungsfeld des deutsch-französischen Verhältnisses 1871 bis 1918“, zu dem das Brahms-Institut an der MHL in Kooperation mit dem SHMF am Samstag, 1. Juli ab 10 Uhr ins Behnhaus Drägerhaus einlädt. Unter wissenschaftlicher Leitung von Wolfgang Sandberger nimmt die Veranstaltung zum Ravel-Schwerpunkt des SHMF das deutsch-französische Verhältnis aus musikalischer Sicht unter die Lupe. Die sieben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen auf, inwiefern auch in Zeiten funda-mentaler politischer Ablehnung zwischen den beiden „Erbfeinden“ interkultureller Aus-tausch existierte. Ausgangspunkt ist Johannes Brahms und seine bislang wenig thema-tisierte Rezeption in Frankreich. Mit „Brahms und Frankreich“ beleuchtet Ingrid Fuchs (Wien) die Aspekte deutsch-französischer Beziehungen (10.15 Uhr). „Aimez-vous Brahms?“ fragt Nicolas Dufetel (Paris), der sich in seinem Vortrag der Brahms-Rezeption in Frankreich widmet (10.50 Uhr). Der Wagner-Begeisterung der Franzosen geht Manuela Schwartz (Magdeburg/Berlin) mit ihrem Beitrag „Le Wagnérisme en France“ nach (11.50 Uhr) und Alexander Bastek (Lübeck) ergänzt das Thema durch einen kunsthistorischen Vergleich des französischen und deutschen Impressionismus (12.25 Uhr). Die Rezeption französischer Komponisten in Deutschland ist das Thema von Ulrike Thiele (Zürich), die die Beziehung von „Maurice Ravel und Deutschland“ vorstellt (14.30 Uhr). Michael Stegemann (Dortmund) schließlich gibt Einblick in Klangideale, die sich in beiden Ländern herausgebildet haben mit seinem Vortrag „Deutscher versus französischer Orchesterklang“ (15.05 Uhr). Das Symposium findet am Samstag, 1. Juli von 10 bis 16 Uhr im Museum Behnhaus Drägerhaus (Königstr. 9) statt. Der Eintritt kostet 5 Euro (ohne Ermäßigung). Die Aus-stellung in der Villa Brahms ist vom 30. Juni bis zum 16. Dezember jeden Mittwoch und Samstag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

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Lübeck, 01.06.2017

Neue Publikation „Kontinuitäten?“ zu Ausstellung und Symposium 2016

Zur Eröffnung der neuen Ausstellung legt das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL) seine neue Publikation „Kontinuitäten?“ vor, die der Haydn-Rezeption im 19. und 20. Jahrhundert gewidmet ist.

Der Band „Kontinuitäten?“ dokumentiert die Ausstellung sowie das gleichnamige Symposium, die das Brahms-Institut an der MHL im vergangenen Jahr zum Haydn-Schwerpunkt des SHMF veranstaltet hat. Die Autoren, unter ihnen Prof. Dr. Otto Biba, Prof. Dr. Wolfgang Fuhrmann und Dr. Armin Raab nehmen verschiedene Aspekte der Wirkungsgeschichte in den Blick. Themen sind unter anderem der Wandel des Haydn-Bildes, Meilensteine der Haydn-Forschung, Impulse des Haydn-Jahres 1909, die kom-positorische Rezeption im 20. Jahrhundert sowie frühe Haydn-Aufnahmen mit dem bel-gischen Ensemble „Quatuor Pro Arte“. Der Katalogteil dokumentiert in 50 hochwertigen Farbabbildungen eine Auswahl der Ausstellungsexponate, darunter das Manuskript von Haydns Streichquartett op. 20 Nr. 3 aus dem Besitz von Johannes Brahms. Herausgeber Professor Sandberger erläutert: „Joseph Haydn wurde zu Lebzeiten als der ‚Shakespeare der Musik‘ verehrt. Nach seinem Tod wurde er, der heute zu den größten europäischen Komponisten zählt, als ‚Papa Haydn‘ eher belächelt. Johannes Brahms dagegen setzte sich bereits in jungen Jahren für Haydns Werke ein und verehrte ihn vorbehaltlos. ‚Das war ein Kerl! Wie miserabel sind wir gegen sowas!‘ soll er über Haydn gesagt haben.“ Sandberger ist Professor für Musikwissenschaft an der MHL, Leiter des Lübecker Brahms-Instituts und Präsident der Göttinger Händel-Gesellschaft. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Musikgeschichte des 17. bis 21. Jahrhunderts und das Brahms-Briefwechsel-Verzeichnis (BBV). Der Katalog erscheint in der „Edition Text und Kritik“ (ISBN 978-3-86916-634-6) und umfasst 140 Seiten. Er enthält zahlreiche Farb- und Schwarzweißabbildungen und kostet 19,90 Euro. Er ist regulär im Buchhandel und im Museumsshop des Brahms-Instituts an der MHL zum Vorzugspreis von 15 Euro erhältlich.

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Lübeck, 01.05.2017

Präludium mit Podiumsdiskussion

Das 26. Brahms-Festival startet am Samstag, 6. Mai mit einem Präludium im Kammermusiksaal der Musikhochschule Lübeck (MHL). Ab 18 Uhr führt eine interdisziplinäre Podiumsdiskussion, moderiert von MHL-Präsident Rico Gubler, in das Festival-Motto „Heimat“ ein.

Vertreter verschiedener Lübecker Kulturinstitutionen diskutieren den schillernden Heimatbegriff: aus literarischer Perspektive Birte Lipinski, Leiterin des Buddenbrookhauses, aus kunsthistorischer Perspektive Alexander Bastek, Leiter des Behnhauses sowie Projektleiter Professor Wolfgang Sandberger aus musikhistorischer Perspektive. Konstanze Eickhorst und Konrad Elser spielen „Ländler“ von Franz Schubert für Klavier zu vier Händen. Ein Streichquartett mit Studierenden stellt „Fränkische Tänze“ vor, die der Zeitgenosse Walter Zimmermann ausschließlich mit Flageolettönen realisiert hat. Er plädiert dafür, das „Blendwerk Heimat“ seiner Illusionen zu berauben: „Heimat ist die Illusion des Orts, von dem man kommt. Heimat ist nicht der Ort selbst“.

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Lübeck, 01.05.2017

Eröffnungskonzert „Musik als Heimat“

Unter Leitung des Berliner Gastdirigenten Simon Bernardini eröffnet das Hochschulorchester das Brahms-Festival am Samstag, 6. Mai um 19.30 Uhr.

Das Programm mit dem Titel „Musik als Heimat“ spannt einen weiten Bogen von der Heimatbegeisterung in Smetanas Ouvertüre „Die verkaufte Braut“, über Naturassoziationen im Orchesteridyll “Sommerwind“ des ganz jungen Webern, bis hin zu den transzendenten Aspekten von Heimat, die Mahler in seiner vierten Sinfonie hörbar macht. Das Sopransolo singt die junge MHL-Absolventin Lisa Ziehm. Zu einer modernen Auseinandersetzung mit dem Heimatbegriff regt die Uraufführung des Orchesterwerkes „Reflexionen“ an, das der 27-jährige Kompositionsstudent Lars Opfermann aus der Klasse Professor Dieter Mack für das Brahms-Festival geschrieben hat. Sein rund zehnminütiges Werk lässt Anklänge an klassisch-romantische Ouvertüren hören, zeigt sich aber so unbeständig wie Lichtreflexe. „Klangfarben und Gestalten leuchten für einen Moment auf, um sich im nächsten wieder zu verdunkeln und hinter die Grenze der Wahrnehmbarkeit zurückzuziehen“, so Opfermann. Seine Komposition wurde in einem hochschulinternen Wettbewerb aus acht Werken junger Komponisten ausgewählt. Das Konzert wird am Sonntag, 7. Mai um 17 Uhr im Großen Saal der MHL wiederholt. In der Reihe „Wir in Schleswig-Holstein“ ist das Hochschulorchester mit dem Programm „Musik als Heimat“ am Montag, 8. Mai um 19.30 Uhr auch im Theater der Stadthalle Neumünster zu Gast.

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Lübeck, 01.05.2017

Abendkonzert „Sehnsucht“

Heimat als Sehnsuchtsort thematisiert das Konzert am Dienstag, 9. Mai um 19.30 Uhr.

Dvo?ák vertonte Volkstänze aus seiner osteuropäischen Heimat und lieferte mit dem „Dumky-Trio“ op. 90, gespielt von Inge-Susann Römhild (Klavier), Shoko Murakami (Violine) und Ulf Tischbirek (Violoncello) ein Schlüsselwerk zum Thema, das mit seinem temperamentvollen Charakter von Anfang an Erfolge feierte. MHL-Musikwissenschaftler Professor Christoph Flamm, der das Werk neu editiert hat, gibt um 18.30 Uhr eine halbstündige Einführung in die Entstehungsgeschichte des „Dumky“ und zeigt Zusammenhänge zum Festival-Thema auf. Zu hören ist weiterhin Prokofjews „Ouvertüre über hebräische Themen“ op. 34, im ame-rikanischen Exil für sechs Musiker aus seiner russischen Heimat geschrieben. Außerdem erklingt Janá?eks Spätwerk „Mladi“ für Bläserensemble, mit dem er an Volksmusik seiner tschechischen Heimat anknüpft. Seine eigenwillige Autobiographie in Tönen verklärt kindliche Spiel- und Naturerlebnisse, enthüllt aber auch die raue Erziehung im Brünner Augusti-nerkloster. Konstanze Eickhorst und Konrad Elser präsentieren Dvo?áks slawische Tänze op. 46 zu vier Händen, über die der Komponist selbst schrieb: „Die ‚Tänze‘ werden brillant instrumentiert, es wird alles krachen, aber verfluchte Arbeit ist es.“ Weitere Mitwirkende sind Angela Firkins (Flöte), Diethelm Jonas (Oboe), Reiner Wehle und Han Kim (Klarinette), Paulo Ferreira (Fagott), Yurina Otsuka und Dorothee Appelhans (Violinen), Carrie Robinson (Viola), Lia Perlov (Violoncello) sowie das Anna Perenna Quartett.

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Lübeck, 01.05.2017

Abendkonzert „Verlorene Heimat“

Mit dem Konzert „Verlorene Heimat“ stellt das Brahms-Festival am Donnerstag, 11. Mai um 19.30 Uhr Komponisten vor, die Migration, Flucht und Exil musikalisch verarbeitet haben. Dabei stehen neben Chopin und Martin? auch die beiden kaum bekannten Komponisten Charles Martin Loeffler und Robert Kahn aus dem Brahms-Umfeld auf dem Programm.

Der in Deutschland geborene Loeffler wanderte zwanzigjährig in die USA aus, wo er zu den angesehensten Komponisten seiner Zeit avancierte. Er pflegte in seiner Kammermusik ausgefallene Instrumentalbesetzungen. Seine „Ballade Carnavalesque“ ist eine der frühesten Kammermusiken, in der dem Saxophon eine gleichwertige Rolle zugeschrieben wird, gespielt von MHL-Präsident und Saxophonist Rico Gubler. Der 1865 geborene Robert Kahn war zu seiner Zeit als Komponist in Deutschland bekannt. Eine persönliche Begegnung mit Johannes Brahms war prägend für den Zwanzigjährigen. Seine Serenade op. 73, präsentiert von Diethelm Jonas (Oboe), Rico Gubler (Saxophon) und Manfred Aust (Klavier), komponierte er noch in seiner deutschen Heimat, bevor die Nationalsozialisten ihn als 73-Jährigen in die englische Emigration zwangen. Weitere Mitwirkende sind Angela Firkins (Flöte), Paulo Ferreira (Fagott) und Sergej Tcherepanov (Klavier).

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Lübeck, 01.05.2017

Abendkonzert „Ferne Heimat – nahe Fremde“

An der MHL studieren junge Musikerinnen und Musiker aus über 42 Nationen. Die meisten von ihnen kommen aus Deutschland, Sükorea, China, Japan, Italien, Russland, Spanien und Polen. Im Konzert „Ferne Heimat, nahe Fremde“ stellen sie am Freitag, 12. Mai ab 19.30 Uhr unter Leitung von MHL-Professoren Musik aus ihren Heimatländern vor.

Einstündige Konzerte präsentieren in vier geografischen Schwerpunkten die facettenreiche Musik ihrer Heimatkulturen. Unter dem Motto „Viva Latina“ präsentieren Studierende ab 19.30 Uhr unter der Leitung von Diethelm Jonas südamerikanische Rhythmen. Ab 20.30 Uhr stehen unter Leitung von Dieter Mack mit „Die Sonne im Osten“ China und Japan im Mittelpunkt. „Aus dem Land der Morgenstille“ stellen Studierende unter Leitung von Johannes Fischer ab 21.30 Uhr die exotischen Klangfarben ihrer koreanischen Heimat vor. „Klezmer – Gypsy – Balkan“ stehen im Mittelpunkt ab 22.30 Uhr. Geleitet von Bernd Ruf, präsentieren Studierende zum Abschluss der Weltreise emotionale und gleichzeitig virtuose Musik mit jazzig-improvisatorischen Anklängen.

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Lübeck, 01.05.2017

Nachtkonzert „Quatuor pour la fin du temps“

Dem „Quatuor pour la fin du temps“, dem „Quartett für das Ende der Zeit“ des französischen Komponisten Olivier Messiaen ist das Nachtkonzert am Samstag, 13. Mai um 22 Uhr gewidmet.

Hochkarätig besetzt mit Sabine Meyer (Klarinette), Gastviolinistin Kathrin Rabus, Ulf Tischbirek (Violoncello) und Konstanze Eickhorst (Klavier) zeigt das Werk des Franzosen, wie Musik zur Heimat werden kann, wenn es keinen Heimatort mehr gibt: Messiaen komponierte sein Quartett im Gefangenenlager bei Görlitz, in dem Tausende Franzosen nach der Niederlage gegen Deutschland zusammengepfercht waren. In einer zur Kirche umgebauten Baracke räumte man ihm eine Ecke zum Komponieren ein. 1941 wurde das Quartett mit den im Lager verfügbaren Musikerkollegen uraufgeführt. 400 Gefangene lauschten der Uraufführung. „Das Publikum war eine äußerst vielfältige Mischung aus allen Gesellschaftsschichten – Landarbeiter, Hilfsarbeiter, Intellektuelle, Berufssoldaten, Ärzte und Geistliche. Nie wieder hat man mir mit solcher Aufmerksamkeit und solchem Verständnis zugehört wie damals“, schrieb Messiaen Jahrzehnte später. Er ließ sich für sein Werk von der neutestamentlichen Offenbarung des Johannes inspirieren, in der der Engel der Apokalypse vom Ende der Zeit kündet. Mit schwebenden, körperlosen Klängen und Rhythmen, frei von jeder Takteinheit, klingt Messiaens Quartett wie jenseits von Zeit und Raum.

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Lübeck, 01.05.2017

Abschlusskonzert „Norden“

Zum Abschlusskonzert des diesjährigen Brahms-Festivals lädt die MHL am Sonntag, 14. Mai um 19.30 Uhr ein. Mit Grieg, Gade und Brahms stehen noch einmal Komponisten im Fokus, die mit dem nordischen Klang schlechthin identifiziert werden.

Mit den lyrischen Stücken von Edvard Grieg, gespielt von MHL-Professorin Konstanze Eickhorst, und dem Trio op. 42,1 von Niels Wilhelm Gade sind zwei skandinavische Komponisten zu hören. Konstanze Eickhorst (Klavier), Christoph Callies (Violine) und Troels Svane (Violoncello) präsentieren das viersätzige Trio, das bereits hörbar romantische Züge trägt. Brahms‘ Musik wurde zeitlebens mit dem nordischen Tonfall assoziiert. Seine Zeitgenossen sagten ihr einen düsteren, melancholischen Tonfall nach. Eine Rezension Hugo Wolfs weckt gar Assoziationen an einen Wetterbericht aus dem Norden: Von Brahms‘ Musik gehe eine Luft aus, „so eisig, naßkalt und nebelig…‘nen Schupfen könnt‘ man sich dabei holen“. Zum Abschluss des Festivals ist mit der zweiten Serenade op. 16 für kleines Orchester noch einmal ein kammermusikalisches Kleinod aus seiner Feder zu hören. Der Klang der Bläser und tiefen Streicher verleiht dem Stück einen eigenen Reiz und nimmt manches Motiv seiner späteren Sinfonien vorweg. Brahms selbst, sonst ein unerbittlicher Kritiker seiner Werke, bezeichnete es als „zärtliches Stück“ und war ausnahmsweise voll des Lobes für eine eigene Komposition. Was sich im Brahms-Festival über zwei Jahrzehnte bewährt hat, wird hier noch einmal in schönster Form zelebriert: 14 Dozierende und Studierende der MHL verschmelzen zu einem gemeinsamen Ensemble. Es spielen unter anderen Angela Firkins, (Flöte), Diethelm Jonas (Oboe), Sabine Meyer und Reiner Wehle (Klarinette).

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Lübeck, 01.05.2017

Nachmittagskonzerte mit Studierenden in der Villa Eschenburg

Das Volkslied spiegelt wie kaum eine andere musikalische Form den Heimatbegriff. Es steht im Mittelpunkt der moderierten Konzertreihe in der Villa Eschenburg. Jeweils ab 17 Uhr stellen Studierende im Hansensaal, moderiert von Wolfgang Sandberger und Stefan Weymar, Lieder und Kammermusik von Brahms und Zeitgenossen vor.

Das Konzert „Aufbruch“ am Montag, 8. Mai rekonstruiert mit Werken von Beethoven, Brahms und Mendelssohn eine Konzertreise durch Norddeutschland, die der 20-jährige Brahms 1853 mit dem wenig älteren ungarischen Geiger und Freiheitskämpfer Reményi unternommen hat. Mit dem etwas provokanten, einem Volkslied entlehnten Konzerttitel „Und a bissele Falschheit ist au wohl dabei“ ist das Konzert am Mittwoch, 10. Mai dem Liedschaffen von Johannes Brahms gewidmet. Unter anderem sind die Volkskinderlieder und das Vokalquartett op. 64 „An die Heimat“ zu hören. Erstmals im Programm des Brahms-Festivals: die „Vier Gesänge für Frauenchor“ op. 17 in der aparten Besetzung für Frauenstimmen, zwei Hörner und Harfe. Schottland-Begeisterung spiegelt sich in den Lied-Bearbeitungen des Konzerts „The blue bell of Scotland“ am Freitag, 12. Mai. Prominente Komponisten wie Haydn und Beethoven beteiligten sich an dem werbewirksamen Heimat-Projekt des Verlegers George Thomson und vertonten schottische Volkslieder.

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Lübeck, 01.05.2017

Lunchtime-Concert I bis VI mit sechs Studierenden-Ensembles

Die erfolgreiche Reihe „Lunchtime-Concert“ wird auch in diesem Festivaljahr fortgeführt: Die MHL lädt von Dienstag, 9. Mai bis Sonntag, 14. Mai täglich um 12.30 Uhr zu einem moderierten Lunchtime Concert in das Museum Behnhaus/Drägerhaus ein.

Sechs junge Ensembles, präsentieren im „Lunchtime-Concert I bis VI“ alle Streichquartette von Brahms und Schumann. Unter den Ausführenden ist auch das Quartetto Lyskamm, Possehl-Preisträger 2015. Sowohl Schumann als auch Brahms wagten sich erst spät an die „Königsdisziplin der Kammermusik“. Brahms soll an die zwanzig Quartette vernichtet haben, bevor er vierzigjährig mit seinem ersten Streichquartett-Opus wahre Meisterwerke der Kammermusik veröffentlichte. Bevor die Werke im Zusammenhang aufgeführt werden, geben die MHL-Professoren Wolfgang Sandberger, Oliver Korte, Jens Knigge, Christoph Flamm, Sascha Lino Lemke sowie Stefan Weymar Einblick in Entstehungsgeschichte und musikwissenschaftliche Zusammenhänge. Die 24 jungen Interpreten haben die Quartette beim siebten Kammermusik Campus Lübeck im April erarbeitet. So bietet die Reihe neben musikwissenschaftlicher Erkenntnis einen Einblick in die umfangreiche Kammermusikarbeit an der MHL. Heimat, Verlust, Vertreibung und Heimkehr thematisierte auch die bildende Kunst im 19. Jahrhundert. Berühmte Künstler wie Caspar David Friedrich bannten Heimatmotive auf Leinwand. Für eine Reihe Hamburger Künstler wie die Brüder Otto und Erwin Speckter oder Carl Julius Milde wurde Lübeck zum Ausgangspunkt ihrer Reisen durch Schleswig-Holstein. Zum Brahms-Festival zeigt das Museum Behnhaus/Drägerhaus vom 7. Mai bis zum 27. August ausgewählte Glanzstücke der grafischen Sammlung zum Thema Heimat von der Romantik bis hin zum Impressionismus. Das Museum ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet (Königstraße 9 bis 11).

