Possehl-Musikpreis

Wettbewerb & Preiskonzert
Mit dem jährlich im November stattfindenden Possehl-Musikpreis werden Studierende der MHL ausgezeichnet, die wegen ihrer Begabung und ihrer Leistungen eine besondere Anerkennung und Förderung verdienen. Sie stellen sich beim Preiskonzert im Januar des folgenden Jahres vor – ein abwechslungsreicher Abend voller Musik und fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Lübeck.
OPEN SPACE-Possehlpreis für aktuelle musikalische Aufführungskonzepte
Seit 2019 lobt die Possehl-Stiftung zudem einen Wettbewerb für zeitgenössische Musik und musikalische Aufführungskonzepte aus, der alle zwei Jahre ausgetragen wird. Der nächste Wettbewerb findet im Januar 2027 statt (s.u.).
Possehl-Musikpreis 2026
Die Possehl-Stiftung lobt 2026 zum 63. Mal den Possehl-Musikpreis aus.
Mit dem Possehl-Musikpreis sollen Studierende der MHL ausgezeichnet werden, die wegen ihrer Begabung und ihrer Leistungen eine besondere Anerkennung und Förderung verdienen. Der 1. Preis ist mit 5.000 Euro dotiert, bei einem Duo erhält jede:r Preisträger:in 2.500 Euro. Bei einem Trio, Quartett usw. erhält jede:r Preisträger:in 2.000 Euro (bis insgesamt max. 8.000 Euro). Für die beste studentische Klavierbegleitung werden bis zu 1.500 Euro vergeben. Eine Gesamtsumme von 5.000 Euro stehen für einen 2. und einen 3. Preis zur Verfügung. Eine in der Regel neunköpfige Jury entscheidet über Vergabe und Aufteilung.
Teilnahmebedingungen
- Bewerbende müssen mindestens ein Semester Studium an der MHL vorweisen.
- Bewerbende dürfen am Wettbewerb maximal zweimal pro Fach (Instrument / konkretes Ensemble/Duowertung / Gesang) teilnehmen.
- Nach Gewinn eines 1. Preises ist eine erneute Teilnahme im selben Fach ausgeschlossen.
- Preisträger:innen, die sich in anderer Formation noch einmal bewerben möchten (zum Beispiel Studierende, die bereits als Ensemblemitglied gewonnen haben und sich solistisch bewerben möchten), werden über eine Zulassungsentscheidung informiert.
Im Übrigen wird auf die gültigen Wettbewerbsrichtlinien verwiesen.
Anmeldungen
sind ausschließlich per Mail an praesidiumsbuero@mh-luebeck.de zu richten. Für eine vollständige Anmeldung sind folgende Dokumente erforderlich:
- Empfehlungsschreiben Hauptfachdozent:in
- Lebenslauf als Fließtext, der so im Programmheft abgedruckt werden wird
- tabellarischer Lebenslauf
- Künstler:in-Foto
- vollständig ausgefülltes Wettbewerbsprogramm nach den MHL-Vorgaben (Vordruck zum Überschreiben ist im MHLnet zu finden)
- Angabe des Wunschstückes für die 1. Runde
Die Vollständigkeit und Richtigkeit der Programmangaben wird in die Bewertung einfließen.
Beachten Sie, dass bei mehr als drei Meldungen aus derselben Klasse der Präsident der MHL über die Teilnahme entscheidet.
Bewerbungsschluss
- 20. Oktober 2026
Erläuterungen
- Das Empfehlungsschreiben ist gezielt für diesen Wettbewerb zu formulieren und soll über Begabung, Fleiß, Musikalität und Leistungsstand des:r Bewerber:in Auskunft geben.
- Vorspieldauer 1. Runde: max. 20 Minuten / 2. Runde: max. 40 Minuten.
- Die jeweiligen Repertoireanforderungen befinden sich im MHLnet.