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Lübeck, 01.05.2017

Musikpädagogische Projekte

Das Brahms-Festival wird durch verschiedene musikpädagogische Angebote begleitet.

„Ein Versteck für Anne“ trägt die Mono-Oper „Das Tagebuch der Anne Frank“ in schleswig-holsteinische Schulen. Mit ihren Studierenden besucht die Gesangsprofessorin Manuela Uhl verschiedene Schulen, um Schülerinnen und Schüler in das berührende Kammerstück des russischen Komponisten und Schriftstellers Gregori Frid einzuführen. Zum Auftakt stellen zehn junge Sängerinnen und Sänger das Werk am Samstag, 6. Mai um 14 Uhr im Kammermusiksaal der MHL vor. In beeindruckenden Bildern schildern sie das Schicksal der 13-jährigen Anne Frank, die mit ihrer Familie zur Zeit der Judenverfolgung im Versteck lebte. Jason Alejandro Ponce Guevara begleitet am Klavier. Kostenlose Einlasskarten sind ab 13 Uhr an der Tageskasse erhältlich. Eine Geschichte über Toleranz, Freundschaft und Fernweh haben Schülerinnen und Schüler der Kahlhorst-Schule Lübeck gemeinsam mit MHL-Studierenden geschrieben. Heraus-gekommen ist das Musiktheaterstück „Briefe von Flipper“, das sie im Rahmen des Brahms-Festivals aufführen. Der gemütliche Pandabär Pommel liebt sein Heim und kann nicht verstehen, warum seine Freundin, das reiselustige Orcamädchen Flipper, immer wieder zu neuen Reisen aufbrechen muss. Dennoch lässt er sie ziehen und freut sich über ihre Postkarten aus aller Welt. Für Kinder ab sechs Jahren wird „Briefe von Flipper“ am Freitag, 19. Mai um 11 Uhr und um 16 Uhr aufgeführt, am Samstag, 20. Mai noch einmal um 11 Uhr. Alle Aufführungen finden im Chorsaal der Holstentorhalle statt. Zu einer „Brahms-Lounge“ laden drei Studierende im Studiengang „Musik Vermitteln“ in das kleine Seminarhaus der MHL an der Wallstraße ein. Am Samstag, 6. Mai und 13. Mai präsentieren sie dort zusammen mit Flüchtlingen und musikalisch Interessierten eine „Welcome Session“, die Musik verschiedener Kulturen zusammenführt. Unter Leitung von Laetitia Vögtler, Joshua Schlegel und Mara Jessen stellen rund 20 Interpreten okzidentale und orientalische Klänge vor. Am Mittwoch, 10. Mai stehen bei einem „Offenen Singen“ mit dem Publikum ebenfalls Lieder und Melodien verschiedener Kulturen im Mittelpunkt. Sangesfreudige Interessierte sind herzlich zum Mitsingen eingeladen. Die Brahms-Lounge findet an allen drei Tagen jeweils um 17 Uhr im Seminarraum in der Wallstraße 7 bis 9 statt.

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Lübeck, 01.05.2017

Seit 26 Jahren Brahms-Festival

Die Musikhochschule Lübeck, einzige Musikhochschule Schleswig-Holsteins, veranstaltet seit der Gründung des Brahms-Instituts 1991 jedes Frühjahr ihr weit über die Region ausstrahlendes Festival.

Mehr als 100 Mitwirkende pro Festival, die in über 30 Ensembles proben, versetzen die Hochschule jedes Frühjahr in einen Ausnahmezustand. 2006 erhielt das Brahms-Festival den mit 10.000 Euro dotierten Brahms-Preis der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein. Die Konzertprogramme entstehen in engem Austausch zwischen künstlerischer Praxis und Musikforschung unter Projektleitung von Professor Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts. 62.166 Besucherinnen und Besucher haben das Brahms-Festival seitdem in 323 Konzerten erlebt. 465 Stunden Musik und 1253 Werke sind in den vergangenen Jahren erklungen. Seit 2000 steht das Festival jeweils unter einem Motto, 2017 unter dem Motto „Heimat“. 28 Konzerte an sechs Spielstätten laden dazu ein, sich mit dem vielschichtigen Begriff auseinanderzusetzen.

Karten sind in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen von 7 bis 19 Euro erhältlich oder können online gebucht und am heimischen Drucker ausgedruckt werden. Restkarten gibt es eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Tages- oder Abendkasse. Der Eintritt zum Präludium, zur Reihe „Lunchtime-Concert“, zu den musikpädagogischen Veranstaltungen und zur Vesper ist frei. Das detaillierte Programm und der Zugang zum Ticketshop ist unter www.mh-luebeck.de/Veranstaltungen erhältlich.

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Lübeck, 30.04.2017

Aufbrüche XI: Flöten und Harfenklänge in „Apollo‘s Touch“

Die Musikhochschule Lübeck (MHL) lädt am Dienstag, 16. Mai zu einem neuen Konzert ihrer Reihe „Aufbrüche“ in Kooperation mit dem Buddenbrookhaus Lübeck ein. In „Apollo's Touch“ stellen fünf MHL-Studierende ab 20 Uhr Werke für die klangvolle Besetzung Flöte und Harfe vor.

Mal solistisch, mal kammermusikalisch präsentieren die jungen Musikerinnen und Musiker der Flötenklasse Prof. Angela Firkins und der Harfenklasse Prof. Gesine Dreyer Werke aus vier Jahrhunderten, unter anderem von Dowland, Marais, Bach, Takemitsu und Holliger. Das Programm spannt einen Bogen von der Renaissance über den Barock bis zur Moderne. Flöte und Harfe gehören zu den ältesten Instrumenten der Menschheitsgeschichte – Apoll, Gott der römischen und griechischen Mythologie, soll sie beide perfekt beherrscht haben. Es spielen Nadine Kowol, Juli-ana Alejandra Diaz Chico und Moritz Schulte (Flöte) sowie Swantje Wittenhagen und Maik Hoppe (Harfe). In der Reihe „Aufbrüche“ erproben Studierende und Dozierende neue Konzertformen. Die MHL bietet damit eine Bühne für experimentierfreudiges Publikum, das Buddenbrookhaus den passenden Konzertort im vorderen Raum der Mengstraße 6, wo in den nächsten Jahren der Erweiterungsbau entstehen soll. Anders als im Monatsprogramm der MHL angekündigt, findet das Konzert nicht am 20. Mai, sondern am Dienstag, 16. Mai statt. Karten gibt es für 4 Euro ausschließlich an der Abendkasse.

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Lübeck, 30.04.2017

Musikalische Predigt zum Lutherjahr

Zu einem spannenden Projekt im Lutherjahr lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Mittwoch, 17. Mai in Kooperation mit dem Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg und der Kirchengemeinde St. Jakobi ein. Ab 18 Uhr gestalten der Sänger Klaus Mertens und der Organist Franz Danksagmüller in St. Jakobi eine musikalische Predigt unter dem Motto „Luther Sermones symphoniaci“, die auf Texten und Liedern von Martin Luther basiert.

Mit Stimme, Orgel und Live-Elektronik verschmelzen die beiden Künstler Texte und Lie-der von Martin Luther, gregorianische Hymnen und Kompositionen von Heinrich Schütz zu einer großen Klang-Predigt. Elektronisch bearbeitet und vervielfältigt, changiert die Stimme des Predigers zwischen Sprechen und Singen und erzeugt ihre eigenen Be-gleitstimmen. Franz Danksagmüller erläutert: „Bisweilen verschmilzt die Stimme mit dem Klang der Orgel, bringt das archaische Instrument zum Sprechen und vereint sich so mit ihr zu einem ‘kosmischen Prediger‘.“ Die einzelnen Konzertabschnitte führen durch das Kirchenjahr und behandeln verschiedene Kapitel des Katechismus. Einen Teil des spannungsreichen Programms gestalten die beiden Interpreten mit den „Kleinen geistlichen Konzerten“ von Heinrich Schütz. Klaus Mertens gehört mit seinen Interpretationen von Alter Musik bis Avantgarde zu den profiliertesten Interpreten seiner Generation. Er wirkte an nahezu 200 CD- und DVD-Produktionen mit, wie unter anderem an der Gesamteinspielung des Werkes von Johann Sebastian Bach und Dieterich Buxtehude. Er arbeitete mit vielen bedeutenden Spezialisten für barocke Musik wie Nicolaus Harnoncourt, Ton Koopman, und Philippe Herreweghe zusammen. 2016 wurde er mit dem renommierten Georg-Philipp-Telemann-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg ausgezeichnet. Franz Danksagmüller zählt durch seine innovativen Projekte im Bereich Live-Elektronik-Performance, seine Kompositionen und Orgelimprovisationen zu den kreativsten Köpfen der internationalen Konzertszene. Als Organist und Performer ist er in Europa, den USA und in Asien tätig. Er arbeitete mit unterschiedlichsten Künstlern wie mit der Vokalistin Lauren Newton, den Dirigenten Ton Koopman und Sir Simon Rattle sowie dem Schau-spieler John Malkovich zusammen. In seiner Arbeit führt er zeitgenössische Kompositi-onstechniken und historische Instrumente zusammen und verwendet die menschliche Stimme in all ihren Ausdrucksmöglichkeiten. Konzertkarten sind in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen oder online (www.mh-luebeck.de) für 14 Euro, ermäßigt 10 Euro erhältlich. Restkarten gibt es ab 17 Uhr an der Abendkasse in St. Jakobi.

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Lübeck, 30.04.2017

Dritte Ringvorlesung „Weltanschauung“

Die Lübecker Hochschulen und das St. Petri Kuratorium laden am Donnerstag, 18. Mai zur dritten gemeinsamen Ringvorlesung „Weltanschauung“ in die Petrikirche ein. Im Zeichen der Eule der Minerva stellen Wissenschaftler und Studierende der Universität, der Fachhochschule und der Musikhochschule Lübeck (MHL) ihre Gedanken zum Thema „Denken und Digitalisieren“ zur Diskussion.

Das Thema „Digitalisierung“ ist in aller Munde. Die Übergänge zwischen Mensch und Maschine, Gehirn und Computer sind fließend. Optimistische Geister feiern den Fort-schritt für Kommunikation, Medizin und Kultur. Pessimisten befürchten, dass sich der Mensch durch künstliche Intelligenz in Zukunft überflüssig machen wird. Nach einem Vorwort der Psychologiestudentin Martje Buss (Uni Lübeck) wird Informatik-Professorin Dr. Monique Janneck (Fachhochschule Lübeck) die Interaktion zwischen Mensch und Rechner erklären und – aus der „Sicht“ eines Computers – kritisch hinterfragen. Dr. Ulrike Krämer, Professorin für Kognitive Neurowissenschaften an der Universität zu Lübeck, referiert über die neurologischen und psychologischen Aspekte der Digitalisie-rung und die Folgen für die Weltanschauung. Die Bedeutung der Digitalisierung für das Komponieren und Musizieren reflektiert Sascha Lino Lemke, Professor für Musiktheorie, Gehörbildung und Werkanalyse an der MHL. Lemke wird außerdem eine, mit Saxophon-Studentin Jana de Troyer erarbeitete, digitalisierte Tape-Version des „Pan“ von Benjamin Britten präsentieren, musikalisches Leitmotiv der Ringvorlesung. Mit besonderer Spannung wird die musikalische Performance „The artificial musical brain“ von MHL-Professor Franz Danksagmüller erwartet, eine Interaktion zwischen menschlicher Stimme und genetischem Algorithmus. Nach der Präsentation laden die Initiatoren der Reihe, Professor Cornelius Borck und Pastor Bernd Schwarze zu einem moderierten Plenumsgespräch ein. Im Anschluss kann im Nordschiff der Universitäts- und Hochschulkirche bei Brot und Wein weiterdiskutiert werden. Der Eintritt zur öffentlichen Ringvorlesung ist frei.

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Lübeck, 30.04.2017

Musical „Follow that Dream“ – OGT im Elvis Fieber

Studierende der Musikhochschule Lübeck (MHL) haben mit der Musiktheater-AG des Ostseegymnasiums Timmendorfer Strand (OGT) ein Musical erarbeitet, das an drei Abenden von Mittwoch 17. bis zum Freitag, 19. Mai aufgeführt wird. Unter dem Titel „Follow that Dream“ präsentieren die Schülerinnen und Schüler im Maritim Strandhotel Timmendorfer Strand jeweils ab 19 Uhr Musik aus der frühen Elvis-Zeit.

Schauplatz des Musicals ist eine kleine deutsche Stadt um 1959, irgendwo im Besat-zungsgebiet der Amerikaner. Zu diesem Zeitpunkt hat sich das Elvis-Fieber bereits in Deutschland verbreitet, zumal der Sänger gerade dort stationiert ist. Amerikanische Soldaten und Mädchen, die sie anhimmeln, konservative Gruppen geprägt von Skepsis und Ablehnung sowie eine Garagenband, die ihren Durchbruch mit Rock 'n' Roll plant, stürmen die Bühne mit Mikrophon, Hüftschwung und großem Drama. Ob der King of Rock 'n' Roll selbst die Bühne erobert, wird an dieser Stelle nicht verraten. Das Musical stellt die Fragen der fünfziger Jahre und die Fragen der Gegenwart in den Fokus eines Generationendialogs zwischen Schülern, Eltern und Großeltern. Ängste vor fremden Kulturen, rassistische Vorurteile und große Flüchtlingsbewegungen bestimmten damals ähnlich wie heute den gesellschaftlichen Diskurs. Die 40 Schülerinnen und Schüler der Musical AG wollen mit dem Stück ihre eigene Version und eine Alternative zum Elvis-Broadway-Musical „All shook up“ auf die Bühne bringen. „Es begeistert uns alle, wie die Schülerinnen und Schüler sich engagieren und sich in die Geschichte hineinversetzen“, sagt Konstantin Busack im Namen der MHL-Studierendengruppe, die das Musical als interdisziplinäres Projekt erarbeitet und um-gesetzt hat. Ihr Betreuer Professor Bernd Ruf freut sich, dass er seine Erfahrungen aus der Zeit als Dirigent bei „König der Löwen“, „Miss Saigon“ und „Les Miserables“ nun an seine Studierenden weitergeben kann. „Mittwoch ist Premiere: das Lampenfieber und die Spannung steigen, der Puls schießt in die Höhe und alle sind im Musicalfieber-Modus. Das wird mit Sicherheit ein großer Abend“, verspricht Ruf. „Follow that Dream“ ist nicht nur der Titel eines Elvis-Klassikers. Es könnte auch als Motto der Schülerinnen und Schüler des Ostsee-Gymnasiums Timmendorfer Strand gelten, die dank der Leiterin ihrer Musical-AG Petra Hilmer-Pieper, in den letzten Jahren immer fulminantere Musical-Produktionen auf die Bühne des Maritim Strandhotels in Timmendorf bringen konnten. Das Projekt fand in diesem Jahr erstmalig in Kooperation mit der MHL statt. Die Aufführungen finden im Maritim Seehotel (Strandallee 73, 23669 Timmendorfer Strand) statt. Karten sind online unter www.ostsee-gymnasium.de erhältlich.

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Lübeck, 30.04.2017

Drittklässler zeigen Musiktheaterstück „Briefe von Flipper“

Studierende der Musikhochschule Lübeck (MHL) haben zusammen mit Drittklässlern der Kahlhorst-Schule ein Musiktheaterstück zum Heimatmotto des 26. Brahms-Festivals erarbeitet. „Briefe an Flipper“ heißt die Geschichte über Freundschaft und Fernweh, die sie am Freitag, 19. Mai um 16 Uhr und am Samstag, 20. Mai um 11 Uhr im Chorsaal der Holstentorhalle aufführen.

Der gemütliche Pandabär Pommel liebt sein Heim und kann nicht verstehen, warum seine Freundin, das reiselustige Orcamädchen Flipper, immer wieder zu neuen Reisen aufbrechen will. Aber weil sie ihm Postkarten aus aller Welt verspricht, lässt Pommel sie ziehen. Flipper kommt nach Stationen in der Tiefsee, in der Antarktis und in der Wüste, schließlich zum Ergebnis, dass auch die Heimat ein Sehnsuchtsort sein kann. Angeleitet von den MHL-Studentinnen Ida-Marie Brandt, Franziska Reichenbächer und Karin Knobloch haben die 26 Schülerinnen und Schüler die Handlung, einen Titelsong und weitere Melodien selbst erdacht. Herausgekommen ist ein rund halbstündiges Stück über Toleranz, Freundschaft und Fernweh, bei dem die 9- bis 10-Jährigen nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Sänger und am Orff-Instrumentarium zu erleben sind. Sparsam eingesetzte Requisiten, die die Kinder selbst durch die Handlung bewegen, lassen dem Zuhörer Raum für eigene Gedanken. Projektleiter Marno Schulze, Professor für Elementare Musikpädagogik an der MHL: „Die Zuschauer erwartet ein Stück mit dem Charme des Unperfekten. Nicht alles wird auf der Bühne gesagt und gezeigt. Die Kinder haben viele ernsthafte Themen aufgegriffen, aber es ist auch ein Augenzwinkern dabei.“ Besonders freut Schulze, dass die Kahlhorst-Schule „Briefe für Flipper“ als fachübergreifendes Projekt angelegt und Themen, die gestreift werden, auch in den Deutsch- und Musikunterricht integriert hat. Das Stück wird im Chorsaal der Holstentorhalle am Freitag, 19. Mai um 16 Uhr sowie am Samstag, 20. Mai um 11 Uhr aufgeführt. Der Eintritt für Kinder ist frei. Karten für Er-wachsene sind für 3 Euro an der Tageskasse eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn erhältlich.

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Lübeck, 30.04.2017

Gesangssolisten präsentieren Arien- und Liederabend

Am Freitag, 19. Mai präsentieren sich fünf angehende Sängerprofis, die im Internationalen Opernelitestudio der Musikhochschule Lübeck (MHL) und des Theater Lübeck studieren. Ab 19.30 Uhr erklingt im Großen Saal der MHL ein facettenreiches Programm mit Arien und Liedern aus zwei Jahrhunderten.

Mit dem Arien- und Liederabend geben die Studierenden, die bereits bei Opernproduk-tionen im Theater Lübeck auf der Bühne stehen, Einblick in ihr Können. Nicht nur solistisch, auch in Duetten und Ensembles präsentieren sie ein breit gefächertes Reper-toire mit Werken unter anderem von Mozart, Schumann, Verdi und Puccini. Es singen Caroline Nkwe (Sopran), Fiorella Hincapié (Mezzo), Hyungseok Lee und Guillermo Valdés (Tenor) sowie Gregorz Sobczak (Bariton). Am Klavier begleitet Mira Teofilova. Die jungen Sängerinnen und Sänger studieren in den MHL-Gesangsklassen von Prof. Franz-Josef Einhaus, Birgit Calm und Espen Fegran. Sie kommen aus Südafrika, Ko-lumbien, Korea, Chile und Polen. Auch Finalisten bedeutender Wettbewerbe sind dabei: Sopranistin Caroline Nkwe und Tenor Hyungseok Lee erreichten im vergangenen Jahr das Finale des Internationalen Belvedere-Sängerwettbewerbs, der als einer der bedeutendsten Gesangswettbewerbe und als Sprungbrett für eine internationale Karriere gilt. Das Theater Lübeck und die MHL haben das Opernelitestudio 2007 ins Leben gerufen, um besonders begabte junge Sängerinnen und Sänger in der Übergangsphase zwischen Ausbildung und professioneller Opernwelt umfassend zu fördern. Es soll optimal auf den Beruf vorbereiten, der neben einer soliden Gesangsausbildung eine Fülle künstlerischer und persönlicher Qualifikationen erfordert. Die Possehl-Stiftung unterstützt das Opernelitestudio finanziell. Karten für den Arien- und Liederabend gibt es für 14 und 19 Euro, ermäßigt 8 und 12 Euro, an allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen oder online (www.mh-luebeck.de) sowie an der Theaterkasse des Theaters Lübeck. Restkarten sind eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse der MHL erhältlich.

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Lübeck, 30.04.2017

Percussionspektakel bei „Wir in Bad Oldesloe“

Am Samstag, 20. Mai um 20 Uhr ist die Schlagzeugklasse der Musikhochschule Lübeck (MHL) im Kultur- und Bildungszentrum (KuB) Bad Oldesloe zu Gast. Unter dem Motto „Schlag auf Schlag“ präsentieren die Studierenden ein Percussionspektakel, das von Professor Johannes Fischer moderiert wird.

Die internationale Schlagzeugklasse von MHL-Professor Johannes Fischer präsentiert einen Querschnitt durch die vielseitige Literatur für Schlagwerk. Auf dem Programm stehen Solowerke und Ensembles der Zeitgenossen Vinko Globokar, Maki Ishii, George Aperghis, Bernhard Wulff, Javier Alvarez und Mark Applebaum. „Es wird ein theatralisch-dramatischer, lyrisch-sinnlicher und rhythmisch fesselnder Abend mit teilweise skurrilen Stücken“, verspricht Johannes Fischer. Seit 2009 unterrichtet Professor Johannes Fischer an der MHL. Als Schlagzeuger und Komponist erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, darunter Preise beim Deutschen Hochschulwettbewerb, beim Deutschen Musikwettbewerb sowie den ersten Preis mit vier Sonderpreisen beim 56. Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. Tickets gibt es für 15,50 Euro, ermäßigt 13,50 Euro in der Stadtinfo im KuB (Beer-Yaacov-Weg 1, Tel. 04531/504195), Restkarten an der Abendkasse.

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Lübeck, 30.04.2017

Moderiertes Oboenkonzert zur Zwölftonmusik

Die Musikhochschule Lübeck (MHL) lädt im Jahr der Oboe am Sonntag, 28. Mai zum dritten Konzert der moderierten Reihe „Gang durch 400 Jahre Oboengeschichte“ ein. Ab 16 Uhr stehen unter dem Motto „Metamorphose einer Reihe“ Schönberg und die Zwölftonreihe im Mittelpunkt.

Moderiert von Professor Diethelm Jonas stellen Studierende seiner Klasse Oboenliteratur des 20. Jahrhunderts vor. Die Komponisten sind so international wie die Interpreten: Auf dem Programm stehen unter anderem Werke des US-Amerikaners Ernst Krenek, des Griechen Nikos Skalkottas, des Ungar Mátyás Seiber sowie des Italieners Niccolò Castiglioni. „Viele Komponisten des 20. Jahrhunderts ließen sich durch Schönbergs Zwölftonreihe inspirieren. So entstanden durch die serielle Technik zahlreiche neue Solostücke und Kammermusik“, erläutert Diethelm Jonas, der mit seinen Moderationen Einblick in die Musik- und Instrumentengeschichte geben wird. Die von Jonas konzipierte Konzertreihe zum „Jahr der Oboe“ 2017 portraitiert die „Primadonna“ der Holzblasinstrumente solistisch und als Kammermusikpartnerin. Der Eintritt zum Konzert ist frei.

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Lübeck, 30.04.2017

MHL-Bratschenklasse präsentiert „Wir in Kiel“

Am Montag, 29. Mai heißt es im Opernhausfoyer Milchstraße wieder „Wir in Kiel“ mit Studierenden der Musikhochschule Lübeck (MHL). Unter dem Motto „Braviola!“ stellen sich ab 20 Uhr Studierende der internationalen Bratschenklasse von Professorin Barbara Westphal vor.

Auf dem Programm steht Bratschenliteratur aus mehreren Jahrhunderten. Die jungen Musikerinnen und Musiker unter anderem aus Deutschland, Spanien, Polen und Korea präsentieren Werke, die in deutschen Konzertsälen selten zu hören sind. So stehen Ausschnitte aus Prokofjews Ballett „Romeo und Julia“ in einer Bearbeitung für Viola und Klavier auf dem Programm. Außerdem erklingt die Sonate op. 147 von Schostakowitsch, sein einziges Werk für das Instrument mit dem dunkel-leidenschaftlichen Ton. Das gleichmäßig pulsierende Pizzicato der Bratsche zu Beginn des ersten Satzes scheint die letzten Momente des Lebens zu zählen. Tatsächlich vollendete Schostakowitsch sein Spätwerk erst eine Woche vor seinem Tod auf dem Kran-kenlager und erlebte die Uraufführung nicht mehr. Mit 69 Jahren starb er im August 1975 in Moskau. Weiterhin ist die Sonate op. 38 von Johannes Brahms zu hören, die von impressionistisch-zarten Klängen zu Beginn bis hin zu einem sich steigernden Fugenthema im Finalsatz und einem monumentalen Schluss alle Facetten der Bratsche auslotet. Das spannungsreiche Programm verlangt den jungen Interpreten hohe künst-lerische Gestaltungskraft und technische Präzision ab. Am Klavier werden sie vom MHL-Pianisten Christian Ruvolo begleitet. Professor Barbara Westphal unterrichtet seit 1988 an der MHL. Seitdem hat sie mehr als 50 junge Bratschistinnen und Bratschisten ausgebildet, die in renommierten Orchestern im In- und Ausland sowie in internationalen Kammermusikformationen spielen oder als Professoren an deutschen Hochschulen unterrichten. Tickets für „Braviola“ gibt es für 13 Euro, ermäßigt 9 Euro an den Theaterkassen im Opern- und im Schauspielhaus Kiel (Rathausplatz 4 und Holtenauer Straße 103, Telefon 0431/901901). Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

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Lübeck, 30.04.2017

Konstanze Eickhorst „Zu Gast bei Brahms“

Am Mittwoch, 31. Mai ist die Pianistin Konstanze Eickhorst „Zu Gast bei Brahms“. Ab 19 Uhr stellt sich die Professorin für Klavier den Fragen von Professor Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck (MHL).

Mit der Reihe „Zu Gast bei Brahms“ gewähren Musikerpersönlichkeiten der MHL einen Einblick in ihre Arbeit und ihr Leben. Als Solistin, Kammermusikerin und Professorin lässt sich Konstanze Eickhorst nicht in eine musikalische Schublade einordnen: „Dies sind die drei Säulen, auf denen mein musikalisches Leben basiert“, sagt sie. Im Gespräch mit Professor Wolfgang Sandberger kommen nicht nur musikalische, sondern auch kulturpolitische, persönliche oder tagesaktuelle Themen zur Sprache. Zum Abschluss wird Eickhorst ihr aktuelles Lieblingsstück am Klavier präsentieren – welches, bleibt eine Überraschung. Für Konstanze Eickhorst begann die internationale Konzerttätigkeit, nachdem sie bedeutende Wettbewerbe wie „Clara Haskil“ und „Geza Anda“ gewonnen und sich vordere Platzierungen beim Bach-Wettbewerb in Toronto und beim „Concours Reine Elisabeth“ in Brüssel erspielt hatte. Als Solistin und Kammermusikerin tritt sie in den internationalen Musikmetropolen und bei renommierten Festspielen auf. Sie spielt mit renommierten Orchestern zusammen und ist seit vielen Jahren Mitglied des Linos-Ensemble, das in Besetzungen von Duo bis Septett ein breites Repertoire pflegt. Sie studierte bei Karl-Heinz Kämmerling und Vlado Perlemuter. Als 28-Jährige zur Professorin in Hannover ernannt, folgte sie einige Jahre darauf dem Ruf an die MHL. Als Ausgleich zu den vielen sitzenden Arbeitsstunden genießt sie es, an der Wakenitz oder Trave zu joggen, gerne auch in einer Gruppe mit anderen Laufbegeisterten. Der Eintritt zum Portraitabend „Zu Gast bei Brahms“ ist frei. In der Villa Brahms (Jerusa-lemsberg 4) wird ab 18 Uhr ein Catering angeboten.

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Lübeck, 30.04.2017

Johannes Knecht neuer Professor für Chorleitung

Johannes Knecht, Direktor des Staatsopernchors Stuttgart, wird Professor für Chorleitung an der Musikhochschule Lübeck (MHL).

Nach langjähriger Lehrstuhlvertretung durch Chorleiterin Kerstin Behnke wird die Lübecker Chorleitungsprofessur wieder neu besetzt. Johannes Knecht folgt dem Ruf an die MHL in der Nachfolge von Professor Gerd Müller-Lorenz. Knecht stammt aus Speyer am Rhein. Der 51-Jährige studierte Musik- und Literaturwissenschaften in Saarbrücken, Violine, Klavier und Dirigieren in Mannheim und Köln. Neben solistischer und kammermusikalischer Tätigkeit war er Mitglied in verschiedenen Orchestern, wie der Bayerischen Kammerphilharmonie und dem Orchester des Pfalztheaters Kaiserslautern. 1993 wurde Knecht als Dirigent am Stadttheater Pforzheim engagiert. Sein Weg führte ihn über Coburg und Wuppertal nach Stuttgart, wo er noch bis August 2017 als Erster Chordirektor am Staatstheater engagiert ist. Knecht ist Professor für Oratorienleitung und Vokalensemble an der Musikhochschule Stuttgart und seit 2003 künstlerischer Leiter des Philharmonia Chores Stuttgart. Er hat Uraufführungen bedeutender Komponisten einstudiert und geleitet. Gastengagements verbinden ihn mit verschiedenen Rund-funkchören der ARD, prominenten Orchestern und bedeutenden Festspielen im In- und Ausland. Zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen dokumentieren seine Arbeit. Seit einigen Jahren engagiert er sich zudem als Komponist und Herausgeber von Chormusik. Zu seiner neuen Aufgabe sagt Knecht: „Ich freue mich auf die renommierte Lübecker Hochschule und die schöne Stadt mit den wunderbaren sakralen Klangräumen.“

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Lübeck, 01.04.2017

Kammermusik Campus schließt mit zwei Konzerten

An der Musikhochschule Lübeck (MHL) findet zum fünften Mal der Kammermusik Campus statt: 40 internationale Studierende feilen mit den Gastdozierenden Vivian Hornik Weilerstein und Donald Weilerstein an ihren Werken. Die Arbeitsergebnisse präsentieren sie in zwei Abschlusskonzerten am Sonntag, 2. April um 17 Uhr und 19.30 Uhr im Kammermusiksaal.

Elf fortgeschrittene Ensembles aus Lübeck und Singapur stellen Schlüsselwerke der Kammermusik aus drei Jahrhunderten vor. Unter anderem erklingen Beethovens „Razumovsky“-Quartett, Schuberts „Der Tod und das Mädchen“ sowie Streichquartette von Brahms und Schumann. Weiterhin stehen Mendelssohn, Debussy, Schostakowitsch und Schnittke auf dem Programm. Mit dem New Yorker Ehepaar Donald und Vivian Hornik Weilerstein waren zwei international gefragte Kammermusiker und Künstlerpersönlichkeiten in Lübeck zu Gast. Der Kammermusik Campus an der MHL dokumentiert den hohen Stellenwert, den die Kammermusik in der Ausbildung an der MHL einnimmt. Mit dem jährlich veranstalteten Campus bietet die MHL fortgeschrittenen Ensembles Gelegenheit zur intensiven Auseinandersetzung mit einem musikalischen Werk. Die im Campus erarbeiteten Streichquartette von Brahms und Schumann werden beim diesjährigen Brahms-Festival der MHL in der Reihe „Lunchtime Concert“ noch einmal ausführlich vorgestellt: MHL-Wissenschaftler führen in die Werke ein, bevor die jungen Kammermusikensembles sie im Anschluss zu Gehör bringen. Die Konzerte finden von Dienstag, 9. Mai bis Sonntag, 14. Mai täglich um 12.30 Uhr im Museum Behnhaus/Drägerhaus statt. Karten für die beiden Abschlusskonzerte am Sonntag, 2. April um 17 Uhr und 19.30 Uhr sind für 14 Euro, ermäßigt 10 Euro an allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen oder unter www.mh-luebeck.de erhältlich, Restkarten gibt es eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse. Der Eintritt zur Reihe „Lunchtime Concert“ im Behnhaus/Drägerhaus ist frei.

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Lübeck, 01.04.2017

MHL eröffnet Sommersemester und neue Konzertsaison

Die Musikhochschule Lübeck (MHL) lädt am Montag, 3. April um 18 Uhr zur Eröffnung des Sommersemesters und der neuen Konzertsaison ein. Rund 160 Veranstaltungen stehen bis Mitte Juli auf dem Programm, darunter große Projekte wie das Brahms-Festival, die Klarinettennacht und die Pop-Jazz-Revue.

Präsident Prof. Rico Gubler und Vertreter des ASTAs und des Studierendenparlamentes werden die neuen Studierenden begrüßen. 616 Bewerberinnen und Bewerber haben die anspruchsvolle Eignungsprüfung an der MHL abgelegt. 47 junge Musikerinnen und Musiker aus 17 Nationen nehmen nun ihr Studium „Musikpraxis“ auf. Am beliebtesten waren die Fächer Gesang, Violine, Violoncello und Klavier. Als Gastredner wird Christian Fausch erwartet, Geschäftsführer der Jungen Deutschen Philharmonie und des „Ensemble Modern“ sowie seit letztem Jahr Mitglied des MHL-Hochschulrates. Er macht sich in seinem Vortrag unter dem Motto „Zukunftsmusiker!“ über den sich wandelnden Musikerberuf Gedanken. Studierende der MHL stellen Schlüsselwerke der Kammermusik vor, die sie beim Kammermusik Campus der MHL erarbeitet haben. Außerdem erklingt das „Trio No. 1“ der chinesischen Kompositionsstudentin Leyan Zhang aus der Klasse von Prof. Dieter Mack. Der Eintritt zur Semestereröffnung ist frei.

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Lübeck, 01.04.2017

Stipendiaten der Ad infinitum Foundation konzertieren

Stipendiaten der Ad infinitum Foundation Lübeck präsentieren sich am Dienstag, 18. April in der Musikhochschule Lübeck (MHL). Ab 19.30 Uhr stellen sie im Großen Saal Werke der französischen Romantik vor.

Musikerinnen und Musiker ganz unterschiedlicher Instrumentalfächer gestalten das vielfältige Programm, in dessen Mittelpunkt die französische Romantik mit Werken von Chopin, Franck und Ravel steht. Der junge Pianist Augustinas Eidukonis eröffnet den Abend mit Chopins Scherzo E-Dur op. 54. Der 1995 in Litauen geborene Student aus der Klasse Professor Konrad Elser gewann 2009 den neunten Internationalen Wettbewerb „Musik ohne Grenzen“ in seiner Heimat. Eine weitere Facette der Musik Chopins bietet Natalie Hahn mit der Sonate für Violoncello und Klavier g-moll. Die 20-jährige Münchnerin aus der Celloklasse Professor Troels Svane gewann mehrere erste Preise im Bundeswettbewerb „Jugend Musiziert“ und ist Mitglied im Bundesjugendorchester. Die Sonate in A-Dur schrieb César Franck 1886 ursprünglich für Violine und Klavier als Hochzeitsgeschenk für den Violinvirtuosen Eugene Ysaye. Sie wurde vielfach für andere Besetzungen arrangiert und bearbeitet. In der Fassung für Flöte und Klavier präsentieren sie Jesùs Carrillo an der Flöte und Polina Churbanova am Klavier. Hochvirtuos ist Carl Maria von Webers „Grand Duo concertant“, das die Klarinettistin Vera Karner vorstellt. Die 22-jährige Österreicherin aus der Klasse Professor Reiner Wehle ist Stipendiatin von „Live Music Now“ Wien sowie Lübeck und erhielt 2015 den Lions Musikpreis. Als Solistin trat sie mit der Polnischen Kammerphilharmonie und der Camerata pro Musica Hungaria im Wiener Konzerthaus auf. Einen fulminanten Abschluss findet das Stipendiatenkonzert mit Ravels „Tzigane“, gespielt von Abigail McDonagh. Die irische Violinistin studiert in der Klasse von Professor Maria Egelhof und ist Konzertmeisterin des Young European Strings Chamber Orchestra (YESCO). 2015 war sie erste Preisträgerin des Wettbewerbs „International Young Stars Debut Series at Carnegie Hall“, wo sie ihr Debut zusammen mit der „New York Concerti Sinfonietta“ gab. Viktor Soos und Christian Ruvolo begleiten die Stipendiaten am Klavier. Die Ad infinitum Foundation mit Sitz in Lübeck fördert seit 2005 Studierende an deutschen Musikhochschulen. Eine jährliche Fördersumme von 49.600 Euro pro Hochschule wird an bis zu acht hochbegabte Studierende vergeben. Für ein Jahr erhalten die ausgewählten jungen Musikerinnen und Musiker eine monatliche Förderung bis zu 500 Euro. Der Einlass zum Konzert ist frei, kostenlose Einlasskarten sind eine Stunde vor Kon-zertbeginn an der Abendkasse erhältlich.

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Lübeck, 01.04.2017

Diethelm Jonas „Zu Gast bei Brahms“

Oboist Diethelm Jonas nimmt am Mittwoch, 19. April auf dem weißen Sessel im Brahms-Institut Platz. In der Reihe „Zu Gast bei Brahms“ stellt er sich ab 19 Uhr den Fragen von Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts und Professor für Musikwissenschaft an der MHL.

Mit seinen Fragen rückt Sandberger bisher unbekannte Facetten der Musikerpersönlichkeiten an der MHL ins Licht. In seiner Reihe geht es um einen persönlichen Blick auf den jeweiligen Gast. Diethelm Jonas folgte 2001 dem Ruf an die MHL, nachdem er zunächst Professor für Oboe an der Musikhochschule Trossingen war. Er studierte an der Folkwang Universität der Künste in Essen, an der Royal Academy of Music in Lon-don bei Lady Evelyn Rothwell-Barbirolli und an der Hochschule für Musik in Freiburg bei Heinz Holliger. Er gewann zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe. In über 25 Jahren als Solo-Oboist der Sinfonieorchester in Essen, München (BR Sinfo-nieorchester) und Stuttgart (SWR Sinfonieorchester) spielte er unter vielen bedeutenden Dirigenten wie Bernstein, Kubelik, Solti, und Celibidache und als Mitglied des Luzerner Festivalorchesters auch zehn Jahre unter Claudio Abbado. Soloverpflichtungen und Meisterkurse führen ihn regelmäßig nach Taiwan, China, Südamerika und Japan. Von seinen mehr als 25 CD-Aufnahmen, unter anderem mit seinem Aulos-Quintett und dem Bläseroktett Sabine Meyer, wurden einige mit dem Deutschen Schallplattenpreis „Echo“ ausgezeichnet. Für das „Jahr der Oboe“ 2017 hat Jonas zahlreiche Konzerte konzipiert, in denen er das Instrument zusammen mit seinen Studierenden in all seinen Facetten vorstellt. Diethelm Jonas hat vier Kinder und lebt mit seiner Familie in Lübeck. Er beschäftigt sich seit seiner Jugend intensiv mit dem Kochen mit besonderem Interesse an der japanischen Küche. Der Eintritt zum Portraitabend „Zu Gast bei Brahms“ ist frei.

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Lübeck, 01.04.2017

Vortragsreihe zur „Weltanschauung“

Die Universität zu Lübeck, die Fachhochschule Lübeck und die Musikhochschule Lübeck (MHL) starten ab Donnerstag, 20. April zusammen mit dem St. Petri Kuratorium eine interakademische Ringvorlesung. Im vierzehntägigen Rhythmus laden sie an sieben Vortragsabenden von 19 Uhr bis 21 Uhr zu Exkursen über Forschung und Wissenskommunikation nach St. Petri ein.

Lübecker Natur- und Kulturwissenschaftler, Mediziner und Ingenieure suchen nach den Zusammenhängen unseres Wissens und hinterfragen Bedeutung, Sinn und Orientierung der „Weltanschauung“. Im Zeichen der „Eule der Minerva“, dem Symbol der Weisheit, fragen Lehrende, Studierende und Interessierte einander: „Wie schaust du die Welt an?“ Der Wappenvogel begleitet die Vorlesung als menschengroße Skulptur, welche die Künstlerin Bettina Thierig aus einem Eichenblock herausgesägt hat. Am Donnerstag, 20. April um 19 Uhr wird die siebenteilige Reihe mit dem Thema „Forschen und Dichten“ eröffnet. Zu Gast ist der Literaturwissenschaftler und Autor Raoul Schrott, der über sein wissenschaftspoetisches Werk „Erste Erde Epos“ berichten wird. MHL-Studentin Marion Krall sowie die Lübecker Professoren Thomas Münte (Neurologie), Christian Hübner (Physik), Frank Schwartze (Stadtplanung) und Rico Gubler (Komposition, Saxophon) steuern ihre weltanschauliche Sicht zum Thema bei. Jeder Abend beginnt mit einem studentischen Statement zum inhaltlichen Schwerpunkt. Ensembles der MHL kommentieren die Themen außerdem musikalisch. Die Vorlesungen werden moderiert von den Initiatoren der Reihe, Bernd Schwarze, Pastor an St. Petri, und Professor Cornelius Borck vom Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung. Zum feierlichen Abschluss der Reihe am 13. Juli unter dem Motto „Erkennen und Entscheiden“ spricht der junge Philosoph Markus Gabriel, der mit seinen Büchern „Warum es die Welt nicht gibt“ und „Ich ist nicht Gehirn“ einen denkwürdigen Beitrag zur Weltanschauungsdebatte geliefert hat. Die MHL veranstaltet für die Studierenden aller Hochschulen ein Begleitseminar, in dem die Inhalte vertieft werden können. Nach der letzten Vorlesung findet in der MHL eine „Weltanschauungs-Party“ statt. Die Reihe wendet sich im Sinne eines hochschulübergreifenden Studium Generale nicht nur an Studierende und Akademiker, sondern an alle Wissbegierigen mit Lust am Denken. Zeit zum Nachfragen und Weiterdiskutieren bei Wein, Wasser und Salzgebäck gibt es im Anschluss an jede Vorlesung im Seitenschiff der Kirche ab 21 Uhr. Der Eintritt zur Vorlesung ist frei.