- Das Pflichtrepertoire ist im MHLnet zum Download verfügbar. Die Jury behält sich vor, aus dem übrigen Programm andere Stücke zu wählen.
- Bewerbungen sind möglich für:
a) Solo (instrumental/vokal)
b) Duo
c) Ensembles - Über die Vergabe des Possehl-Musikpreises wird nach dem Wettbewerb entschieden.
Ablauf
- 1. Runde: Mittwoch, 11. November 2026 / MHL / Großer Saal
Die Jury gibt am Ende der 1. Runde die Kandidat:innen die Programmauswahl für die 2. Runde bekannt. Die genaue Uhrzeit wird am Wettbewerbstag durch Aushang angekündigt. - 2. Runde: Donnerstag, 12. November 2026 / MHL / Großer Saal
Sollte die 1. Runde aufgrund der Anzahl der Teilnehmenden nicht an einem Tag möglich sein, wird sie am 12.11.2026 fortgesetzt. Die 2. Runde findet ebenfalls am 12.11.2026 statt. - Der genaue Zeitablauf des Wettbewerbs wird durch Aushang bekannt gegeben.
- Bewerbernde verpflichten sich, beim Possehl-Musikpreis-Konzert am Samstag, 16.01.2027, im Großen Saal mitzuwirken, falls sie dafür benannt werden.
- Nach dem Wettbewerb gibt die Possehl-Stiftung durch den Vorsitz der Jury auf der Grundlage des Entscheidungsvorschlages der Jury die Entscheidung bekannt. Sie ist unwiderruflich und unanfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
OPEN SPACE-Possehlpreis für aktuelle musikalische Aufführungskonzepte 2027
Die Possehl-Stiftung lobt in diesem Jahr zum 5. Mal den OPEN SPACE-Possehlpreis für aktuelle musikalische Aufführungskonzepte aus. Als Preisgeld stellt die Possehl-Stiftung 7.000 Euro für maximal drei Preise zur Verfügung.
Mit dem Possehl-Preis des Wettbewerbs OPEN SPACE-Possehlpreis für aktuelle musikalische Aufführungskonzepte sollen zeitgenössische künstlerische Projekte von Studierenden der Musikhochschule Lübeck ausgezeichnet werden, die wegen ihres musikalischen Gehalts, ihrer Darbietung, ihrer künstlerischen Aussage und dem innovativen Ansatz des Aufführungs-konzeptes eine besondere Anerkennung und Förderung verdienen. Im Unterschied zum »klassischen« Possehl-Musikpreis liegt in dieser Ausschreibung der Fokus auf der Aufführung zeitgenössischer Musik. Prämiert werden Aufführungen mit hochwertiger künstlerischer Interpretation, stimmigem inhaltlichen Gesamtkonzept, innovativem Ansatz sowie künstlerischer Originalität.
Ablauf
- Erwartet wird von jungen Komponist:innen, Solist:innen, Ensembles oder interdisziplinären Gruppen zunächst die konzeptuelle Beschreibung eines eigenen, 30- bis 40-minütigen Aufführungsprojekts, das eigene, aber auch Werke anderer zeitgenössischer Komponist:innen enthalten kann. Auch multimediale oder installative Formen können gewählt werden. Der Einbezug von Musik vergangener Epochen ist möglich, wenn diese konzeptuell eingebunden ist und weniger als 50% der Gesamtlänge einnimmt.
- Eine Jury wählt in einer ersten Runde anhand der eingegangenen und formal geprüften Konzeptentwürfe die Teilnehmenden der zweiten Runde aus. Kriterien sind künstlerische Origina-lität, stimmiges inhaltliches Gesamtkonzept, Machbarkeit und zeitlicher Umfang der Präsentation. Für jeden ausgewählten Beitrag steht ein Produktionsbudget von 2.000 Euro zur Verfü-gung. Diese Mittel dürfen für Materialkosten, externe Mentor:innen, Equipment bzw. Raummiete genutzt werden. Alle Verwendungen der Mittel sind vorher einzeln aufzulisten und durch die Leitung des OPEN SPACE-Possehlpreises (Prof. Dr. Nicola Leonard Hein) absegnen zu lassen. Zusätzlich erfolgt eine künstlerische Mentorierung durch Dozierende der MHL und ggf. externe Expert:innen.