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Lübeck, 01.04.2017

Echolot Festival rockt Cargoschiff

Am Samstag, 22. April lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) zum Echolot Festival auf dem alten Cargoschiff am Traveufer ein. Ab 20 Uhr präsentieren dort zehn junge Bands aus dem Umfeld der MHL ein vielfältiges Programm von Rock und Pop über Reggae bis hin zu Salsa. Neu gegründete Ensembles treten neben etablierten Gruppen wie „Pudeldame“ auf, zu der auch Sänger, Schauspieler und MHL-Student Jonas Nay gehört.

Rund fünfzig junge Musikerinnen und Musiker sind beim Echolot-Festival zu erleben. Das gut siebenstündige Programm präsentieren die Bands im maritimen Flair des als „Body and Soul“ bekannten Cargoschiffs in der Kanalstraße. Auf zwei Bühnen präsentieren sich neben „Pudeldame“ die Rockband „Never come rain“, die Ethnic-Jazz-Band „Bento“, das Elektro-Pop-Duo „Poems for Jamiro“ sowie die 10-köpfige Salsaband „La mano letal“. Zu hören sind weiterhin „Reggae Demmi“, „Jen Clubsounds“, die Rock-Pop-Band „Iga“, das Duo „La Techneta“ sowie die Singer-Songwriterin Yiman Liu. Auch hinter der Bühne liegt das Festival komplett in studentischer Hand. Die drei Schulmusikstudierenden Ute Führ (Jazzklavier), Vivien Geldien (Orgel) und Jon Ander Klein (Schlagzeug) haben es im Rahmen eines Interdisziplinären Projekts konzipiert und sammeln damit wertvolle Projektmanagement-Erfahrungen. Unterstützt werden sie bei Organisation und Planung von weiteren Studierenden sowie von Popularmusik-Professor Bernd Ruf. Besonders den zahlreichen Studierenden der musikpädagogischen Studiengänge, die im Konzertbetrieb der MHL selten zu hören sind, bietet das Festival eine Bühne. MHL-Studentin und Organisatorin Vivien Geldien: „Jeder Zuhörer kann sich seine eigene „Playlist“ zusammenstellen. Egal ob entspannter Jazz im gemütlichen Wohnzimmer oder packender Progressive Pop im großen Frachtraum – das Cargoschiff bietet für jeden etwas. Wer nach dem gut siebenstündigen Programm immer noch auf den Beinen ist, kann auf der After-Show-Party bis in die Morgenstunden feiern.“ Karten sind im Vorverkauf für 16 Euro, ermäßigt 11 Euro bei der Konzertkasse im Hause Hugendubel und im Pressezentrum erhältlich, Restkarten gibt es ab 19 Uhr direkt am Cargoschiff in der Kanalstraße 100.

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Lübeck, 01.04.2017

MHL setzt Gang durch Oboengeschichte fort

Die Musikhochschule Lübeck (MHL) lädt im Jahr der Oboe zu einem weiteren Konzert der moderierten Reihe „Gang durch 400 Jahre Oboengeschichte“ ein. Am Sonntag, 23. April stehen bei den „Oboengeschichten II“ ab 19.30 Uhr Werke von der Klassik bis zur Romantik auf dem Programm.

MHL-Professor Diethelm Jonas stellt zusammen mit seiner internationalen Klasse Originalkompositionen für Oboe von Carl Philipp Emanuel Bach, Mozart, Schumann und Pasculli vor, der im ausgehenden 19. Jahrhundert als Oboist für Furore sorgte. Studierende aus sechs Nationen präsentieren unter anderem Schumanns drei „Romanzen für Oboe“ sowie Mozarts virtuoses Oboenkonzert, das zu den wichtigsten Konzerten für Oboe gehört und im Probespiel zum Prüfstein wird. Mit der von Diethelm Jonas konzipierten Konzertreihe will die MHL die „Primadonna“ der Holzblasinstrumente solistisch und als Kammermusikpartnerin portraitieren. Moderationen vermitteln Einblicke in die Musikgeschichte. Das nächste Konzert der Reihe findet am Sonntag, 28. Mai statt, dann geht es unter dem Motto „Metamorphose einer Reihe“ um die serielle Kompositionstechnik. Der Eintritt zum Konzert ist frei.

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Lübeck, 01.04.2017

Portraitkonzert Isang Yun

Zu einem neuen Konzert der Reihe „Over and Above“ lädt die Overbeck-Gesellschaft in Kooperation mit der Musikhochschule Lübeck (MHL) am Mittwoch, 26. April ein. Ab 19.30 Uhr steht Komponist Isang Yun, der in diesem Jahr den hundertsten Geburtstag gefeiert hätte, im Mittelpunkt. Das moderierte Konzert findet im Museumsquartier St. Annen als Begleitprogramm der Sonderausstellung „Lübeck sammelt I“ statt, die noch bis zum 21. Mai Kunst ab 1945 zeigt.

Oboist Professor Diethelm Jonas und seine internationale Klasse stellen Solo- und Kammermusikwerke des deutschen Komponisten koreanischer Abstammung vor, der als großer Vermittler zwischen ostasiatischer und westeuropäischer Musiktradition des 20. Jahrhunderts gilt. Das Konzert wird von Diethelm Jonas moderiert. Auf dem Programm steht unter anderem Yuns Quartett für Oboe und Streichtrio sowie „Piri“, eines der wichtigsten zeitgenössischen Solowerke für Oboe. In Isang Yuns Werken klingt die Verschmelzung der musikalischen Traditionen. Der Komponist sagte über sich selbst: „Ich lebe zwischen Ost und West, bin ein Asiat und atme im Westen. Wenn ich kompo-niere, vergesse ich über meine Stilelemente völlig, ob es nun asiatisch ist oder europä-isch.“ Nachdem Yun sich in seinem Heimatland Südkorea am anti-japanischen Widerstand beteiligt hatte, wurde er verhaftet und gefoltert. 1955 mit dem Kulturpreis der Stadt Seoul ausgezeichnet, konnte er ausreisen, um in Paris und Berlin zu studieren, wo er Anschluss an die internationale Avantgarde fand. 1967 entführte ihn der südkoreanische Geheimdienst von Westberlin nach Seoul. Zusammen mit seiner Frau und weiteren in Europa und den Vereinigten Staaten lebenden Südkoreanern wurde er des Landesverrats angeklagt und in einem Schauprozess zu lebenslanger Haft verurteilt. Erst nach internationalen Protesten, an denen sich auch namhafte Musikerpersönlichkeiten wie Igor Strawinsky, György Ligeti, Karlheinz Stockhausen und Herbert von Karajan beteiligten, wurde Yun freigelassen und kehrte nach West-Berlin zurück, wo er und seine Frau im Jahr 1971 deutsche Staatsbürger wurden. Yun komponierte mehr als hundert Werke, darunter vier Opern, mehrere Instrumentalkonzerte und vier zyklisch aufeinander bezogene Symphonien. Er lehrte Komposition an der Hochschule der Künste Berlin. Karten für das Portraitkonzert sind für vier Euro (keine Ermäßigung) an der Abendkasse erhältlich. Kartenreservierungen sind bei der Overbeck-Gesellschaft unter 0451/74760 möglich.

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Lübeck, 01.04.2017

Christoph Eß wird neuer Professor für Horn an der MHL

Hornist Christoph Eß, Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe und Solohornist der Bamberger Symphoniker, übernimmt ab Wintersemester 2017/2018 eine Professur für Horn an der MHL. Ab kommendem Sommersemester wird er zunächst im Lehrauftrag unterrichten.

Der 32-jährige Eß gilt als einer der führenden Hornisten der jungen Generation und steht als gefragter Solist und Kammermusiker auf den internationalen Konzertbühnen. Er studierte in Tübingen, Basel und Stuttgart, wo er im Juni 2008 sein Diplom mit Auszeichnung ablegte. Eß wurde mit Preisen beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2005 in München, beim Internationalen Musikwettbewerb „Prager Frühling 2007“, beim Richard-Strauss-Wettbewerb sowie beim „Concorso per Corno di Sannicandro di Bari“ bedacht. 2008 wurde ihm der Solistenpreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern verliehen, 2009 ein Stipendium des Deutschen Musikrats und 2011 der Preis der Orpheum Stiftung in Zürich. Er konzertierte mit führenden Orchestern und widmet sich intensiv der Kammermusik in verschiedensten Formationen. Als Initiator des 2010 gegründeten Hornquartettes „german hornsound“ und mit Partnern wie Christian Zacharias, Andreas Scholl, dem Fauré Quartett und Viviane Hagner ist er in regelmäßigen Abständen auch bei führenden Musikfestivals zu Gast. Der Hornist freut sich auf Lübeck, wo seine Frau Karlotta Eß, geborene Schmied, bei der Violinistin Prof. Anke Dill studiert hat: „Nach über 10 Jahren in verschiedenen Orchestern und meinem Lehrauftrag an der Stuttgarter Musikhochschule bin ich sehr gespannt auf meine neue Aufgabe an diesem wundervollen und prestigeträchtigen Haus. Ich freue mich auf die Begegnungen, die schöne Hansestadt und auf neuen Wind im Norden.“

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Lübeck, 01.04.2017

Proben für Brahms-Festival Lübeck beginnen

An der Musikhochschule Lübeck (MHL) beginnen mit dem neuen Semester die Proben für das 26. Brahms-Festival. Unter dem Motto „Heimat“ begeben sich vom 6. bis zum 14. Mai über hundert MHL-Interpreten auf eine musikalische Spurensu-che. Dozierende und Studierende studierend gemeinsam Werke ein von Beethoven, Chopin, Brahms, Grieg, Mahler, Janá?ek, Zimmermann, Yun und Mack, in denen sich Facetten der Heimaterfahrung widerspiegeln. Karten für das Festival sind ab sofort erhältlich und können neuerdings auch online gebucht und zuhause ausgedruckt werden.

Mehr als 30 verschiedene Ensembles bereiten sich mit Beginn des Sommersemesters auf die neuntägige Festwoche vor, in der die Dozierenden gemeinsam mit ihren jahrgangsbesten Studierenden zu erleben sind. 27 Veranstaltungen finden im Großen Saal und im Kammermusiksaal der MHL, in der Villa Eschenburg, im Museum Behnhaus/Drägerhaus, im Seminarhaus Wallstraße und in St. Jakobi statt. Die Konzertformate sind vielfältig: Zu ihnen gehören eine Podiumsdiskussion zum Thema „Heimat“, zwei Sinfoniekonzerte, Konzertreihen mit Studierenden in der Villa Eschenburg, die erfolgreiche Reihe „Lunchtime-Concert“ zur Mittagstunde, eine Brahms-Lounge, ein Nachtkonzert sowie musikpädagogische Angebote für Schülerinnen und Schüler. Das Hochschulorchester eröffnet das Brahms-Festival am Samstag, 6. Mai um 19.30 Uhr unter Leitung des Berliner Gastdirigenten Simon Bernardini. Auf dem Programm mit dem Titel „Musik als Heimat“ stehen Smetanas Ouvertüre „Die verkaufte Braut“, Weberns Orchesteridyll „Im Sommerwind“ sowie die vierte Sinfonie von Mahler, das Sopransolo gesungen von MHL-Absolventin Lisa Ziehm. Weiterhin ist die Uraufführung der „Reflexionen“ des Kompositionsstudenten Lars Opfermann zu hören. Ab 18 Uhr führt Projektleiter Wolfgang Sandberger im Kammermusiksaal in das Motto „Heimat“ ein. Eine Podiumsdiskussion mit Vertretern Lübecker Kultureinrichtungen beleuchtet im Anschluss den facettenreichen Heimatbegriff. Karten für das Brahms-Festival von 7 Euro bis 19 Euro sind bei allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen erhältlich oder können online gebucht und am heimischen Drucker ausgedruckt werden. Das detaillierte Programm und der Zugang zum Ticketshop ist unter www.mh-luebeck.de/Veranstaltungen erhältlich.

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Lübeck, 26.01.2017

Brahms als Frauenschwarm und Künstlerfreund: Ausstellung „Beziehungszauber“ am Lübecker Brahms-Institut zeigt spektakuläres neues Autograf

Dem Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL) ist ein Neuerwerb gelungen. Aus Privatbesitz erhielt es die Originalhandschrift eines Liedes, das Brahms seiner damaligen Verlobten Agathe von Siebold schenkte. Das wertvolle Autograf besteht aus zwei mit Tinte beschriebenen Notenseiten und ist nun als Teil der Ausstellung „Beziehungszauber“ erstmals öffentlich zu sehen. Die Schau, die mit Musikhandschriften, Büsten, Drucken, Briefen und Fotografien weitere Exponate aus der kostbaren Lübecker Sammlung zeigt, wird am Mittwoch, 1. Februar um 17 Uhr im Brahms-Institut wiedereröffnet.

Im Dezember letzten Jahres erhielt das Brahms-Institut an der MHL die Originalhandschrift des Brahms-Liedes „Trennung“ op. 14 Nr. 5. „Das Scheiden, Scheiden tuet not, wie Tod ist es so harte“, heißt es in der vierten Strophe des Liedes, das Brahms 1858 vertonte. Das Manuskript schenkte er im Herbst seiner Verlobten Agathe von Siebold. Möglicherweise war dieses Geschenk bereits ein Vorbote, denn der erwartete Heiratsantrag blieb aus. Die Verbindung des ungleichen Paares, der Göttinger Professoren-Tochter mit dem damals noch mittellosen jungen Komponisten, dauerte nur wenige Monate. Agathe löste die Verlobung enttäuscht wieder auf: „Da war ja nur das Eine noch möglich – zu entsagen, und das habe ich dann, wenn auch mit blutendem Herzen, getan“, schrieb sie noch Jahrzehnte später in einem Brief an ihre Freundin, der ebenfalls in der Ausstellung zu sehen ist. Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger erläutert: „Nach der Trennung vernichtete Agathe von Siebold alle Dokumente von Brahms – bis auf drei Liedautografe: Die ‘Trennung‘ erhielt ihre Freundin Franziska Rosenbach, von deren Nachfahren das Autograf ins Lübecker Brahms-Institut gelangte.“ Auch das Manuskript des Liedes „Sonett“ op. 14 Nr. 4, das Agathe ebenfalls verschenkte, gehört zur Instituts-Sammlung und ist in der Ausstellung zu sehen. Brahms scheute fortan eine feste Bindung und blieb zeitlebens Junggeselle. An Verehrerinnen mangelte es ihm allerdings nicht: Er sammelte ihre Fotos im Portrait- und Visitformat, die in der Ausstellung unter dem Motto „Brahms und die Frauen“ ebenfalls gezeigt werden. Die Schau „Beziehungszauber“ stellt Brahms auch in andere, vielfältige Beziehungen wie zu Freunden und Kollegen aus dem unmittelbaren Umfeld. Musikbibliothekar Stefan Weymar, der die Schau zusammen mit Sandberger kuratiert hat: „Aus dem Zusammenspiel der beziehungsreichen Exponate ergibt sich für den Besucher ein dynamisches Brahms-Bild, das durch den Blick auf sein Netzwerk neue, auch überraschende Konturen erhält.“ Die Ausstellung zeigt unter anderem Widmungskompositionen an Brahms. So auch von Joseph Joachim und Clara Schumann, die Brahms in enger Freundschaft Werke gewidmet haben oder von Komponistenkollegen wie Johann Strauß und Hans Huber, die ihre Werke in Verehrung Brahms dedizierten. Viele Widmungswerke beziehen sich auf bevorzugte Gattungen und populäre Kompositionen von Brahms, wie etwa auf seine „Ungarischen Tänze“ oder auf seine Walzer op. 39. Auch bedeutende grafische Arbeiten wie die „Brahms-Phantasie“ von Max Klinger sind in die Schau einbezogen. Im Wintergarten der Villa Eschenburg sind verschiedene Brahms-Büsten zu sehen: von den naturalistischen Bildnissen Tilgners und Küchlers, die noch zu Brahms’ Lebzeiten gefertigt wurden, bis hin zu den eigenwilligen Lösungen, die Arno Breker und Milan Knobloch im ausgehenden 20. Jahrhundert schufen. Mit einer öffentlichen Führung und einer Präsentation der neuen Originalhandschrift, wird die Ausstellung am Mittwoch, 1. Februar um 17 Uhr in der Villa Eschenburg eröffnet. Sie ist bis zum 31. Mai 2017 jeweils am Mittwoch und Samstag von 14 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung zu sehen. Der Eintritt zur Eröffnung und zur Ausstellung ist frei.

Der Ausstellungskatalog (edition text+kritik, München) zeigt 60 herausragende Exponate in hochwertigen Farbabbildungen, darunter zahlreiche Erstveröffentlichungen. Beiträge der Kuratoren Wolfgang Sandberger und Stefan Weymar führen in die Thematik und die Exponate ein. Er ist im Buchhandel für 19,90 Euro sowie im Brahms-Institut erhältlich.

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Lübeck, 26.01.2017

Werkstatt Popularmusik: Rock, Metal, Pop und Wintersongs

Zur „Werkstatt Popularmusik“ lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Samstag, 4. und Sonntag, 5. Februar ein. Rock, Pop und Groove stehen am Samstag um 19.30 Uhr im Mittelpunkt, am Sonntag um 17 Uhr dagegen Gospel, Pop und Jazz unter dem Motto „Wintersongs“.

Rund 50 Studierende geben mit zwei Konzerten einen Einblick in die Semesterarbeit und präsentieren die unterschiedlichen Ausprägungen populärer Musik an der MHL, für die sich Bernd Ruf mit seiner Professur für Popularmusik, Jazz und Weltmusik seit 13 Jahren verantwortlich zeigt. Am Samstag, 4. Februar ab 19.30 Uhr werden die Studierenden unter Leitung von Oliver Sonntag, Ulrich Kringler und Michael Pabst-Krüger den Großen Saal mit Metal, Pop und Groove rocken. Laut und metallisch hämmert es, wenn das Rockensemble von Oliver Sonntag sich der Musik der Progessive-Metal Band „Dream Theater“, der Psychedelic Rockband „Motorpsycho“ und der Alternative Metalband „System of a Down“ verschreibt. Weitaus versöhnlicher klingen die Vintagesounds des Schweizer Songwriter-Duos „Boy“ oder der 80iger-Jahre-Sound der Pop-Ikone Steve Winwood, die das MHL-Popensemble unter Ulrich Kringler präsentiert. Dass parallel zum Lübschen Winter der Sommer in der anderen Erdhälfte zu feurigen Rhythmen antreibt, ruft die MHL-Percussion-Group unter Michael Pabst-Krüger in Erinnerung. Sanftere Töne schlagen der MHL-PopsChor und das MHL-Jazzensemble am  Sonntag, 5. Februar um 17 Uhr in der Werkstatt „Winter Songs“ an. 30 Studierende der MHL, unter anderem die MHL-Pop Singers, der MHL-PopsChor und das MHL-Jazzensemble finden unter Leitung von Prof. Bernd Ruf und Patrick Farrant eine musikalische Antwort auf die Frage „Wie klingt der Winter?“ Mit groovigen Pop-und Jazz-Songs und mitreißenden Gospels zeigen sie, dass er prickelnd frisch, im Inneren jedoch wohlig warm sein kann, auf jeden Fall aber Raum zum Nachdenken und Nachsinnen schafft. Das Programm beinhaltet unter anderem Song-Klassiker wie Michael Jacksons „Man in the Mirror“ und Hits wie Bobby McFerrins „Don’t Worry, Be Happy“. Außerdem spielt die Newcomer-Formation Bent?, die im September 2016 den zweiten Platz beim Lübecker Jazzpreis gewann. Sie überrascht mit ihrer ethnischen Musik in der ungewöhnlichen Besetzung für Harfe, Gesang, Gitarre und Percussion. Ganz im Sinne ihres Bandnamens, der japanisch für „Mix-Box“ steht, vereinen die jungen Musiker Nora-Elisa Kahl (Harfe, Gesang), Frederik Schlender (E-Gitarre) und Patrick Huss (Percussion) in ihren Kompositionen und Arrangements moderne Jazzklänge mit ethnischer Musik aus unterschiedlichen Kulturen. „Es ist mitreißend, welche Energie die jungen Sängerinnen und Sänger durch ihre Begeisterung beim Musizieren freisetzen“, schwärmt Bernd Ruf.

Wer das erleben möchte, erhält Karten bei allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen für 14 Euro und 19 Euro, ermäßigt 8 und 12 Euro. Restkarten gibt es an der Abendkasse.

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Lübeck, 26.01.2017

Internationale Studierende bei Plöner Tagen der Kammermusik

Zwölf junge Ensembles der Musikhochschule Lübeck (MHL) geben in der Reihe „Wir in Schleswig-Holstein“ drei Konzerte bei den Plöner Tagen der Kammermusik. Mehr als 40 Instrumentalisten der MHL präsentieren am 4., 5. und 11. Februar Schlüsselwerke der Kammermusik jeweils ab 19.30 Uhr im Kulturforum Schwimmhalle Schloss Plön.

Die jungen Musikerinnen und Musiker stellen bedeutende Kammermusikwerke aus drei Jahrhunderten vor. Wer Kammermusik liebt, kommt dabei voll auf seine Kosten: vom Klaviertrio über das Streichquartett bis hin zum Saxophonensemble sind Werke von Mozart, Beethoven, Schumann, Brahms, Schostakowitsch und Nielsen zu hören. Jeweils vier Ensembles stellen sich pro Abend vor. Es musizieren Instrumentalisten verschiedener Ausbildungsstufen aus 18 Nationen, die mit dem Schwerpunkt Kammermusik an der MHL studieren.   

Bei „Wir in Plön I“ stellen die Studierenden am Samstag 4. Februar ab 19.30 Uhr ein abwechslungsreiches Programm in verschiedenen Streicher- und Bläserbesetzungen vor. Unter anderem erklingt Brahms‘ virtuoses g-Moll Klavierquartett, das mit seinem berühmten „Rondo alla Zingarese“ an traditionelle ungarische Volksweisen erinnert. Des Weiteren ist Mozarts berühmtes Kegelstatt-Trio in der klangvollen Besetzung für Klavier, Klarinette und Viola sowie Carl Maria von Webers Trio op. 63 für Flöte, Cello und Klavier zu hören, das zu Unrecht nur selten aufgeführt wird. Es gehört zu den bedeutendsten Klaviertrios der Romantik, nicht nur durch seinen melancholischen Grundton.    

„Wir in Plön II“ stellt am Sonntag, 5. Februar um 19.30 Uhr bedeutende Werke für Bläserensemble in den Mittelpunkt. Das Klarinettentrio op. 114 ist eines von Brahms‘ Spätwerken. Dem berühmten Soloklarinettisten und Brahms-Freund Richard Mühlfeld ist es zu verdanken, dass Brahms für dieses Klarinettentrio 1891 noch einmal zur Feder griff, obwohl er eigentlich angekündigt hatte, nicht mehr zu komponieren. Ein besonderes Juwel im variantenreichen Programm ist Henri Pousseurs Saxophonquartett „Vue sur les jardins interdits", mit dem der belgische Komponist auf moderne Weise ein Bach-Thema aufbereitet. In einer fein gearbeiteten Collagentextur windet er neue Klänge um einen Bachchoral. Vom dänischen Komponisten Carl Nielsen ist sein einziges bedeutendes Kammermusikwerk für ein reines Bläserensemble zu hören: das Quintett op. 43. Im Geiste der Wiener Klassik komponiert, vermittelt es Nielsens Vorliebe für Mozart.  

Am Samstag, 11. Februar steht „Wir in Plön III“ dann im Zeichen des klassischen Streichquartetts. Drei junge Ensembles präsentieren mit den Streichquartetten a-Moll und A-Dur von Schumann sowie mit dem Streichquartett B-Dur von Brahms noch einmal herausragende Werke der Kammermusikliteratur. Als Besonderheit ist an diesem Abend zudem ein Trio für zwei Saxophone und Klavier zu hören, das Dimitri Schostakowitsch im Alter von nur 17 Jahren ursprünglich für Geige, Cello und Klavier komponierte. In einem einzigen umfangreichen Satz entfaltet er darin farbenreiche Klangmotive.

Wer facettenreiche Kammermusik vor malerischer Kulisse liebt, sollte sich die drei Konzerte der Plöner Kammermusiktage nicht entgehen lassen. Sie finden im Kulturforum Schwimmhalle Schloss Plön (Schlossgebiet 1a) statt. Karten sind für 15 Euro, ermäßigt 10 Euro im Vorverkauf in der Buchhandlung Schneider (Lübecker Str. 18, Telefon 04522/789939) erhältlich. Restkarten gibt es an der Abendkasse. 

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Lübeck, 26.01.2017

Flötistin Angela Firkins „Zu Gast bei Brahms“

Am Mittwoch, 8. Februar nimmt erneut eine Künstlerpersönlichkeit der Musikhochschule Lübeck (MHL) auf dem weißen Sessel in der Villa Eschenburg Platz. Ab 19 Uhr stellt sich diesmal die Flötistin Prof. Angela Firkins den Fragen von Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts.

Die einzige Musikhochschule des Landes beherbergt erstklassige Musikerinnen und Musiker. Dass sich der Lehrkörper nicht nur durch herausragende Künstler, sondern auch durch spannende Persönlichkeiten auszeichnet, bringt Sandberger in seiner neuen Reihe „Zu Gast bei Brahms“ ans Licht. Sein aktueller Gast, Flötistin Angela Firkins, war Soloflötistin der Symphoniker Hamburg und der NDR-Radiophilharmonie Hannover. Vor rund zwanzig Jahren folgte sie dem Ruf an die MHL. Sandberger geht als hartnäckiger und gewandter Moderator nicht nur musikalischen Themen auf den Grund: kulturpolitische, persönliche oder tagesaktuelle Themen kommen zur Sprache. Fragen und Antworten fügen sich zu einem sehr persönlichen Portrait seiner Gesprächspartnerin. Im Anschluss an das Gespräch wird Firkins ihr aktuelles Lieblingsstück präsentieren. Welches es sein wird, bleibt eine Überraschung. Firkins studierte in Hamburg, Freiburg und München. Lange Zeit war sie Mitglied im Bundesjugendorchester, in der Jungen Deutschen Philharmonie und im Jugendorchester der Europäischen Gemeinschaft. Als Mitglied des Albert-Schweitzer-Quintetts war sie Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, wie dem Deutschen Musikwettbewerb und dem ARD-Wettbewerb. Sie erhielt den Preis der deutschen Schallplattenkritik, produzierte verschiedene CDs sowie Rundfunkaufnahmen und konzertierte auf zahlreichen Bühnen im In- und Ausland. Sie ist mit dem amerikanischen Hornisten Donald Firkins verheiratet, Solohornist bei den Symphonikern Hamburg. Mit ihm hat sie fünf Kinder zwischen 16 und 26 Jahren. Sie verbringt gerne Zeit mit ihrer Familie und Freunden und beschäftigt sich in ihrer raren Freizeit mit Lesen, Reisen, Spielen und Wandern. 

Der Eintritt kostet 5 Euro und 8 Euro, es gibt keine Ermäßigung. Karten sind im Vorverkauf bei der „Konzertkasse“ erhältlich. Im Brahms-Institut wird ab 18 Uhr ein Catering angeboten, dann können auch Restkarten an der Abendkasse (Jerusalemsberg 4) erworben werden.

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Lübeck, 26.01.2017

Klänge der Renaissance: moderiertes Konzert über „L’homme armé“

Die Musikhochschule Lübeck (MHL) lädt am Donnerstag, 9. Februar um 19.30 Uhr zu einem moderierten Konzert nach St. Aegidien ein. Die Theorieklasse Prof. Dr. Oliver Korte und der MHL-Kammerchor unter Leitung von Kerstin Behnke präsentieren L’homme armé-Messen der Renaissance.

Der von Kerstin Behnke geleitete MHL-Kammerchor präsentiert die berühmte „Missa L’homme armé sexti toni“ von Josquin Desprez sowie die zu ihrer Zeit hochgeschätzte, heute aber weniger bekannte „Missa L’homme armé“ von Antoine Brumel. Studierende der Theorieklasse führen in die Geschichte und die Tradition der „L’homme armé“-Messen ein, die als Staatskunst für besondere Anlässe galten. Die jungen Musiktheoretiker geben Einblick in die Kunst und Ästhetik der Renaissance und in den unerschöpflichen kompositorischen Reichtum der beiden „L’homme armé“-Messen. Der Chor singt dazu live Klangbeispiele ein und führt beide Werke im Anschluss auf. Hinter „L’homme armé“ (Der bewaffnete Mann) verbirgt sich eine aus Frankreich stammende populäre Melodie, die im 15. und 16. Jahrhundert Grundlage zahlreicher Messevertonungen war. Sie inspirierte insbesondere Komponisten aus dem franco-flämischen Raum zu kunstvollen Vertonungen. Die Komponisten traten in einen regelrechten Wettstreit, um ihre Vorgänger an musikalischer Eleganz und struktureller Raffinesse zu überbieten. Mehr als vierzig Werke sind überliefert. Es singen 20 Studierende im Kammerchor der MHL. Sie haben sich auch in Seminaren mit der Stilistik und Aufführungspraxis der Renaissance-Messen befasst. Chorleiterin Kerstin Behnke erläutert: „Das Eintauchen in eine alte Musizierpraxis eröffnet den Studierenden ganz neue musikalische Welten.“

Karten sind für 14 Euro, ermäßigt 10 Euro bei allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen erhältlich. Restkarten gibt es an der Abendkasse.

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Lübeck, 26.01.2017

Lions-Förderpreis 2017 für Bratschistin und Pianisten der MHL

Den diesjährigen Förderpreis des „Lions Club Lübeck Liubice“ erhalten die Bratschistin Erika Cedeno Campos und der Pianist Seungwoo Baek. Am Dienstag, 21. Februar stellen die beiden jungen Künstler ihr Können unter Beweis. Ab 19.30 Uhr präsentieren sie im Kammermusiksaal romantische Werke von Clarke, Enescu und Schumann.

Mit drei ganz unterschiedlichen Kompositionen präsentiert das Duo Bratschenliteratur des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Der aus vier Stücken bestehende Zyklus „Märchenbilder“, den Robert Schumann zwischen 1851 und 1852 komponierte, gehört zu seinen wenigen Originalkompositionen für die Besetzung Viola und Klavier. Schumann ließ sich dazu von einem gleichnamigen Gedicht des deutschen Dichters Louis du Rieux inspirieren. Des Weiteren ist die Viola-Sonate von Rebecca Clarke zu hören. Die Bratschistin und Komponistin reichte das Werk 1919 bei einem Kompositionswettbewerb ein. Unter den 72 Beiträgen favorisierte die Jury Clarkes Sonate und ein Stück des Schweizer Komponisten Ernest Bloch. Am Ende ging Bloch als Sieger aus dem Wettbewerb hervor und Clark erhielt den zweiten Preis. Doch bei der öffentlichen Aufführung im gleichen Jahr kam der Verdacht auf, dass der Name „Rebecca Clarke“ das Pseudonym eines männlichen Komponisten sei: solch ein Werk könne nicht von einer Frau komponiert worden sein. Im außerordentlichen Konzertstück des jungen George Enescu, das im Anschluss erklingt, lassen sich Einflüsse von Brahms, Tschaikowsky und Strawinsky ausmachen. Enescu gibt der Viola mal leidenschaftlich, mal mit improvisatorischem Tonfall alle Möglichkeiten, ihren vollen, dunklen und schwelgerischen Ton zu entfalten.  Die 25-jährige venezolanische Bratschistin Cede?o erhielt ihre erste musikalische Ausbildung über das berühmte Orchester „El Sistema“ in ihrem Heimatland. Über ihre Bratsche sagt sie: „Die Bratsche ist ein bezauberndes Instrument, ihr warmer Klang hat etwas Melancholisches und Intimes an sich. Es ist ein Klang, der geradezu prädestiniert ist verschiedenste Gefühle auszudrücken.“ Sie studierte an der Universität der Künste in Venezuela, bis sie 2013 nach Deutschland kam, wo sie den Bachelor of Music bei Barbara Buntrock und Lena Eckels absolvierte. Sie war Stipendiatin der Possehl-Stiftung und bei „Live Music Now Hamburg“. Mit dem von ihr gegründeten „Latin Strings Streichquartett“ trat sie an verschiedenen Orten in Schleswig-Holstein auf. Der 29-jährige Südkoreaner Seungwoo Baek studierte zunächst Klavier in seinem Heimatland, wo er mehrfach als Preisträger aus nationalen Klavierwettbewerben hervorging. 2010 kam er nach Lübeck, wo er bei Prof. Konstanze Eickhorst studierte und seinen Master „Klavier solo“ abschloss. Zurzeit absolviert er seinen Master in „Korrepetition und Klavierbegleitung“ in der Kammermusikklasse von Prof. Inge-Susann Römhild.

Karten für das Preisträgerkonzert sind in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen für 14 Euro, ermäßigt 10 Euro erhältlich. Restkarten gibt es an der Abendkasse.

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Lübeck, 02.01.2017

MHL-Studierende stellen zeitgenössische Werke vor

Zu einem Konzert unter dem Motto „Neue Musik?“ lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Samstag, 7. Januar ein. Studierende der MHL präsentieren ab 17 Uhr im Großen Saal Werke für Flöte, Klavier, Saxophon und Schlagzeug.

Sieben Studierende im Profil „Neue Musik“ stellen mit Werken unter anderem von Henze, Psathas und Youngerman die Klangvielfalt zeitgenössischer Musik vor. Sie haben sich die Frage gestellt, was Neue Musik ausmacht und wie sie sich von anderen zeitgenössischen Formen wie dem Jazz abgrenzen lässt. So präsentieren sie Stücke, die den Begriff „Neue Musik“ hinterfragen und zeigen, dass die Grenzen fließend sind. Unter anderem ist die „African Suite“ für Saxophon und Schlagzeug des Belgiers Wim Henderickx zu hören, in der sich Einflüsse westlicher und afrikanischer Kultur mischen. Es erklingt auch die Sonatine für Flöte und Klavier des 2012 verstorbenen Komponisten Hans Werner Henze, eines seiner Frühwerke, das noch deutlich den Einfluss Hindemiths zeigt. Die jungen Musiker stellen weiterhin die „Fuzzy Bird Sonata“ des japanischen Komponisten Takashi Yaoshimatsu vor, die mit deutlichen Jazz-Anklängen eines der beliebtesten Stücke im Saxophon-Repertoire ist. Die Interpreten sind Myrto Michalopoulou (Flöte), Santa Bukovska und Jana De Troyer (Saxophon), Seorim Lee und Yuka Sakoji (Schlagzeug) sowie Danang Dirhamsyah und Konstantinos Troulis (Klavier).

Der Eintritt zum Konzert ist frei.

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Lübeck, 02.01.2017

Preisträger des 53. Possehl-Wettbewerbs stellen sich vor

Die Musikhochschule Lübeck (MHL) lädt am Donnerstag, 12. Januar zum Possehl-Preisträgerkonzert in den Großen Saal ein. Um 19.30 Uhr stellen die Gewinner des 53. Possehl-Musikpreises mit virtuosen Werken von Rossini, Franck, Schumann, Wolf und Popper ihre künstlerischen Fähigkeiten unter Beweis.

Die Cellistin Margreta Häfer setzte sich im November gegen 16 Mitbewerber und sechs Finalisten durch. Die 24-Jährige studiert seit April 2016 im Masterstudium in der Celloklasse von Prof. Troels Svane und erspielte sich den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis. Nun präsentiert sie sich mit Schumanns lyrisch-leidenschaftlichem Adagio und Allegro op. 70, Cassadós Suite für Violoncello solo sowie David Poppers temporeichem Elfentanz op. 39. Die Celloklasse von Prof. Troels Svane war besonders erfolgreich beim diesjährigen Possehl-Wettbewerb, denn auch Lia Chen Perlov kommt aus der Klasse des dänischen Cellisten. Die 22-jährige Israelin erspielte sich den mit 3.000 Euro dotierten zweiten Preis. Sie präsentiert César Francks Violinsonate A-Dur in der Fassung für Violoncello. Der dritte Preisträger Wooyun Kim aus der Klarinettenklasse von Prof. Sabine Meyer präsentiert sich mit Luigi Bassis virtuoser Konzertfantasie über Verdis „Rigoletto“. Die mit einem Förderpreis ausgezeichnete kolumbianische Sängerin Fiorella Hincapie Colorado, aus der Klasse von Birgit Calm, singt schließlich Lieder von Rossini und Wolf. Am Klavier begleiten unter anderem Violetta Khachikyan und Viktor Soos. 17 Instrumental- und Gesangssolisten sowie ein Trio wetteiferten am 16. und 17. November 2016 um den Preis. In zwei Runden stellten sie sich mit halbstündigen Programmen und frei gewählten Stücken vor. Sieben Finalisten kamen in die zweite Runde, neben den Preisträgern der Bratschist Olof von Gagern und die Pianisten Hyelee Clara Chang und Yung Wu. Der Juryvorsitzende und Vertreter des Possehl-Vorstandes Dr. Ole Krönert wird den jungen Musikern ihre Preise überreichen. 10.000 Euro Preisgelder wurden insgesamt vergeben. Den Possehl-Musikpreis verleiht die Jury seit 1962 an herausragende Studierende der MHL. Renommierte Solisten und Ensembles, wie die Klarinettistin Shirley Brill, der Cellist Thomas Grossenbacher und das Artemis-Quartett waren Preisträger des Wettbewerbs. Preisträger 2015 war das Quartetto Lyskamm aus der Klasse von Prof. Heime Müller.

Karten sind für 6 Euro an allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen erhältlich, es gibt keine Ermäßigung. Restkarten gibt es eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse.

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Lübeck, 02.01.2017

Neues Kooperationsprojekt der MHL für „Junges Musiktheater“

„Junges Musiktheater“ steht im Mittelpunkt einer neuen Kooperation, die die Musikhochschule Lübeck (MHL) mit dem Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe (KuB) abgeschlossen hat. Zweimal im Jahr stellen Studierende im KuB künftig szenische Projekte vor. Die Reihe startet am Freitag, 13. Januar um 20 Uhr mit ei-nem Opernpasticcio unter dem Motto „Mad Lovers“.

Mit Ausschnitten aus Opern britischer Komponisten durchleben acht junge Gesangssolisten die Freuden und Leiden der Liebe. Arien und Lieder unter anderem von Händel, Purcell, Quilter und Britten werden unter Regie von MHL-Dozent Prof. Gregor Horres zu einer neuen Handlung verwoben. Es spielt ein Kammer-Ensemble unter Leitung von Prof. Robert Roche, der auch am Flügel begleitet. Acht Gesangsstudierende stürzen sich „Verrückt vor Liebe“ in Sehnsucht, Leidenschaft, Eifersucht, Rache und tiefe Traurigkeit – Gefühlszustände, die allen Menschen vertraut sind, die von Amors Pfeilen getroffen wurden. Der Titel des Opernpasticcios ist dem Theaterstück „The Mad Lover“ des englischen Dramatikers John Fletcher entlehnt, die handlungstragenden Figuren der Zauberwelt von Shakespeares „Sommernachtstraum“: Elfenkönigin „Titania“ und Kobold „Puk“ führen durch die Handlung. Sie begleiten die Liebenden durch die Nacht und lösen durch ihre Zauberspiele allerlei Verwirrungen aus. Letztlich aber verhelfen sie den Paaren zur Klärung ihrer Beziehungen. Arien aus barocken Opern und Oratorien wie unter anderem aus Purcells „Dido und Aeneas“ und Händels „Giulio Cesare“ werden dabei mit Ausschnitten aus Brittens Oper „The Rape of Lucretia“ und seinem Liederzyklus „A Charm of Lullabies“ kontrastiert. Es singen Lena Langenbacher als Titania, Iris Meyer als Puk sowie Sandra Gerlach, Lisa Ziehm, Franziska Löber, Meike Buchbinder, Sargis Mzikyan und Jongyun Park als Liebende.  

„Es ist ein kreatives Experiment“, sagt Robert Roche, Professor für Korrepetition an der MHL: „Es entsteht eine neue Handlung aus Stücken, die dem Stimmfach und dem aktuellen Ausbildungsstand der Gesangsstudierenden entsprechen. Das ist bei der Aufführung ganzer Opern nicht unbedingt der Fall.“ Er hat die Besetzungen für ein neunköpfiges Kammerensemble mit Streichern, Bläsern und Harfe teilweise selbst arrangiert. MHL-Präsident Rico Gubler erläutert die Zielsetzung der neuen Kooperation: „Wir orientieren unsere Ausbildung an den Bedürfnissen des aktuellen Musikgeschehens. Mit dem neuen Projekt nehmen wir die offeneren Formen des Musiktheaters auf, die sich neben dem traditionellen Opernbetrieb entwickeln. Die Kooperation gibt unseren Gesangsstudierenden Gelegenheit, sich ein Projekt vollumfänglich zu erarbeiten und in einem kreativen Bühnenraum zu präsentieren.“

Im Konzertraum des KuB soll mit rund 200 Zuschauern eine intime Atmosphäre entstehen, die an ein Kammerspiel erinnert. Es gibt keine Bühne, sondern eine Spielfläche inmitten des Publikums. Das neue Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe wurde im September 2016 eröffnet. Auf 3000 Quadratmetern bietet es Platz für kulturelle und kreative Angebote.