- In der zweiten Runde, die am 14./15. Januar 2027 stattfinden wird, bringen die ausgewählten Teilnehmenden ihre Projekte zur Aufführung. Aufgrund der Aufführung werden von der Jury die Preisträger:innen ermittelt.
- Der/Die Gewinner:innen präsentieren ihr Projekt ein zweites Mal im Rahmen des Possehl-Musikpreis-Konzertes am 16. Januar 2027.
- Wegen weiterer Einzelheiten wird auf die Wettbewerbsrichtlinien 2024 Bezug genommen.
Teilnahmebedingungen
- Teilnahmeberechtigt sind Studierende der Musikhochschule Lübeck, wobei bei einem Ensemble oder Projektteam ab vier Teilnehmenden maximal die Hälfte der Teilnehmenden keine Studierenden der MHL sein müssen. Studierende, die ihr Studium an der MHL abschließen, können teilnehmen, wenn sie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Ausschreibung noch an der MHL studieren.
- Teilnehmen können Komponist:innen, Solist:innen und interdisziplinäre Ensembles.
- Als Projektteilnehmende gelten nicht nur die ausführenden Musiker:innen, sondern alle Studierenden, die sich mit einem künstlerischen oder musiktheoretischen bzw. wissenschaftlichen Beitrag am Projekt beteiligen.
- Eine neuerliche Teilnahme an dem Wettbewerb kann nur mit einem neuen Projekt erfolgen. Ob es sich bei einer neuerlichen Teilnahme um ein neues Projekt handelt, entscheidet die Jury oder ein Juryausschuss auf der Basis der eingereichten Projektbeschreibung. Ein Ausschluss aufgrund zu großer Nähe zu einem Projekt mit vergangener Wettbewerbsteilnahme kann auch noch im Rahmen des Wettbewerbs ausgesprochen werden. Eine mehrfache Teilnahme mit unterschiedlichen Projekten ist jedoch grundsätzlich möglich.
- Im Übrigen wird auf die Wettbewerbsrichtlinien verwiesen.
Digital einzureichen sind
- das dieser Ausschreibung beigefügte Anmeldeformular,
- ein PDF-Dokument mit der Beschreibung des Projekts,
- ein ausgefüllter Technical Rider (das Formular ist ebenfalls dieser Ausschreibung beigefügt),
- ein ausgefülltes Equipment Request Sheet (dieses wird direkt online nach Ausfüllen an sie übermittelt. Bitte erhaltene Email als PDF/Screenshot der Bewerbung beilegen.),
- ausformulierter Projektkurztext zum geplanten Projekt, der in ca. 700 Zeichen inkl. Leerzeichen Zielsetzung, Inspiration, Umsetzung und eingesetzte Mittel beschreibt und die Mitwirkenden sowie Interpret:innen und ihre Instrumente benennt,
- Künstler:innenfoto ca. 1 MB Dateigröße und Fotocredit
Die Beschreibung des Projekts soll folgende Informationen bereitstellen
- Projekttitel, Ansprechpartner:in, Namen der Beteiligten (ggf. Kennzeichnung auswärtiger Teilnehmenden) und Biografien sowie Aufführungsdauer
- Darlegung des Ablaufs unter Nennung aller Werke und Bestandteile der Aufführung
- Projektbeschreibung, welche das Projekt erläutert sowie Bestandteile zu einem stimmigen Ganzen zusammenfügt. Diese konzeptuelle Beschreibung stellt das Herzstück der Bewerbung dar
Der Technical Rider soll folgende Informationen bereitstellen:
- Bühnenaufbau einzuzeichnen in den Bühnenplan (PDF oder Foto) und Anforderungen an Bühne wie etwa Licht, Ton, Video, von der Hochschule zu stellendes Instrumentarium, Notenpulte etc.