Die Premiere von „Mad Lovers“ findet am Freitag, 13. Januar um 20 Uhr im Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe (Beer-Yaacov-Weg) statt. Weitere Aufführungen im KuB gibt es am Samstag, 14. Januar um 20 Uhr und am Sonntag, 15. Januar um 17 Uhr. Am Samstag, 28. Januar um 19.30 Uhr und am Sonntag, 29. Januar um 17 Uhr ist der Szenenabend auch im Großen Saal der MHL (An der Obertrave) zu erleben. Karten für Bad Oldesloe gibt es unter der Tickethotline 04531/504-199, Karten für die Lübecker Aufführungen bei allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen. Restkarten für Bad Oldesloe und Lübeck sind an der Abendkasse jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn erhältlich.

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Lübeck, 02.01.2017

„Wir in Malente“: Lübecker Klarinettenklasse präsentiert Mozart-Gala

Zu einer Mozart-Gala lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Freitag, 13. Januar in ihrer Reihe „Wir in Malente“ ein. Ab 19.30 Uhr präsentieren Studierende der internationalen Klarinettenklasse der Professoren Sabine Meyer und Reiner Wehle große Konzertarien.

Studierende der renommierten Lübecker Klarinettenklasse führen Konzertarien auf, die eigens für Sabine Meyer und ihre Klarinette bearbeitet wurden. Reiner Wehle führt die Zuhörer durch das unterhaltsame Programm. Im Mittelpunkt stehen Mozarts virtuose Konzertarien, von denen er rund fünfzig für die großen Sänger seiner Zeit komponierte. Sie wurden direkt auf die Konzertbühne gebracht oder als Einlagen in Opern anderer Komponisten verwendet. Die meisten dieser Arien kommen heute kaum noch auf die Bühne, weil sie schwer zu singen sind. Sabine Meyer: „Die Werke werden kaum aufgeführt und fristen ein Schattendasein. Dabei sind viele von ihnen wahre Kleinode. Es lag nahe, sie für die instrumentale Interpretation zu bearbeiten“. Der Stuttgarter Komponist Andreas Nicolai Tarkmann hat sich dieser Aufgabe angenommen und die Bravourstücke für Sabine Meyer bearbeitet, die dazu auch eine CD veröffentlicht hat. Im Konzert werden sie nun von ihren Studierenden präsentiert. Auftakt und Abschluss des Konzertes ist jeweils eine Arie aus Mozarts Oper „Titus“. Mozart hat darin bereits eine Soloklarinette als Begleitung für die Sänger vorgesehen, so dass nun zwei Klarinetten im Duett erklingen. Die jungen Musiker werden alle klanglichen und technischen Möglichkeiten ihrer Instrumente ausschöpfen, um die besonderen kleinen „Klarinettenkonzerte“ im Rahmen der Mozart-Gala auf die Bühne zu bringen. Es spielen Antonia Jaeger, Vera Karner, Lina Kukulina, Anna Katharina Metz, Anna Paulova und Luc Laidet (Klarinette) sowie Ramona Katzenberger und Wooyun Kim (Bassetthorn). Am Klavier werden sie vom Pianisten Christian Ruvolo begleitet.

Mit ihrer Konzertreihe in schleswig-holsteinischen Städten ist die einzige Musikhochschule des Landes seit 2011 an mittlerweile neuen Spielorten präsent. Mit den Themenkonzerten gibt sie außerhalb des Lübecker Stammsitzes Einblick in ihre Arbeit. Die Mozart-Gala findet im Kursaal Malente (Bahnhofstraße 4a) statt. Karten sind für 15 Euro, ermäßigt 10 Euro, Schüler 5 Euro beim Tourismus-Service Malente in der Bahnhofstraße 3 (Telefon 04523/9590120) sowie an der Abendkasse erhältlich.

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Lübeck, 02.01.2017

Wandelkonzert „Klingende Tasten“ im Brahms-Institut

Das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL) präsentiert „Klingende Tasten“ in einem Wandelkonzert am Samstag, 14. Januar in der Villa Eschenburg. Ab 15 Uhr bringen MHL-Dozenten in der Reihe „Musik im Museum“ die kostbaren historischen Tasteninstrumente in der Villa Eschenburg zum Klingen.

Die Spezialisten für Tasteninstrumente Hans-Jürgen Schnoor und Sergej Tcherepanov stellen in den Räumlichkeiten der klassizistischen Villa mit Werken aus Barock und Klassik vier Instrumente aus verschiedenen Jahrhunderten vor. In zwanzigminütigen Einheiten, moderiert unter anderem von Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger,  lassen die Interpreten eigene Klangräume entstehen, die Baujahr und Bauweise der Instrumente widerspiegeln. Weitere Mitwirkende sind Violinistin Elisabeth Weber und Oboist Diethelm Jonas, die zeigen, welche Auswirkungen der Instrumentenklang auf das Ensemble-Musizieren hat. Zu hören ist ein historisches Cembalo, das der renommierte amerikanische Instrumentenbauer  Byron John Will nachgebaut hat sowie ein um 1880 gebautes Tafelklavier mit englischer Mechanik der Stuttgarter Firma Schiedmayer und Söhne. Es ist eine Dauerleihgabe der Klingberger Eheleute Gertrud und Reinhard Kummer und ist im Rahmen des Wandelkonzertes erstmals öffentlich zu hören. Weiterhin erklingt der 1856 gebaute Blüthner-Flügel, der dem Brahms-Institut durch das Lübecker Ehepaar Margarete und Hartmut Gothe übereignet wurde sowie ein moderner Steinway-Flügel.

Die kleinen Konzerte nehmen die Zuhörer mit auf eine Zeitreise des Instrumentenbaus. In den Pausen wird im Brahms-Institut Kaffee und Kuchen angeboten (nicht im Eintrittspreis enthalten). Nicht nummerierte Karten für acht Euro (keine Ermäßigung) gibt es im Vorverkauf bei der Konzertkasse. Restkarten sind an der Tageskasse erhältlich. 

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Lübeck, 02.01.2017

Kammermusikprojekt mit sämtlichen Beethoven Klaviertrios

Am Samstag, 14. und Sonntag, 15. Januar präsentiert die Musikhochschule Lübeck (MHL) mit „Beethoven Klaviertrios I und II“ erstmals sämtliche Klaviertrios von Ludwig van Beethoven. Jeweils um 19.30 Uhr stellen Studierende der MHL Beethovens bahnbrechende Kammermusikwerke vor. Die Professoren Sascha Lino Lemke und Christoph Flamm geben jeweils um 18 Uhr eine Einführung.

24 Studierende verschiedener Instrumentalklassen haben Beethovens acht Klaviertrios erarbeitet und stellen sie in zwei Abschlusskonzerten vor. Die Trios zählen zu den Meisterwerken der Wiener Klassik und geben Einblick in Beethovens Entwicklung als Komponist. In jeder seiner Schaffensperioden komponierte er Klaviertrios, beginnend mit dem erfolgreichen Debut seines ersten Opus 1 im Jahr 1795. Bis auf das „Gassenhauer-Trio“, das Beethoven für Klavier, Klarinette und Cello setzte, entstanden alle Trios für Klavier, Violine und Violoncello. Eigenwillig und neuartig sorgten sie für große Erfolge, aber auch Irritationen und Unverständnis, unter anderem bei Beethovens Kompositionslehrer Haydn. Auch Beethovens Lebensumstände spiegeln sie wider. So widmete er sein „Erzherzog-Trio“ Rudolph von Österreich, der nicht nur sein Schüler, sondern in späteren Jahren auch sein Mäzen war. Die Zusammenschau aller Trios stellt Meilensteine der Kammermusik vor, mit denen Beethoven den Weg in die Romantik ebnete. Die Werke erklingen in der Reihenfolge ihrer Entstehung: Am ersten Abend sind die drei Trios op. 1, sowie das „Gassenhauer Trio“ op. 11 zu hören. Am zweiten Abend stehen die beiden Trios op. 70, darunter das „Geister-Trio“ sowie die Trios op. 97 und 121a, das bereits zu Beethovens Spätwerk zählt, auf dem Programm. Sascha Lino Lemke, Professor für Musiktheorie und Werkanalyse, geht in seiner Einführung am 14. Januar um 18 Uhr anhand zahlreicher Klangbeispiele der Frage nach „Was uns Beethovens Motto-Eröffnungen verraten“. Lemke: „Statt mit einem geschlossenen Thema zu beginnen, irritiert Beethoven in einigen Trios mit einem einstimmig vorgetragenem knappen Motto, mal rabiat, laut und in schnellem Tempo, mal mysteriös.“ Lemke wird sich auf die Spur dieser ungewöhnlichen Mottos begeben und darstellen, was sie über die Musik aussagen und wie sie dem Komponisten zur Leitidee seiner Stücke wurden.  Christoph Flamm, Professor für Musikwissenschaft, wird in seiner Einführung am 15. Januar um 18 Uhr anhand von Musikbeispielen zeigen, dass Beethoven mit seinen Klaviertrios Opus 1 eine kammermusikalische Gattung neu formte, die zuvor im Schatten anderer Besetzungen gestanden hatte. Er wird aufzeigen, welche Grundlagen es für Beethovens Debüt gab und wie dramatisch er die Gattung mit seinem Opus 1 veränderte. Er beleuchtet auch, wie Zeitgenossen auf Beethovens Werke reagierten.

Die Konzerte beginnen im Anschluss an die Einführungen jeweils um 19.30 Uhr im Großen Saal. Karten sind für 14 und 19 Euro (ermäßigt für 8 und 12 Euro) in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen erhältlich. Restkarten gibt es eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse. 

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Lübeck, 02.01.2017

MHL-Blechbläser und Trompeter Rüdiger Baldauf präsentieren neue „Brasspromenade“

Zu einem neuen Konzert der Reihe „Brasspromenade“ lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Sonntag, 15. Januar um 11 Uhr ein. 20 Studierende der Blechbläserklassen und der MHL-Big Band sowie der renommierte Jazztrompeter Rüdiger Baldauf stellen Werke von Barock bis Blues vor.

Zum Jahresbeginn präsentiert das Große MHL-Blechbläserensemble unter Leitung von Tobias Füller ein besonders facettenreiches Programm. Auf eine Zeitreise nehmen die MHL-Studierenden das Publikum mit: von festlichen Fanfaren des Barock bis zu einem Medley mit Stücken von Michael Jackson. Es sind Originale und Bearbeitungen der Werke von Monteverdi, Bach, Holberg, Crespo, Ingo Louis, Quincy Jones und Michael Jackson zu hören. Der renommierte Jazztrompeter Rüdiger Baldauf ist zu Gast und stellt seine Projekte und neuen Stücke vor. Er führt zusammen mit Tobias Füller durch das Programm. Die Studierenden der Blechbläserklassen werden begleitet von der Rhythmusgruppe der MHL-Big Band an Klavier, Bass, Schlagzeug und Gitarre. Den Auftakt machen eine festliche Fanfare von Crespo, ein mehrchöriger Satz von Gabrieli sowie Teile aus Griegs „Holberg Suite“, ursprünglich für Klavier geschrieben. Der Komponist selbst hat eine zweite Version für Streicher herausgebracht, die hier in einem Arrangement für Bläser vorgestellt wird. In die Moderne leitet das Blechbläserensemble über mit südamerikanischem Tango: dem berühmten „Libertango“ von Piazolla. Der Klassiker „Over the Rainbow“ aus dem Film „Zauberer von Oz“ ist in einer Fassung zu hören, die Paul Kuhn eigens für Rüdiger Baldauf arrangiert hat. Baldauf stellt aus seinem aktuellen Programm Stücke von Michael Jackson, mit „Scandy“ und „Funky No. 5“ auch zwei Stücke aus seiner eigenen Feder vor. Baldauf absolvierte eine klassische Musikausbildung in Köln und Berlin, aber seine Vorliebe galt schon früh dem Jazz, Funk und Soul. Der Grenzgänger zwischen musikalischen Welten interpretiert klassische Trompetenliteratur ebenso wie Neue Musik. Er spielte mit bekannten Künstlern wie Liza Minnelli, Seal, Shirley Bassey, Jennifer Rush, Barbra Streisand und Michael Bublé. Von 1999 war er bis zu dessen Auflösung Mitglied im „United Jazz und Rock Ensemble“, das Größen des Jazz und Jazzrock aus ganz Europa vereinigte. Er spielte mit dem Paul Kuhn Orchester und deutschen Rundfunk Big Bands, insbesondere der WDR Big Band Köln zusammen. Das Große Blechbläserensemble der MHL blickt auf eine zwanzigjährige Tradition zurück. Vom damaligen Posaunenprofessor Ehrhard Wetz gegründet, hat es einen festen Platz im Konzertleben der MHL, der Stadt Lübeck und der Region. Es widmet sich auch neuen kreativen Formen der Kammermusik unter abwechselnder Leitung der Trompeter Matthias Krebber und Tobias Füller.

Das Konzert findet in Kooperation mit dem Saselhaus Hamburg statt, wo es am gleichen Tag um 18 Uhr wiederholt wird. Karten für die Brasspromenade in der MHL sind für 14 und 19 Euro (ermäßigt 8 und 12 Euro) bei allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen erhältlich. Karten für das Konzert im Saselhaus (Saseler Parkweg 3) gibt es ab Karten 12 Euro unter www.sasel-haus.de, Restkarten eine Stunde vor Beginn an der Abendkasse.

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Lübeck, 02.01.2017

MHL-Kammerorchester spielt ohne Dirigenten

Das Kammerorchester der Musikhochschule Lübeck (MHL) spielt am Samstag, 21. Januar um 19.30 Uhr im Großen Saal. 30 Studierende stellen in verschiedenen Besetzungen, ganz ohne Dirigenten, Werke von Haydn, Boccherini und Berg vor.

Die jungen Musikerinnen und Musiker nehmen ihr Publikum auf eine Reise von der Klassik in die Moderne, vom Morgen in die Nacht mit. Es erklingt Alban Bergs Kammerkonzert für Klavier, Geige und dreizehn Blasinstrumente sowie seine einsätzige Klaviersonate op. 1 in der Fassung für zehn Bläser. Außerdem ist Joseph Haydns sechste Sinfonie „Le Matin“ zu hören, die zu seinem Zyklus „Die Tageszeiten“ gehört. Von Boccherini erklingt das Streichquintett „Musica notturna della strade di Madrid“ (Nachtmusik aus den Straßen Madrids), dessen Geigenthema 2003 neue Berühmtheit erlangte, als es für den Abenteurerfilm „Master and Commander – Bis ans Ende der Welt“ aufgegriffen wurde. Die Einstudierung der Stücke haben die MHL-Professoren Elisabeth Weber (Violine), Jörg Linowitzki (Kontrabass) und Diethelm Jonas (Oboe) übernommen. Für das Musizieren ohne Dirigenten wurden Studierende mit viel kammermusikalischer Erfahrung ausgewählt. Prof. Jörg Linowitzki erläutert: „Die kleine Besetzung verlangt von jedem Mitspieler, das Werk genau zu kennen, um auch ohne Dirigenten alle klanglichen und technischen Möglichkeiten auszuschöpfen. Kontrabassist Carl-Johann Ellert musste sich die Mitwirkung im Projektorchester sogar mit einem klasseninternen Wettbewerb erspielen.“ Eine besondere Aufgabe kommt Konzertmeister Hugo Moinet zu, der in Haydns „Le Matin“ auch die Solopassagen übernimmt.

Karten für das Konzert sind für 14 Euro und 19 Euro, ermäßigt 12 Euro und 8 Euro an allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen erhältlich. Restkarten gibt es eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse.

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Lübeck, 02.01.2017

MHL-Präsident Rico Gubler „Zu Gast bei Brahms“

Am Mittwoch, 25. Januar ist Rico Gubler, Präsident der Musikhochschule Lübeck (MHL) und Professor für Saxophon „Zu Gast bei Brahms“. Ab 19 Uhr stellt er sich den Fragen von Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts an der MHL und gewährt einen persönlichen Einblick in seine Arbeit und sein Leben.

Mit der Reihe „Zu Gast bei Brahms“ soll dem Publikum ein persönlicher Blick auf eine Künstlerpersönlichkeit gewährt werden, die an der MHL lehrt. Mit Rico Gubler nimmt in der vierten Veranstaltung ein besonderer Gast auf dem weißen Sessel Platz: Zwar unterrichtet der studierte Saxophonist, Komponist und Jurist an der MHL eine internationale Klasse, in erster Linie aber ist er hauptamtlicher Präsident. Seit 2014 lenkt der gebürtige Schweizer die Geschicke der MHL. So wird es nicht nur um seine musikalische Laufbahn, sondern auch um die Vereinbarkeit von Musiker- und Komponistenkarriere mit dem Präsidentenamt gehen. Doch auch Fragen zu seinem privaten Leben als zweifacher Familienvater wird sich Rico Gubler stellen. Wie im Talk-Format üblich, wird er zum Ende des Gespräches zehn Sätze vollenden, die Sandberger ihm zu kulturpolitischen, persönlichen oder tagesaktuellen Themen vorgibt. Abschließend wird Gubler sein aktuelles Lieblingsstück vorstellen, welches, bleibt eine Überraschung. Gubler studierte klassisches Saxophon bei Iwan Roth in Basel, Marcus Weiss in Zürich und Jean-Michel Goury in Paris. Dabei spezialisierte er sich auf zeitgenössische Musik, freie Improvisation und live-elektronische Aufführungen. Zeitgleich studierte er Komposition bei Balz Trümpy in Basel und Salvatore Sciarrino in Florenz. Er erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen: unter anderen 1997 und 1998 den begehrten Studienpreis des Migros Genossenschaftsbundes und der Ernst Göhner Stiftung, 1998 den „Prix du Club de mécénat suisse en France“ und ein Jahr später die kulturelle Auszeichnung des Kantons Zürich. Die Stadt Zürich förderte ihn in zwei aufeinanderfolgenden Jahren sowohl als Komponisten (2004) als auch als Interpreten (2005) mit einem Werkjahr. Er gründete verschiedene Ensembles und initiierte neue Konzertreihen. Neben seinem musikalischen Schaffen absolvierte Gubler ein Jurastudium in Zürich. Bis zu seinem Wechsel nach Lübeck unterrichtete er Saxophon und Kammermusik an der Musikhochschule in Lugano und war an der Musikhochschule Basel in leitender Position tätig. Gubler ist mit der Cellistin Imke Frank verheiratet und hat zwei Söhne. Mit seiner Familie lebt er in Lübeck.

Der Eintritt kostet 5 Euro und 8 Euro, es gibt keine Ermäßigung. Karten sind im Vorverkauf bei der „Konzertkasse“ erhältlich. Im Brahms-Institut wird ab 18 Uhr ein Catering angeboten, dann können Besucher auch Restkarten an der Abendkasse in der Villa Eschenburg (Jerusalemsberg 4) erwerben. Als nächster „Gast bei Brahms“ nimmt am Mittwoch, 8. Februar die Flötistin Angela Firkins auf dem weißen Sessel Platz.

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Lübeck, 02.01.2017

„Aufbrüche IX“ mit Musik und Texten

Zum neunten Mal lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Donnerstag, 26. Januar zu ihrer Reihe „Aufbrüche“ in Kooperation mit dem Buddenbrookhaus ein. Unter dem Motto „Solo – Quartett“ präsentieren Studierende der MHL ab 20 Uhr zeitgenössische Kompositionen und Texte des 19. bis 21. Jahrhunderts.

Neun Studierende aus den Klassen „Klassisches Saxophon“ und „Sprecherziehung“ präsentieren im Wechsel Musik und Texte. Mit direkten Übergängen zwischen Musik und gesprochenem Wort lassen sie aus den einzelnen Programmpunkten ein organisches Gesamtkunstwerk entstehen. Vier junge Saxophonisten aus der Klasse von Prof. Rico Gubler spielen in unterschiedlichen Besetzungen von Solo bis Quartett Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, auf der in der klassischen Saxophonausbildung ein Schwerpunkt liegt. Verschiedene Komponisten widmeten dem Instrument mit seinen großen klanglichen Möglichkeiten und seiner Nähe zum Jazzsaxophon nach dem zweiten Weltkrieg ihre Werke. Im Zentrum steht das Saxophonquartett „Vue sur les jardins interdits“ des belgischen Komponisten Henri Pousseur, das in einer fein gearbeiteten Collagentextur neue Klänge um einen Bachchoral windet. Flankiert wird diese Verbindung von den „Sechs Metamorphosen nach Ovid“ op. 49 von Benjamin Britten, die er im Original für Oboe geschrieben hat. Im Konzert präsentieren alle jungen Instrumentalisten sie im Wechsel. Neben einem Solostück des spanischen Komponisten Maurizio Sotelo sind auch Duos zu hören, die für unterschiedliche Instrumente nach Mustern der Minimalmusic rhythmisch komplex komponiert sind. Dazu erklingen Textrezitationen aus den Bereichen Lyrik, Sprechspiel und Szene. Unter anderem sind Hesses Gedicht „Dreistimmige Musik“, ein Text aus Rilkes Gedichtzyklus „Das Stunden-Buch“ sowie ein Rhythmical von Wilhelm Keller zu hören. Vor allem für Sänger, Musikpädagogen und Kirchenmusiker spielt die Sprecherziehung in der Ausbildung an der MHL eine wichtige Rolle. Verbesserte Körperspannung, intensive Atmung und präzise Artikulation sollen dabei zu einem gesunden Umgang mit der Stimme für Textgestaltung und Gesang führen.

Mit diesem Abend in der Reihe „Aufbrüche“ erproben Studierende und Dozierende neue Konzertformen. Das Buddenbrookhaus bietet hier einen passenden Konzertort im vorderen Raum der Mengstraße 6, wo in den nächsten Jahren der Erweiterungsbau entstehen soll. Die MHL bietet mit der Reihe eine Bühne für ein experimentierfreudiges Publikum. Karten gibt es für 4 Euro ausschließlich an der Abendkasse.

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Lübeck, 02.01.2017

„Wir in Schleswig“: MHL-Studierende präsentieren Musik zum Auftakt des Lutherjahres

Zu einem neuen Konzert ihrer Reihe „Wir in Schleswig“ lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Freitag, 27. Januar ein. Unter dem Motto „Und wenn die Welt voll Teufel wäre“ stellen Studierende zum Auftakt des Lutherjahres ab 19.30 Uhr in der Gottorfer Schlosskapelle Orgel- und Vokalwerke der Reformationszeit vor.

Studierende der Kirchenmusik und des Kammerchors der MHL unter Leitung von Kerstin Behnke präsentieren Orgel- und Vokalwerke, die einen direkten Bezug zur Reformation haben und die klanglichen Möglichkeiten der Renaissance-Orgel in der Schlosskapelle zur Geltung bringen. Die jungen Organisten Anna Ludwikowska, Kazuki Tomita und Lars Schwarze spielen Choralbearbeitungen über Luther-Lieder wie unter anderem über „Vater unser im Himmelreich“, das der frühbarocke Organist und Komponist Johann Steigleder bearbeitet hat. Improvisationen werden die Literaturbeiträge spiegeln, kommentieren und zeitgemäß interpretieren. Der Kammerchor unter Leitung von Kerstin Behnke stellt Musik der Vor- und Reformationszeit vor. So sind Teile aus den L’homme-armé-Messen von Josquin und Brumel zu hören sowie das „Hohelied Salomonis“ des Südtiroler Komponisten Leonhard Lechner. Er machte sich im 16. Jahrhundert um das deutsche Liedgut verdient. Da er sich zur Reformation bekannte, wurde er für „vogelfrei“ erklärt und verfolgt.

Mit ihrer Konzertreihe in schleswig-holsteinischen Städten ist die einzige Musikhochschule des Landes mittlerweile an neun Spielorten präsent. Mit den Themenkonzerten gibt sie seit 2011 außerhalb des Lübecker Stammsitzes Einblick in ihre Arbeit. Der Eintritt zum Konzert ist frei.

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Lübeck, 02.01.2017

Werkstatt Komposition präsentiert acht Uraufführungen

Das Ensemble für Neue Musik „Tempus Konnex“ ist zu Gast in der Werkstatt Komposition, zu der die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Freitag, 27. Januar um 19.30 Uhr in den Chorsaal der Holstentorhalle einlädt. Die neun Musiker des renommierten Leipziger Ensembles präsentieren acht Uraufführungen, die junge Komponisten aus Lübeck und Leipzig für sie geschrieben haben.

Kompositionsstudierende der Lübecker Klasse von Prof. Dieter Mack und der Leipziger Klasse von Prof. Claus-Steffen Mahnkopf haben acht kurze Werke in verschiedenen Besetzungen speziell für das Ensemble geschrieben. Die Werke werden in einer Workshop-Phase vom 25. bis 27. Januar zusammen mit dem Ensemble erarbeitet. Als Gast konnte die MHL Pascal Gallois, Fagottist des „Ensemble Intercontemporain“ gewinnen, der den Workshop und die Erarbeitung der Werke begleitet. Die koreanische Komponistin Jiyoun Doo gründete das Ensemble 2014 zusammen mit Musikern verschiedener Fachrichtungen, um mehr avantgardistische Musik auf die Bühne zu bringen. Sie hat die künstlerische Leitung des jungen Ensembles, das sich in kurzer Zeit einen Namen gemacht hat. Die 15 Mitglieder sind  Absolventinnen und Absolventen der Bläser- und Streicherklassen der Leipziger Musikhochschule, außerdem Emmanuel Dantscher als Absolvent der Lübecker Klarinettenklasse. Zum Ensemble gehören weiterhin ein Gitarrist, ein Schlagzeuger und ein Philosoph.

„Tempus Konnex“ möchte seine Hörer mit dieser ungewöhnlichen Ensemble-Besetzung auf das Zusammenwirken von Spielen, Hören und Denken aufmerksam machen. Der Eintritt zur „Werkstatt Komposition“ ist frei.

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Lübeck, 19.12.2016

Klavierabend mit Gastpianistin Nina Tichman

Zu einem Klavierabend mit der Gastdozentin Nina Tichman lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Donnerstag, 1. Dezember ein. Ab 19.30 Uhr präsentiert die renommierte Pianistin romantische und impressionistische Werke im Kam-mermusiksaal.

Auf dem Programm stehen Debussys populäre „Suite bergamasque“. Den bekannten  dritten Satz des Werkes mit dem Titel „Clair de Lune“ hat der französische Komponist nach einem Gedicht von Paul Verlaine geschrieben. Weiterhin interpretiert Tichman fünf der zahlreichen Mazurken, die Chopin komponiert hat. Obwohl sie durch den traditionellen polnischen Tanz inspiriert sind, bestechen sie durch anspruchsvolle Chromatik und dramatische Harmonik. Im zweiten Konzertteil erklingt Schuberts Sonate c-Moll D 958, die der Komponist in seinem Todesjahr 1828 als erste von drei Klaviersonaten geschrieben hat. Die Pianistin hat für ihr Programm bewusst Werke ausgewählt, die nicht das herkömmliche Bild der Komponisten widerspiegeln. Tichman: „Debussy ist neoklassisch, die Chopin-Mazurken hochgradig komplex und kontrapunktisch und Schubert extrem dramatisch.“ Nina Tichman, die als Professorin an der Hochschule für Musik in Köln unterrichtet, gibt als Gastdozentin einen Meisterkurs für Studierende der MHL-Klavier-klassen. Als Solistin, Kammermusikerin und Pädagogin gastiert sie auf zahlreichen internationalen Konzertpodien und Festivals. Nina Tichmans umfassende Diskographie belegt ihre künstlerische Vielseitigkeit, unter anderem hat sie das Gesamtklavierwerk von Debussy und Copland eingespielt. Fernsehen und Rundfunk auf fünf Kontinenten widmeten ihr ausführliche Portraits. 2001 gründete Tichman zusammen mit Ida Bieler und Maria Kliegel das Xyrion Trio.

Der Eintritt zum Klavierabend ist frei.

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Lübeck, 19.12.2016

Manuela Uhl „Zu Gast bei Brahms“

Am Mittwoch, 7. Dezember bekommt das Publikum unter dem Motto „Zu Gast bei Brahms“ erneut einen persönlichen Blick auf eine Künstlerpersönlichkeit, die an der Musikhochschule Lübeck (MHL) lehrt. Um 19 Uhr nimmt diesmal die renommierte Sängerin Manuela Uhl auf dem weißen Sessel in der Villa Eschenburg Platz.

International bekannte Künstler gehören zum Lehrkörper der MHL. Dass sie nicht nur herausragende Musiker, sondern auch spannende Persönlichkeiten sind, bringt Prof. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts, in seiner Reihe „Zu Gast bei Brahms“ ans Licht. Sein aktueller Gast, Sopranistin Manuela Uhl, gehört international zu den gefragtesten Interpretinnen der Werke von Strauss und Wagner. Weltweit singt sie die großen Sopranpartien des jugendlich-dramatischen Fachs. Mit seinen charmanten und hartnäckigen Fragen geht Sandberger nicht nur musikalischen Themen auf den Grund, sondern ermöglicht einen sehr persönlichen Blick auf die Sängerin. Wie es im Talk-Format populär ist, lässt Sandberger seine Gäste auch zehn Sätze zu kulturpolitischen, persönlichen oder tagesaktuellen Themen vollenden. So gelingt ein umfassendes Portrait seiner Gesprächspartner. Im Anschluss an das Gespräch wird Manuela Uhl zusätzlich ihr aktuelles Lieblingsstück präsentieren, welches bleibt eine Überraschung. Die Sopranistin studierte in Salzburg und Zürich und war schon bald ständiger Gast auf internationalen Konzertpodien. Sie konzertierte mit Orchestern wie dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, dem Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi, den New Japan Philharmonic in Tokio und den Berliner Philharmonikern. Seit 2011 ist die Sängerin, nach langjährigem Festengagement an der Deutschen Oper Berlin freischaffend tätig. Renommierte Dirigenten wie Thielemann, Nagano, Bychkov, Maazel und Cobos arbeiten regelmäßig mit ihr zusammen. Außerdem war die Schleswig-Holsteinerin in vielen Rundfunk und Fernsehübertragungen zu erleben und hat zahlreiche CDs und DVDs veröffentlicht. Sie ist dreifache Mutter und passionierte Hobbyseglerin.

Der Eintritt kostet 5 Euro und 8 Euro, es gibt keine Ermäßigung. Karten sind im Vorverkauf bei der „Konzertkasse“ erhältlich. Im Brahms-Institut wird ab 18 Uhr ein Catering angeboten, dann können Besucher auch Restkarten an der Abendkasse (Jerusalemsberg 4) erwerben. Als nächster Gast nimmt am Mittwoch, 25. Januar MHL-Präsident und Saxophonist Prof. Rico Gubler auf dem weißen Sessel im Brahms-Institut Platz.

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Lübeck, 19.12.2016

Solokonzerte in St. Jakobi

Die Musikhochschule Lübeck (MHL) lädt am Sonntag, 11. Dezember zu einem Solistenkonzert mit Werken von Haydn, Mozart und Rheinberger ein. Ab 17 Uhr präsentieren MHL-Studierende musikalische Kostbarkeiten des 18. und 19. Jahrhunderts in der Lübecker Kirche St. Jakobi.

Unter der Leitung von Frank Maximilian Hube und Hans-Jürgen Schnoor präsentieren sich vier junge Solisten und ein MHL-Kammerorchester mit einem breit gefächerten Programm. Die junge Cellistin Laura Moinian aus der Klasse von Prof. Troels Svane spielt Haydns zweites Cellokonzert in D-Dur aus der Zeit der reifen „Wiener Klassik“, das für seine weiche, geschmeidige Melodik bekannt ist. Die Violinistin Annette Köhler aus der Klasse von Prof. Heime Müller bringt Mozarts anspruchsvolles und einprägsames Violinkonzert in A-Dur zu Gehör. Studierende der MHL begleiten sie und entfalten den reichen Orchesterklang, der das Werk auszeichnet. Eine innige klangliche Verbindung gehen Orgel und Orchester in Rheinbergers zweitem Orgelkonzert in g-Moll ein, mit dem Michael Min Knudsen aus der Klasse von Prof. Arvid Gast sein Konzertexamen ablegt. Knudsen hat seinen aktuellen Studienschwerpunkt auf die deutsche Romantik gelegt und spielt das Werk an der großen Schuke-Orgel. Die Sopranistin Lena Langenbacher aus der Klasse von Isabel Schaarschmidt stellt sich mit Mozarts Konzertarie „Vorrei spiegarvi, oh Dio!“ KV 418 vor.

Die Kooperation mit St. Jakobi bietet MHL-Studierenden seit 2004 die Möglichkeit, an den berühmten Orgeln zu spielen und an Projekten im historischen Kirchenraum mitzuwirken. Der Eintritt kostet 14 Euro, ermäßigt 10 Euro. Karten sind an allen dem „Lübeck-Ticket“ angeschlossenen Vorverkaufsstellen erhältlich. Restkarten gibt es an der Abendkasse.

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Lübeck, 19.12.2016

Musik trifft Text in der Reihe „Wir in Kiel“

Am Dienstag, 13. Dezember sind Studierende der Musikhochschule Lübeck (MHL) in der Reihe „Wir in Kiel“ zu Gast in der Muthesius Kunsthochschule. Unter dem Motto „Musik trifft Text“ präsentieren sie im Kesselhaus ab 19.30 Uhr zeitgenös-sische Kompositionen und Texte des 19. bis 21. Jahrhunderts.

Neun Studierende aus den Klassen „Klassisches Saxophon“ und „Sprecherziehung“ präsentieren im Wechsel Musik und Texte. Mit direkten Übergängen zwischen Musik und gesprochenem Wort lassen sie aus den einzelnen Programmpunkten ein organisches Gesamtkunstwerk entstehen. Vier junge Saxophonisten aus der Klasse von Prof. Rico Gubler spielen in unterschiedlichen Besetzungen von Solo bis Quartett. Im Zentrum steht das Saxophonquartett „Vue sur les jardins interdits“ des belgischen Komponisten Henri Pousseur, das in einer fein gearbeiteten Collagentextur neue Klänge um einen Bachchoral windet. Flankiert wird diese Verbindung von den „Sechs Metamorphosen nach Ovid“ op. 49 von Benjamin Britten, die er im Original für Oboe geschrieben hat. Im Konzert präsentieren alle jungen Instrumentalisten sie im Wechsel. Neben einem Solostück des spanischen Komponisten Maurizio Sotelo sind auch Duos zu hören, die für unterschiedliche Saxophoninstrumente nach Mustern der Minimalmusic rhythmisch komplex komponiert sind. Dazu erklingen Textrezitationen aus den Bereichen Lyrik, Sprechspiel und Szene. Unter anderem sind das Gedicht „Dreistimmige Musik“ von Hermann Hesse, ein Text aus Rainer Maria Rilkes Gedichtzyklus „Das Stunden-Buch“, ein Rhythmical von Wilhelm Keller und die „Récitation Nr. 9“ für Solostimme des griechischen Komponisten Georges Aperghis zu hören. Vor allem für Sänger, Musikpädagogen und Kirchenmusiker spielt die Sprecherziehung in der Ausbildung an der MHL eine wichtige Rolle. Verbesserte Körperspannung, intensive Atmung und präzise Artikulation sollen dabei zu einem gesunden Umgang mit der Stimme für Textgestaltung und Gesang führen.

Mit diesem Abend in der Reihe „Wir in Kiel“ gibt die MHL außerhalb ihres Lübecker Stammsitzes Einblick in ihre Ausbildung. In weiteren acht Städten Schleswig-Holsteins sind Studierende der MHL regelmäßig mit Themenkonzerten zu hören. Der Eintritt zum Konzert ist frei.

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Lübeck, 19.12.2016

MHL-Ensemble eröffnet Konzertreihe „Wir in Bad Oldesloe“

Die Musikhochschule Lübeck (MHL) lädt am Donnerstag, 15. Dezember um 19.30 Uhr erstmals zu einem Konzert in Bad Oldesloe ein. Im neu erschlossenen Kultur- und Bildungszentrum spielt das MHL-Ensemble für Alte Musik unter dem Motto „Concerto con Cello“ Sinfonien von C.P.E. Bach und Cellokonzerte von Haydn.

17 Studierende des MHL-Ensembles für Alte Musik präsentieren unter Leitung von MHL-Professor Hans-Jürgen Schnoor die Arbeit des laufenden Wintersemesters. Es erklingen zwei Sinfonien von C.P.E. Bach. Der zweitälteste Sohn Johann Sebastians galt zu Lebzeiten als berühmtester Vertreter seines Namens und wurde spätestens im Jubiläumsjahr 2014 mit vielen Konzerten und Einspielungen neu ins Blickfeld gerückt. Seine beiden Sinfonien in G-Dur und D-Dur sind Werke aus der Berliner Zeit, als er Cembalist am Hof Friedrich des Zweiten war. Sie sind dreisätzig und folgen dem in Potsdam geprägten italienischen Ensemblestil. Seine Sinfonie in D-Dur hat Bach mit zusätzlichen Flöten, Oboen und Hörner ausgestattet und erreicht einen vollen Orchesterklang. Cellistin Friederike Seeßelberg aus der Klasse von Prof. Troels Svane präsentiert das erste Cellokonzert in C-Dur von Haydn. Es galt lange als verschollen, wurde erst 1961 im Prager Nationalmuseum wiederentdeckt und nach fast 200 Jahren erstmals wieder aufgeführt. Haydns zweites Cellokonzert in D-Dur entstand 1783 und ist eines seiner wenigen Werke aus der Zeit der reifen „Wiener Klassik“. Dem virtuosen Seiltanz widmet sich Solist Korbinian Bubenzer, ebenfalls aus der Klasse von Troels Svane. Das Ensemble für Alte Musik der MHL formiert sich regelmäßig neu und tritt projektbezogen auf, um die Besonderheiten der historischen Aufführungspraxis zu erarbeiten. Der Begründer und Leiter des Ensembles Hans-Jürgen Schnoor war über Jahrzehnte prägender Kirchenmusikdirektor in Neumünster und ist Professor für historische Tasteninstrumente an der MHL. Er konzertiert am Cembalo, Hammerklavier und an der Orgel solistisch, als Liedbegleiter und als Kammermusikpartner. Zahlreiche Rundfunkaufnahmen dokumentieren seine Arbeit. Das Konzert findet im neuen Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe statt, das im September diesen Jahres eröffnet wurde. Auf 3.000 Quadratmetern bietet es Platz für kulturelle und kreative Angebote. Karten sind für 13,50 Euro und 15,50 Euro an der Abendkasse, bei den Vorverkaufsstellen in Bad Oldesloe für 11,50 Euro und 13,50 Euro erhältlich.

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Lübeck, 19.12.2016

Weihnachtskonzert mit dem MHL-Ensemble für Alte Musik

Die Musikhochschule Lübeck (MHL) lädt am Samstag, 17. Dezember zu einem Weihnachtskonzert in den Großen Saal ein. Unter der Leitung von Hans-Jürgen Schnoor stimmt das MHL-Ensemble für Alte Musik ab 19.30 Uhr mit Werken von C.P.E. Bach, Haydn und Mozart auf die Festtage ein.

Studierende des MHL-Ensembles für Alte Musik präsentieren unter Leitung von MHL-Professor Hans-Jürgen Schnoor Arbeitsergebnisse aus dem laufenden Wintersemester. Es erklingt die Sinfonie G-Dur für Streichorchester von C.P.E. Bach. Der zweitälteste Sohn Johann Sebastians galt zu Lebzeiten als berühmtester Vertreter seines Namens und wurde spätestens im Jubiläumsjahr 2014 mit vielen Konzerten und Einspielungen neu ins Blickfeld gerückt. Über seinen wegbereitenden Kompositionsstil soll Mozart gesagt haben: „Er ist der Vater, wir sind die Bubn.“ Cellistin Friederike Seeßelberg aus der Klasse von Prof. Troels Svane spielt das erste Cellokonzert in C-Dur von Haydn, das noch stark ausgeprägte Zeichen des Spätbarock trägt. Prägnant ist der Wechsel von Solo- und Tuttipassagen. Solist Korbinian Bubenzer, ebenfalls aus der Klasse von Troels Svane, stellt Haydns zweites Cellokonzert in D-Dur aus dem Jahr 1783 vor. Man hielt es lange für eine Komposition von Antonin Kraft, dem Haydn das Werk widmete. Erst 200 Jahre später wurde Haydns autographe Partitur wiederentdeckt. Außerdem erklingt die 40. Sinfonie g-Moll, die zu Mozarts bekanntesten Werken gehört. Mozart häufte Schulden an und musste Bettelbriefe an Freunde und Bekannte schreiben, als er das Werk komponierte. Trotzdem ist Düsternis nicht der vorherrschende Charakter des Werkes.

Das Ensemble für Alte Musik der MHL formiert sich regelmäßig neu und tritt projektbe-zogen auf, um die Besonderheiten der historischen Aufführungspraxis zu erarbeiten. Der Begründer und Leiter des Ensembles Hans-Jürgen Schnoor ist Professor für historische Tasteninstrumente an der MHL. Karten sind für 14 Euro und 19 Euro, ermäßigt 8 Euro und 12 Euro in allen dem „Lübeck-Ticket“ angeschlossenen Vorverkaufsstellen erhältlich. Restkarten gibt es eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse (An der Obertrave).

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Lübeck, 19.12.2016

Erfolg für Lübecker Kompositionsstudenten

Eine Fachjury hat im Rahmen der 10. Saarbrücker Komponistenwerkstatt vier Orchesterwerke junger Komponisten ausgewählt. Zu ihnen gehört Samuel Walther, der in der Klasse von Prof. Dieter Mack an der MHL studiert.