- Bei Einbezug elektronischer bzw. multimedialer Mittel wird geraten, den Bedarf rechtzeitig vor Einreichen des Antrags mit Prof. Dr. Nicola L. Hein oder Kris Kuldkepp vom elektronischen Studio der MHL zu diskutieren, um die Realisierbarkeit des Projekts schon vorher zu klären
- Ein Wettbewerbsblock umfasst 100 Minuten und beinhaltet Auf- und Abbau sowie den Wettbewerbsbeitrag, der 30 bis 40 Minuten umfassen soll. Der ggf. nötige technische Aufbau muss in jeweils 25 bis 30 Minuten auf- und wieder abzubauen sein. Auf-, Ab- und Umbauten sind durch die Teilnehmenden selbst zu organisieren und sind Teil der Proben.
- Das PDF-Dokument darf Links zu Audio- und Video-Dateien enthalten (Youtube oder ähnlich). Die Links müssen bis zum Abschluss des Wettbewerbes verfügbar sein.
- Für die Realisierbarkeit des Projekts gibt es eine verpflichtende Technikbesprechung aller Beiträge vom 29.06. bis 01.07.2026.
- Die Teilnehmenden verpflichten sich ebenfalls, vor dem Wettbewerb eine Probe in angegebenem Zeitraum mit den betreuenden Bühnen- und Tonmeistern durchzuführen.
- Der/Die Bewerber:in verpflichtet sich, beim Possehl-Musikpreis-Konzert am 16. Januar 2027 mitzuwirken, falls er:sie dafür benannt wird.
- Bewerbungen sind ausschließlich in digitaler Form an den Präsidenten der MHL per Email an praesidiumsbuero@mh-luebeck.de einzureichen.
Ansprechpersonen und Unterstützung
- Hauptansprechperson: Prof. Dr. Nicola Leonard Hein
- Komposition: Prof. Milica Djordjević
- Elektronik/Multimedia: Prof. Dr. Nicola Leonard Hein, Kris Kuldkepp
- Improvisation/Komposition: Prof. Franz Danksagmüller
- Movement/Performance: Prof. Marno Schulze
- Theaterarbeit/Inszenierung: Hartmut Uhlemann
- Bühne und Licht: Harald Hentschel
- Orchesterwart: Maxim Schewzow
- KBB: Ulrike Lennartz
Das CoLab ist eine Plattform, bei der Komponierende und Musizierende im Austausch Projekte entwickeln und Coaching bekommen können. Eine Teilnahme ist keine Voraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb, sondern ist als Unterstützungsangebot gemeint.
Termine
- 25.05.2026 — Einsendeschluss für Bewerbungen
- KW 26/2026 — Bekanntgabe der Teilnehmenden der Aufführungs-Runde
- 29.06. bis 01.07.26 — Technikbesprechung aller Beiträge
- 13.10. bis 15.10.26 — Probenmöglichkeit im Großen Saal ohne Betreuung
- 30.11. bis 04.12.26 — Probenmöglichkeit im Großen Saal mit Betreuung
- 12./13.01.2027 — Generalprobe im Großen Saal mit Betreuung
- 14./15.01.2027 — Aufführungen der Wettbewerbsteilnehmenden im Großen Saal
- 16.01.2027 — Possehl-Musikpreis-Konzert
Nach dem Wettbewerb gibt die Possehl-Stiftung durch die:den Vorsitzende:n der Jury auf der Grundlage des Entscheidungsvorschlages der Jury die Entscheidung bekannt. Sie ist unwiderruflich und unanfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Jury
Die Jury setzt sich zusammen aus Expert:innen, die ein breites Spektrum innovativer zeitgenössischer Aufführungsformate repräsentieren. Die Namen der Jurymitglieder werden demnächst hier bekanntgegeben.