Die ausgewählten Stücke werden in einer mehrtägigen Arbeitsphase der Deutschen Radio Philharmonie unter Leitung von  Manuel Nawri einstudiert. Am 5. Mai 2017 werden sie im Rahmen des Abschlusskonzerts uraufgeführt und live auf SR 2 KulturRadio übertragen. Der 21-jährige Walther hat sein rund zehnminütiges Werk „Triptych“ for Ellsworth Kelly genannt. Das dreiteilige Orchesterstück für große Besetzung entstand aus seiner tiefgründige Beschäftigung mit zeitgenössischer Kunst, ihren Theorien und Persönlichkeiten, allen voran dem Widmungsträger Ellsworth Kelly. Durch eine extreme Fokussierung des Materials und eine bewusste Komposition und Konstruktion will Walther mit seinem Stück erlebbar machen, wie Musik Räume erschafft, Farben entstehen lässt und zu etwas scheinbar Greifbarem wird.

Die Saarbrücker Komponistenwerkstatt ist eine Initiative des Saarländischen Rundfunks und der Hochschule für Musik Saar. Sie ist ausdrücklich kein Wettbewerb, sondern eine Werkstatt, in der Komponistinnen und Komponisten sehr eng in die Einstudierung ihrer Orchesterwerke miteinbezogen werden.

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Lübeck, 19.12.2016

17. Maritim Musikpreis

MHL-Student Hyung-Seok Lee erhält Sonderpreis der Eutiner Festspiele beim 17. Maritim Musikpreis.

Der Maritim Musikpreis wird jedes Jahr im Rahmen der Maritim Musikwoche in Timmendorfer Strand verliehen. Der Wettbewerb ist für Studierende aller norddeutschen Musikhochschulen (Hamburg, Hannover, Bremen, Lübeck, Rostock) ausgeschrieben. 81 Studierende aus 19 Nationen hatten sich vom 8.- bis zum 10. Dezember in drei Runden um die Preise des mit 19 000 € dotierten Gesangswettbewerbs beworben. Bei dem Wettbewerb wird auch die Klavierbegleitung ausgezeichnet. MHL-Student Hyung-Seok Lee (Tenor) erhielt einen Sonderpreis in Form eines Engagements bei den Eutiner Festspielen. Rainer Wulff, langjähriger Wettbewerbsleiter und Juryvorsitzender, zeigt sich zufrieden: „Das Niveau des gesamten Wettbewerbs war von der 1. Runde an außerordentlich hoch und bewies die überragende Qualität der Ausbildung an den Hochschulen im Norden.“   

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Lübeck, 19.12.2016

MHL-Student siegreich im Jacques Lancelot Klarinettenwettbewerb

Klarinettist Han Kim, Student an der Musikhochschule Lübeck (MHL), hat den 1. Preis beim internationalen Jacques Lancelot Wettbewerb in Rouen (Frankreich) gewonnen. Der Student aus der Klasse der renommierten Klarinettistin und MHL-Professorin Sabine Meyer erspielte sich außerdem den Sonderpreis für eine Auftragskomposition zu Fuminori Tanadas "Sommerwind V". Auch den Publikumspreis konnte er nach Lübeck holen.

In drei Runden traten die Klarinettistinnen und Klarinettisten in dem hochkarätig besetzten Wettbewerb gegeneinander an. Der Südkoreaner Han Kim setzte sich in der ersten Runde mit Francios Deviennes zweiter Sonate gegen 80 Mitbewerber durch. Das Stück ist eine Hommage an den ungarischen Klarinettisten Manuel de Falla. Im Halbfinale überzeugte Kim mit Bohuslav Martinus Sonate für Klarinette und Klavier, sowie Pablo Sarasates bekannter Carmen Fantasie (Arr. Nicolas Baldeyrou). Außerdem erklang das Grand Duo Concertante von Weber. Drei junge Talente standen sich letztendlich im Finale gegenüber. Kim setzte sich mit seiner Auftragskomposition zu Tanadas Sommerwind V durch. Außerdem brachte er Mozarts Klarinettenkonzert zu Gehör. Der “Concours International de Clarinette Jacques Lancelot” wurde von einer eigens zu diesem Zweck geschaffenen gemeinnützigen Organisation im Mai 2010 unter der künstlerische Leitung von Aude Richard-Camus ins Leben gerufen. Der Wettbewerb richtet sich an junge Klarinettistinnen und Klarinettisten aller Nationalitäten zwischen 18 und 35 Jahren. In Gedenken an den renommierten Künstler und Lehrer Jacques Lancelot, sollen junge Talente entdeckt, ausgezeichnet und unterstützt werden. Im Anschluss an den Wettbewerb bestreitet Han Kim nun seine Siegertour. Die „Jacques Lancelot International Clarinet Competition Association“ ermöglicht zahlreiche Auftritte in Frankreich, Deutschland und Tschechien.

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Lübeck, 19.12.2016

Großer Erfolg für ISMA-Studentin bei internationalem Harfenwettbewerb

Die 17-jährige Swantje Wittenhagen ist noch Schülerin und Jungstudentin am Institut für schulbegleitende Musikausbildung (ISMA) der MHL und erspielte sich beim Internationalen Harfenwettbewerb in Szeged (Ungarn) bereits den dritten Preis. Ein erster Preis wurde nicht vergeben.

Insgesamt rund 100 Teilnehmer aus der ganzen Welt nahmen am Wettbewerb teil, der seit 2007 alle drei Jahre stattfindet. Swantje Wittenhagen startete in der Gruppe der unter 19-jährigen mit 29 weiteren jungen Musikerinnen und Musikern, die meisten von ihnen bereits regulären Musikstudium. Sechs von Ihnen kamen in die zweite Runde. Wittenhagen überzeugte die Jury unter andrem mit Werken von C.P.E. Bach und Kodály. Sie erhielt mit fünf Jahren ihren ersten Harfenunterricht. Seit 2013 ist sie Jungstudentin in der Harfenklasse von Prof. Gesine Dreyer. Wittenhagen möchte Musik studieren und will im kommenden Februar die Aufnahmeprüfung für ein Harfenstudium an der MHL machen.

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Lübeck, 16.11.2016

Cellistin Margreta Häfer gewinnt 53. Possehl-Wettbewerb

Den 53. Wettbewerb um den Possehl-Musikpreis an der Musikhochschule Lübeck (MHL) hat die Cellistin Margreta Häfer aus der Klasse von Prof. Troels Svane gewonnen. Sie erspielte sich den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis.

Der mit 3.000 Euro dotierte zweite Preis ging an Lia Chen Perlov, ebenfalls aus der Celloklasse von Prof. Troels Svane. Den dritten, mit 1.500 Euro dotierten Preis erhielt der Klarinettist Wooyun Kim aus der Klasse von Prof. Sabine Meyer. Die Sängerin Fiorella Maria Hincapie Colorado aus der Klasse von Birgit Calm erhielt einen Förderpreis in Höhe von 500 Euro. Margreta Häfer setzte sich in der zweiten Runde gegen sechs weitere Finalisten durch. Sie überzeugte die Jury mit Solowerken und Kammermusik von Bach, Haydn, Beethoven und Cassado. Die 24-Jährige studiert seit April diesen Jahres im Masterstudium in Lübeck. In der Nähe von Zwickau geboren, war sie zunächst Jungstudentin bei Prof. Peter Bruns in Leipzig. Ihr Bachelorstudium absolvierte sie bei Prof. Julian Steckel in Rostock. Schon bei Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ und als Jungstudentin wurde sie mit Preisen ausgezeichnet. Sie ist Stipendiatin der Oscar und Vera Ritter-Stiftung sowie der Possehl-Stiftung. 17 Solisten und ein Trio aus den Fächern Gesang, Streicher, Bläser, Schlagzeug und Klavier wetteiferten am Mittwoch und Donnerstag im Großen Saal der MHL. In zwei Runden stellten sie sich jeweils mit einem rund halbstündigen Programm und frei gewählten Stücken vor. Sieben Finalisten kamen in die zweite Runde, neben den Preisträgern waren der Bratschist Olof von Gagern und die Pianisten Hyelee Clara Chang und Yung Wu vertreten.

Der Vorsitzende der Jury Dr. Ole Krönert, Vertreter der Possehl-Stiftung und Präsident des Landgerichts Lübeck, gab heute um 15 Uhr im Großen Saal die Preisträger bekannt. Zur Jury gehörten Prof. Gerd Uecker als Vorsitzender des MHL-Hochschulrates, MHL-Präsident Prof. Rico Gubler, die MHL-Professoren Inge-Susann Römhild, Diethelm Jonas und Jörg Linowitzki sowie die Musikredakteure Jürgen Feldhoff (Lübecker Nachrichten) und Dr. Christian Strehk (Kieler Nachrichten). Den Possehl-Musikpreis verleiht die Jury seit 1962 an herausragende Studierende der MHL. Renommierte Solisten und Ensembles, wie die Klarinettistin Shirley Brill, der Cellist Thomas Grossenbacher und das Artemis-Quartett waren Preisträger des Wettbewerbs. Preisträger 2015 war das Quartetto Lyskamm aus der Klasse von Prof. Heime Müller.

Beim Preisträgerkonzert am Donnerstag, 12. Januar um 19.30 Uhr werden die Gewinner ihre musikalischen Fähigkeiten im Großen Saal der MHL noch einmal unter Beweis stellen.  

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Lübeck, 01.11.2016

Tangofieber in Rendsburg und Lübeck

Die Musikhochschule Lübeck (MHL) lädt zu einer Tango-Gala mit dem legendären Bandoneon-Meister Raul Jaurena ein. Anlässlich seines 75. Geburtstages ist er zusammen mit Studierenden der MHL in zwei Konzerten zu erleben: in der Reihe „Wir in Rendsburg“ am Donnerstag, 24. November um 19.30 Uhr im Nordkolleg Rendsburg und in Lübeck am Freitag 25. November um 19.30 Uhr im Großen Saal der MHL.

Auf dem Programm stehen Tangokompositionen unter anderem von Astor Piazzolla, Ruben Juarez, Carlos Gardel und Raul Jaurena. Die Studierenden präsentieren damit die Arbeitsergebnisse aus einem Workshop mit dem uruguayischen Bandoneonisten Jaurena. Zum dritten Mal hat MHL-Popularmusikprofessor Bernd Ruf Studierende verschiedener Studiengänge zu einem Tango-Projektensemble zusammengerufen, um sie in einem intensiven Meisterkurs an den berühmten Tango Argentino heranzuführen. Jaurena und Ruf verbindet eine jahrelange Freundschaft und Zusammenarbeit. Seit 2008 spielen der Bandoneonist und der Lübecker Klarinettist als „Jaurena Ruf Project“ zusammen und haben bislang fünf CD-Einspielungen mit Tango-Kammermusik veröffentlicht. Jaurena zählt zu den besten Bandoneonisten der Welt. Ihm wurde der Tango sprichwörtlich in die Wiege gelegt. Als Sohn des Bandoneonvirtuosen Francisco Jaurena wuchs er in Uruguay am Rio de la Plata in Montevideo auf, dem Geburtsort des Tangos. Bereits mit acht Jahren gehörte er einem Tango-Orchester an. Eine gefeierte Performance mit Astor Piazzolla auf dem Montreal Jazz Festival wurde zum Meilenstein seiner Karriere. Jaurena: „Ein Tag ohne Bandoneon ist für mich unvorstellbar. Mit ihm atme und lebe ich jeden Tag neu.“ Er spielte in den großen Tango-Orchestern Lateinamerikas und arbeitete unter anderem mit Yo Yo Ma, Giora Feidman und den Stuttgarter Philharmonikern zusammen. 2007 erhielt er einen Latin Grammy für sein Album „Te Amo Tango“. Die Zusammenarbeit mit Bernd Ruf begann 1998 mit Rufs früherem Ensemble „Tango Five“ bei internationalen Festivals in Uruguay, Argentinien, USA und Georgien. Im August feierte Raul Jaurena seinen 75. Geburtstag.

Konzertkarten sind für 13 Euro, ermäßigt 9 Euro in der Coburgschen Buchhandlung (Telefon 04331/22253) und beim Ticket-Service der Tourist-Information im alten Rathaus (Telefon 04331/21120) erhältlich. Restkarten gibt es an der Abendkasse (Am Gerhardshain 44).Das Konzert findet am darauffolgenden Tag, Freitag, 25. November um 19.30 Uhr im Großen Saal der MHL statt. Karten gibt es für 19 und 14 Euro (ermäßigt 12 und 8 Euro) an allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen. Restkarten sind eine Stunde vor Konzertbeginn an der Abendkasse erhältlich (An der Obertrave).

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Lübeck, 01.11.2016

Stipendiaten der Marie-Luise Imbusch-Stiftung konzertieren

Am Samstag, 26. November sind Stipendiaten der Marie-Luise Imbusch-Stiftung im Großen Saal der Musikhochschule Lübeck (MHL) zu Gast. Ab 19.30 Uhr stellen sich Preisträger des Deutschen Musikrates, des Bundeswettbewerbes „Jugend musiziert“ und der MHL mit Werken aus drei Jahrhunderten musikalisch vor.

Acht junge Musikerinnen und Musiker präsentieren solistisch und im Ensemble Werke unter anderem von Bach, Albright, Paulsen und Debussy. Als Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs stellt sich das „Bruch Ensemble“ mit Flötistin Sally Beck, Cellistin Ella Rohwer und Pianistin Claudia Chan vor. Sie stellen einem zeitgenössischen Trio von Gordon Kampe das G-Dur-Trio von Claude Debussy gegenüber, dessen Wiederentdeckung eine musikwissenschaftliche Sensation war: Die fehlende Partitur des zweiten bis vierten Satzes entdeckte der Musikwissenschaftler Ellwood Derr erst 1982 im Nachlass eines Debussy-Schülers in Paris. Das Bruch-Ensemble gründete sich 2013 an der Kölner Musikhochschule und widmet sich der Interpretation Neuer Musik sowie spätromantischer Klänge. Unter den Stipendiaten der Marie-Luise Imbusch-Stiftung sind auch 27 junge Musiker aus Schleswig-Holstein, die sich einen Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ erspielt haben. Repräsentiert werden sie im Konzert von dem 14-jährigen Violinisten Benjamin Günst aus Kiel, der Bachs Solo-Partita in d-Moll vorstellt. Er hat sich mit seinen beiden Instrumenten Violine und Klavier mehrfach Preise bei „Jugend musiziert“ erspielt und kann bereits auf eine rege Konzerttätigkeit verweisen. So spielte er unter anderem solistisch bei einem Galakonzert mit den Kieler Philharmonikern. In die Klangwelt des Saxophons entführt Chiara Paulsen aus Lübeck, ebenfalls Preisträgerin des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“. Zusammen mit ihrer Klavierpartnerin Pauline Bayer wird sie den „Mad Dance“ von William Albright zu Gehör bringen. Hans-Jörg Niether, Vorstandsvorsitzender der Marie-Luise Imbusch-Stiftung, wird den jungen Künstlern die Preise überreichen.

Der Eintritt zum Stipendiatenkonzert ist frei.

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Lübeck, 01.11.2016

„Wir in Itzehoe“ präsentiert musikalische Partnerschaften

In der Reihe „Wir In Itzehoe“ sind Studierende der Musikhochschule Lübeck (MHL) am Sonntag, 27. November im Kulturhof Itzehoe zu Gast. Ab 17 Uhr präsentieren sie unter dem Motto „Partnerschaften“ Kammermusik aus zwei Jahrhunderten vor.

Zehn fortgeschrittene Studierende aus der Klasse von Prof. Inge-Susann Römhild stellen mit Werken von Mozart, Beethoven, Schubert und Schumann ihr Repertoire im Bereich, Liedduo, Kammermusik und Korrepetition vor. Unter anderem sind Mozarts Klaviertrio D-Dur mit dem Trio Peony und Lieder für Sopran und Klavier von Franz Schubert zu hören. Weiterhin erklingen Schumanns gesangliche Fantasiestücke für Cello und Klavier op. 73, mit denen er viele Komponisten zu Vertonungen ähnlicher Art anregte. Den Abschluss des Konzertes bildet Schumanns „Dichterliebe“ nach Texten von Heinrich Heine. Der berühmte Liederzyklus wird in Gänze zu hören sein. Die Ausführenden sind Studierende höherer Semester, darunter auch Preisträger internationaler Wettbewerbe. Dozentin Inge-Susann Römhild, die die Reihe „Partnerschaften“ vor rund zwei Jahren ins Leben gerufen hat: „Eine gute Partnerschaft ist, wie in jeder anderen Beziehung, auch in der Musik die Voraussetzung für einen gelungenen Dialog.“ Wichtig ist ihr, dass ein Geben und Nehmen im musikalischen Fluss entsteht. Beim Liedgesang, den sie in ihrer Klasse unterrichtet, kommt dabei noch eine zusätzliche Dimension hinzu: „Klavierbegleiter müssen einen Text innerlich mitsingen, um genau zu ermessen, wieviel Zeit ein Sänger für eine sinnvolle Diktion braucht.“ Inge-Susann Römhild ist seit 1987 Professorin für Kammermusik und Liedbegleitung an der MHL, wo sie zurzeit über 40 Studierende betreut. Ihre besondere Aufmerksamkeit gilt von jeher der Förderung des musikalischen Nachwuchses vor allem im Bereich Kammermusik. Seit 1994 war sie Rektorin der Musikhochschule Lübeck, von 2008 bis 2014 leitete sie die Hochschule als hauptamtliche Präsidentin.

Karten gibt es für 10 Euro (ermäßigt 5 Euro).

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Lübeck, 01.11.2016

MHL-Dozent in Präsidium des Deutschen Musikrates gewählt

Der MHL-Dozent und Musikpädagoge Dr. Michael Pabst-Krueger wurde am 22.10.2016 von der Mitgliederversammlung des deutschen Musikrats mit großer Mehrheit in das Präsidium des Deutschen Musikrates gewählt.

Mit Dr. Michael Pabst-Krueger sind die Themen „Musikunterricht“ und „Musikalische Bildung an allgemeinbildenden Schulen“ nach mehrjähriger Pause nun wieder mit Sitz und Stimme in dem Leitungsgremium aus 19 Ehrenamtlichen vertreten. Der Deutsche Musikrat repräsentiert die Interessen von rund 14 Millionen Musikerinnen und Musikern, die in mehr als 100 Einzelverbänden organisiert sind. Pabst-Krueger ist auch Präsident des Bundesverbandes Musikunterricht, der sich bundesweit für musikalische Bildung an Schulen einsetzt. Als Präsidiumsmitglied des Deutschen Musikrats will sich Pabst-Krueger besonders für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für musikalische Bildung an Schulen und für die Förderung innovativer Formen musikalischen Lernens engagieren. Außerdem möchte er das Zusammenspiel von schulischer und außerschulischer Bildung fördern und die gesellschaftliche Relevanz von Musik durch die Zusammenarbeit von laien- und professioneller Arbeit stärken.

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Lübeck, 01.11.2016

Erfurter und Lübecker Forschungsprojekt mit 340.000 Euro gefördert

Tolle Neuigkeiten aus der Forschung: Mit rund 340.000 Euro fördert das Land Thüringen bis Oktober 2018 das interdisziplinäre Projekt „Klang – Sprache – Schrift“, das die Universität Erfurt in Kooperation mit dem Fachbereich Musikpädagogik der Musikhochschule Lübeck (MHL) durchführt.

Das interdisziplinäre Projekt „Klang – Sprache – Schrift: Kognitive Grundlagen und pädagogische Anwendungen“ wurde von sieben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen und Hochschulen beantragt. Sie wollen grundlegende kognitionswissenschaftliche Erkenntnisse für die Diagnostik und Förderung von Sprach- und Schriftspracherwerb erweitern und nutzbar machen. Außerdem geht es ihnen um neue Erkenntnisse im Bereich der Gestaltung multimedialer Lernumgebungen. Der MHL-Musikpädagoge Prof. Jens Knigge ist an zwei Teilprojekten beteiligt, die Anfang Oktober gestartet sind. Im ersten Projekt geht es um die Frage, wie sich das verbale Arbeitsgedächtnis zum musikalischen Arbeitsgedächtnis verhält: Sind Menschen, die sich verbale Informationen gut merken können, auch in der Lage musikalische Informationen in ähnlichem Maße zu behalten? Oder sind beide Leistungen von unterschiedlichen Faktoren abhängig? Das zweite Projekt knüpft an Forschungen an, die zeigen, dass Sprach- und Musikverarbeitung gewisse Parallelen aufweisen. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob die Fähigkeiten zur Wahrnehmung und Reproduktion von Musik im Zusammenhang mit der phonologischen Bewusstheit und dem Schriftspracherwerb stehen. Am Forschungsprojekt sind Fachleute aus den Fachbereichen Kognitionspsychologie, Entwicklungspsychologie, Sonderpädagogik, Musikpädagogik und Deutschdidaktik beteiligt. Die Forscherinnen und Forscher sind Prof. Dr. Claudia Steinbrink, Prof. Dr. Ralf Rummer, Prof. Dr. Gerd Mannhaupt, Jun.-Prof. Dr. Stephan Sallat, Dr. David Buttelmann und Dr. Judith Schweppe (alle Erfurt) sowie Prof. Dr. Jens Knigge (Lübeck) als externer Partner. Unter dem Link www.uni-erfurt.de/de/forschung gibt es weitere Informationen zum Gesamtprojekt.

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